Kein Frieden seit der Geburt, nur Stress und Streit

Ich habe keine Ahnung mit wen ich darüber sprechen soll. Meine Familie möchte ich damit nicht unnötig belasten. Am 10.11 habe ich entbunden, unser kleiner kam mit knapp 4,5kg auf die Welt. Es war eine tolle und komplikationslose Geburt. Danach ging es los. Ich habe meiner Familie erst nach der Geburt bescheid gegeben, dass der kleine da ist, da ich nicht wollte dass Menschen im Krankenhaus warten oder ständig anrufen und nach dem Stand fragen. Die Familie meines Mannes habe ich auch nicht informiert. Meine Schwiegermutter fande das total blöd und war beleidigt, dass ich ihr nicht bescheid gegeben habe. Danach gingen die täglichen Besuche los im Krankenhaus. Ich hatte keine Zeit um mal runterzukommen und die Zeit mit dem kleinen zu genießen da jeder ihn auf dem schoß haben wollte und Fotos machen wollte. Als ich dachte wir werden endlich entlassen kam heraus das meiner kleiner Gelbsucht hat. Wir waren insgesamt 8 Tage im Krankenhaus und ich war mit dem kleinen alleine, da kein Familienzimmer zur Verfügung gestellt wurde. Mein Mann kam täglich und blieb zu den zugelassenen Besuchszeiten. Er war dadurch auch mega erschöpft und dementsprechend angespannt, also fingen kleinere Diskussionen schon im Krankenhaus an. Ich hatte irgendwie mega Stimmungsschwankungen und war total gereizt musste viel weinen. Mein Mann war total genervt von meiner Art und meinte ständig ich soll doch mal positiver sein. Naja zuhause angekommen wollte ich nur noch duschen mich mit dem kleinen und meinem Mann hinlegen. Meine Schwiegereltern leben unter uns und hatten Frühstück etc vorbereitet. Haben uns direkt empfangen und wollten den kleinen sehen. Ich hatte total schlechte Laune weil mir alles weh tat und der kleine zur Entlassung noch total Gelb war. Als ich also gesagt habe ich möchte hoch und mich ausruhen war die Stimmung platt. Also waren alle beleidigt und jeder hat mir nach dem Tag den Rücken zugedreht. Unterstützung kam danach garkeine mehr da ich ja nach meiner Entlassung nicht sofort Zeit mit der Familie verbringen wollte. Zwei Tage später Anruf vom Kinderarzt. Biliwert ist erhöht wir müssen sofort in die Kinderklinik. Also ganzes Spiel von neu, ich mit den nerven am ende, Mann genervt von mir und 3 Tage Baby unter der Lampe. Anschließend waren wir Zuhause und zwei Tage war ich körperlich so am Ende dass ich mit Verdacht auf Blinddarmentzündung in die Notaufnahme bin. Alles gut am Abend wieder Nachhause. Seit dem nur noch mit Mann am streiten, heftige böse Worte fallen. Die Schwiegerfamilie beleidigt dass ich mich nicht einbringe, Mann genervt dass ich so hysterisch bin und nur weine. Ich bin dann heute ausgeflippt und habe jeden meine Meinung gesagt. Jeder denkt nur an sich aber ich konnte immernoch nicht ankommen und jun körperlich und psychisch nach den ganzen Aufenthalten am Ende. Jetzt wurde mir gesagt ich bin über dramatisch und es gibt kinder die sind schwerkrank und ich würde alles übertreiben etc. Dass ich erstmal ankommen will und keinen Besuch möchte, soll einfach aller letzte Schublade von mir sein und ich sei ein total anstrengender Mensch. Ich bin wirklich mit den Nerven am Ende. Keiner zeigt Rüxksicht und ich werde nur beschuldigt andtatt dass man mich versteht und mir versucht zu helfen. Ich bin nur am weinen und habe schlechte Laune wegen dem ganzen Stress der mir durch die Umgebung gegeben wird. Ich fange schon an an mir zu zweifeln und denke langsam selbst das alles zu viel verlangt ist von mir

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Omg, umzingelt von A****löchern.

Du Arme!

Hast du eine Hebamme?

Falls ja, lass die mal mit diesen "Herzchen" reden!

Lass denen mal erklären, was ein Baby Blues ist. Dass sich das zur Wochenbettdepression auswachsen kann. Dass Stress zu Stillproblemen führt. Dass Stillprobleme zu Gelbsucht führen können.

Dass die dich und auch das Neugeborene krank machen!!!

Wenn du keine Hebamme hast, kannst du es bei deinem Frauenarzt oder Kinderarzt versuchen. Oder samt deinem Göttergatten zur offenen Hebammensprechstunde gehen, die gibts in der Regel beim örtlichen Landratsamt.

Als letzte alternative gibts auch noch die frühen Hilfen, ebenfalls vom Landratsamt.

Die machen dich und das Baby krank mit ihrem Verhalten. Wehr dich!

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Genau das wollte ich auch schreiben. Ich hoffe sehr dass die TE eine Hebamme hat. Die Familie und vor allem der Mann klingt so uniformiert. Seiner Frau vorzuhalten sie wäre in der ersten Woche im Wochenbett zu hysterisch wo ihr Hormonhaushalt sich gerade komplett umstellt. 🙈😒

So was egoistisches einer Familie habe ich auch lange nicht gehört.

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Hallo Liebes!

Tut mir sehr leid, dass es dir aktuell so geht.
Ich fühle etwas mit dir, meine ist 4 Wochen alt, aktuell krank (weil jeder dauernd kommen wollte, teilweise auch „frisch gesund“ von Erkältung etc.). Alle, wirklich alle auch mein Mann gehen mir tierisch auf die Nerven. Ich will einfach nur mit meiner Maus im Betr liegen und kuscheln, fühle mich alleine gelassen und Missverstanden. Zudem bin ich auch sehr gereizt.
Was ich damit sagen will: du bist nicht allein!

Dein Leben hat sich von jetzt auf gleich komplett geändert. Nicht nur ist eine SS und Geburt unglaublich anstrengend, auch die erste Zeit danach. Alles ändert sich! Hormone flachen wieder ab. Man ist ausgelaugt. Will alles richtig machen. Hat Ängste. Und alle wollen was von einem. Manche stecken das augenscheinlich sehr gut weg. Aber es gibt sehr viele wie dich & mich. Sehr viele!
Ich finde es toll dass du für dich einstehst und deine Grenzen setzt. Frisch aus dem Kh und dann gleich bei den Schwiegereltern essen? Das ist total übergriffig! Man hätten vorher fragen müssen!
Es ist schade dass es dann in einem hochkocht und man vielleicht etwas laut wird. Natürlich ist das nicht fair aber verständlich!
Du brauchst Ruhe und die hast du dir verdient. Die darfst und musst du dir einfordern. Wochenbett ist für Mama&Kind und andere sollen sich, wenn du dir das so wünschst, hinten anstellen.
Die kriegen sich alle schon wieder ein.
Vielleicht versuchst du „das nächste mal“ deine Wünsche nur vorher zu äußern, bevor es hoch kocht. Versuche ein Gespür für deine Grenzen zu finden.

Aber lass dir bitte kein schlechtes Gewissen machen und pass auf dass du nicht in eine Wochenbett Depression rutscht.
Dein Partner darf natürlich mal genervt sein, sollte sich aber mal belesen, was mit uns Frauen so nach der Geburt alles passiert. Er sollte sich etwas mehr unterstützen.

Alles Liebe!

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Ohje fühl dich gedrückt!
Mein kleiner Mann ist 4 Monate alt und ich werde langsam wieder ich selbst. Gerade der erste Monat war gefühlsmäßig echt schlimm, ich erkenne mich in deinem Text zu 100% wieder (missverstanden, gestresst, allein gelassen, etc.). Und zwischen meinem Mann und mir sind da auch regelmäßig die Emotionen hochgekocht (passiert immernoch, aber nicht mehr so häufig). Es hat geholfen, dass ich ihm erklärt habe dass ich gerne wieder ich selbst sein möchte und nicht dauernd nur am meckern blabla, ich es aber hormonell einfach gerade nicht schaffe. Und ich habe ihm auch beschrieben wie es für mich ist, wenn der kleine weint&schreit (mein Stress level ist am anfang direkt in die Höhe geschossen, es tat teilweise fast schon weh). Außerdem hat er sich bei befreundeten Vätern erkundigt, wie es für sie nach der Geburt war, nachdem er von allen gehört hat, das die Frau emotional war und es besser wird, war er beruhigt. Danach konnte er damit besser umgehen.

Der Rest der Familie hat es mit Sicherheit nur gut gemeint, nach tagelangen KH essen und anstrengendem Stillen ist ein reichliches Frühstück eigentlich total schön - wenn man vorher gefragt hätte, ob dir danach ist (ich hätte auch keinen nerv gehabt, aber theoretisch ist es ja nett). Beleidigt zu reagieren ist auf jeden Fall daneben, brauchen wir gar nicht zu diskutieren! Gibt es die Möglichkeit das du mal mit deiner Schwiegermutter allein sprichst, ihr sagst das du es lieb fandest, aber du einfach kaputt und gestresst warst und bist und du dir in einem gewissen Rahmen Unterstützung wünschst? Ich denke mal offen und ruhig über den hormonhaushalt zu sprechen würde helfen.

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Fühl dich gedrückt!
Das Verhalten deiner Verwandten geht echt gar nicht, haben die keine Ahnung was ein Wochenbett oder Babyblues ist?
Ich hoffe du hast eine Hebamme, die zur Nachsorge kommt, die kann deinem Mann und Schwiegereltern mal erklären, das die Zeit nach der Geburt eines sehr emotionale ist, und das viel kuscheln und im Bett liegen sein muss. Wenn sich deine Schwiegereltern unbedingt mit einbringen wollen, da sie ja unter euch wohnen, lass sie kochen, Wäsche aufhängen und putzen. Damit ist euch mehr geholfen. Was deinen Mann angeht, tut es mir echt leid, das er dich nicht wirklich unterstützt. Ich kenne es von meinem Mann so, das er es besser versteht, wenn jemand anderes als ich ihm erklärt, wenn etwas nicht stimmt.
Versuche auch dort deine Hebamme einzubeziehen, oder wenn du keine hast, vielleicht eine Freundin die auch schon Kinder hat und weiß wie man sich fühlt.

Ich hoffe ihr erholt euch gut, es ist meistens keine einfache Zeit, aber gut zu überstehen wenn vor allem der Partner einem den Rücken stärkt 😇

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Ohje, du Arme, fühl dich gedrückt ❤️

Das geht alles gar nicht.

Ich habe zwar nicht so ein Umfeld, aber ich weiß noch sehr gut, wie ich mich die ersten 2-3 Wochen nach der Geburt gefühlt habe. Erschöpft, emotional, sensibel.

Du hattest überhaupt keine Chance, zur Ruhe zu kommen, zu Hause anzukommen.

Spätestens als du selbst im KH gelandet bist, hätten sie es merken müssen.

Aufgabe deines Mannes wäre es, dich zu unterstützen.

Hast du die Möglichkeit, ein paar Tage zu deiner Familie zu fahren und dort etwas zur Ruhe zu kommen?

Du musst, für das Baby, aber vor allem auch für dich selbst, auch an deine eigene Gesundheit denken.

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Ich kann dich voll und ganz verstehen. Mein Kleiner hatte auch Gelbsucht und es war ein total aufreibende Zeit in der ich so mit mir selbst und dem kleinen beschäftigt war, dass ich sonst niemanden sehen wollte. Zwischenzeitlich hatte ich ein super schlechtes Gewissen, weil in meinem Begleitzimmer Mütter lagen deren Kinder sehr krank waren und meiner mit "nur ein bisschen gelbsucht". Trotzdem hab ich geheult und trotzdem wurde ich getröstet.

Zum Glück waren in meinem Kreis insgesamt alls sehr verständnisvoll und ich habe heute mit fast 4 Wochen immer noch sehr wenige Besuche "zugestimmt". Bzw. Hier warten eigentlich fast alle noch auf die Freigabe. Wenn jemand dadurch angefressen ist, dann ist das deren Problem. Erstens hab ich keinen Bock auf Krankheiten und der kleine kämpft eh noch sehr mit Bauchweh dass er viel weint.

Ich würde den Rat der anderen Mütter folgen und mich deiner Hebamme anvertrauen. Ich finde sie kann auch ruhig mal ein ernstes Wort mit deinem Partner reden, weil er da eigentlich 100% hinter dir stehen muss.

Fühl dich gedrückt und ... du bist nicht alleine mit deinen Gefühlen.

Lg

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Du Arme! Ich drücke dich in Geiste! Ich finde ganz und gar nicht, dass du übertreibst und kann alles nachvollziehen! Du bist genau richtig wie du bist! Die anderen haben jetzt nicht mitzureden - DU hast gerade ein Baby auf die Welt gebracht.

Probier es bei deinem Mann mit ich-Botschaften statt Vorwürfen (ICH fühle mich vernachlässigt/missverstanden/etc.).

Alles Gute!