Dammriss ohne Betäubung näher?

Die Geburt meines Kindes ist nun schon 6 Monate her, immer wieder unterhält man sich mit anderen Müttern über die Geburt. Dabei ist mir aufgefallen, dass sehr viele ohne Betäubung genäht wurden. Ich war total entsetzt. Der Arzt der bei meiner Entbindung dabei war hat sehr sorgfältig betäubt und sogar darum gebeten mich zu melden wenn es zieht, damit er nachspritzen kann. Anderen, die zum Teil im gleichen Krankenhaus entbunden haben haben folgende Begründungen gehört warum nicht betäubt oder nachgespritzt wird:

"Stellen Sie sich nicht so an, sie haben gerade ein Kind bekommen"
"Nehmen Sie halt nochmal was vom Lachgas"
"Da müssen Sie jetzt durch, es soll ja schön werden"

Jetzt frage ich mich ob es medizinische Gründe gibt warum nicht betäubt werden kann oder darf oder ob es sich hier um Gewalt bzw. Faulheit des Arztes handelt? Kennt such da jemand aus?

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Ich kenne niemanden, der ohne Betäubung genäht wurde außer ein-zwei Frauen, bei denen die Dosis der pda etwas zu großzügig gewählt wurde. Die haben aber auch sonst nichts mehr gespürt 🤷🏼‍♀️
Bei mir war das Nähen trotz mehrfacher Nachdosierung der Betäubung ganz furchtbar. Schlimmer als die Geburten selbst. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Frau das überhaupt ertragen kann ohne Betäubung.

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Meine Labien- und Scheidenrisse wurden auch ohne Betäubung genäht. Das Argument war, dass es egal ist, ob ich einen Stich von der Nadel mit Narkosemittel bekomme oder von der Nadel mit Faden. Geplant war nur ein Stich, allerdings waren dann mehrere notwendig.

Mir tat es auch mehr weh als die Geburt vorher. Bei der nächsten Geburt habe ich die Ärztin angefleht meinen Dammriss nicht zu nähen, weil ich vor den Schmerzen solche Angst hatte.

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Angeblich wurde ich betäubt, zumindest kündigte man es an, aber gespürt habe ich es dennoch, wie du. Ich empfand es als unangenehm stechend...

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Genau die gleiche Begründung gaben sie mir auch. Es war die Hölle und ich werde das nie vergessen. Hab bei meiner dritten Geburt der Ärztin, anderes KH, gesagt, dass sie ohne Betäubung nicht nähen darf. Sie hat entsetzt geschaut, als ich ihr von der Wundversorgung der zweiten Geburt berichtete.

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Hatte innen vaginal einen mega Riss - wurde mit 25 Stichen versorgt..
Wurde auch betäubt und hab wirklich gar nichts gespürt..

Das einzige was mich verwirrt hat, dass der Schmerz nach der Geburt nicht weg war 😅 mein Baby musste gleich rausgebracht werden und versorgt und in den 10min hab ich nur gejammert dass das so brennt 😅🙈 aber gut war halt ein bissi größer und Baby nicht da zur Ablenkung

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Also ich hatte auch einen Dammriss 2. Grades, das reißen habe ich nicht gespürt und auch danach hatte ich keine Schmerzen, es wurde zum nähen aber trotzdem betäubt und die Ärztin hat mich auch gefragt ob alles passt oder man evtl nach spritzen muss, das nähen selbst hat nicht weh getan, allerdings empfand ich es einfach als total schlimm, weil ich sowas einfach total eklig finde und es war halt unangenehm 😅 kann mir aber jetzt auch nicht vorstellen dass man das ohne Betäubung nähen kann…😳

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Ich hab gehört, dass das Nähen im Geburtenhaus ohne Betäubung gemacht wird, weil Hebammen das nicht dürfen.

Alle Frauen, die ich kenne, die im KH entbunden haben, bekamen eine Betäubung.
Ich wurde auch betäubt und hab weder die Spritze noch die Nadel gespürt. War sowieso alles taub. Nähen und betäuben durfte hier aber auch nur die Ärztin.

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Also ich hatte eine Hausgeburt, es war nur die Hebamme und mein Mann anwesend. Ich hatte einen Dammriss 2. Grades und wurde definitiv betäubt. Genäht hat auch die Hebamme selbst. Viele glauben immer, dass die Hebammen das nicht dürfen, dem ist aber nicht so. Wurde mal von einer Freundin gefragt, ob man nach einer Hausgeburt ins Krankenhaus zum nähen muss...

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Ich habe mich vor wenigen Tagen mit einer Mutter unterhalten die im Geburtshaus entbunden hat. Ihr Dammriss wurde auch ohne Betäubung genäht weil die Hebamme meinte sie dürfe keine Betäubungsspritze setzen. Als ich das gehört habe war mir klar, dass eine Haus-oder Geburtshausentbindung nicht infrage kommt. Sie hatte das auch als traumatisch empfunden und meinte sie wurde in der Betreuung vor der Geburt nicht darüber aufgeklärt.

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Hey das ist ein Thema, welches mich richtig bõse macht. Also, wenn ich so lese, dass Frauen dies wirklich erleben mussten. Dieser Spruch "Stell dich nicht so an, du hast grad ein Kind bekommen, das ist ja wohl schlimmer"... Da könnte ich 🤬
Die Geburt ist das eine, sie dient dazu, mein Kind auf die Welt zu bringen. Die Wundversorgung hinterher ist etwas ganz anderes. Das Adrenalin (körpereigenes Schmerzmittel) ist meist schon gesunken und das nähen ist auch kein Teil der Geburt. Es ist also ein anderer Schmerz.
Jeder, der behauptet, man müsse das aushalten, sollte bitte auch im Intimbereich genäht werden, ohne Betäubung.

Ich persönlich hatte eine Hausgeburt (2. Geburt) und von den Schmerzen her, war es absolut traumatisch (1. Geburt war mit PDA). Die Schmerzen waren, nachdem das Kind da war, nicht automatisch weg. Ich war so angespannt, mir hätte selbst eine Feder große Schmerzen bereitet. Ich habe die erste halbe Stunde weiter vor Schmerzen gestöhnt und gejammert. Erst, als die Hebamme zum nähen alles betäubt hatte, konnte ich langsam loslassen.
Ich stell mir vor, jemand hätte mich noch ohne Betäubung genäht, ich wäre entweder gestorben oder der andere.

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Also ich würde nur vaginal genäht. Die Ärztin meinte ist nur ein Stich, da hab ich gesagt dann lieber direkt nähen. Dauerte dann doch länger, aber da ich kaum was gespürt habe, hab ich auch dann keine lokale Betäubung machen lassen (hätte mich aber jederzeit umentscheiden können und sie fragte regelmäßig, ob alles ok ist).

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Ich hatte einen Dammschnitt (der wurde ohne Betäubung gemacht) und das Nähen dann mit. Allerdings gabs die eine oder andere Stelle, die ich noch gespürt habe. Wäre aber nicht schlimmer als die Spritze selbst gewesen. Ich war aber nach 19std Wehen etc eh zu müde um es exakt wahrzunehmen. Ich weiß angeblich Vieles nicht mehr, dass einige Zeit vorm Ende passiert ist