Individuelles Beschäftigungsverbot

Ich bin der 26. Woche Schwanger,
Verkäuferin in einem Kaufhaus
Abteilung Kasse,
Wo nur wenig Platz ist und stehend gearbeitet wird.

Einen wunderschönen guten Abend,

Ich habe folgendes Problem und das belastet mich langsam sehr.
Eines schonmal vorweg. Ich arbeite sehr gerne in meinem Beruf. Deswegen, der ganze Aufriss, ich schätze, andere in meinem Zustand, hätten sich einfach schon viel früher krank schreiben lassen und gut ist.

Vor zwei Wochen, musste ich mich leider das Wochenende rausnehmen, da mir dermaßen die Füße weh taten, dass ich kaum noch auftreten konnte. Diesbezüglich bin ich zu meinem Hausarzt und fragte ihn wie sich das nun verhält wegen dem individuellen BV ... er sagte, das es vom Betrieb her ausgesprochen werden muss. Da es ja wegen meiner Arbeit ist, die sich diesbezüglich nicht ans Mutterschutzgesetz hält. Verstehe ich irgendwie auch. Ich zu meiner Vorgesetzten, sie meinte, dass der Arzt es aussprechen muss oder ein Atest ausschreiben muss...

Da war mir das alles schon zu blöd und sagte mir... gut denn geh ich eben so lange arbeiten wie es geht... da ich ja eigentlich nicht krank machen oder eigentlich auch nicht werden will. Zum Schutze meines Krümels auch.

Ich informierte mich dahingehend auch bei meiner KEH, die meinte ein Atest vom Gyn müsste kommen. Ich zum Gyn, der drückte mir gleich ein Bogen in die Hand, wie es seit Anfang des Jahres 2019 wohl läuft, auch wie es im Mutterschutzgesetz steht. Ich hab die Hände übern Kopf geschlagen. Ich wieder zu meiner Chefin, ihr das gegeben und sie sagte nur und hob die Schultern, das es nicht so ist... und sie das an die Persoabteilung weiter leitet. Ein Kampf, dafür dass man arbeiten will. Aber eben unter anderen Vorraussetzungen oder anderen Bedingungen nicht mehr als die 4 h stehend am Tag...

So ich rief nächsten Tag noch das Lagus an... die meinten definitiv, das der Betrieb mich ins individuelle BV schicken muss, wenn sie mir keinen Schonplatz anbieten können...
ich bekomm ne Kriese...

Nun gut.. die brave schwangere Mutti geht wieder an die Arbeit steht ihrer Arbeit gerne entgegen... was mir ja Spaß macht mit meinem Kunden... :-) aber nach 4-5 Stunden ( habe dazwischen sicherlich auch meine Pause) geht mir das so in die Beine und Füße.
Letzten Donnerstag stellten mein Mann und ich erschreckend fest, dass es bei mir unten im Intimbereich alles angeschwollen ist ... hauptsächlich rechte Seite... ich habe erstmal eine eigene Diagnose erstellt, die mir Google bestätigt hat KRAMPFADERN und wollte am nächsten Tag zum Arzt um den das zu zeigen... da es ja nun wirklich unangenehm ist... da an dieser Stelle und man hat ja auch Angst das da was Platzen könnte.

Ich erstmal Beine hochgelegt und mich den ganzen Freitag geschont. Arzt hatte Brückentag..🙄

Am Samstag ging ich wieder Vorbildlich zur Arbeit... und nach 4-5 Stunden trat das Problem langsam wieder auf ... ich unterbrach meine Arbeit, da man ja auch Angst hat um sich und das kleine. Und bin Montags zum Gyn... der zog mein Problem voll ins lächerliche und meinte es wäre kein Krankheitsgrund... und ich erklärte was meine Chefin nun haben wollte wegen dem I BV ... er beharrt auf seine Meinung weiterhin, dass es Sache des Betriebes ist.. aber er schrieb widerwillig und mit rollenden Augen was auf einem Zettel.. dass es für mich als schwangere Frau das lange stehen unzumutbar ist siehe Mutterschutzgesetz.
Also richtig Wohl und Gut aufgefangen fühlt man sich da als Patienten auch nicht. Habe für die zwei Tage auch gerade so ein Krankenschein bekommen... Traurig...

Ich, gleich zu meiner Vorgesetzten um ihr das alles zu überreichen und zu sagen, was der Arzt wieder gesagt hat. Ich glaube wir sind gerade ziemlich genervt von einander ...
Meine Kolleginnen tratschen was das Zeug hält und werfen mir hinterrücks vor, nicht arbeiten zu wollen und ich ein anderen Arzt zu suchen um mich krank schreiben zu lassen. Bis heute oder morgen wollte ich das auch nicht...
Ich muss mich und mein Krümel schützen und wenn es eben nur so geht, denn geht es eben nicht anders.

Sonst würde oder wäre ich meinem Betrieb und meinem Bedürfnis zu arbeiten ja wohl kaum hinterher gerannt.

Aber jetzt kann ich einfach nicht mehr... ich fühl mich von meiner Arbeit (bin 10 Jahre in dem Unternehmen auch gerne da) nicht ernst genommen und von einem Frauenarzt schon garnicht. Wir haben hier bloß nicht so eine Große Auswahl, was Ärzte und Jobs betrifft.

So wie sieht’s aus...? Von wem muss denn das nun kommen, das individuelle BV, oder ausgesprochen werden.

Ich will jetzt einfach nur wissen wer im Recht ist, es geht mir nur noch ums Prinzip.

Tut mir Leid für den langen Text aber ich musste es erstmal nieder schreiben...

Danke mfg Jenny

Liebe Ratsuchende,

an dieser Stelle verweise ich auf meine Antwort unter deiner Frage mit der Überschrft "Wer hat nun Recht?", da es sich dort um die identische Frage handelt. Ich habe die Frage dort beantwortet.

Liebe Grüße,
Alexandra