Home-Schooling auch nach dem Sommerferien?

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Es ist im Gespräch das die Kinder in Wochenwechsel auch nach den Sommerferien zur Schule sollen in BW. Ansonsten nur Home-Schooling.
Wie bitte soll das funktionieren,wenn man einer normalen Arbeit nach geht? Selbst der toleranteste Chef hat irgendwann die Schnauze voll.Kleiner Klassen finde ich super. Pflicht Hände waschen,kann man beibehalten. Ich denke da an Magendarm usw.
Aber so? Dann ist auch mal der Lehrer krank und dann ist hier was und dort was usw.
Wie soll das funktionieren?

Ich kann verstehen das die Infektionen gering gehalten werden möchten. Wir halten uns auch an alle Regeln.

Aber statt das elf überbezahlte Fussballer ständig getestet werden,sollte mal lieber Lehrer und gesundheitlich angeschlagene Kinder testen.

Selbiges gilt für Krippen und Kindergärten usw.

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Ich finde es auch schlimm für Kinder die jetzt einen Wechsel haben... Ich weiß nicht wie das klappen soll..

Die Fußballer werden die Test aber bestimmt selber bezahlen.. vielleicht sollte der Förderverein dazu steuern.. und rest Eltern?

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Die haben doch von Anfang an gesagt das "normaler" Schulbetrieb erst in ca 18 Monaten denkbar ist...

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Meine Tochter ist Vorschülerin und kommt nach dem Sommer in die erste Klasse. Ich freue mich auch schon darauf, Ihr dann im Rahmen des "Home - Schooling" lesen & schreiben beizubringen, sollten die Regelungen so ähnlich sein wie jetzt. Wird spannend.

Was ein Glück ist meine Mutter pensionierte Grundschullehrerin. Habe ihr bereits gesagt, dass sie - sollte es soweit kommen - meine Tochter / ihre Enkelin dann gerne beschulen darf.

Ach, wie auch immer. Ich harre und hoffe und frage mich wie das alles werden soll...(für meine Tochter).

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Wir müssen "normal" neu definieren. Das gibt es in der Form, die wir kannten, halt einfach nicht mehr und genau wie sich die Schule in ihren Strukturen anpassen muss, so muss das auch für einen großen Teil unserer Arbeitsplätze passieren.

Ich könnte mir vorstellen, dass viele Büroarbeitsplätze in Homeoffice-Plätze oder Schichtarbeitsplätze eingeteilt werden. Bei unserem Steuerberater gibt es momentan eine Schicht bis 16:00 Uhr und eine nach 16:00 Uhr. Teilweise könnte man so auch die Betreuung der Kinder sicherstellen: Eltern wechseln sich ab. So wären auch wieder mehr Betreuungsplätze für Aleinerziehende und Menschen mit Berufen gesichert, wo keine Schichtarbeit möglich ist oder beide Elternteile im Schichtdienst arbeiten.

Für Schulen könnte das auch funktionieren. Eltern geben in Abstimmung mit ihren Arbeitszeiten an, wann ihr Kind zur Schule kommen kann, die Schulen teilen dementsprechend Kurse und Gruppen ein. Ein Klassensystem wie bisher würde entfallen.
Sportvereine und kulturelle Einrichten sind wie so oft ganz hinten angestellt. Es wird schwierig, gerade im Mannschaftssport. Andere Angebote kann man auch auf den Vormittag legen.

Das ist alles im ersten Moment unbequem, aber lieber unbequem als keine Perspektive, oder?

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Aber ganz ehrlich, bei vielen kleineren Handwerksbetrieben, wie es sie bei uns auf dem Land häufig gibt, kann so ein Schichtbetrieb nicht funktionieren. Wie sollen der Chef und fünf Angestellte in Schichten arbeiten. So was funktioniert evt. in der Stadt, aber nicht auf dem Land. Wie soll die vierklassige Dorfgrundschule mit sechs Lehrern einen Schichtbetrieb anbieten können. Da scheitert es schon oft an einer ausreichenden Nachmittagsbetreuung. Der eingrüppige Kindergarten mit drei Angestellten, kann auch schlecht Schichten anbieten.

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Hallo,

das wird so nicht funktionieren.
Selbst wenn man flexibel ist und dazu im Home-Office arbeiten kann, heißt das nicht, dass das ohne Hortbetreuung funktioniert. Als mein Mann und ich uns für unsere Jobs und damit für Vollzeit entschieden haben, haben wir mit der vorhandenen Betreuung geplant (und normale Ausnahmen wie Krankheiten eingeplant). Im Moment arbeitet immer einer die Woche vormittags und der andere nachmittags bis abends, wobei auch Telefonate mit Kollegen, die gegensätzlich arbeiten, in der „Freizeit“ geführt werden müssen (bei meinem Job mehrere Stunden täglich). Alles was nicht geschafft wurde muss am Wochenende gemacht werden. Das geht zu Lasten der familienzeit. Zudem kann ich schlecht mein Kind von 14 - 22 Uhr in die Schule bringen?
Und, auch wenn Home-Office prinzipiell möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass die Voraussetzungen erfüllt sind. Bezahlt mir dann mein Arbeitgeber eine größere Wohnung, damit ich mir ein Arbeitszimmer einrichten kann? Stundenlang auf dem Küchenstuhl mit kleinen Laptop ist ergonomisch nicht vertretbar (das beweist mir mein Rücken und meine Schultern gerade).

Ich finde das ganze nicht einfach nur „unbequem“, sondern einfach auf Dauer nicht mit einem gesunden Lebensstil („work-Life-Balance“) vertretbar.
Und jetzt noch ganz provokativ: Das alles mag für die Hausfrau oder Teilzeit-Mutti dauerhaft möglich sein und sogar Spaß machen und viel familienzeit schaffen, für mich ist das auf Dauer keine Lösung und ich kenne niemanden, der das dauerhaft so leisten kann.
VG

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Ich denke, dass man das alles erst relativ kurzfristig entscheiden kann. Keiner weiß, wie es nächste Woche aussehen wird. Ich bin selbst Grundschullehrerin und Mutter. Unser Plan steht im Moment bis zu den Pfingstferien. Erst dann wird genau weitergeplant. Und ganz ehrlich, wenn ich mir so anschaue, was Ende Mai alles wieder öffnen soll: Freizeitparks, erste Urlaube, evt. Grenzen, .... dann bin ich mir für die Zeit nach Pfingsten eh nicht mehr sicher.

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Das frage ich mich auch. Aber Hauptsache, die Grenzen werden geöffnet und man kann wieder fröhlich durch die Welt fliegen in den Ferien.

Das passt doch alles nicht

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Hallo!

Mit einer baldigen Rückkehr zum Normalbetrieb rechne ich schon seit Ostern nicht mehr. Als die ersten Maßnahmen getroffen wurden, hatte ich noch die Hoffnung, dass der ganze Spuk möglichst schnell vorbei ist. Aber mir ist relativ schnell klar geworden, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis die Kinder wieder in die Schule dürfen. In den Ferien hab ich noch gehofft, dass zumindest eine Teilbeschulung nach Ostern wieder möglich gemacht worden wäre, aber nachdem es dann von Seiten der Politik immer wieder hieß, die Schulen sollen stufenweise wieder geöffnet werden, und man sich auf ein Vorgehen von oben nach unten geeinigt hatte, war mir direkt klar, dass unser Kleiner nicht vor Juni wieder in die Schule kann. Und so ist es ja auch eingetroffen, die Jahrgänge 1-3 sollen in Hessen ab dem 2.6. wieder zeitweise in die Schule gehen.
Ich bin eigentlich kein Pessimist, aber die Situation und die Maßnahmen zum Schutz vor einer massiven Pandemie schätze ich mittlerweile recht realistisch ein, Hoffnungen, dass die ganzen Maßnahmen schnell aufgehoben werden, habe ich nicht mehr.
Ich denke, die Schulen haben momentan einiges an Hausaufgaben zu erledigen - vermutlich mehr als die Schüler. Und es wird ein System entwickelt werden müssen, wie die Kinder auch bei einer "Teilzeitbeschulung" den zu vermittelnden Stoff erarbeiteten können. Aber das ist natürlich nur die eine Seite.
Für die Familien ist die Situation so natürlich auch schwierig, und sie wird umso schwieriger, je länger sie andauert. Zumindest die kleineren Kinder müssen ja betreut werden und brauchen je nach Kind auch noch viel Unterstützung (unser Kleiner ist in der 2. Klasse fast selbstständiger als unsere Große in der 5. Klasse). Wir werden auch hier Lösungen suchen müssen. Dass ein Elternteil dauerhaft daheim bleibt, ist sicherlich nicht machbar und keine Lösung. Aber es gibt sicher einige Möglichkeiten, wie man Kinder und Arbeit auch unter den gegebenen Umständen unter einen Hut bringt. Und mittlerweile ist es ja sogar erlaubt, dass sich 3 Familien die Betreuung der Kinder untereinander aufteilen - solche Modelle gilt es zu entwickeln und zu nutzen. Bei uns sind die Kids ab nächster Woche an 2 Tagen pro Woche in der Schule - bleiben noch 3 Tage zuhause. Das macht einen Tag pro Familie - so etwas müsste doch hinzubekommen sein!

LG

LG

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Dazu musst du aber auch erstmal befreundete Familien haben, die das mittragen. Und ganz ehrlich, ich würde mein Kind nicht zu irgendeiner Familie im Ort geben, nur weil sie noch einen Platz frei hat.

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Mit einem Kind sind solche Betreuungsabsprachen bestimmt machbar. Aber bei 3 Kindern????

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Liebe TE,

ich glaube man muss sich als Eltern für eine weitergehende Notbetreuung stark machen. Vielleicht sollten die Elternsprecher (z.B Grundschule) in den Klassen die Eltern abfragen, wer eine Notbetreuung brauch oder nicht. Und wenn dort viel Nachfrage besteht auf Betreuung, sollte man es an die Schulleitung weitergeben. Eine Schule brauch nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch Eltern, die sich für solche Dinge stark machen. Denn nicht jeder kann Homeoffice machen. Vielleicht sollte man sich als Eltern nicht alles gefallen lassen. In dieser Coronazeit muss man als Familie auch seine Stimme erheben können.

LG Hinzwife

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Ich verfolge das Ganze auch schon mit Magenschmerzen. Ich hoffe für alle, die ein Betreuungsproblem haben, dass bald eine Lösung gefunden wird. Zum Glück bin ich gerade mit Kind 4 in Elternzeit. Sonst wäre hier gar nichts mehr möglich. Wir haben beide präsenzpflichtige Jobs, die sich immer überschneiden. Welcher Nachbar nimmt denn bitte 4 Kinder mit auf, wenn die Eltern arbeiten - utopische Vorstellung. Außerdem sind die Kinder ja in unterschiedlichen Klassen und haben vielleicht dann auch nicht gleichzeitig Schule.
Ich finde es erschreckend, wie wenig man bei der ganzen Sache an die Familien denkt, bei denen beide Eltern arbeiten müssen. Es muss eine vernünftige Lösung her und zwar schnell. Wie die aussehen soll, weiß ich allerdings auch nicht.