Ich komme an meine Grenzen *silopo*

Anfangs fand ich es noch ganz "lustig" (bitte nicht falsch verstehen), aber langsam wird es mühsam. Seit 4 oder 5 #gruebel Wochen hat die Schule geschlossen und da ich nicht auf Betreuung angewiesen bin betreue ich meinen Sohn seitdem selbst. Manchmal ist er 3 Tage bei seinem Papa, Gott sei Dank. In der Zeit kann ich durchatmen. Mir, uns fällt langsam die Decke auf den Kopf. Besonders anstrengend finde ich das Lernen. Mein Sohn geht in die 2. Klasse und es wurde genügend Lernmaterial ausgegeben. Ich bewundere die Lehrer :-D Ich raufe mir teilweise die Haare vor Verzweiflung. Letzte Woche ist die Situation eskaliert und ich habe aus Zorn auf den Tisch geschlagen. Mein Sohn hat vor Schreck so sehr geweint wie noch nie zuvor. Er tut sich wahnsinnig schwer bei den Mal-Rechnungen. 2 Wochen hatte ich mit ihm 3 Reihen intensiv geübt und ich merkte keinen Fortschritt. Im Gegenteil. Da ist mir der Geduldsfaden gerissen. Ich habe meine Ungeduld in den Griff bekommen. Dennoch werde ich innerlich immer unruhiger, wegen der Gesamtsituation. Ich habe einfach Angst wie das weiter gehen soll. Bei uns haben die Schulen noch mindestens bis Mitte Mai geschlossen, und dann? Wann, wie sollen die Kinder den versäumten Stoff nachholen, ect ... Ich überlege ernsthaft ob mein Sohn die 2. Klasse wiederholen soll. Ehrlich, ich dreh langsam am Rad. Ich finde Eltern und Kinder werden von der Regierung im Stich gelassen. Ich bin auf deren "Masterplan" gespannt.

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Hallo,
mein Sohn geht auch in die 2. Klasse (in SH) und ich bin da tiefenentspannt, also grundsätzlich...
Mach dir doch nicht so einen Stress....
Er wird nicht wiederholen müssen, da alle anderen ebenso Versäumnisse haben... Schule als Institution wird sich da was überlegen....
UND - Schule ist nicht alles... Meiner versteht das kleine 1x1 auch sehr mühsam - DANN IST DAS SO....#cool
Du vermittelst ihm nur "du bist nicht oke".... lass das !!! #herzlich

Auch wir sitzen seit fast 5 Wochen nur zu Hause und wir versuchen das Beste daraus zu machen.... Wir haben Zeit für Dinge, die sonst irgenwie nicht passieren (obwohl die Zeit dafür eigentlich immer da wäre)... #kratz#schein
Ich erkläre ihm die Wachmaschine, das Wäsche sortieren, das mag er... Und er bügelt jetzt und bekommt dafür ein klein bisschen Geld (goil #huepf)

Schule und alles, was damit zusammenhängt findet er nur ätzend - trotzdem gibt es Aufgaben, die er erledigen muss. Und er darf entscheiden, wann am Tag er die macht. Klar ist, abends muss das fertig sein - schult fürs Leben.... :-)

Mein Credo zzt. - Läuft etwas nicht, wie du es denkst - denk anders.... #herzlich

Genieß dieZeit mit deinem Kind - sie kommt nie wieder...............


lg Tanja

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Das muntert mich wirklich auf, danke :-)

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Morgen früh schaust du dir dein Kind mal an und machst einfach mal was anderes - macht einen "du-darfst-entscheiden-Tag" (mit minimalen Regeln, die du festelgen darfst als Mutter #schein)
Aber finde bitte wieder einen guten Zugang zu deinem Kind...

Seine ganze Welt steht Kopf und wenn dich das schon stresst, was meinst du, was das mit ihm macht...
Mein größtes Anliegen ist, meinen Sohn so "behütet" wie möglich dadurch zu helfen....

Und mal ganz ehrlich.... Wenn er bis Mai das blöde 1x6 nicht kann, bleibt dann wie Welt stehen? #liebdrueck (rein hypothetisch gesprochen)


Meine Hausaufgabe an dich ist - mach dir ne schöne Zeit mit Kind... #herzlich

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Meine Tochter geht in die 4.Klasse...und sie hat nur für die Wochen vor den Ferien Lernpläne bekommen...die haben wir auch abgearbeitet.
Jetzt in den Ferien möchte ich sie nicht noch mehr mit tägl lernen plagen...Sie macht ab und zu paar Mathe Übungen aus einem Übungsheft...aber nix wildes,ich sehe es auch eher locker...es ist immerhin "nur" die Grundschule...in den paar Wochen jetzt verpassen sie doch wirklich nicht allzuviel...also um die 2. Klasse zu wiedeholen würde ich mir garkeine Gedanken machen.


Ich finde man sollte es nicht so übertreiben,die kinder leiden schon auch unter der Situatuon,da würde ich jetzt vorallem in der gerade mal 2. Klasse jetzt nicht noch so imensen Lerndruck schaffen.

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Genau so sehe ich es auch...

Bei unserer Tochter (ebenfalls 4. Klasse) wäre jetzt in den letzten Wochen vor den Sommerferien eh kaum noch normaler Unterricht, sie hätten noch 1 1/2 Wochen Projektwoche, haben noch zwei Ausflüge in unterschiedliche Bereiche des Sachunterrichts geplant, dann käme noch die Fahrradprüfung und die dazugehörigen Übungseinheiten und die Klassenkasse will auch noch auf den Kopf gehauen werden, die Klassenreise wäre auch noch gewesen, aber die fällt jetzt durch das Virus aus...

Ich denke, die 2-3 Wochen kriegen wir nun auch noch rum und dann wird neu entschieden...

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Du hast vermutlich recht. Das Problem ist, dass ich erst jetzt gesehen habe wie schwer mein Sohn sich wirklich tut. Ich meine, ich wusste immer dass er 1. nicht der schnellste ist und 2. habe ich immer damit gerechnet dass Mathe nicht sein Ding wird. Das liegt seit Generationen in unserer Familie. Aber jetzt, wo ich tagtäglich 2-3 Stunden mit ihm lerne und ich quasi die Lehrerin ersetzte ist das irgendwie anders. Ich bin nunmal keine Lehrerin. Vielleicht würde mein Sohn sich leichter tun wenn er in der Schule sitzen würde, keine Ahnung. Ich mache eher mir selbst als ihm den Druck. Ich habe das Gefühl, dass wenn er jetzt nicht perfekt das 1 mal 1 erlernt er in der 3. Klasse Schwierigkeiten bekommen wird. Denn die 3. wird nicht leichter. Meine größte Sorge ist, dass der fehlende Stoff aus der 2. Klasse in die 3. Klasse gepackt wird. Ich glaube das würde meinen Sohn, so wie viele andere auch, überfordern. Und dann? Dieses Corona nervt schon ..

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Hallo,

erstmal ein lieber Gruss von mir. Natürlich klappt Lernen in der Schule besser - wofür hätten die Lehrer sonst so lange studiert ;-)

Bevor ihr weiter "Schule" macht, würde ich auch erstmal Ferien einbauen. Morgens lange im Schlafanzug gammeln, gemeinsam fernsehen, vorlesen, spielen... Vielleicht mal was backen, geht auch ohne Hefe ;-)

Für das 1x1 würde ich dann gezielt Tipps sammeln. Ich sehe es nämlich ähnlich wie du, das ist wirklich wichtig. Aber hey, du hast das erkannt und übst mit deinem Sohn - das ist doch schon mal super. Soviel Hilfe haben nicht alle Kinder!

Wir haben folgendermaßen angefangen:
Kind lernt die Reihe auswendig.
(z.b. 2, 4, 6, 8, 10 usw...)
Kind sagt die Aufgaben dazu auf.
(also 1x2=2, 2x2=4, usw...)
Dabei darf sie mit den Fingern zeigen, an
welcher Stelle sie ist.
Wenn das sicher sitzt, beides (!) rückwärts, also die Zahlenreihe und dann auch mit Aufgaben.
Das ganze wird mit Aufgaben und Heft geschrieben. Dann haben wir eine Schablone gebastelt, mit der sie die Aufgaben sehen kann, nur die Lösung ist abgedeckt. So kann sie schon mal selbst durcheinander üben.
Erst danach frage ich durcheinander ab.

Die erste 1x1-Reihe hat ewig gebraucht. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie sie alle 10 Reihen lernen soll! Aber als sie mal gemerkt und erfahren hat, dass das einfach nur auswendig in den Kopf muss, ging es bei der nächsten Reihe viel schneller.

Macht ruhig erst das 1x2 ganz sicher.
Im ersten Schritt kann man die Zahlenreihe auch auf dem Zahlenstrahl zeigen oder auf einer Perlenkette abzählen. Oder auf der Zehnertafel die richtigen Zahlen antippen.

Es gibt bestimmt noch mehr Tipps - macht ein Spiel draus und werde bloß nicht ungeduldig - das ist doch nur auswendig lernen!

Viel Erfolg und viel Spaß!

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PS
Es ist , glaube ich, auch wichtig, in der richtigen Reihenfolge zu lernen.
Meine Mutter ist Mathelehrerin und hat mir den Tipp gegeben:

Erst das 1x2 und/oder 1x5.
Dann natürlich das 1x10. Danach das 1x4, denn das hat zweimal dieselbe Struktur:
4 8 12 16 20
24 28 32 36 40.
Erkannt?
Erst danach das 1x3.
Dann die anderen.

LG!

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Naja, die Kinder haben bisher alle Reihen außer die 7er Reihe in der Schule gelernt. Das ging ruckzuck. Mein Sohn hat immer brav seine Hausübungen gemacht. Ich dachte ok, das scheint zu funktionieren. Aber in den ersten Tagen des Home-Schooling habe ich erkannt, dass er nicht einmal eine Ahnung hat was mal rechnen überhaupt bedeutet. Nebenbei lernen sie das dividieren also das Teilen. Echt, mein Sohn dürfte in der Schule nur Bahnhof verstanden haben. Keine Ahnung wir er die Hausaufgaben immer schaffte...
Ich habe in den letzten Wochen wirklich viel Zeit in die Multiplikationen gesteckt, sodass wir mit den Übungsmaterialien schon fast hinterher hinken. Die Arbeitsblätter müssen erledigt werden. Das ist ja das Problem, ich habe das Gefühl mein Sohn kommt mit dem Schulstoff gar nicht hinterher. Nur "Dank" Corona wurde mir das bewusdt.

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Meine Tochter geht auch 2 Klasse , die Auditive Wahrnehmungsstörung macht es nicht besser. Autismusdiagnose steht aus,spricht aber alles dafür. Und sie hat leider überhaupt kein Ehrgeiz und Selbstbewusstsein ,was das Lernen betrifft.

Sie ist dadurch so unglaublich langsam,das ich mir selbst immer sagen muss,sie kann nichts dafür.
Klar dann hat sie eher spielen im Kopf als Lernen.
Sie weiß für einen Beruf muss man lernen aber das ist ja alles so weit weg. Jeden Tag kommt :" Zu was brauche ich das jetzt?"

Ich geb's aber zu,auch ich habe mich einmal im Bad eingeschlossen und geheult vor Wut bevor ich komplett ausraste,weil sie Aufgaben aus der ersten Klasse plötzlich nicht mehr konnte und nur schreiend und Füsse stampfend unterm Tisch sass.

Dann kommt meine LRS noch dazu. Immerhin lernen wir zusammen,der Duden wird langsam unser bester Freund und sie lernt gleich damit umzugehen.

Und dann schreiben andere Mütter in Whatsapp das alles so easy ist,die Kinder so schön mit machen und brav trotzdem um 06:30 Uhr auf stehen und ich denke mir nur :' Wer es glaubt wird seelig" . Das sind vielleicht ,zwei dabei wo ich das Glaube aber nicht beim Rest.

Ich baue jetzt eine Stunde Hauswirtschaft dazwischen,wo sie mir hilft. Lasse sie Rezepte raus suchen und ausrechnen (natürlich Helfe ich bei großen Zahlen) und mit machen,sowie vorlesen. Sie liebt es mit den Zoll Stück alles zu messen,da lasse ich sie auch mal etwas rechnen. Das macht ihr großen Spaß.

Aber sobald es wieder an das Buch geht oder eine von den Gefühlt 1000 Kopien liegt sie erstmal gefühlte Stunden unterm Tisch schreiend und weinend und ich sitzte da mit Mandra im Kopf. Irgendwann kommt sie vor,kuschelt ausgiebig und setzt sich Gott ergeben und schniefend und auf die blöde Schule und dummes Corona schimpfend an die Aufgabe.

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Ach Gott, das tut mir leid. Das klingt wirklich anstrengend :-(

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Ganz ehrlich....Ich hatte sogar schon bei der Seelsorge anonym angerufen.
Ich wusste nicht mehr weiter. Da hat man ein Kind das die Welt nicht mehr versteht,mit mir als Mutter die ihr Kind nicht versteht.

Dann bekommst man ständig zu hören wie easy doch alles so,so das man sich gar nicht traut ,etwas zu sagen,da man sein Kind und auch sich selbst nicht Bloß stellen möchte.

Die Lehrerin ist auch kein große Hilfe. Da kommt...nur..:"Du musst....Du musst ....Du musst...." und dann eskaliert mein Kind komplett.

Für mein Kind gibt es nur die Option entweder Schule und lernen und daheim,Max.1 Stunde Hausaufgaben und Lernen. Alles andere ist Ferien/Freizeit. Sie kann es in ihrem hübschen Köpfchen nicht begreifen,das sie quasi daheim ist und trotzdem lernen muss. Das einzige was läuft ist Antolin. Da hat diecLehrerin angerufen und gefragt ob sie wirklich schon Bücher für viertklässler liest. Die hat ihr dann via Telefon Fragen zu den Büchern gestellt um.zu überprüfen,das ich die nicht beantworte. Leider hat das wieder ein Knacks beim Kind gegeben,weil ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wurde.

Bei der Seelsorge am Telefon habe ich einfach nur geheult und gequatscht. Der arme Mensch am anderen Ende tat mir im Nachhinein Leid. Aber es hat geholfen.mit ausstehenden Menschen zu reden,die keine Vorurteile haben.

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Hallo,

ich finde es ziemlich normal, dass man an eigene Grenzen stoßt, eben wir sind nicht Lehrer. Da mein Sohn recht temperamentvoll ist, wurde ich schon mal mit einem Schuh beworfen. In dem Moment war es nicht lustig aber!

eine Sache wollte ich Dir mit auf den Weg geben. Man kann sich mit Hilfe der Digitaltechnik viel helfen. Das 1x1´haben meine Kids mit Hilfe einer App gelernt und da wurde wiederholt bis zum Umfallen. Man konnte da einzelne Reihen aufstellen, dazu Zeit und dann habe ich vorgaben gemacht. Wenn du es bis 15 Sekunden nicht schaffst, dann übst du. Oder wir haben Wettbewerbe veranstaltet. Anton ist zwar nett aber auch nur nett. Die App mit 1x1 glaube ich sogar kostenlos.

Heute sind sie größer und gerade die letzten Tage habe ich festgestellt, dass wir mit geeigneten Apps echt erfolgreich sind. Es geht sogar soweit, dass wir uns am Abend zu dritt ins Bett hinlegen und sie spielen. Ich habe Ihnen z.B. die App ,,Wo liegt was?“ runtergeladen. Ein Viertklässler dem es Spass macht und dann die gesamte Arabische Halbinsel kennt ? Die Bundesländer hat er so in zwei Tagen nebenan gelernt.

Zu Apps gibt es Anbieter wie Sofatutor, Learnattack etc. Auch da gebe ich Stück Verantwortung von mir an andere ab.#schwitz#schwitz Ich muss sagen, dass wir da echt erfolgreich sind. Ich habe mich völlig von irgendwelchen Büchern der Schule gelöst. Vor 5 Wochen war mein Sohn im Mathe nur sehr sehr sehr schlecht und in Deutsch#schwitz.

Jetzt, nach 5Wochen, löste mein Sohn eine echt schwierige Klassenarbeit der 5.Klasse mit einer 1. Wahnsinn. Der ist ienzwischen in manchen stärker als seine 2 Jahre ältere Schwester, die wohlgesagt als Schulbeste ausgezeichnet wurde.

Es ist sehr, sehr anstrengend. Es geschieht in kleinen Schritten. Gestern haben wir erst mit Mathe angefangen und es gab Tränen. Die Feststellung, dass man einfach nur schlecht ist und glrichzeitig die Zuversicht, dass er schon spürbar sieht, was er grschafft hat.

Ich krieche am Zahnfleisch, ich weiss aber, dass wir mit großer Hilfe von digitalen Medien auf bestem Wege sind.

Viel Kraft wünsche ich Dir !

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Probier doch mal mit ihm zu üben, außerhalb dieser Lernsituation - wir setzten uns an einen Tisch und dann los.

Sondern vielleicht nebenbei beim Essen machen oder malen. Das hat meine Mutter einmal mit mir und dem 1x4 gemacht, das saß. Hätte sie Mal mit dem 1x7 machen sollen. Das hakt bis heute. ;)

Außerdem ist die Herangehensweise "das kann seit Generationen keiner" natürlich nachvollziehbar aber sooo falsch. Das ändert ja schon deine Sichtweise und auch dein Verhalten ihm gegenüber.
Ich war ne Niere in Mathe ... und abgesehen davon, dass ich jetzt fast doppelt so alt bin, hat mein Mann mir mittlerweile so einiges erklärt.

Und wenn er eben nicht so gut ist, dann ist das so. Das 1x7 ist nicht das einige, das bei mir hakt. ;)

Alles Gute!

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das1x7 is auch mist ich zähl heute noch ab 35 hoch :-)

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Hallo
mir geht es ähnlich wie dir, das home-learning ist mühsam. Bei meinen Kids läuft es phasenweise ganz gut, dann aber wieder kommen sie überhaupt nicht in die Gänge. Ich muss jeden Tag arbeiten, komme erst um 16:00 Uhr nach Hause. Dann noch alles nachkontrollieren und Verbesserungen einfordern...anstrengend!!!
Aber du musst deinen Sohn deshalb nicht wiederholen lassen! Denk daran, den anderen in seiner Klasse wird es nicht viel besser gehen (auch wenn manche Muttis das behaupten, stimmt nicht immer). Also wird die ganze Klasse den Stoff irgendwie nachholen und vertiefen müssen.
Sollte im Mai die Schule losstarten, kann noch einiges geschafft werden. Sollte es doch Herbst werden bis zum Re-start- müssen sie eben im Herbst den Stoff noch so weit als möglich reinbringen. Wie gesagt, dein Sohn ist sicher nicht der Einzige, der dann nicht wirklich alles top kann;-)

Alles gute noch#blume

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Wäre er als einziger in der Situation bzw. krank zu Hause, würde ich mir diese Gedanken auch machen.
So stecken aber ALLE in der Situation.

Wenn die Schulen wieder losgehen, wird es eher so sein, wie beim Wechsel zur weiterführenden Schule: erst mal schauen, wer wo steht, alle auf einen Stand bringen.

Jede Schule, jede Klasse hat da einen anderen Stand.

So wird es auch sein, wenn die Schulen wieder öffnen.


Der Lehrplan ist für planbare Schulzeiten gemacht.
Gibt es Lehrerausfälle (Mutterschutz, Reha, spontaner Ausfall), wird auch geguckt, was vom Lehrplan möglich ist.

Jetzt ist Ausnahmesituation für alle. Lehrpläne geben zwar Orientierung, sind aber nicht in Stein gemeißelt.
Zu meiner Schulzeit wurden sie mehrfach umgestellt. Die Klassen vor mir und die Klassen nach mir haben den Abschluss geschafft. Mit mehr oder weniger oder anderem Inhalt.


Meine macht zwar Schulaufgaben,
lernt anderes dafür viel intensiver, wofür sonst kaum Zeit bleibt.

Haushaltsabläufe, Technische Sachen, Videokonferenzen. Inhalte, die in der Schule gar nicht oder nur am Rande theoretisch erwähnt werden. Die zwar im Lehrplan irgendwann drin stehen (technisches), aber kaum bis gar nicht umgesetzt werden. Zu wenig Computer, die Stunden, wo Computer frei wären, fallen aus ( Ferien, Feiertage, Lehrer krank, selbst krank).


1x1 übte meine übrigens am liebsten beim Spielen, Backen, Tisch decken.
Dann, wenn sie es nicht merkte, dann wenn es nicht Schule war, sondern Leben.

Kochen: ich benenne das Rezept für eine Person und frage dann, wie viel wir für 2 brauchen.
(Später dann von 6 Portionen auf 2)

Einkäufe: wenn wir für 3 Tage x Liter Milch brauchen, ich aber für 9 Tage einkaufen möchte....

Meiner hilft sehr, wenn sie
- praktisch umsetzen kann
- nicht nur "leere" Theorie vor sich hat
- sich stolz fühlt, weil sie es kann
- weil sie unterstützt, etwas dazu beiträgt
- es nicht Schule ist ;-)

Das klappt heute mit Computereinstellungen ähnlich. Theorie hatte sie ein bisschen in der Schule, eher weniger als mehr. Aktuell kann sie ihr Wissen anwenden. Sie braucht es aktiv, um mit ihren Freunden Kontakt zu halten. Nutzen motiviert zur Anwendung.

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Hallo!
Ich weiß nicht, aus welchem Bundesland du kommst, aber wir haben gestern vom Elternbeirat eine Mail bekommen, dass alles, was die Kinder im Homeschooling machen, nicht zur Bewertung herangezogen werden darf, da die Kinder absolut unterschiedliche Lernbedingungen haben. Es darf auch nach der "Coronapause" auch nicht vorausgesetzt werden, dass die Kinder im Stoff vorangekommen sind. In Hessen steht das wohl so im Schulgesetz. Von daher musst Du Dir keine Gedanken machen, dass Dein Sohn den Anschluss verpasst. Wenn die Schulen wieder anfangen, muss ohnehin geschaut werden, welchen Stand die Kinder erreicht haben. Bei uns ist die Vorgabe zumindest an der Grundschule auch, dass v.A. wiederholt und vertieft werden soll. Sich Inhalte selbst erarbeiten können so junge Schüler ohnehin nicht. Und Eltern sind in den meisten Fällen eben keine Pädagogen.

LG