Kopfchaos - bitte räumt mal bei mir auf!

Hallo ihr Lieben,

aufgrund meines Anliegens schreibe ich anonym, ich hoffe ihr habt dafür Verständnis.
Ich habe im Moment große Angst etwas falsch zu machen und bin sehr verunsichert, wie ich mich verhalten soll.
Ich habe letzten Sommer einen neuen Job angefangen. Ich fühle mich sehr wohl dort, der Vertrag ist sehr gut und sicher (was jetzt wegen Corona passiert, weiß ja keiner), Probezeit geschafft. Wir wollten unbedingt ein 2. Kind, Schwangerschaft hat dann auch geklappt. Ich habe deswegen schon ein sehr schlechtes Gewissen gegenüber meinen Kollegen, die in meiner Abwesenheit ja viel auffangen müssen, habe meinen Mann zeitweise sogar vertröstet wg dem 2. Kind weil ich nicht direkt im neuen Job mit ner Schwangerschaft ankommen wollte.
Die Freude auf das Baby ist durch Corona jetzt schon sehr gedämpft, ich habe schon Ängste weil ja keiner wirklich weiß ob es für Ungeborene schädlich sein kann. Ich bin jetzt 7. SSW. Andererseits kann ich mich gerade auch nicht so richtig auf die Schwangerschaft einlassen, ich freue mich, aber sehr verhalten. Meine Emotionen sind irgendwie gebremst, vielleicht weil ich Angst hab, dass wg Corona noch was schief geht oder ich Angst hab, es mir mit der Arbeit zu verscherzen wenn ich zukünftig pausiere wg Mutterschutz und so....
Auf meiner Arbeit wurde alles runtergefahren, ich arbeite im Gesundheitswesen. Wenn ich an meinem bisherigen Arbeitsplatz bleibe, fühle ich mich sicher. Es kann (und wird sehr wahrscheinlich) passieren, dass das Personal verteilt wird in andere Bereiche, die jetzt dringend Personal brauchen. Sprich Pflegetätigkeiten. Da bin ich als Schwangere natürlich raus und müsste dann mit offenen Karten spielen. Die Frage ist, warte ich auf Tag X wo ich dazu verpflichtet werde in einem "Gefahrenbereich" zu arbeiten und sag es dann oder mach ich das Fass schon vorher auf? Ich hab bisher auf der Arbeit noch nix von der Schwangerschaft gesagt, weil die 12 Wochen noch nicht rum sind (und das wird auch noch etwas dauern) und hab Angst vor der Reaktion obwohl alle sehr nett sind. Vielleicht mach ich mir auch umsonst nen Kopf.
Das andere ist, ich will kein BV, es geht mir gut und ich mag meine Arbeit, zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf. Wahrscheinlich verpasst mir der AG ein BV wenn ich jetzt bei Corona sage, dass ich schwanger bin und dann häng ich ewig zuhause und krieg die Krise. Ich liebe meine Familie aber zuhause hängen ohne Gehirn-Input vom Job und ohne andere Gesprächsthemen - das ist nix für mich (ich hatte nach der 1. Schwangerschaft heftige psychische Probleme, unsere Ehe wäre fast drauf gegangen und deshalb will ich nie wieder solange allein zuhause sein).
ABER ein BV wäre gut für das Baby wg Corona und ich hätte langfristig kein Betreuungsproblem mit unserem "Großen".
Ich bin total durcheinander...sorry....bitte rückt meinen Kopf mal gerade! Danke!

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Wie ist dein Verhältnis zu deinem Vorgesetzten? Wenn das gut bis okay ist würde ich jetzt die Karten auf den Tisch legen und ihm/ihr sagen dass du befürchtest dass du auf Grund von Corona anderen Tätigkeiten zugeteilt wirst und ihn bitten die Schwangerschaft in seiner Planung zu berücksichtigen. Das wäre zumindest der Weg den ich wählen würde. Ihn aber auch bitten die Schwangerschaft nicht zu verkünden. Mein Chef hat es mir damals gedankt als ich ihm in der 8. ssw gesagt habe was Sache ist. Es stand eine große Umstrukturierung an und so konnte er die Planungen starten mit dem wissen dass ich dann erstmal weg bin.

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Danke! Mein direkter Chef ist derzeit nicht da, müsste das mit seinem Vorgesetzten (das ist dann der nächsthöhere für mich) besprechen. Da ich den nicht so gut kenne, ist es schwer einzuschätzen. Ich denke, er würde professionell damit umgehen, wäre aber natürlich nicht begeistert. Das mit der Verschwiegenheit ist ein guter Tipp :)