Kaiserschnitt ja oder nein?!

Hallo die Damen,

langsam ist es immer näher am eigentlichen Termin. Klar sind es noch bissl mehr als 3 Monate, aber die Gedanken über die Geburt kommen auf.
Die Schwangerschaft verläuft toll und es gab außer für mich keine Probleme.

Meine erste Geburt vor 10 Jahren war für mich sehr traumatisch und ich hatte anscheinend auch vieles der negativen Gefühle total verdrängt.

Je näher unser Termin kommt umso mehr kommen diese Ängste, ja fast Panik auf.

Bei der ersten Geburt sah erst Alles sehr gut aus, dann kam die PDA und in der Austreibungsphase dann der komplett Stillstand, da waren schon knapp 10 Stunden Wehen vorbei. Man konnte die Haare schon fühlen und die kleine Dame stecke mit dem Kopf im Becken fest... Was die Gründe dafür waren, keine Ahnung. Es wurde geredet über Zange oder Saugglocke, aber davon hatte ich nur Horrorstorys gehört also habe ich das abgelehnt. Plötzlich bekam ich unersträgliche Schmerzen im Beckenknochen.

Es half nichts mehr und eine sekundäre Sectio würde gemacht, ich hatte große Angst und durch die Tocolyse wurde mir schlecht und dieses Zittern war unerträglich. Der Eingriff an sich war schnell gemacht, die Kleine geholt, mir kurz gezeigt und dann Weg gebracht zur Untersuchung. Tja das war um 20 Uhr und als ich vernäht war kam ich in den Aufwachraum zur Überwachung es hieß es sei zu spät mich jetzt noch aufs Zimmer zu bringen. In dem Raum war es komplett dunkel und noch zwei Personen drin. Die Eine musste sich ständig Erbrechen und die andere Person hat wohl vor lauter Schmerzmittel nur Unsinn erzählt.
Ich lag da also und habe mein Kind das erste Mal gegen 01:00 Nachts im Arm gehalten. Angeschlossen an die ganzen Geräte und total erschöpft von den ganzen Medikamenten und der Geburt war das unfassbar gruselig für mich. Ich konnte sie auch kaum halten, alles war einfach nur ein Albtraum.

Das erste Kind und ich noch jung und alleine und jeder hat auf mich eingeredet.

Das Alles kommt jetzt hoch und ich habe regelrecht Panik langsam. Dabei ist es 10 Jahre her, aber ich habe es wohl nie Überwunden.

Ist Angst ein Grund für einen Kaiserschnitt?

Ich habe mit meinem Mann gesprochen und wir sind beide für einen Kaiserschnitt, als zu riskieren das es wieder so läuft.

Sorry ist etwas lang geworden und mehr oder weniger ein SiloPo.

Kommt gut in die neue Woche

Würdet ihr euch bei Angst für einen Kaiserschnitt entscheiden?

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Hallo, ich habe zwar noch 29 Wochen vor mir aber seit dem ich denken kann weiß ich das ich keine natürliche Geburt möchte.

Ich habe große Angst vor der Machtlosigkeit der Ungewissheit und der Schmerzen.

Nicht das ein Kaiserschnitt nicht weh tut oder Komplikationen hat. Aber dennoch werde ich vorab über alles aufgeklärt. Und habe einen Überblick davon was auf mich zukommt.

Das habe ich bei einer natürlichen Geburt nicht, niemand kann mir sagen wie lange es dauert, wie schmerzhaft es wird und welche Verletzungen ich haben werde.

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Hallo.
Du hast ersichtlich ein Geburts Trauma.
Das gehört aufgearbeitet.

Ich würde dir empfehlen eine Hebamme zu nehmen.

Ich hatte keine so schöne 3.Geburt und habe mir aufgrund dessen eine privaten Hebamme genommen,die mich auch zur Geburt begleitet.
Sie kennt meine Geschichte usw.

Ich fände es schade,einen Kaiserschnitt zu wählen....denn es ist 10jnher und noch dazu ist jede Geburt anders!!!

LG Mamamadl 35.ssw

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Ihr habt euch ja eh schon entschieden, oder? Du brauchst absolut kein schlechtes Gewissen zu haben oder dir einreden lassen dass es viel besser für dich und das Kind wäre, vaginal zu entbinden! Dein Körper, dein Kind, deine Entscheidung

Die Schilderung deiner Geburt erinnert mich total an meine erste. Es fing so gut an, wir haben uns in den ersten 7 Stunden auf 8 cm Mumu vorgekämpft, Wehen waren schon heftig zum Teil aber ich kam zurecht, und dann passierte 10 h nichts mehr. Er lag mit dem Kopf neben dem Beckeneingang und das Köpfchen donnerte mit jeder Wehe ins Becken. Diese Schmerzen, als würde mir jemand mit Hammer und Meißel langsam den Beckenknochen brechen waren echt unerträglich. Irgendwann sackten die Herztöne ab und ich wurde bei jeder Wehe ohnmächtig, also sekundäre Sectio. Die OP fand ich Horror, es sollte zügig gehen, keiner hatte Zeit für große Erklärungen, am Tisch festgebunden und los gings. Ich fühlte mich wie auf der Schlachtbank und das hat mich lange verfolgt.

Meine Tochter kam dann 2 Jahre später per geplantem KS (hätte es zwar gern normal probiert, ging aber aus anderen Gründen nicht). Das hat mich mit der ersten Geburt total ausgesöhnt. Meine Tochter kam friedlich und in aller Ruhe, ohne Qualen und Ängste zur Welt (das Kind hat beim steckenbleiben ja auch Angst und weiß nicht ob es aus der Nummer lebend wieder rauskommt...). Ein geplanter KS ist echt eine ganz andere Hausnummer als ein ungeplanter, alles entspannt, in Ruhe und du weißt schon was auf dich zukommt.

Meinen Sohn durfte ich übrigens mit in den Aufwachraum nehmen und mein Mann durfte auch mitkommen. Meine Tochter war leider nicht fit genug dafür, aber dafür hatte ich eine total liebe und lustige Schwester, mit der ich mich super unterhalten habe.

Hab eine schöne Geburt ❤

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Sprich mit deiner Ärztin und mit deiner Hebamme.

Ja, Angst wäre ein Grund für einen KS. Es ist ok!

Wenn du und dein Mann das so wollen, dann tut es! DU musst letztlich da durch, daher ist es deine Entscheidung! :)

Ich stimme daher mal mit „Ja“, obwohl ich sonst schon „Verfechter“ für Spontangeburten bin. Also so für mich persönlich!

Es ist aber dein Körper und somit deine Entscheidung und das gilt für jede Frau :) traust du dir eine Spontangeburt nicht zu, würdest du eventuell während einer kopfmäßig blockieren und es dir noch schwerer machen. Ehrlichkeit zu sich selbst ist völlig legitim, also sprich darüber und mach den KS :)

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Ich kann die von lor kurz schreiben, ich hatte bei meiner Tochter panische Angst vor einer Normalen Geburt bekommen, habe mich für einen KS entschieden, jedoch unter vollnarkose, da ich Panik bekam an den Gedanken, meine Beine nocht mehr zu spüren. War alles kein Problem, es wurde alles so gemacht wie ich es wollte. Die kleine wurde um 12 geholt und um 17 Uhr bin ich schon gelaufen und habe mich auch selbst um mein Kind kümmern können.

Ich bin wieder schwanger und die kleine kommt im November und ixh möchte es wieder so haben wir bei meiner ersten Tochter, es war für mich die richtige Entscheidung, ixh war entspannt und hatte keine Ängste mehr.

Entscheide, wie es für dich am besten ist und lass dir nichts anderes einreden, egal was andere sagen.

Ich wünsche dir alles Gute 🍀🍀

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Ich habe jetzt mit Nein gestimmt, weil es für MICH SELBST keinen Grund für einen Kaiserschnitt wäre.
Ich würde mit so einer Erfahrung aber auch definitiv in keiner Klinik mehr entbinden (es sei denn es muss gesundheitlich - dann ist aber eine natüliche Geburt normal ja ausgeschlossen) sondern mit dem Trauma wohl eher auf Geburtshaus oder Hausgeburt mit entsprechender fester Hebamme gehen. Gibt ja auch Personen die dies so machen.

Also bei einem vorhandenen Trauma und Angst davor eine erlebte Situation nochmal durchleben zu können verstehe ich auf jeden Fall, dass man daraufhin entsprechende Schlüsse für sich zieht und wenn dies bei dir oder anderen Personen auf einen geplanten Kaiserschnitt hinausläuft für die Sicherheit, ist dies völlig legitim. #liebdrueck

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Ich würde mir die Option offenhalten und erstmal versuchen, diese erste Geburt nochmal aufzuarbeiten. Wenn du jetzt so in eine zweite startest, kann das trotzdem wieder traumatisch werden - denn gewisse Dinge kann man nicht beeinflussen. Meine erst Geburt war ein furchtbarer Notkaiserschnitt, die zweite dann ein geplanter. Trotzdem waren gewisse äußere Faktoren nicht zu beeinflussen, z.B. dass ich aufgrund von Notfällen stundenlang warten musste (natürlich nüchtern, am Ende hatte ich seit 24 Stunden nichts mehr gegessen und war echt fertig), es keine freien Kreißsäle danach mehr gab und wir ins CTG-Zimmer gequetscht wurden (getrennt durch einen Paravent von Frauen am CTG), auf Station alles überfüllt war und ich in drei Tagen vier neue Zimmernachbarinnen hatte (von "Mitten in den Wehen die ganze Nacht stöhnend" bis "Ich gucke zum Einschlafen RTL2, stundenlang" war da alles dabei). Nur beim Eingriff selber kannst du dir relativ sicher sein - das Drumherum ist leider oft nicht planbar, gerade wenn Corona wieder die Finger im Spiel hat...deswegen wäre es gut, wenn du die letzte Erfahrung noch ein bisschen unter die Füße bekommst.

Reden hilft, wirklich. Ich hatte nach meinem Notkaiserschnitt einen langen Termin bei der Ärztin des Krankenhauses und wir sind alles durchgegangen, den ganzen Verlauf, alle Eingriffe, alle Werte. Mit der Hebamme habe ich ebenfalls sehr viel und oft geredet, das war sehr hilfreich. In deinem Fall wäre es z.B. auch gut nochmal zu besprechen, woher deine große Angst vor Zange oder Glocke kommt, sich da ein paar Fakten vom Fachpersonal zu holen.

Ich kann dich total verstehen, die Angst vor der zweiten Geburt hat meine Schwangerschaft ziemlich überschattet. Eigentlich wollte ich es normal versuchen mit der Option, sofort auf eine sekundäre Sectio auszuweichen, wenn ich es psychisch nicht schaffe. Das wurde leider nichts, aber den Plan fand ich im Prinzip echt gut. Die Ärztin hat mir das im Vorgespräch auch sofort zugesichert aufgrund meiner Geschichte (das Krankenhaus macht sehr ungern Kaiserschnitte, also wirklich nur im Notfall, deswegen hatte ich da Bedenken). Vielleicht ist das eine Möglichkeit für dich.

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Hatte mein 2. Kind aus ähnlichen Gründen vor 9 Tagen per KS bekommen. Danach die Schmerzen sind nicht ohne. Bereue es trotzdem auf keinen Fall.

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Angst ist ein Grund für einen Kaiserschnitt und auch deine vorangegangene Sectio stellt eine medizinische Indikation dar.
Wenn du dich mit dem geplanten Kaiserschnitt wohler fühlst, dann würde ich auf jeden Fall diesen Weg gehen. Das finde ich sinnvoller, als wenn du dich doch zur vaginalen Geburt überreden lässt, dann womöglich verkrampfst und es wieder unschön endet.

Alles Gute für euch und eine schöne Geburt :)