Ernährung bei Insulinresistenz in der SS

Hallo ihr Lieben,

da es ein längerer Text wird, folgt direkt die Frage (Falls jemand keine Lust hat die ganze Geschichte zu lesen 😅):

Wie handhabt ihr das in der Schwangerschaft bei einer Insulinresistenz mit der Ernährung?

Jetzt zur recht langen Erläuterung, warum ich frage:
Nach zwei Jahren und zwei Fehlgeburten bin ich wieder schwanger 🥳. Diesmal sieht alles super aus. Zu Beginn stieg der HCG Wert laut meiner Frauenärztin rasant und die Ultraschalltermine waren alle sehr zufriedenstellend. Der letzte war gestern bei 10+4 bei dem ich mir ein zappelndes kleines Baby angucken dürfen 🥰.

Bei mir steht der Verdacht im Raum, dass ich PCO und eine Insulinresistenz habe.
Der geplante Insulinresistenztest konnte am Termin nicht durchgeführt werden, da ich schon schwanger war 😍.
Es wurden verschiedene andere Blutwerte erhoben- unter anderem der Nüchternglukosewert der bei 88 liegt.
Ich dachte eigentlich, dass der Wert gut wäre 🤔… aber auf Grund von einem hohen AMH, erhöhten männlichen Hormonen und einer Hypercholesterinämie hat die Ärztin die Verdachtsdiagnosen gestellt.
Laut der Endokrinologin muss ich ganz strikt auf meine Ernährung achten - kein raffinierter Zucker, kein Fruchtzucker, möglichst wenige Kohlenhydrate und wenn dann komplexe und keine Zuckeraustauschstoffe.
Puh… 😳. Da bleibt tatsächlich nicht mehr so viel, was ich essen darf.

Meine Frauenärztin ist da deutlich entspannter und sagt, dass ich auch mal Kartoffeln und als Ausnahme ein Eis essen darf.
Meine Hausärztin ist der gleichen Meinung und sagt, dass ich konsequent sein soll, es aber nicht übertreiben muss.

Allerdings bin ich jetzt ziemlich verunsichert und habe mich erst einmal getraut eine Kugel Eis auf einer Radtour zu essen 😅.
Wobei der Naschkram gar nicht so mein Problem ist, sondern eher die Kohlenhydrate. Ich bin ein absoluter Kartoffelfan und finde es schwierige sehr kohlenhydranarm zu kochen.
Das umsteigen auf komplexe Kohlenhydrate stellt kein Problem dar, Brot wird eh selbst gebacken und Abends frisch gekocht ☺️

Nach dem ellenlangen Text jetzt nochmal meine Frage an euch:
Wie handhabt ihr das in der Schwangerschaft bei einer Insulinresistenz mit der Ernährung?

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Hallo meine liebe 😘 leider kann ich deine Nachricht im privaten Chat nicht lesen 😕 kannst du sie hier in deinem Beitrag noch mal posten? Dann antworte ich dir hier 😉🌸

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Hallo Plueschi,

na wenn die Nachricht nicht möchte, kopiere ich sie hier nochmal her ☺️
Erstmal vielen Dank für deine Nachricht ☺️.

Über eine Buchempfehlung würden ich mich sehr freuen! Habe mir schon das Buch „Schlank im Schlaf“ zugelegt, finde es aber zu KH lastig.

Ansonsten habe ich schon den Tipp bekommen Kartoffeln, Nudeln und Reis am Vortag zuzubereiten. Und bei Brötchen gibt es Rezepte halb Mehl/ halb Quark.
Über weitere Anregungen bin ich sehr dankbar 😏.

Meine IR ist momentan nur eine Verdachtsdiagnose. Der Zuckertest wird vorgezogen und findet schon in der 16. SSW statt.
Aber wenn der deiner Erfahrung nach bei einer IR unauffällig ausfällt, ist es gar nichts so aussagekräftig.
Kennst du andere Diagnoseverfahren die IR zu bestätigen oder im besten Fall auszuschließen? Habe vom HOMA-Index gelesen, der wurde aber noch nicht bestimmt.

Wie machst du das mit der Ernährung- bist du total konsequent oder machst du auch mal Ausnahmen?

Ich hoffe, du kannst die Restschwangerschaft bei dem schönen Wetter genießen 😎

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Bei einer Insulinresistenz ist doch meistens morgens der Nüchterzuckerwert zu hoch. Aber ansonsten der Zuckertest unauffällig. War jedenfalls bei meiner Schwester so, die hat IR mit PCO.

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Hallo du :-)

Vorab, deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Vielmehr bin ich grad ein bisschen verwundert, dass so früh diese Verdachtsdiagnose gestellt wird und du plötzlich auf zig Dinge achten musst 🙈 also ich hab auch PCOS und die entsprechenden Hormon"anomalien" (höher AMH usw), aber da die Werte beim Zuckertest jedesmal gut waren, muss ich auf gar nix achten 🤔 so die Info vom Diabetologen und der Frauenärztin. Wie weit bist du denn jetzt? Wann wäre der Zuckertest fällig?

Viele Grüße 💐

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Ah, gestern 10+4, wer lesen kann ist klar IM Vorteil! Okay, dann dauert es noch eine Weile bis zum Zuckertest.. Ich hatte auf eigene Faust schon recht früh einen großen Test beim Diabetologen gemacht, aber das is wohl nicht so aussagekräftig laut meiner Frauenärztin, warum auch immer. Naja, grundsätzlich ist es für den Zwerg ja gut lieber auf Nummer sicher zu gehen 😊 mich wundert es dennoch sehr, da es ja eigentlich keinen wirklichen Grund für diese Diagnose gibt und du dich jetzt sehr einschränken sollst 😕

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Hallo MistressOfLight,

vielen Dank für deine Antworten ☺️

Ich bin da auch etwas verunsichert 🥴.
Hätte sehr gerne eine gesicherte Diagnose, um mich darauf einstellen zu können.
Wenn es dann wirklich eine IR ist, würde ich die Ernährung gar nicht hinterfragen, sondern sie brav durchziehen ☺️.
Aber vielleicht muss ich das ja gar nicht…
Immerhin dem Bauchspeck tut es gut und es sind seit Schwangerschaftsbeginn 2 Kg runter 😂.

Neben den beschriebenen Diagnosen habe ich noch eine Hypercholerienämie (also zu viel LDL Cholesterin + erhöhtes Lipoprotein A). Aber ob das in der Diagnosestellung eine Rolle gespielt hat, weiß ich leider nicht.
Das ist genetisch bedingt hat hat nicht mit meiner Ernährung zu tun- die Triglyceride sind super ☺️.

Bei mir wird der große Zuckertest auch vorgezogen und bei 16+1 durchgeführt.
Da ich heute 10+6 bin, dauert es zwar noch, aber nicht mehr soo lange 😅.
Wahrscheinlich bekommt mein Körper nach 3 Monaten zuckerfrei einen Schock 🤯😂.
Habe aber auch schon gehört, dass der Test nicht soo aussagekräftig sein soll… aber mal schauen.

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Hallo,

Bei mir wurde vor 2 Jahren eine IR festgestellt. Ich bin jetzt mittlerweile in der 14 SSW und bisher hat mir niemand gesagt, dass ich mich anders ernähren müsste. Weder Kiwu Klinik, noch FÄ. Mein Zuckertest wurde auch ganz normal angesetzt.

Liebe Grüße
Sarah

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Hallo Sh1990,

das ist ja tatsächlich komisch, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird. 🤔

Wie wurde die Diagnose denn bei dir gesichert? Und hast du irgendwelche Symptome?

Bei mir ist es bisher eine Verdachtsdiagnose, da ich beim Termin schon schwanger war.
Meine Endokrinologin war aber im Betug auf die Ernährung sehr streng 😳

Echt krass, dass du gar keinen Ernährungsempfehlung bekommen hast.
Nimmst du Metformin?

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Hey,

Bei mir wurde es im Rahmen der Kiwu Diagnostik mit einem großen Zuckertest festgestellt. Das war im Juni 2020. Habe dann die Kiwu Zeit über Metformin 2x 1000mg genommen. Unter einer IR leidet die Eizellenqualität. Deswegen wurde das in Angriff genommen. In der Schwangerschaft habe ich das Metformin nun ausgeschlichen.

Liebe Grüße
Sarah

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Auf fb gibt es ne Gruppe zum Thema IR, und eine extra Ernährungsgeuppe. Gründerin ist eine Dame, die auch eines der ersten Bücher zu dem Thema IR geschrieben hat.
Da findet man auch Einkaufslisten, denn wusstest du dass zb in einer Dose Kidneybohnen und Lyoner extra Zucker hinzugefügt ist?
Ansonsten kommt die Ernährung nach der LOGI Methode der konformen Ernährung recht nahe.

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Vielen Dank für deine Tipps! ☺️

Bei FB bin ich seit Jahren nicht mehr… aber weißt du zufällig wie das Buch heißt?

Über die LOGI Methode werde ich mich mal informieren. 😏

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Die Autorin ist Alicja Kurzius, glaube das Buch heißt „Insulinresistenz natürlich behandleln“, glaube sie hat 2 verschiedene Bücher. Sie selbst bekam damals ihre Diagnose nach endlosen Arztbesuchen, auch aufgrund vom Kinderwunsch. Damals konnte ihr kaum ein Arzt helfen, aber da sie aus Polen kommt, konnte sie sich auch Infos aus Polen holen, und da scheint die Krankheit schon anerkannter zu sein. Gemeinsam mit Ernährungsberatern und Ärzten hat sie das Buch entwickelt, liegt mittlerweile in vielen Praxen von diabetologen. Sorry, wollte keinen Werbetext erstellt.

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Hey, ich habe auch pco und eine leichte IR. Mir wurde zu Beginn der Schwangerschaft ähnliches gesagt. Ich habe seit November keine Schokolade mehr gegessen🙈 ich bin jetzt in der 31. Woche.

Da ich mich schon vor der Schwangerschaft kohlenhydratarm ernährt habe, war es keine große Umstellung. Ich esse keine Weizenprodukte, kein Obst außer Beeren, keinen Zucker.

An Kohlenhydrate esse ich Quinoa, Buchweizen, Linsen, Kichererbsen. Mittlerweile gibt es eigentlich im jeden Supermarkt Nudeln aus diesen Lebensmitteln. Anstelle von normalen Brot esse ich Eiweißbrot oder frühstücke Chiapudding mit Beeren.

Kartoffeln mag ich nicht, mein großes Glück. Man kann aber anstelle von Kartoffeln mal Topinambur probieren, die schmeckt zwar anders als Kartoffeln, kann man aber gleich verwenden.

Ich weiß, es ist hart, aber es ist ja nicht nur für uns. Und man kann wirklich leckere Dinge kochen!

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Hallo Katzewatze,

dankeschön, dass du mir von deiner Erfahrung berichtest ☺️.

Du scheinst dich ja auch ganz strikt an die Ernährungsvorgaben zu halten- richtig gut 👍🏻.

Weißmehlprodukte habe ich auch konsequent durch 100% Vollkorn ersetzt. Da ich gar kein Weizenmehl genutzt und auf vollwertige Ernährung geachtet habe, war das keine große Umstellung.
Nudel sind leider nicht so meinst - auch wenn ich damit vermutlich einer der ganz wenigen Menschen bin 😅.

Ich habe meinen Gemüse-, Fleisch- und Eiweißanteil deutlich erhöht und die Sättigungsbeilage deutlich reduziert.
Wenn es passt, wie bei einer Suppe oder einem Eintopf auch gestrichen.

Mich verunsichert allerdings, dass ich immer mal wieder gelesen habe, dass Kohlenhydrate für die kindliche Entwicklung total wichtig seien und man auch nicht zu wenig zu sich nehmen dürfe.
Aber was ist hier das richtige Mittelmaß?! 🤷🏼‍♀️

Ich wünsche dir eine entspannte Restschwangerschaft ☺️

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Hi, ja, du solltest nicht in die Ketose kommen. Über Kohlenhydrate streiten sich aber die Geister, denn es gibt gute und weniger gut. Du hast ja schon auf Vollkorn umgestellt, ich denke, fürs erste sollte das reichen.

Wann machst du denn deinen Ogtt? Ich habe direkt in der 9. Woche den machen lassen, wegen der bekannten IR. Da war er zwar grenzwertig, aber noch nicht auffällig. Ich messe aber auch zuhause den Blutzucker regelmäßig, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist.

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