Darum war ich noch nie "zahlenhörig"

"Es zählen sowohl Menschen die AN, aber auch MIT Coronavirus gestorben sind, als Corona-Todesfall. Also unabhängig davon, ob er direkt an COVID-19 starb oder durch mehrere Erkrankungen der ausschlaggebende Faktor unklar ist.
Ob ein Mensch tatsächlich durch eine Vorerkrankung oder aufgrund von COVID-19 gestorben ist, klärt hingegen nur eine innere Leichenschau. Autopsien sollten bei Corona-Verdachtsfälle laut dem RKI aufgrund der Ansteckungsgefahr aber vermieden werden." (Quelle: Mimikama.at)
Das heisst, wenn ich eine Infektion symptomfrei überstanden habe und aus Dussligkeit gegen einen Baum fahre, bin ich an Corona gestorben...... 😎
Den Verdacht habe ich schon lange, dass längst nicht alle gezählten Menschen AN Corona starben.
In mehreren Ländern wurde ja schon festgestellt, dass Verstorbene positiv getestet wurden, die aber keinerlei Symptome vorher hatten. Warum wird dem nicht mehr nachgegangen?
Man wird wohl nie erfahren, wieviele alte Menschen tatsächlich einfach an ihren Vorerkrankungen gestorben sind, Kinder an bis dato unentdeckten Krankheiten usw.

Ich will absolut nichts verharmlosen und für die, die daran erkranken, ist es wirklich in vielen Fällen sehr schlimm, aber die "echten Corona-Todeszahlen" MÜSSEN einfach viel kritischer gesehen werden. Wahrscheinlich sind sie wesentlich niedriger als bisher propagiert.
Ist vielleicht eine kleine Beruhigung für die sehr Ängstlichen.
LG Moni

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Ich stimme dir vollkommen zu.
Ich habe nun schon soooo oft gehört, dass ältere Leute zuhause oder im Pflegeheim gestorben sind. Deren Test war positiv. Ich bezweifle, dass diese Leute Covid-19-Symptome hatten, denn sie selbst oder Pfleger hätten sie dann doch ins KH eingewiesen.
Wir haben bei uns GsD unerwartet wenig, sehr wenige Todesfälle und über diejenigen, die es erwischt hat, wird nichts Genaueres gesagt.
Aber es sind ALLE hochbetagt bis sehr hochbetagt und wenn doch Mal erst 67,dann mit Vorerkrankung, wobei ja da auch unbekannt ist welche genau. Es kann dann also durchaus auch sowieso Krebs im Endstadium gewesen sein. Ich würde mir wünschen, dass da mehr Transparenz ist. Ich hab so das Gefühl man verweigert diese Transparenz von öffentlicher Seite, sodass ja auch alle die Ausgangsbeschränkungen einhalten. Sorry, aber ich selbst bin von Hause aus Wissenschaftler und ich glaube nur plausiblen Fakten, die auch vollständig offengelegt werden.
Es wird eine unglaubliche Panik und Angst verbreitet. Spätestens wenn Väter nicht bei der Geburt ihres Kindes dabei sein dürfen, frage ich mich, ob die Verhältnismäßig gewahrt bleibt.

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Bei der Geburt geht es darum Ärzte und Hebammen zu schützen.

Wir haben so schon einen Hebammenmangel und ich glaube niemand möchte bei einer Hebamme entbinden die positiv ist

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Ich meine ich habe gelesen, dass der Hebammenverband, oder sowas in der Art (weiß es nicht mehr genau) selbst sagte, dass das Blödsinn ist, da ja Mann und Frau in häuslicher Gemeinschaft leben, d.h. es ist zu erwarten, dass beide oder keiner von beiden infiziert ist. Und die Frau, die prustet und keucht und es mit Mundschutz nicht aushält ist ja wohl das weitaus höhere Risiko als der Mann, der die ganze Zeit mit Mundschutz daneben sitzt. Aber einige Kliniken rudern ja dahingehend auch schon wieder zurück.

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Aloha,

ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber in Italien / Frankreich / Spanien sind zB diejenigen Toten nicht erfasst, die in Altersheimen oder zu Hause sterben bzw. gestorben sind. Dort soll also die Dunkelziffer der tatsächlich an Corona Verstorbenen viel höher liegen als veröffentlicht. Zugleich auch die Dunkelziffer der tatsächlich Erkrankten, da nur die wirklich schlimmen Fälle überhaupt getestet werden.
Das ist hier bei uns ja auch so. Wenn du nicht grad aufgrund klarer Symptome und einem entsprechend schlechten Zustand ins Krankenhaus musst, einen systemrelevanten Job hast / nachweislich Kontakt zu einem an Corona Erkrankten hattest, wirst du mit Symptomen ja gar nicht getestet.

Eine Autopsie wird doch nur gemacht, wenn die Todesursache unklar ist - wird hier jetzt jeder Tote auf Corona getestet? Ich hätte jetzt schon gedacht das ein Toter dann in die Corona-Statistik einfließt, wenn er auch Symptome hatte und dann eben verstorben ist.

Ich habe ehrlich gesagt gar nicht den Eindruck, dass die Todeszahlen zu hoch sind.

Viele Grüße,

Ae

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Der Baumfahrer geht nicht in die Covidstatistik mit ein. Es gibt ab und an bestimmt Tote, die zwei Tage später auch ohne Corona gestorben wären. Da ist es nicht leicht mit der Zählweise. Wer immer noch nicht glauben mag, dass Covid19 kein Schnupfen ist, der schaue nach Italien. Dort sind diesen März sechs Mal so viele Menschen gestorben wie im letzten März. Das liegt nicht nur an einer falschen Zählweise.

Hier nachzulesen:

https://www.google.com/amp/s/amp.welt.de/vermischtes/article207065269/Corona-in-Italien-Antibiotikum-verschrieben-Dann-starb-er-allein-zu-Hause.html

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Bei uns wird bei voraussichtlich 100 Covid-19 Toten in unserem Bundesland auch nicht nur "die Zahl an Toten vom letzten Frühjahr"+100 am Ende stehen. Die Leute lassen sich derzeit aus Angst nicht mehr medizinisch behandeln, meiden jegliche Hausarztbesuche, auch wenns dringend notwendig wäre, leben sozial isoliert und vereinsamt. Das trägt dazu bei, dass der Allgemeinzustand der alten Leute massiv nachlässt, Depressionen sich verstärken, der Alkohol attraktiver wird als sonst und häusliche Gewalt überhand nimmt. Frauen überlegen zuhause zu entbinden, da im Krankenhaus der Mann nicht dabei sein kann, Folgen ungewiss.
Einer der Fachleute kürzlich meinte ja, dass man diese Effekte jetzt genau gegenrechnen muss, sodass das Heilmittel nicht schädlicher ist als die Krankheit selbst.

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Das erklärt bestimmt einige Tote. Aber nicht tausende.
Es war auch nicht der gesamte März ein totaler Lockdown in Italien.

Dass sich Leute medizinisch nicht behandeln lassen ist ein Problem, aber das gilt auch nicht für alle mit schweren Vorerkrankungen.

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Das ist doch aber bei vielen Krankheiten so und mir daher nicht unbedingt neu. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe meine 86-jährige Oma von Herzen. Aber wenn es heißt, dass im Landkreis ein 83-jähriger und eine 95-jährige an Covid-19 verstorben sind und im Nachsatz kommt noch raus, dass sich einer gar nicht hat behandeln lassen und die andere hat die Beatmung abgelehnt... Ich weiß nicht, dann gehören die für mich irgendwie nicht in die Statistik.
Ich hab dennoch eine sch*** Angst, meinen Kindern oder dem Rest der Familie könnte etwas passieren. Die Angst hab ich aber seit jeher, auch wenn meine Eltern in den Urlaub fliegen, mein Papa spät nachts überarbeitet von der Montage kommt oder wieder mal eine blöde Kinderkrankheit rumgeht, die für Babys gefährlich ist. Keine krankhafte Angst, aber man macht sich ja so seine Sorgen...

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Ich frag mich auch, warum nicht mehr obduziert wird. Wegen der Ansteckungsgefahr? Ja, wird denn nie obduziert, wenn eine bekannte Infektion vorlag, oder was? Wenn behandelnde Ärzte sich schützen können, können obduzierende das doch auch, oder?

Ich versteh mittlerweile einiges nicht mehr bzw. kanns nicht mehr nachvollziehen, dabei bin ich sonst eigentlich so gar kein "Aluhut-Träger", wie man das so schön nennt :P

LG

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Es kann sich kaum ein Arzt mehr wie vorgeschrieben schützen. Auch den Bestattern geht die Schutzkleidung aus.

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Ja, ds stimmt. Aber schon vorher wurde vom RKI dringend von Obduktionen abgeraten. Das find ich verwunderlich, gerade bei einem neuen und unerforschten Erreger.

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Nun, in Bergamo sind im März sechsmal mehr Menschen gestorben als im gleichen Monat im Jahr zuvor. Auch in der Schweiz ist die Anzahl der Toten signifkant höher. Zu denen, bei denen letztlich eine andere Ursache der Grund für den Tod war, kommen im übrigen auch noch die, die sterben, ohne dass Covid-19 als eigentliche Ursache erkannt worden wäre. Gerade in Italien dürften das ziemlich viele sein, weil man wegen des Massenanfalls von Patienten nicht dazu gekommen ist, jedem einzelnen Fall nachzugehen. Der extreme Patientenanfall, in Südeuropa oder auch in der Südschweiz zeigt klar, dass es wesentlich schlimmer ist als bei der Grippe. Böse gesagt sind die, die diese Grippesaison an Grippe gestorben wären, also die Anfälligen, ohnehin schon tot, weil die Grippesaison praktisch zuende war, als die Corona-Welle ankam.

Wenn du gegen einen Baum fährst, wird dich niemand auf das Virus testen.

Du hast sicher nur gute Absichten, aber mit der ganzen Verharmloserei, die wir hier in Europa betrieben haben, haben wir viel Zeit verschwendet, die wir besser für Vorbereitung und die Implementierung griffiger Massnahmen aufgewendet hätten. Ein Grund dafür mögen die geschönten Zahlen aus China sein, die suggeriert haben mögen, dass die Lage nicht so schlimm sei.

Die Situation aktuell zeigt, dass Staaten, die schnell und umfassend reagiert haben, nach einem Monat Lockdown wieder hochfahren können, während z.B. Deutschland und die Schweiz noch lange im Lockdown feststecken werden. Es ist eben so, dass gerade in der Anfangsphase, wo sich die Infektionen alle zwei Tage verdoppeln, sofort reagieren muss, damit es bei wenigen Infektionen bleibt, denen man individuell nachgehen und Kontaktpersonen in Quarantäne stecken kann. In dieser Phase hat man in Deutschland und auch der Schweiz erst mal nichts gemacht und erst, als die Sache aus dem Ruder gelaufen ist, harte Massnahmen ergriffen. In einer Situation, wo man einzelnen Fällen eben nicht mehr nachgehen konnte. Das Resultat sieht man heute, wir haben Lockdown, Südkorea und Taiwan nicht, Dänemark fährt langsam wieder hoch.

Es ist wie mit einem Brand, wenn man ihn frühzeitig erkennt, muss man ihn gleich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen, nicht erst nur wenig Mittel einsetzen und warten, bis das Haus im Volbrand steht.

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Du empfindest das so als wäre es in Deutschland "aus dem Ruder gelaufen"??? Das empfinde ich überhaupt nicht so. Evtl. liegt es daran, dass Du aus NRW oder BaWü kommst?? Bei uns sind wirklich noch die Kliniken und Intensivstationen leer. Da werden immer mehr Leute aus dem Ausland eingeflogen. Weil die Kapazitäten frei sind und die Ärzte dieses Ereignis auch nicht ganz spurlos an sich vorbeiziehen lassen wollen. Und falls sich jetzt jemand über den letzten Satz aufregt: Ich habe privat mit einigen Ärzten zu tun und weiß wie die meisten davon ticken.
Ich hab allerdings auch noch nicht gehört, dass in NRW die ITS-Kapazitäten nicht ausreichen. Denn genau darum geht es doch. Bekommen werden wir es eh alle, mit 70%iger Wahrscheinlichkeit.

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Noch ist der höchste Punkt nicht erreicht.
Ich hoffe auch, dass es reichen wird. Es geht aber auch nicht nur um die Bettenfrage, sondern sind ausreichend Material für Intubation und das Ganze sowie Fachkräfte vorhanden.

Leugnet doch keiner, dass es eh alle bekommen. Aber doch nicht gleichzeitig. Die Zahlen sagen gerade, wir sind noch nicht so weit unten, dass der Kollaps ausgeschlossen werden kann.
Österreich und Finnland sind zum Beispiel weiter. Deutschland hat eine Sache gut gemacht: das Testen. In anderer Hinsicht kann es noch von anderen Ländern lernen.

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Aber wären die ohne Corona auch genau zu dem Zeitpunkt gestorben oder würden diese noch weiter leben?

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Da muss man dann aber schon trotzdem aufpassen. Sehr viele ältere, vorerkrante und/oder immunsuprimierte Patienten
sterben nicht an ihren Primärerkrankungen, sondern an für gesunde unbedrohliche Infektionen (s. Influenza oder sonstige Lungenentzündungen). Diejenigen sind dann auch an der Infektion verstorben.

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Habe dazu ganz frisch heute gelesen, dass auch von RKI kommt, dass die Dunkelziffer tatsächlich viel größer ist.
Die Anzahl der covid 19 Toten wird deutlich unterschätzt.

Hinzu kommt wohl, dass es nach dem Tot nur noch schlecht nachweisbar ist, denn absurder Weise ist es sehr schnell wieder aus dem Körper verschwunden.

In den Statistiken stehen die Toten die vorher getestet wurden.
Gibt genügend die Verstorbene ohne jemals einen Abstrich gemacht zu haben, die tauchen nicht auf.
Andersherum natürlich auch wieder Genesene, die gar nicht testet wurden.

In Frankreich wurde letzte Woche die Zahl der Toten plötzlich über 300 nach oben korrigiert, an einem Tag. Warum?
Sie starben zuhause und nicht in Kliniken und wurden daher noch gar nicht in die Statistik aufgenommen.
Ist das in Deutschland auch der Fall? Wer weiß?

Am Ende muss jeder selber wissen wie er die Situation einschätzt. Aber Hauptsache man ist so schlau und nimmt es ernst.

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Das ist ja auch mit das große Problem: Dass sich auch seriöse Quellen alle paar Tage selber widersprechen. Einmal sind die Zahlen zu hoch, dann wieder zu niedrig.
Vertrauen erweckend ist das nicht.
Keiner weiß, warum in zwei aneinander grenzenden Landkreisen in einem die Zahl niedrig ist, im anderen hoch - bei gleicher Bevölkerungsstruktur. Es sollten doch wenigstens in einem Bundesland die gleichen Berechnungsgrundlagen bzw. -systeme vorliegen. Aber selbst das glaube ich bald nicht mehr. Ich habe in 45 Berufsjahren ständig auch mit Statistiken zu tun gehabt, auch mit sehr umfangreichen, und mir ist sehr gut bekannt, was da alles schieflaufen oder auch gemauschelt werden kann. Aber dass so wenig gemeinsamer Nenner vorliegt, dass dauernd andere Begründungen gesucht werden, warum es so und dann wieder ganz anders ist, das habe ich noch nicht erlebt.
Deswegen - ernstgenommen wird das Thema von mir durchaus, ich bleib soviel zuhause wie schon lange nicht mehr in meinem Leben, aber ich sperr mich weder 24 Stunden ein noch meide ich jeglichen Kontakt. Auf Distanz erlaube ich mir durchaus auch Kommunikation - und hoffe sehr, dass sich wenigstens die seriösen Fachleute bald einig werden, wie weiter zu verfahren ist, ohne dass sich die Leute selbst und gegenseitig bald zerfleischen.
Die Gewalt in den Familien steigt, das kam schon mehrfach- und die Verzweiflung wie auch Aggressivität vieler alter Menschen ebenfalls. Bei Mord und Totschlag stirbt man nicht an Corona, aber dann vielleicht wegen...... ist drastisch, ich weiß, aber was bei ausartenden Familienstreits alles geschieht, ist bekannt.
LG Moni

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Das ist hier in Deutschland auch der Fall. Gerade auf dem Dorf sterben die alten Menschen noch häufiger zuhause. ISt jemand schon sehr alt wird es akzeptiert das jemand stirbt und woher probleme mit der Lunge hat. Er wird dann begleitet und gut ist. Da wird nicht sofort der notarzt gerufen sondern der Hausarzt verschafft mit Medikamenten linderung und die angehörigen mit Beistand. Wobei ich mir das auch eher für meine Oma wünschen würde wie alleine im krankenhaus auf der ITS

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