Besuch aus Risikogebiet

Meine Familie und ich kommen am Samstag in eine für mich nicht ganz leicht einschätzbare Situation und ich hätte gerne einmal eure Meinungen dazu.

Mein Großvater wohnt im Kreis Heinsberg und wird dort von meiner Tante und meinem Onkel im täglichen Leben unterstützt. Er ist zwar noch recht mobil, braucht aber im täglichen Leben Unterstützung, weiterhin kommt täglich der Pflegedienst mehrmals vorbei. Aufgrund der Krankheit (nicht Corona) meines Onkels werden er und meine Tante nun aber für mehrere Wochen nicht zuhause sein (stationäre Behandlung in anderem Bundesland, meine Tante begleitet meinen Onkel). Da mein Opa in der Zeit nicht ohne familiäre Unterstützung bleiben kann, holen ihn meine Eltern am Wochenende zu uns. Davon war und bin ich aufgrund der aktuellen Situation in Heinsberg nicht besonders begeistert, aber meine Mutter wollte von stationärer Kurzzeitpflege o. Ä. nichts wissen.

Jetzt frage ich mich, wenn wir alle (Mann, Kind, ich) Kontakt zu meinem Opa haben (lässt sich vermutlich nicht vermeiden, da meine Tochter nach der Schule von meinen Eltern betreut wird), gelten für uns dann die gleichen Regeln wie für Personen die in ein Risikogebiet gereist sind? Sprich, Schulausschluss für meine Tochter für 14 Tage, Fernbleiben von der Arbeit für meinen Mann und mich (beide Arbeitgeber schicken Personen nach Hause, die im Risikogebiet waren).

Ich bin mir absolut unsicher, wie ich mit der Situation umgehen soll, einerseits will ich nicht überreagieren, aber natürlich will ich auch niemanden -insbesondere die Kiddies in der Schule- durch Nichtstun gefährden.

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Wenn der Opa nicht in Quarantäne ist, warum solltet ihr dann in Quarantäne?

Deine Angst ist übertrieben.

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Ich habe keine Angst. Mir ist das relativ egal ob ich mich anstecke, gehöre weder zur Risikogruppe oder sonst was.

Und ich habe auch nicht nach Quarantäne gefragt, bitte lies durch was ich geschrieben habe. Mir geht es darum, ob mein Kind weiterhin die Schule besuchen darf. In BY dürfen Kinder nicht mehr in die Schule gehen wenn sie sich in Risikogebieten aufgehalten haben.

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Naja, die Kinder dürfen nicht zur Schule gehen, wegen der Hysterie der Eltern! Nicht weil es medizinisch notwendig ist. Spring doch nicht auf den Zug mit auf! Klar, wenn du das überall erzählst, findest du bestimmt einen hysterischen Elternteil, der etwas dagegen hat.

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Hier gibt es doch Vorgaben vom RKI. Schau doch dort auf der Seite mal. Ich denke auch, solange der Opa nicht in Quarantäne war, besteht kein Grund zur Sorge.

Da Heinsberg ja aber nun ein Hochrisikogebiet in Deutschland ist, würde ich mich im Zweifel an euer zuständiges Gesundheitsamt wenden und dort nachfragen. So wird es ja von offizieller Seite empfohlen.

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Ich danke dir für deine sachliche Antwort und werde mal im Gesundheitsamt nachfragen, wie die Situation zu handhaben ist.

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Gehst du auch nicht mehr zum Italiener oder Chinesen?
Doch, deine Angst ist übertrieben.

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Frag doch einfach in der Schule nach ob es ein Problem ist.

LG
Visilo

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In den Schulen meiner Kinder wäre es ein Problem u d dies ist gut so.

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Das grössere Problem sehe ich darin, dass deine Eltern Kind und Betagten betreuen werden, und zwar für den Betagten. Selbst wenn es bei euch noch nicht so viele Fälle gibt, genau das gilt es eigentlich zu vermeiden.
Diese ganzen Massnahmen dienen primär dem Schutz der alten und vorerkrankten Menschen.
Allein deshalb würde ich nach einer alternativen Betreuungsmöglichkeit des Kindes schauen.

Kommt dein Opa denn lediglich aus der Gegend von Heinsberg oder tatsächlich aus dem Quarantänegebiet? Wenn zweiteres, dann war er ja zwischenzeitlich schon ca 2 Wochen in Quarantäne, von ihm sollte somit "keine Gefahr" ausgehen.

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Da gebe ich dir vollkommen Recht, diese Bedenken teile ich ebenfalls. Ich habe sie auch bei meiner Mutter angesprochen, leider hat sie diese völlig abgetan. Bisher ist in unserem Umfeld erst ein Fall bestätigt worden (einer meiner Kollegen, mit dem ich aber persönlich keinen Kontakt hatte).

Mein Mann und ich sind schon am Überlegen, wie wir mit der Situation umgehen, auch um Opa zu schützen. Aber das Thema Ansteckung ist ja ein völlig anderes, mir ging es primär wirklich nur um die Auslegung der Vorschriften des Kultusministeriums :-)

Mein Opa kommt direkt aus dem Kreis Heinsberg. Er selbst ist definitiv gesund, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt. War auch auf keiner Karnevalssitzung oder sonstigen Veranstaltungen ;-)

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Ich würde in der Schule und beim Gesundheitsamt die Situation genau schildern und um Rat fragen.
Aber ehrlich gesagt würde ich nach einer Alternativen Betreuung fürs Kind suchen in der Zeit und Besuche eher einschränken.

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Danke dir für deine Antwort! Wir sind schon am Überlegen, wie wir die vier Wochen betreuungsmäßig überbrücken können und auch Besuche müssen überdacht werden. Da hast du absolut Recht!

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Die Tochter jeden Tag von Oma betreuen lassen, wahrscheinlich damit sie nicht fremdbetreut werden muss. Opa aber ohne mit der Wimper zu zucken in Kurzzeit Pflege stecken. Ist doch nachvollziehbar, dass deine Mutter sich um ihren Vater kümmern will, oder nicht?

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Klar ist das nachvollziehbar, ich verstehe meine Mutter da vollkommen. Ich würde es vermutlich nicht anders machen.
Andererseits muss man aber sagen, dass da ein gebrechlicher, weit über 90-jähriger, altersdementer Mann durch halb Deutschland bis ins tieftste Bayern gekarrt wird, in eine ihm mittlerweile sehr fremde Umgebung. Ich glaube, das ist so oder so nicht einfach für ihn. Dennoch ist hier klar der Vorteil, dass meine Mutter hier zumindest einen Teil des Tages mit ihm verbringen kann.

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Hallo,

wenn Du so viele Bedenken hast, würde ich mir für die nächsten 14 Tage etwas anderes für die Betreuung Eurer Tochter überlegen.
Wenn in der Zeit nichts war, ist der Opa auf jeden Fall Corona-frei.

Allerdings denke ich, dass der Opa durch Eure Tochter gefährdeter ist, als umgekehrt.
Kinder erkranken meistens nur leicht, übertragen es aber.

LG

Heike

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Bedenken zwecks Ansteckung unsererseits habe ich keine, mir ging es nur darum, wie die Vorgaben des Kultusministeriums ausgelegt werden bei Besuch aus betroffenen Gebieten.

Du hast jedoch völlig Recht damit, dass der Opa durch unsere Tochter angesteckt werden könnte, auch wenn in unserem Umfeld alle bekannten und bestätigten Fälle zuhause in Quarantäne sitzen und meines Wissens niemand von uns näheren Kontakt hatte. Daher werden wir uns für den Besuch vom Opa eine andere Betreuungsmöglichkeit suchen, um ihn zu schützen.

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such Euch für 14 Tage eine Betreuung oder nehmtEuch abwechselnd Urlaub,die Eltern haben auch ein Recht auf ihr Leben,ich finde es auch so nicht gut den Eltern bezüglich Betreuung da was abzuverlangen.
Ihr braucht einen Ersatz.
Also ehrlich den Opa ins Pflegeheim abschieben wegen zwei Wochen,finde ich unmöglich diesen Gedankengang.
Es geht hier nicht nur um Dich.
Wir haben hier die absolut gleiche Situation bei meiner Tante die ihre Mutter aus Italien geholt hat,die ist schlicht pflegebedürftig.
Sie hat für 14+4 Tage eingekauft und wird in Absprache mit dem Hausarzt die Wohnung in der Zeit nicht verlassen.
Sie handelt sehr verantwortungsvoll und fies hoffe ich tun Deine Eltern auch.
Sie fährt persönlich hin und holt die Oma und wird direkt in die Garage fahren und keinen Menschen belasten,was ich sehr wichtig finde.

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Auch wenn Heinsberg ein besonders betroffenes Gebiet in Deutschland ist, gilt es per Definition vom RKI nicht als Risikogebiet.

Ich würde vermutlich trotzdem beim, euch zuständigen, Gesundheitsamt mal Nachfragen wie ihr euch verhalten sollt. Vermute aber das nix passieren wird bis ihr Symptome aufweist.

Alles Gute.