Keime im Abstrich, Angst vor Infektionen

Hallo ihr Lieben,
mein Sohn kam vor 2 Jahren in der 27. Ssw durch einen vorzeitigen Blasensprung zur Welt, vermutlich ausgelöst durch eine Infektion.
2018 kamen unsere Zwillinge in der 24. Ssw zur Welt, vermutlich ebenfalls ausgelöst durch Keime und eine Cervixschwäche. Die beiden sind nach ein paar Tagen zu den Sternen geflogen.

Nun bin ich wieder schwanger. Gerade erst in der 7. Ssw.
Geplant ist in der 12. Ssw einen totalen Muttermundsverschluss durchzuführen, damit keine Keime in die Gebärmutter gelangen können.
Nun wurde gerade der erste Kontrollabstrich gemacht und er ist direkt auffällig.
Ich könnte heulen vor Angst. Was ist wenn wir die Keime wieder nicht weg kriegen? Dann kann nicht operiert werden und wir werden kaum Chancen haben die Schwangerschaft bis zum Ende zu halten.
Ich soll erstmal mit Milchsäurezäpfchen weiter behandeln und nach einer Woche wird erneut getestet.

Vielleicht hatte hier ja jemand ähnliche Probleme und mag mir von seinen Erfahrungen berichten.

Ich glaube ich würde es nicht verkraften wieder ein Kind gehen lassen zu müssen.

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Du bekommst vor und während Op Antibiotika.
Hab den verschluss seit 13 Wochen.
Scheint auch kein schlimmer Befall zu sein sonst würdest du schon AB bekommen

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Sorry das war sehr kurz angebunden..
Also wo lässt du den verschluss machen?
Deine Verluste tun mir sehr leid #kerze
Ich habe ihn bekommen wegen stiller Eröffnung mitsamt fruchtblasenprolaps in der 20 ssw 2017.
Wichtig ist, dass du es von einer klinik machen lässt die nach saling arbeitet.
Näheres dazu findest du beim saling-institut inkl klinikverzeichnis.
Nicht alles was als totaler verschluss verkauft wird ist auch einer. So gings in meiner 2.ss da bekam ich einen nach art des hauses und nach 5 Wochen wars in der 19.ssw wieder vorbei.
Diesmal wie gesagt hält er seit 13 wochen fast. Bekam ihn 14+0 und bin heute 26+2.
Wenn du noch fragen hast nur zu.
Und herzlich willkommen hier bei uns =)

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Meine Ärztin überweist mich extra nach Berlin. Das sind 500km von hier.
Sie sagt, dort traut sie denen das am ehesten zu. Ich glaube die machen das dort auch nach Sailing, werde mich aber genau erkundigen, wenn ich mich dort anmelde.


Dir wünsche ich weiterhin eine erfolgreiche Schwangerschaft.

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Liebe Erdbeerbutter,

es tut mir sehr leid, was du erlebt hast. Wir mussten letztes Jahr unser Baby nach vorzeitigem Blasensprung in der 20. SSW zu den Sternen reisen lassen. Es wurde keine Ursache gefunden, aber ein Infekt ist nicht auszuschließen (kann man oft nicht mehr nachweisen und in der Klinik haben sie auch nicht ernsthaft danach gesucht).

Ich bin jetzt aktuell wieder schwanger in der 24. SSW. Habe vor gut 10 Wochen eine Cerclage + einen frühen TMV bekommen. Bei dem Kontrollabstich vor der OP wurden Ureaplasmen und ein Pilz gefunden. Wurde mit Antibiotika und Zäpfchen behandelt. Während der OP gab es prophylaktisch wieder AB. Seitdem wird alle vier Wochen ein Abstich gemacht und Kulturen angelegt (wichtig: sie sollen auch nach Urea- und Mykoplasmen suchen, das macht man wohl nicht automatisch). Hatte seitdem (toi toi toi) nichts mehr. Nehme auch 2 x täglich das Flora plus der Firma omnibiotics.

Wenn Du Fragen hast, dannn kannst Du mir auch gerne eine PN schicken.

Wünsche Dir alles Gute!
Herzliche Grüße
Nadine

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eine Gleichgesinnte #kerze
Nur wegen Infektion oder auch Zervixinsuffizienz?

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Hallo Sunrise,
ja - leider gibt es mehr von uns als man denkt....

Wie geschrieben wurde nie wirklich ein Grund für den Blasensprung gefunden. Hatte ca. eine Woche vorher leichte Blutungen, wofür die Ärzte aber keinen Grund finden konnten. Gebärmutterhals war zu keinem Zeitpunkt verkürzt - immer mehr als 4 cm lang. Abstriche wurden nicht gemacht. Nach dem Blasensprung haben sie nur nach Streptokokken gefahndet - negativ. Weiter wurde nicht gesucht....die ärztliche Behandlung in unserem Klinikum war unter aller Kanone (andere Geschichte).

Als ich wieder schwanger wurde habe ich die Frauenärztin gewechselt. Diese hat mich nach Regensburg überwiesen. Eine sehr nette und kompetente Oberärztin hat mir zu dem Eingriff geraten, da man eine Infektion eben nicht ausschließen kann. Und sie meinte, dass es auch für den Kopf eine gute Sache wäre, wenn ich das prophylaktisch machen lassen. Für die OP nehmen sie andere Instrumente als von Saling empfohlen, weshalb sie den Eingriff nicht so nennen dürfen. Aber im Endeffekt läuft es auf das selbe raus...

Wünsche Dir für Deine Schwangerschaft weiterhin alles erdenklich Gute!
LG

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Hallo Erdbeerbutter,

es tut mir leid, dass ihr schon so viel durch machen musstet.
Wenn es nach mir geht, müsste jede Schwangere zugenäht werden.
Das beruhigt schon ziemlich.

Wir haben auch einiges durch.
2017 kam unsere Tochter in der 25. Woche zur Welt. Vermutlich war eine Infektion Schuld, aber das konnte uns keiner sagen. Sie zog am nächsten Tag zu den Sternen.

2018 kam unser Sohn in der 18. Woche wegen Zervixinsuffizienz zur Welt. Auch er wacht als Engel über uns.

Es wurden nie Abstriche gemacht und öfter kontrolliert wurde auch nicht.

Nun hab ich eine neue Ärztin. Sie kontrolliert häufig die Länge des Gmh und macht öfter Abstriche. In der 15. Woche habe ich einen TMMV und eine Cerclage nach McDonald bekommen.
Vorher waren im Abstrich aus der Praxis Streptokokken und ein Pilz. Also wurde im Krankenhaus nochmal ein Abstrich gemacht und ich musste erstmal wieder heim. Ich hab dann Antibiotika genommen. Als das Ergebnis vor lag, waren keine Streptokokken nachweisbar.
Offensichtlich wurde mein Anstrich im Labor vertauscht. Ziemlicher Stress und Sorgen ganz umsonst.
Ein paar Tage später wurde dann operiert und seit dem bin ich deutlich entspannter und nun schon in der 33. Woche.
Streptokokken waren nie mehr im Abstrich, aber Bakterien waren immer mal da. Aber die gehörten da hin. Also immer alles im Rahmen.

Ich wünsche dir alles Liebe und drücke die Daumen, dass die Bakterien in den Griff zu bekommen sind und dass die OP dann stattfinden kann.

Lieben Gruß
Polly