Maskenbefreiung Schule

Hallo.

Demnächst geht bei uns die Schule wieder los und es herrscht Maskenpflicht. Da mein Sohn (8 Jahre) an Asthma leidet, haben wir vom Arzt eine Maskenbefreiung bekommen. Nun hab ich Angst, dass er von den anderen Schülern deshalb ausgegrenzt wird. Er ist eher ein ruhiger Schüler und lässt sich sehr schnell von anderen einschüchtern. Hab mit der Lehrerin schon gesprochen. Sie wird es den Kindern am ersten Tag erklären, warum er keine Maske tragen darf. Aber es gibt halt Kinder in der Klasse, die vor den Sommerferien meinen Sohn nie mitspielen lassen haben und ihn ausgegrenzt haben . Jetzt habe ich Angst, dass er komplett von den anderen Kindern gemieden wird.

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Hi. Ja das kann sein, das dann dein Sohn wieder ausgeschlossen wird. Aber eine gute Schule sollte dem entgegenwirken. Ist bei euch die Maskenpflicht auch im Unterricht oder nur draußen/auf den Fluren? Gibt es keine Möglichkeit das dein Sohn evtl. trotzdem teilweise eine Maske trägt? Es gibt ja viele verschiedene. Vg

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Im Unterricht müssen wir noch keinen Mundschutz tragen.

Da er schon einmal beim Mundschutz tragen Probleme mit dem Kreislauf und mit der Luft bekomnen hatte und wir anschliessend zum Arzt mussten, würden wir gern ganz darauf verzichten.

Er ist halt sehr schüchtern und zurückhaltend. Wenn er eine Maske trägt, würde er die nie abnehmen, wenn er schlecht Luft bekommt. Nur wenn es mal keiner sehen kann. Denn es wurde ja gesagt, dass die Maske nicht abgenommen werden darf.

Wir hatten mal eine Situation beim Arzt. Da sind 2 ältere Leute reingekommen mit Luftproblemen. Sie haben ihre Maske kurz unter der Nase getragen, weil sie keine Luft mehr bekommen haben. Da fing ein wartender Mann dort an, die älteren Herrschaften anzumachen, ob sie nicht wissen wie man ein Mundschutz richtig aufsetzt. Mein Sohn hat das mitbekommen, hatte unter der Maske auch schlecht Luft bekommen, hatte aber Angst die Maske kurz abzunehmen. Ende vom Lied. Ich hatte ein erbrechendes Kind. Was sehr schlecht Luft bekommen hatte und immer Auto später kaum noch ansprechbar war. Dem ging es nachdem wir wieder zu Hause waren so schlecht, dass wir zum Kinderarzt fahren mussten.

Wir hatten es dann bei kleineren Erledigungen mit der Maske nichmal probiert, ging aber auch nicht wirklich gut.

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Ehrlich gesagt sehe ich den Unterschied zwischen trotz Maskenpflicht wegen seines Asthmas gar keine Maske tragen und Maske trotz allgemeiner Pflicht bei Bedarf wegen seines Asthmas absetzen nicht wirklich.
Ich finde es eher nachvollziehbar, sie nur "notfalls" abzusetzen als gar nicht....ich kenne aber auch einige Asthmatiker (bin selbst betroffen) und Menschen mit COPD, die ohne größere Probleme Maske tragen und soweit das möglich ist, finde ich es auch moralisch wichtig, seinen Beitrag zum Schutz anderer damit zu leisten, man profitiert ja auch von den anderen.

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Hallo du, es ist gut, dass die Lehrerin gleich am Anfang zu dem Thema Stellung beziehen wird. Ich denke, das wird auch für die anderen Schüler vielleicht sogar dann eher ein Grund sein, Zurückhaltung zu üben. hast du ihr auch gesagt, dass dein Sohn Angst hat, deshalb aufzufallen und ausgegrenzt zu werden? Wenn Kinder ausgrenzen wollen, finden sie auch einen anderen Grund. Rede viel mit deinem Sohn, versuche vielleicht herauszufinden, welche Kinder "ihm gut tun" und hilf ihm, diese Kontakte zu stärken (z.B. durch Einladungen), also grundsätzlich alles, was sein Selbstwertgefühl stärkt. Denn sein Problem ist ja nicht die Maske per se. Alles Gute euch beiden!

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Was genau ist denn nun deine Frage?
Oder wolltest du nur deine Sorge teilen?

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Wollte nur meine Sorge teilen.

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Ok. Ich kann deine Sorgen verstehen.
Wenn er ohnehin schon Schwierigkeiten mit seinen Mitschülern hat, wird diese Sonderstellung das Problem vermutlich verschärfen.

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Ich vermute, wenn er ohnehin einen schwierigen Stand hat, wird die fehlende Maske nur Mittel zum Zweck sein ("Der bekommt eine Extrawurst"). Das gleiche kann ihm aber auch passieren, wenn er mit einem Rucksack mit den falschen Farben kommt.
Daher würde ich mich eher auf das (Mobbing-?)Problem in der Klasse konzentrieren als auf das Maskenproblem.
Falls es ihm dennoch irgendwo wichtig ist, dass er eine Maske trägt, würde ich es mit leichten chirurgischen Masken oder denen von Van Laack im geschützten Raum probieren und evtl. nochmal einen Lungenarzt konsultieren, ob seine Dosis nach wie vor stimmt.

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Hallo

So, wie du die Beschwerden deines Sohnes beschreibst, klingt das, als sei seine Atmung zu flach.

Dass er dann ruhig beim Arzt sitzend Schwierigkeiten bekommen hat, ist da nachvollziehbar.

Aber eigentlich gilt die Maskenpflicht ja, wenn die Kinder in den Gängen der Schule laufen. In Aktion ist die Atmung in der Regel tiefer. Da sollte die Maske kein so großes Problem darstellen.

Im Interesse deines Sohnes solltet ihr mal nach Atemtraining bei der Physiotherapie fragen. Als Asthmatiker sollte er vernünftig atmen können.

Außerdem schützt die Maske auch den Träger und es erschließt sich mir persönlich nicht, wieso jemand mit einer Atemwegserkrankung ausgerechnet auf Schutz vor SARS verzichten soll.