Keine Sozialkontakte - wie macht ihr das?

Huhu,
Wie es aussieht bleibt die Kita bis Mitte August dicht (Niedersachsen). Bis 3. Mai gilt mindestens die kontaktbeschränkung.
Meine Tochter hat nun seit 5 Wochen niemanden mehr zum Spielen gehabt und ich denke es wird dringend wieder Zeit!
Turnen, Kindergruppen,...werden ja auch nicht aufmachen.
Jetzt spiele ich mit dem Gedanken wenigstens einen Spielfreund für sie zu finden!
Wie sieht das bei euch aus? Also jetzt die, die keine Geschwister zum Spielen haben.

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Also ich finds gar nicht gut. Wenn jetzt jeder Ausnahmen macht, für was sitzen wir denn alle daheim? Ich kanns echt nicht verstehen.

Glaub kaum das ein Kleinkind da wirklich Probleme damit hat, dass es nur bei den wichtigsten Personen, den Eltern, ist. Wie alt ist dein Kind? Das wird man ja doch mal eine begrenzte Zeit aushalten. Hier ist kreativität gefragt, dann fehlt ihnen doch nix.

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Das Ihnen nichts fehlt, das glaube ich einfach nicht. Meine Tochter spricht jeden Tag von der Kita und ihren Freunden, möchte ständig Fotos gucken und fragt, wann wir wieder dahin können. Sie ist 2,5 Jahre alt und ich beschäftige sie sehr gut. Bei den kleinen Kindern sind telefonieren und Videochat keine Alternative finde ich.
Jetzt ist es nicht erlaubt - ich hoffe doch, dass nach dem 3. Mai zumindest die Kontaktbeschränkung aufgehoben wird.
Es ist schwierig. Mit Freunden darf ich mich treffen mit 1,5 m Abstand. Theoretisch dürfte meine Tochter das auch, dann müssten die Eltern aber weg bleiben 🙄

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Natürlich fehlt es ihnen. Meine Tochter ist in diesen 4 Wochen auch schon ganz anders geworden. Wir unternehmen immer viel, treffen Freunde, Oma, Spielplatz, Schwimmen, Zoo, Wald. Alles mögliche. Jetzt muss ich fast durchgehend "nein, dass geht leider nicht wegen dem Virus" sagen. Dass belastet meine Tochter total, sie weint viel mehr, ist trotziger, schlechter zu beruhigen, schläft schlechter usw und das obwohl wir hier einen großen Garten haben mit Spieleturm, Trampolin, Sandkasten...Es ist nicht das selbe wie Kindergarten, Freunde und Großeltern. Aber wie unten geschrieben diese "kurze" Zeit müssen wir durchhalten damit die Normalität eine Chance hat wieder zu kommen. Was auch noch Monate dauern wird und SOLL. Von jetzt auf gleich wieder "laufen lassen" wäre ein Fehler.

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Ich kann deine Gedanken gut verstehen. Mein Sohn ist 3 Jahre alt und es fehlt ihm mit Gleichaltrigen zu spielen. Ich beschäftige mich wirklich viel mit ihm. Jedoch ist es kein Vergleich zum Spielen mit Gleichaltrigen.
Aber ich versuche es durchzuhalten. Wenn es auch total schwer fällt.

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Und wenn die Kontaktbeschränkungen nach dem 3. Mai gelockert werden?

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Also ich weiß nicht, wie es in Niedersachsen ist. In BW sind Treffen in der Wohnung ja bis zu 5 Personen erlaubt, da wäre ein Treffen zum Spielen theoretisch möglich.
Wenn es bei euch ganz verboten ist, würde ich es eher nicht machen, wenn ihr keine Probleme haben wollt.

Aber auch wenn Treffen mit einer begrenzten Personenzahl erlaubt sind, sollte man es nicht zu sehr ausreizen, sondern sich auf einen Freund beschränken und dann in dieser Konstellation bleiben, damit ihr nichts nach außen trägt. Da muss man halt eine Familie finden, die das mitmacht.

Ich finde man sollte sich einfach an die Regeln halten, die im Bundesland gelten. Komplett isolieren wenn man es nicht muss finde ich aber auch übertrieben, wenn die Regierung ein paar Möglichkeiten offen lässt darf man die meiner Meinung auch ohne schlechtes Gewissen nutzen.

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Für uns ist dass auch Furchtbar schwer. Mein Kind vermisst ihre Oma sehr. Ihre "beste Freundin" wohnt um die Ecke, sie sehen sich fast täglich beim spazieren gehen und dürfen nicht zusammen spielen oder Rad fahren. Es ist für alle schwer ABER wir müssen da einfach durch. Um so mehr Menschen sich daran halten um so besser und vorallem schneller können wir in ein normales Leben zurück. Jetzt wird ja alles ein wenig gelockert, wenn wir jetzt nicht "drauf los" preschen sondern weiter Abstand halten, soziale Kontakte möglichst meiden und uns einfach noch ein paar Wochen "zusammen reißen" um so besser für uns. Bricht jetzt nochmal eine Welle aus dann landen wir wie in Italien und dürfen gar nicht mehr raus.

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Ja es ist Sau schwer und Motte fehlt es auch sichtlich. Sie tut mir leid, da sie mit 1,5 viel zu klein ist, um es zu verstehen.

Aber da müssen wir jetzt durch. Zumindest noch bis 3. mai. Wenn dann das Kontaktverbot gelockert wird, können wir zumindest wieder unsere Familie/engen Kontakte sehen mit deren Kindern. Wir werden es aber in einem überschaubaren Rahmen halten. Also keine neuen Kontakte, sondern unser „üblicher Dunstkreis“.

Haltet durch, so wie wir alle 💪🏻

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Hier ist ein ganz interessanter Artikel:

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2020-04/oeffnung-kitas-coronavirus-familien-kinder-betreuung?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.whatsapp.ref.zeitde.share.link.x

Ich wohne auch in BW und hab gestern gelesen, dass man sich privat auch zu 5 treffen darf. Wir warten jetzt aber noch die 2 Wochen ab und dann will ich mit meiner Tochter mal zu ihrer Freundin in den Garten. Die Mutter hat es auch schon angesprochen. Klar, dass wir dann trotzdem unter uns bleiben. Wir haben beide keine weitere Familie hier in der Nähe. (Nur unsere Männer, die beide noch arbeiten)

Erkundige dich mal, wie das bei euch genau ist.

Ich bin dazu noch schwanger, ET Mitte Juli. Ich hatte mit durch Ganztagsbetreuung eigentlich Entlastung erhofft und jetzt das, keine Ahnung, wie das die nächsten Monate werden soll. Und vor allem dann auch mit Neugeborenem. Bei meiner Tochter wurde mir das Wochenbett schon genommen, da sie lange Zeit auf der Intensivstation lag und jetzt dieser Stress 😞

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Also unserer Tochter (3jahre) geht es prächtig zuhause.
Sie fragt weder nach anderen Kindern, noch nach der Kita. Ist aber auch ‚nur’ 4-5 Stunden dort, maximal. Den Rest der Betreuung decken wir selber ab.
Es stört sie kein bisschen, dass sie nicht in die Einrichtung geht und ich habe nicht das Gefühl, dass es ihr schlecht geht.
Das einzige was sie doof findet, ist, dass sie nicht auf den Spielplatz kann. Da merkt man, dass fehlt ihr. Schaukeln und rutschen und im Sand buddeln.
Und die Großeltern fehlen ihr auch, sie fragt gelegentlich nach ihnen, aber wenn ich ihr sage, dass wir die Großeltern momentan nicht sehen können, ist es auch wieder gut.
Ich hab das Gefühl, dass wir Eltern viel schlechter damit umgehen, als sie und manchmal eher unseren Frust auf die projizieren. Gibt Tage, da sind wir genervt, weil die Situation blöd ist, da wird sie auch quengelig. Aber ich finde, dass gerade Kinder echt gut damit umgehen. Wenn ich mit Freunden telefoniere, lachen sie selber und sagen, ja dem Kind geht es prächtig, den Eltern nicht😅
Da hat wohl jeder eine andere Wahrnehmung.

Wir werden auch weiterhin die Kontakte meiden. Ich denke, so blöd das gerade auch ist, da müssen wir durch. Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, wir werden nicht für immer isoliert bleiben.
Klingt vielleicht blöd, aber ich brauche diese Bestätigung auch gerade selber. Ich bin 36 und habe noch nie solch eine „Krise“ erlebt. Bisher hat man (mehr oder weniger) die sonnigen Seiten unserer Wirtschaft erlebt. Die größten sorgen, die wir bisher hatten, waren tatsächlich die Startschwierigkeiten unserer Tochter ins Leben. Im Vergleich zu dem, ist die jetzige Situation wirklich ein Kindergeburtstag (hoffe ich werde nicht falsch verstanden, ich möchte niemanden auf die Füße treten, aber emotional war es für uns, bis jetzt, schlimmer) ich möchte später mal sagen können, es war schwer, aber wir haben es geschafft. Das ist für mich wichtig. Denn, wenn ich jetzt schon, trotz so vieler Annehmlichkeiten, die wir dennoch haben, diese Situation schon nicht meistern kann, was machen wir, wenn es mal wirklich schlimm kommt? Ich hätte dann immer im Kopf, super, du hast es schon mit Corona nicht geschafft und da wurde die nichts unmögliches abverlangt, das jetzt schaffst du erst recht nicht... ich möchte es mir irgendwo eben auch selbst beweisen, dass wir das hinbekommen, auch, wenn es unangenehm wird.
Ich lasse mich von Corona nicht klein kriegen. Der Virus kann mich mal da lecken, wo nie die Sonne scheint! Dem gebe ich keinen unnötigen Nährboden, wenn ich das vermeiden kann. Der ist stur? Ich bin sturer! Ich habe mit 15 Jahren 120 Kilo gewogen. Heute wiege ich 63 - 65 und bin 1,76 groß... mache Sport und bin fit. Hätte damals niemand je geglaubt. Alle die mich heute kennen, können sich das wiederum überhaupt nicht vorstellen und verlangen, wenn es mal Thema wird ein Beweisfoto... ich möchte mich da einfach nicht so schnell geschlagen geben, weil etwas aussichtslos erscheint. Ja klar, bis zu einer Impfung dauert es noch. Das ganze Jahr werden wohl Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dieses Virus immer mal wieder zu dämpfen. Unsere Disziplin ist daher wichtig, dass wir da alle unbeschadet, gesund und wirtschaftlich stabil aus der Nummer raus kommen. Ich möchte hinterher keine kranke und wirtschaftlich zerstörte Gesellschaft haben, die sich alle Vorzüge, die sie so lange hart erarbeitet hat, verloren hat und am Boden kriecht und sich die Wunden leckt. Dazu ist jeder gerade gefragt und wenn das mein Beitrag gerade ist, dann ist das so. Die Maßnahmen sind unangenehm, aber noch sehr human.
Das sehe ich für mich so. Das ist gerade unsere persönliche Challenge und wir sind zuversichtlich. Ich möchte niemanden, dem es anders geht vermitteln, er müsse genauso handeln. Wir sind alle unterschiedlich. Aber wir sollten uns halt doch auch fragen, ob nicht noch ein Stückchen geht. „Nur noch fünf Minuten“ dann hat man schon fünf Minuten mehr geschafft, als gestern. Darauf ist man stolz. Das baut auf. Ich möchte mich nicht an alles erinnern, was ich nicht geschafft habe, sondern an alles, was ich geschafft habe. Das ist für mich/ uns gerade wichtig.
Das sind auch Werte, die wir unserer Tochter und vielleicht auch weiteren Kindern mit auf dem Weg geben möchten. Nicht aufgeben, nicht nachgeben... jedenfalls nicht sofort, bei jedem Gegenwind.

P.s muss sich keiner angegriffen fühlen. Ich bin keine Übermutter, kein Übermensch. Nicht Miss perfekt und verurteile niemanden, der das anders sieht. Ist einfach nur meine derzeitige Ansicht. Muss niemand teilen. Sollte auch niemand als Angriff der eigenen Meinung werten.

Setze lieber mal meinen nick in Grau😅

Gruß lieber so

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Ich sehe es so, dass es nicht so schlimm ist, wenn die Kinder zu einer weiteren Familie Kontakt haben.
Das ist schon sehr viel weniger, als im Alltag, wo es ein ganzer Kindergarten oder Schule plus Sportvereine sind.

Unsere Tochter hat zu einer Freundin Kontakt. Unser Sohn dürfte das auch, aber seine Freunde dürfen nicht.

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Tja, deswegen haben wir eben jetzt Beschränkungen, weil Leute wie du das "nicht so eng sehen" ich bin Amerikanerin und habe in den USA, andere EU Länder und Südamerika Freunde und Verwandte und kenne einige, die Corona hatten. Es ist kein Spaß. Meine Cousine und ihren drei Kindern und Mann hatten es in den USA, war alles anderes als Spaßig. Den Kindern ging es auch nicht gut, nicht vergleichbar mit einer Grippe. Aber so lange die Leute es "nicht so eng sehen" werden alle andere sich weiter einsperren müssen. Man kann es solche Leute fast nur wünschen, dass sie auch Corona aus nächster Nähe erleben, dann ändern sie schnell ihre Meinung. Wie bei den Impfgegnern...

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Ehrlich gesagt merke ich keinen Unterschied bei meinem Kind (knapp 2 Jahre). Für andere Kinder interessiert er sich noch nicht so wirklich.
Ich glaube auch, dass eher die Eltern ein Problem mit der jetzigen Situation haben. Die Kinder waren den halben Tag in der Kita/Schule, dann hat man gerne noch die Betreuung von Großeltern und Co. in Anspruch genommen... Das fällt jetzt alles weg. Im Bekanntenkreis habe ich einige Eltern, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder den ganzen Tag beschäftigen sollen. Das merken die Kinder natürlich und sind dementsprechend auch unausgeglichener.

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Mit 2 sind die Kinder auch noch viel ich bezogener, erst mit 3 fängt es meist an, dass sie interagieren und mit anderen spielen. (Soll kein Angriff sein)

Ich denke, gerade für die Kinder ab ca 4 ist die Situation schwieriger. Da haben sich auch schon Freundschaften aufgebaut.

Meine Tochter steht auch mal vor dem Fenster oder Spiegel und spricht mit ihren Freunden, will Spielzeug teilen etc ... das tut mir so leid, da merkt man, dass ihr was fehlt.

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Ja, das weiß ich. Die Frage wurde aber im Kleinkind Forum gestellt (bevor der thread verschoben wurde), daher beziehe ich mich eher auf die Kinder bis 3.