Angst vor Frühgeburt. Präeklampsie

Hallo Ihr Lieben, ich muss mich mal ein bisschen ausheulen. Seit ungefähr zwei bis drei Wochen habe ich Bluthochdruck und ein paar verschiedene andere Sachen die eindeutig zu einer Präeklampsiediagnose geführt haben. Ich war mehrmals stationär im Krankenhaus, durfte jetzt aber erst mal heim, nachdem der Blutdrucksenker angeschlagen hatte. Ich werde engmaschig ambulant im Kreissaal kontrolliert, nächster Termin ist am Montag.
Zudem habe ich wie in den vorigen Ss leider einen fetten Harnstau. Die anderen Kinder musste man daher immer frühzeitig einleiten. Die Präeklampsie ist erstmals aufgetreten, jetzt in der 4. Ss. Diese Woche war das Hellp Labor noch unauffällig.

Bei den anderen wurde ich bei 38+0, 37+0 und 36+3 eingeleitet. Es hat sich damals immer wie die richtige Entscheidung angefühlt und die Babys haben es auch super verkraftet. Das dritte Baby war ein Schreikiind, könnte natürlich auch damit zusammen hängen.

Bei mir ist jetzt geplant, dass man bei 36+ 0 einleitet und es fühlt sich für mich so dermaßen falsch an. Ich habe das Gefühl, die kleine ist noch nicht bereit und ich bin auch noch nicht bereit. Im Moment bin ich bei 35+1 und leider steigt mein Blutdruck trotz Medikamenten seit gestern wieder massiv an und mir geht es nicht so toll…

Ich habe erstens wahnsinnig Angst, dass sie mir am Montag bei der Kontrolle sagen, dass man nicht mehr warten kann.
Falls meine Blutwerte jedoch gut sind, weiß ich nicht ob man noch mal bei 36+0 entscheiden kann das man noch zuwartet.

Ich gehe sonst immer 100 % nach meinem Bauchgefühl. Diesmal bin ich mir aber echt unsicher, weil ich die Risiken sehr schlecht einschätzen kann. Zumal die Versorgung von meiner Kleinen wegen beidseitigem starken Notching auch nicht so ganz optimal ist.

Was haltet ihr von dem Ganzen? Habt ihr vielleicht Erfahrungen für mich?

Liebe Grüße! DeineMutter 😉

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Bei deinem Namen musste ich schon stark schmunzeln :D

So zum eigentlichen Thema, ich kann deine Angst verstehen ich hatte bei K1 selbst eine Eklampsie (bei 36+0). Damals wurde ich leider nicht engmaschig kontrolliert sondern meine behandelnde FA hatte für sämtliche Symptome eine Erklärung bzw so im nachhinein würde ich schon behaupten sie hats einfach nicht erkannt und deswegen alles runter gespielt.
(Ich war 19 schwanger mit dem ersten Kind und hab der Frau vertraut und geglaubt was sie gesagt hat vor allem auch weil ich aus meinem Umfeld eigentlich nur positives von und über diese Ärztin gehört habe).
Ende vom Lied wäre ich 5 Minuten später in den OP zum NotKS geschoben worden wären weder ich noch mein Ältester heute hier, weil die Ärzte im KH absolut richtig gehandelt und geschaltet haben konnten wir beide gerettet werden, trotzdem lag ich danach eine Woche im künstlichen Koma und der kleine war 3 Wochen auf der Früchenintensiv musste reanimiert werden und und und. ABSOLUTER HORROR.
Toi Toi Toi er hat das ganze nahezu Folgenfrei überstanden, bis auf eine Sprachentwicklungsstörung ist er kerngesund. (Warscheinlich durch die Intubierung man weiß es aber nicht 100% ob das der Grund ist)


Was ich damit sagen will, auch wenns doof ist versuche den Ärzten zu vertrauen und dein Bauchgefühl zur Seite zu schieben, klar ist das schwierig aber in der besonderen Situation mit der Präeklampsie kann es sehr schnell sehr ernst werden.
Da du aber unter ständiger Kontrolle stehst wird es sicher bei dir nicht zur Eskalation kommen und so enden wie bei mir aber wenn die Doc's sagen das Baby muss nun auf die Welt kommen dann ist das zu eurer beiden Sicherheit und sicherlich eine gut überlegte Entscheidung.

Alles alles gute für euch!!

Bearbeitet von Inaktiv
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Ich danke dir für deine Antwort! Das hilft mir sehr! Ich kann immer noch nicht fassen dass mir das passiert mit der Präeklampsie. Fühle mich auch noch nach über zwei Wochen überrumpelt mit der Diagnose…
Eine liebe Freundin ist vor Jahren beim ersten Kind an einem unerkannten Hellp verstorben. Sie hatte Symptome, wurde aber auch vom Arzt heruntergespielt.

Hattest du irgendwelche besonderen Anzeichen bevor es zum Eklamptischen Anfall kam?

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An den Tag selber kann ich mich nur noch Bruchstückhaft erinnern daher kann ich dir da leider keine richtige Antwort drauf geben. Ich hatte den Tag zuvor super starke Kopfschmerzen und musste mich übergeben, ansonsten halt die "üblichen" Symptome wie super viel Wasser im Körper Eiweiß im Urin und höher Blutdruck was auch alles beim FA festgestellt worden ist.
Den ersten Anfall muss ich gehabt haben als ich noch im Bett lag, mein damaliger Freund kam heim und meinte zu mir warum ich aus dem Mund bluten würde (hab ich nicht gemerkt), und das ich aufstehen solle wir würden jetzt ins KH fahren. Als ich dann aufstehen wollte hab ich nichts mehr gesehen und hatte das Gefühl jemand würde mir von hinten an den Haarenn ziehen das war dann der zweite Anfall. Ab da weiß ich kaum noch was ein zwei Erinnerungsfetzen aber das war's.

Ich kann dich so gut verstehen, ich könnte das auch lange nicht glauben was da mit meinem Körper passiert ist dabei war ich doch nur Schwanger und dann sowas 😕
Was mit deiner Freundin passiert ist ist furchtbar 😔