Keine Angst machen

Viele von euch schreiben hier, dass auch jüngere Leute einen schweren Verlauf von Covid haben.

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/covid-19/symptome-krankheitsverlauf/

Dennoch ist in diesem Link eindeutig klargestellt, dass 80 % aller Coviderkrankten einen milden Verlauf haben. 14 % einen schweren Verlauf und 5 % einen lebensbedrohlichen Verlauf. Kinder sollen von Covid kaum betroffen sein. D.h., in den allermeisten fällen kann Covid ohne große Komplikationen zu Hause ausgeheilt werden.

An diese Fakten müssen wir uns halten. Jetzt immer diese Ausnahmefälle in den Vordergrund zu stellen, finde ich nicht sinnvoll. Jedem wird hier klar sein, dass auch die eigene Familie betroffen sein KÖNNTE. Dass es Ausnahmefälle geben WIRD. Für einige Menschen wird es schmerzhafte Verluste geben.

Dennoch tun wir gerade alles menschenmögliche, um uns vorzubereiten. Wir müssten eigentlich dankbar sein, dass wir die Katastrophe sehen, und gegensteuern können. Krankenhäuser haben ihre Kapazitäten extrem hoch gefahren. Das Personal wird vorbereitet. Kontaktsperre ist schon eine extreme Einschränkung für alle. Das beschneidet uns in unseren Grundrechten. Wie einige hier schreiben können wir machen zu wenig, ist mir wirklich schleierhaft. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Die Wirtschaft steht gerade still. Alles was wir gerade im Moment machen können, wird getan.

Die Bilder machen Angst und sind erschreckend. Dennoch dürfen wir uns nicht Von unserer Angst lähmen lassen. Noch einmal: Covid verläuft meistens harmlos. Bitte grabt doch nicht irgendwelche Einzelschicksale aus und hängt die so hoch. Es wird für uns in Deutschland recht glimpflich ausgehen. Sorgt euch lieber um Menschen in Ländern mit schlechtem Gesundheitssystem. Da würde mir Angst und Bange werden.

Und selbst wenn es hier schlimmer kommen sollte als erwartet: Was hätten wir denn noch machen sollen? Ausgangssperre? Und damit Tote durch Aggression und Depressionen hinnehmen?

Und zum Thema Wirtschaft: einige von euch stellen es so dar, als wenn es völlig egal wäre, dass die Wirtschaft jetzt lahmgelegt wird. Ich denke, dass wir diesen Zeitraum bis April bestimmt abfedern können. Doch je größer der Zeitraum, desto schwieriger wird es für die Wirtschaft, sich wieder zu erholen.

Dazu muss man aber jetzt auch den Zusammenhang sehen, dass der Staat seine Einnahmen von der Wirtschaft bezieht. Wenn der Staat pleite geht, kann er keine Renten, kein Hartz IV, keine Zahlungen für Angestellte im öffentlichen Dienst, kein Elterngeld, kein Arbeitslosengeld, etc. mehr bezahlen. Nicht zuletzt die Pflegekräfte und die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern.

Deswegen lass uns doch bitte jetzt das Beste daraus machen und sendet nicht diese Angst machenden Beiträge. Wenn ich hier lese, dass eine Mama Angst hat einkaufen zu gehen, habt ihr euren Teil dazu beigetragen. Das hilft hier gerade keinem.

Danke, 10 Herzchen.
Das versuche ich in vielen Beiträgen ja auch zu vermitteln. Aufpassen ja, Vorsicht ja - aber panisches Zuhause eingraben und auf schlimme Fälle schielen - NEIN !
Ich gehe zum Bäcker, zum Metzger, weil ich diese Läden auch später noch besuchen will.
Bin 65 Jahre alt, gesund und gehe außer einkaufen nur alleine spazieren, aber unterhalte mich immer noch vor der Türe mit Nachbarn - eben mit Abstand.
Ich habe wirklich auch Sorge vor einer am Boden liegenden Wirtschaft, es hängen sooo unendlich viele Familienschicksale dran. Irgendwann muss das alles wieder hochgefahren werden, hilft ja nichts.
LG Moni

machst du richtig....mir hat mein schweineohr vom bäcker gestern jedenfalls gut geschmeckt😅

Mmmmh lecker ;-)

Tausend Dank. Ich verstehe die Posts auch nicht. Es haben ohnehin schon alle Angst um ihr Leben, was bringt es darauf hinzuweisen, dass man niemals sorgenlos sein kann, weil es sowieso jeden treffen kann?

Ja, immer kann jeder die Ausnahme sein. Aber bisher hatten wir auch so schon genug Erkrankungen, die für jeden tödlich enden konnten. Die Meisten haben doch vor Corona immer so gelebt, als wären sie die Ausnahme: sie bekommen keine Hirnhautentzündung, sie bekommen keinen Krankenhauskeim, sie bekommen kein Krebs usw. Was bringt es denn, ausgerechnet jetzt allen einzureden, sie wären nie sicher vor Corona? Das ganze Leben ist nicht sicher!

Wir haben jetzt einschneidende Maßnahmen, damit unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Nicht, weil alle Menschen an dem Virus sterben! Behalten wir doch bitte dir Zahlen im Kopf. Ich kenne niemanden, der alles leichtfertig wegsteckt und deshalb noch mehr Einschüchterung braucht.

Danke! Ich sehe es auch so denke so oft warum 1 Fall raus picken unter so vielen,warum immer negativ! Ich hätte gerade heulen können, mir schlägt das die letzten Tage sehr auf den Magen! Und bin dankbar über alles positive. Gerade positive Gedanken halten uns fit und gesund, negatives macht doch noch mehr negative Energie und den Körper doch anfälliger und schwächer!
Aber oft sind es hier immer die gleichen Schwarzmaler!
Bleibt alle gesund 🍀

Vielen Dank Mädels ! Zwei wirklich tolle Beiträge, die ich gerade für mich feiere !!!
Man kann ja schon im Kleinen anfangen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass heute noch ein junger und sonst gesunder Mensch an einer lapidaren Blinddarmentzündung stirbt. Und dennoch gibt es Ausnahmen. Diese wird es immer und bei absolut jeder Erkrankung geben.
Genau lesen sollten auch die meisten lernen. In den tendenziell glaubwürdigen Berichten steht auch meist bei den jungen Todesopfern, dass eine Vorerkrankung NICHT BEKANNT war. Das bedeutet nicht automatisch, dass derjenige keine hatte. Eine liebe Freundin von mir litt an einem erschreckend ausgeprägten Herzfehler, den bis zu ihrem 27. Lebensjahr keiner erkannte und bis dahin hatte sie leider bereits Schäden an den Klappen und auch an der Lunge. Sie war bis dahin offiziell aber nicht vorerkrankt, davon wusste ja niemand.
Das Problem ist leider, dass so viele Menschen aus den Berichten etwas anderes rauslesen.

Wir haben Freunde in Österreich die viel/oft in Italien sind/waren! Die haben zum Beispiel erzählt das die Gegend wo es anfing sehr dicht von Menschen aus China besiedelt sind und sie vermuten das viele dann zurück gekehrt sind und den Virus mitgebracht haben und daher auch diese extreme Ausbreitung! Ich will den Menschen keine Schuld geben nicht das es falsch verstanden wird aber so kann man sich vielleicht die schnelle Verbreitung erklären! Und kann alles besser verstehen! Ich bin ehrlich das ich mir seit ein paar Tage nur noch selten die Nachrichten anschaue! Ich möchte wieder etwas ruhiger und glücklicher sein und muss für meine Kids da sein! Wir halten uns wirklich an alle Vorgaben und sind schon seit 4 Wochen wenig unterwegs also bevor alles anfing! Heute war ich mal einkaufen und hab es genossen mal was anderes zu sehen, verrückt ich weiß aber etwas Normalität für mich zumindestens!

Hallo
Da kann ich mich nur anschließen. Dazu finde ich es mittlerweile richtig anstrengend, wie teilweise alles nur noch schlecht geredet wird. Hier ging es jetzt sogar soweit, dass sich bei der Schule beschwert wurde, da einige Lehrer unter ihre Anweisungen ein paar nette Worte gesetzt habe. Die waren einigen Eltern zu hoffnungsvoll, sowas könnte man doch nicht sagen #klatsch

LG

Auf Lehrern rumhacken werden diese Menschen auch zu solchen Zeiten nicht lassen🙄. Bin ich froh eine nette Elternschaft zu haben, die ein Lob bei meiner Chefin da gelassen haben😊 und sich nicht mukieren, dass ich "Ich vermisse euch" unter die Mail gesetzt hab. Traurig, traurig!

Meine Enkelin setzt unter alle Hausaufgaben, die sie schicken muss, einen netten Smiley und sandte ihrer kranken Lehrerin (keine Grippe) gute Wünsche und dass sie hoffentlich nach dem allen gesund wiederkommt.
Eine Anekdote: Der Mathelehrer, den sie nicht so mag, ist offenbar sehr nett und toll beim Erkären, wenn sie was rückfragt. Was schreibt die Maus unter ihre Aufgaben "lieber Herr ***, dankeschön und - bitte bleiben Sie so, auch wenn wieder Schule ist".

Uff, hoffentlich hat der Humor.....#cool #rofl
Ich fand's soooo gut.
LG

DANKESCHÖN!

Hallo,
Ich kenne 3 Leute mit Covid 19. 3 Frauen. Eine knapp ü 60, sie hatte Fieber und Husten, zu Hause geheilt. Und 2 Frauen, so zwischen 40-50. haben ein wenig Fieber, haben Kopfschmerzen und sind ebenfalls zu Hause.
Ich habe 2 Wochen Quarantäne hinter mir, mein Test war negativ.

Hallo,
Ich kenne 3 Leute mit Covid 19. 3 Frauen. Eine knapp ü 60, sie hatte Fieber und Husten, zu Hause geheilt. Und 2 Frauen, so zwischen 40-50. haben ein wenig Fieber, haben Kopfschmerzen und sind ebenfalls zu Hause.
Ich habe 2 Wochen Quarantäne hinter mir, mein Test war negativ.

Schön geschrieben. Danke 💗

Das Problem sind halt die Jüngeren, die sich nicht an Auflagen halten, weil sie sich persönlich komplett sicher fühlen.

Angst ist nicht schlimm, im Gegenteil, sie fördert das Überleben.

Warum gehen wir nicht einfach auf gefrorene Gewässer? Weil wir Angst haben, einzubrechen. Zurecht.

Angst macht vorsichtig und lässt uns unser Handeln reflektieren.

Panik mach kopflos und dumm. Sie ist unnötig, da gebe ich dir Recht.

Dennoch ist es falsch weiter auf der "Es sterben *nur* Alte und Vorerkrankte" Welle rumzureiten, das sagen inzwischen auch die Experten.

"Das Problem sind halt die Jüngeren, die sich nicht an Auflagen halten, weil sie sich persönlich komplett sicher fühlen."

Komisch, hier sind's die Alten, die sich nicht dran halten, von Abstand wohl noch nichts gehört haben und so in der Mitte des Bürgersteiges laufen, dass man beim vorbei gehen keine 1,5 m frei lassen kann. #gruebel

Die gibt es selbstverständlich auch, habe ich auch nie bestritten. Auch in meiner Familie gibt es Urgroßeltern, die eine ordentliche Standpauke erhalten haben😉

Aber es ist ein großer Unterschied zwischen "Ich bin Risikogruppe, kenne die Gefahr und treffe mich dennoch mit anderen" und "Ich bin jung, mir kann das Virus nichts anhaben und deshalb halte ich mich nicht an die Vorschriften".

Beides ist dumm, keine Frage🤷‍♀️

Dennoch waren es nicht die Senioren, die Coronaparties gefeiert haben, massenhaft auf den Spielplätzen saßen oder eben vor, statt im Fußballstadion gejubelt haben.

Diese Pauschalaussage "Es trifft nur die Alten" finde ich in einer teils sehr egozentrischen Gesellschaft einfach gefährlich.

Danke! Die Medien sind voll von negativen Schlagzeilen. Anscheinend verkaufen sich dramatische Nachrichten und Bilder besser als gute und der Mensch schaltet immer wieder ein oder geht auf die Seiten um mit weiteren angstmachenden News versorgt zu werden. Klingt doof, aber für die Medienlandschaft ist so eine Ausnahmesituation ein gefundenes Fressen. Und diese beeinflusst uns unterbewusst und verunsichert noch mehr. Es werden nur schockierende Bilder gezeigt aus ausländischen Krankenhäusern, Särge. In meiner 200.000 Stadt ist noch kein Bett mit einem Covidpatienten belegt. Alle 40 Infizierten sind wohl daheim. Lassen wir uns nicht verrückt machen Leute

In meiner 25.000 Einwohner-Stadt sind auch alle 30 Infizierten daheim - kein einziger im Krankenhaus. Alle waren in Ischgl :-[ - mehrere Busladungen aus etlichen Teilorten.
Die dortigen Lokalpolitiker samt Tourismuschef und was da sonst noch dranhängt, sollte man achtkantig rauswerfen - aber ohne horrende Pensionen.
LG Moni

Wir haben hier im Kreis ca 300.000 Einwohner, infiziert sind gut 200 und "nur" 4 sind in der Klinik.

Ich sehe das auch so. Ausnahmen gibt es leider immer, aber die meisten jungen gesunden Menschen werden es gut überstehen. Es wurde z B auch gemeldet, ein 21 jähriger Spanier ohne Vorerkrankung ist gestorben, Fußballer, fit. Post mortem kam raus er hatte eine unentdeckte Leukämie. Also doch vorerkrankt. Das ist natürlich trotz allem furchtbar und tut mir sehr leid für die Familie und ihn, aber man muss eben sehen, dass Corona es nicht alleine war. Hoffen wir das Beste für alle von uns 🍀

Niemand kann sich zu 100% vor irgendeiner Erkrankung schützen. Und gerade vor einem Virus nicht

Sagt doch auch keiner 🤔

Der Punkt ist doch folgender: Die meisten von uns sind nicht in der Risikogruppe. Tatsache ist aber auch, dass auch denen, die nicht zur Risikogruppe gehören, medizinische Hilfe nicht oder nur sehr eingschränkt zur Verfügung steht, wenn sie sie in den nächsten Wochen benötigen. Wenn du einen Unfall hast, hängst du genauso in der Triage fest oder wartest ewig auf einen Krankenwagen, wie die Zillionen von Covid-19 Patienten oder die, die sich dafür halten.

Und auch wenn ich z.B. nicht zur Risikogruppe gehöre, kenne ich zahlreiche Leute, die zur Risikogruppe gehören, z.B. meine Eltern, unsere Nachbarn usw. So geht es doch den meisten von uns. Und auch wenn das Risiko, dass ich persönlich an Covid-19 sterbe, sehr, sehr klein ist, so treffen meine Familie und mich dennoch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise, die du angesprochen hast. Wie gross die werden, steht noch in den Sternen.

Und ob es in Deutschland glimpflich ausgeht, oder ob bei euch in zwei Wochen auch System Italien gilt, würde ich persönlich nicht prognostizieren. Die Schweizer Behörden haben die Gefahr auch lang als "sehr gering" abgetan, mittlerweile sind wir tief im Schlamassel und ein Ende ist nicht abzusehen. Ob man jetzt in täglicher Angst leben muss, sei dahingestellt, meiner Meinung nach nicht, weil sie ohnehin nicht weiterhilft. Aber man sollte den Leuten gleich reinen Wein einschenken und nicht Geschichten wie "bei uns wird es glimpflich ablaufen" erzählen. Zumindest in der Schweiz hat das, als absehbar wurde, dass das eben nicht zutrifft, erst recht Panikreaktionen wie sinnlose Einkäufe ausgelöst.

Reiner Wein wäre, dass man sehr viel Massnahmen getroffen hat, um den ungebremsten Anstieg an Erkrankungen einzudämmen, dass man zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht garantieren kann, dass das Gesundheitswesen nicht überlastet wird. Und dass ein Szenario mit überfüllten Krankenhäusern, wo nicht mehr alle behandelt werden können, durchaus im Bereich des realistischen ist. Und dass für viele der wirtschaftliche Aspekt dieser Krise sehr, sehr schwierig werden könnte, vor allem, wenn sie noch Monate andauern sollte, wovon man Stand jetzt ausgehen muss.