An die Regeln halten

Hallo zusammen

Ich komme immer mehr ins Zweifeln?.
Gefühlt werden um uns herum munter „die Regeln gebrochen“ (wir wohnen in BaWü):
Der 18 jährige Neffe trifft sich mit Freunden , mein Schwager trifft sich mit Freunden zu Grillparty auf der Terrasse, die Schwägerin besucht mit ihrer Tochter die Großeltern, 2 befreundete Kindergartenmamas wechseln sich mit der gegenseitigen Kinderbetreuung ab,...
Wir halten uns bisher an alles geforderte, aber mein Mann lässt sich irgendwie immer mehr vom Umfeld „anstecken“ und will beispielsweise auch nen Kindergartenfreund zum Spielen einladen oder seine Mutter alleine zum einkaufen lassen.
Es ärgert mich so...#augen

Wie ist das bei euch, kennt ihr auch Personen die bestimmtes umgehen oder sind bei euch alle vorbildlich...

Schönen Abend

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Ich hab mir heute bei YouTube Filmaufnahmen aus den Kliniken in Italien und New York angeschaut und empfehle das jedem der ins wanken kommt, weil er sich Zuhause langweilt. Ärzte die immer wieder in Tränen ausbrechen, Menschen die in Gängen aufgereiht an Schläuchen liegen, Laster die für die Verstorbenen geordert werden und viele viele einsame und sterbende Kranke, die atmen als habe man Kiemenfische an Land geholt. Viel Spaß danach beim Grillen gehen.

Wir schulden es unseren Ärzten und Pflegern wenigstens Zuhause zu bleiben und deren Belastung so gering wie möglich zu halten. Das ist das mindeste was wir tun können.

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Hallo,

Ich finde immer man soll sich nicht an schlechten Vorbildern orientieren, sondern mit gutem Beispiel voran.

Wir halten uns an die Regeln, mein Mann muss allerdings arbeiten und hat dabei auch Kundenkontakt. Das lässt sich nun nicht vermeiden. Er geht für uns einkaufen, allerdings so selten wie möglich. Die drei Kinder und ich bleiben brav -ohne Besuch- zuhause, bis auf einmal täglich ein Ausflug in die Natur.

Der Großteil der Familie und auch die Familien aus der Nachbarschaft halten es weitestgehend auch so. Bei manchen sehe ich, dass Oma und Opa allerdings weiter zu Besuch kommen.

Meine Schwiegermutter legt sich die ganze Sache ein bisschen nach ihrem Gusto aus...sie lebt alleine, geht aber täglich mit ständig wechselnden Freundinnen spazieren. Gerne auch mehrmals täglich wechselnd. Ich denke das ist nicht Sinn der Sache.

Liebe Grüße

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Gestern beim spazieren gehen haben wir 4 junge Männer auf einer Wiese sitzen sehen, Do eine Art Picknick.
Heute kamen uns 4 Jugendliche entgegen, glaub eher nicht, dass sie verwandt waren.

Dennoch sehe ich sehr viele die sich auch nur zuhause und im Garten aufhalten, die beim entgegenkommen aus den weg gehen, die beim Bäcker extra großen Abstand halten usw.

Ich denke, man muss wirklich die vielen vielen Leute sehr die sich daran halten sehen, und sich nicht von den wenigen anderen ärgern lassen.

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Es nützt nichts auf die anderen zu schauen. Jeder zählt. Halte dich an die Regeln und gut ist. Den anderen kannst du die Meinung geigen oder sie machen lassen aber mehr Handhabe hast du nicht.
Ja, ich kenne auch einige, die sich nicht dran halten (die Schwiegerfamilie sitzt gerade bei der fast 90jährigen Oma) dazu viele, die normal weiter arbeiten gehen (müssen!), als wäre nichts.
Ich will keinen Stasi-Staat, wo wir uns gegenseitig verpfeifen. Das haben wir vor 30 Jahren hinter uns gelassen.
Jeder muss nun auf sich schauen, was er leisten kann bzw. auf was er verzichten kann. Und das mach ich auch meinen Kindern klar. Es ist wichtig, dass wir uns an die Regeln halten.
Und nein, das heißt nicht, dass mir alle anderen egal sind. Ich helfe und (ver-)sorge wo ich kann. Und so blöd es klingt (und ein bisschen selbstgerecht): Ich will mir zum Schluss nichts vorwerfen müssen. Ich kann behaupten, ich habe alles mögliche getan. Vielleicht endet bei mir mal eine Ansteckungskette (wenn ich mich z.B. im Supermarkt anstecke, es aber nicht weitergebe)...

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Ich kann nur für uns sprechen, da wir nur eine kleine Familie haben und unser Freundeskreis größtenteils der Pflege angehörig ist, aber bei uns halten sich bisher alle so ziemlich an die Regeln... Wir gehen zwar raus in den Garten, aber es kommen keine Freunde, ich mache Sport (Fahrrad oder Walking), aber allein in einer eher abgeschiedenen Gegend... Wir gehen arbeiten (ich systemrelevant, mein Mann zwar nicht, aber er bleibt zuhause, wenn ich los muss), aber halten uns an die vorgegebenen Schutzmaßnahmen, die bei mir in der Pflege eh schon erweitert wurden... Meine Oma hat die Anweisung, zuhause zu bleiben, wir halten uns komplett von ihr fern, schicken nur mal Videos von den Kindern rüber... Meine Mutter kümmert sich um sie, allerdings läuft auch nur das nötigste wie Einkaufen und Arztbesuche, um das Infektionsrisiko wirklich gering zu halten...

Ja, unsere Kinder sind genervt, sehen den Sinn hinter diesen Maßnahmen jedoch ein... Meine Oma ist genervt, aber ich hoffe, dass auch sie den Zweck versteht... Trotzdem sind die Regeln sinnvoll und wichtig und wenn ich mein Möglichstes dafür tun kann, dass wir das Virus eindämmen, dann mache ich das... Die Regeln können auch noch verschärft werden, die Bußgelder erhöht werden... Ich möchte nicht daran Schuld sein

LG

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Wir halten uns auch an die Regeln... Wir machen hier quasi eine Ausgangssperre..

Wir Eltern gehen für uns getrennt Joggen, einkaufen und der Mann zur Arbeit... Kind 9 ist zuhause...

Wir haben hier auch Nachbarn die ihre Kinder über den Zaun geben... oder freunde aus einem anderen Ort kommen... finde es unverantwortlich..Meine Tochter hat ihre beste Freundi 14 tage nicht mehr gesehen.. also zum Anfassen :)

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Ich bin im Krankenhaus tätig und habe täglich Kontakt zu Infizierten und potentiell Infizierten.
Da ich alleine lebe( Kinder leben seit der Scheidung vor zwei Jahren beim Vater)
habe ich privat zu niemand Kontakt.
Mein Lebensgefährte lebt in seiner Wohnung und besucht mich seit 2 Wochen nicht mehr da er Anfang des Jahres einen Herzinfarkt hatte.
Meine Eltern sehen das aber auch nicht so eng, und treffen sich weiterhin ab und zu mit einem befreundeten Paar zum Kaffee trinken.
Meine Tochter ist ganz vorbildlich, mein Sohn trifft sich noch ab und an mit einem Kumpel.
Ewig kann man diese Soziale Isolation eh nicht aufrecht erhalten.
Ich denke in zwei oder drei Wochen sind viele psychisch fertig und es wird zu Protesten kommen.
Man kann eine Bevölkerung nicht wochenlang weg sperren und den Menschen ihre Existenz Grundlage nehmen und erwarten dass sie einfach nur zuschauen und wie die Schafe brav dabei zusehen wie ihr Leben den Bach runter geht.

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Frage: Ist die Mutter Deines Freundes schon sehr alt? Ist sie krank?
Wenn beides nein, warum soll sie dann nicht alleine einkaufen, ich mach es auch und kauf bei der Gelegenheit auch mal für ein 80jähriges Nachbars-Ehepaar oder eine Mama mit Kind ein, dass sie nicht mit Kind gehen muss. Ich bin absolut gesund - seit Jahren keinerlei Infekt - und halte alle Abstands- und Hygieneregeln ein, sonst geh ich nirgends hin.
Es kam auch noch kein Polizist auf die Idee, mich heimzuschicken - und bei uns stiefeln einige rum, wovon mich welche auch kennen.
Grillparty und Freundestreffen gehen natürlich nicht, hoffentlich zahlen die Knaben.
Wo wohnst Du? Bei uns (Ba-Wü) ist einem Kind das Treffen mit EINEM Freund erlaubt - am besten draußen mit Abstand, hat aber meine Enkelin noch nicht gemacht...... bisher.
LG Moni

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Sorry, gerade gesehen, dass Du auch aus BW kommst.

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Von welchen Regeln sprichst du?