Beschwerde vom Vermieter - Silopo

Heute liegen meine Nerven irgendwie blank. Eigentlich ist es erst Tag 6 zu viert zu Hause und ja, es könnte auch besinnlich und harmonisch sein - endlich viel Familienzeit. Aber die Kleine (6M) hat schlecht geschlafen heute Nacht (geschweige denn, dass sie tagsüber in den Schlaf findet) und die Große (3J) ist total aufgekratzt, weil mein Göttergatte nur mit dem Handy dasitzt, statt sie zu beschäftigen. Draußen weht ein eisiger Wind, der nicht gerade einlädt zum Spazieren. Wohin auch, unsere Stadtstraßen sind kein schöner Anblick. Wir halten uns wirklich streng an die verordnete soziale Distanz und haben schon seit einer Woche niemanden gesehen. Ich will jetzt gar nicht so weit ausholen, Sorgen machen wir uns gerade sicher alle und manchen geht es besser und manchen schlechter...

Jedenfalls habe ich gerade unsere Vermieterin im Treppenhaus getroffen. Sie wohnt unter uns. Und ausgerechnet jetzt fällt ihr ein, dass sie mir sagen muss, dass unser Kind ja ganz schön oft durch die Wohnung läuft. Sie hat es gar nicht mal so böse gesagt, aber schon sehr eindringlich. Ich war ganz perplex, denn derartiges kam noch nie von ihr. Sie ist immer total kinderfreundlich. Klar ist die Situation für sie auch anstrengend, sie ist sonst ein sehr aktiver Mensch und kann jetzt kaum raus. Aber was sollen wir denn bitte tun, ich kann doch unsere Tochter jetzt nicht auch noch in der Wohnung festhalten und zu sitzenden Tätigkeiten zwingen? Ich habe gleich gefragt, welche Zimmer eventuell besonders stören. Da werden wir jetzt etwas besser aufpassen. Und auch die Mittagszeit etwas disziplinierter einhalten. Aber unsere Große muss sich doch auch bewegen. Leider tut sie das meist rennend und / oder hüpfend. Ich bin wirklich immer!!! bereit mich anzupassen, Kompromisse zu finden und Rücksicht zu nehmen - aber ich weiß gerade nicht, was ich darüber jetzt denken soll. Die Situation ist so besch***...

Ich bin in der Wohnung erstmal in Tränen ausgebrochen. Irgendwie hat die Beschwerde das Fass zum Überlaufen gebracht nach dieser ganzen ereignisreichen Woche...
Wie geht es euch so? Lagerkoller?

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Das ist ein Kind. Da kann die Vermieterin doch garnichts gegen machen.
Ich würdees ignorieren.Denn ihr könnt ja schlecht eurem Kind verbieten zu spielen!!!!

Das wäre mir pupsegal, wenn sich da jemand beschweren würde.

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Ich denke schon, dass man dem Kind beibringen kann, nicht immer zu rennen oder zu hüpfen. Ich muss meine beiden deswegen im Moment auch immer wieder 'Maßregeln' und sie daran erinnern, dass ich Haus noch andere wohnen. Spielen können sie ja, aber nur weil es Kinder sind, heißt es nicht, dass sie keine Rücksicht auf andere nehmen müssen. Und auch wenn man gegen Kinderlärm nicht viel machen kann. Das Hüpfen und Rennen, muss nicht in einer Tour sein.

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Huhu,

natürlich kannst du deine Tochter nicht festbinden, aber du kannst dem Göttergatten mal sehr nachdrücklich die Ansage machen, dass er sich um eines der Kinder kümmern muss und das Handy am Tage nicht in der Hand zu sein hat außer für wirklich wichtige Sachen.
Was will er denn seinen Kindern damit vermitteln, wenn man das Ding den ganzen Tag in der Hand hat? #gruebel

Ich würde am Tage trotzdem wenigstens eine halbe Stunde raus gehen und dann lasse dein Kind richtig powern.
Eine halbe Stunde Laufrad fahren und schon ist es danach für einige Stunden wieder deutlich entspannter.
Gegen den Wind kann man sich dick anziehen und dann bewegen :-)
Es gibt in diesen Zeiten wirklich kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Das wird noch Monate so gehen, da würde doch jeder normale Mensch einen Knall bekommen, wenn man nicht mal mehr vor die Tür geht!

Hüpfen in der Wohnung ist bei uns tatsächlich grundsätzlich schon immer aus Rücksicht auf die Nachbarn verboten.
Ja meine Kinder müssen sich bewegen, aber das können sie draußen tun. Ansonsten wird normal gelaufen - bei uns ist nämlich zudem ein kleines Baby auf Achse, das würde sonst permanent umgerannt werden.

LG

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Hallo

Ja, solche Bemerkungen - nicht direkt als Beschwerde gesagt, aber stehen jetzt sprichwörtlich im Raum - belasten. Wenn sie aber sonst eine angenehme Person ist, dann probiere das Gesagte beiseite zu schieben. Hast du Angst, dass sie euch aus der Wohnung schmeissen würde? Ich glaube kaum, dass sie es drauf anlegen wird, denn in dieser Situation neue Mieter zu organisieren (die die Wg. besichtigen müssten) wird doch kaum machbar sein..

Zwischenzeitlich würde ich an deiner Stelle - falls die gute Dame mal den Oberlagerkoller bekommen sollte - die Hausregeln (aus gesetzl. Sicht) ausdrucken als Vorbereitung für eine allfällige nächste Aussprache.

glg und gutes Durchhalten weiterhin #liebdrueck
nizanra

5

Hallo
nimm es nicht so tragisch, auch eurer Vermieterin wird bereits einen Lagerkoller haben und übertrieben gereizt sein.
Es ist gut, dass du ihr gegenüber nicht auf Konfrontation gegangen bist, sondern gleich Verständnis gezeigt hast. Wahrscheinlich ist ihr mittlerweile die ganze Sache eh selber zu blöd.

Natürlich kannst du deine Kleine nicht am Laufen hindern, irgendwo muss sie ja mit ihrem Bewegungsdrang hin.
Klingt jetzt etwas kriecherisch, aber was hältst du davon, der Vermieterein z. Bsp. einen Kuchen vor die Tür und kleines Brieflein dazu, wo du um Verständnis bittest?

Sollte sie aber weiterhin auf stur schalten, dann eben auch mal einen Anwalt telefonisch befragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie euch in Zeiten wie diesen einfach so auf die Straße werfen kann.

Aber wirst sehen, sie hat es auch nicht so gemeint, ist einfach auch mit den Nerven herunter.
Alles Gute
#herzlich

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Hallo,

Ja Kindergetrampel kann nervig sein 🤗

Hat dein Kind Hausschuhe an? Die dämpfen das schon etwas. Habt ihr Laminat? Vielleicht da wo gelaufen wird, Läufer auslegen? Ansonsten bist du ja mit der Einhaltung von Mittagszeiten gut dabei. Senn selbst die sind an Wochentagen keine Pflicht.

Grüsse

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Hallo,

Rücksicht nehmen sollte man seinen Kindern im Mietshaus schon beibringen, denn es klingt unten immer viel lauter, als man das oben empfindet.

Klar müssen sich Kinder bewegen: aber draußen. Wir haben nicht mal einen Balkon und gehen durch die Straßen, lassen unseren Sohn Dinge suchen (Hausnummern, ein rotes Fahrrad, Blumen in den Mini-Vorgärten).

Deinem Mann würde ich die ständige Handynutzung untersagen.

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Als erstes sollst Du Deinem Mann klarmachen, das er das Sch***handy weglegen und sich auch mal kümmern soll.
Rennen ist ja schon mal okay, aber hüpfen klingt unter Dir, wie wenn eine Horde Elefanten durchtrampelt und das nervt auf Dauer wirklich. Meine Nachbarin über mir ist 4fache Oma, und wenn Enkel da sind, nicht mal alle, schaue ich schon manchmal, ob der Putz rieselt.
Wir verstehen uns sehr gut und es ist nicht jeden Tag, also okay. Aber auf Dauer möchte ich das echt auch nicht.
Auspowern muss sich Dein Kind draußen, hilft nix. Dafür hast Du eben auch einen Mann, der da mal eine Runde übernehmen kann mit dem Laufrad um den Block, wenn es eh schon einsam ist, oder rausfahren auf einen Feldweg oder durch den Wald rennen. Machen hier die Nachbarn auch, hier gibt es etliche Kinder. Einmal am Tag raus in die Pampa, das darf man ja auch, nur keine Rudeltreffen sind erlaubt.
Könnt ihr irgendwo ein kleines Trampolin aufstellen? Da sind Kinder auch platt.
LG Moni

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Hat die Vermieterin vielleicht einen Garten und ist bereit, deine Tochter in den Garten zu lassen? Ein bisschen draußen toben, ein bisschen Bewegung und die Kleine muss in der Wohnung nicht so toben. Fragen kannst du ja mal und sagen, dass Solidarität auch bedeuten kann, ein Kind draußen spielen zu lassen.

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Scheiß drauf 😠 alle sind jetzt zuhause und sitzen im selben Boot. Klar, dass da die Kinder auch mal lauter sind. Na und? Wir haben echt größere Probleme...