Verändert Corona eure Freundschaften?

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Abstandsregeln und Social Distancing etablieren einen neuen Umgang im öffentlichen Leben, am Arbeitsplatz, in der Freizeit.

Auch private Kontakte bleiben davon nicht unberührt.

Wie ist das bei euch und euren Freunden? Spürt ihr Veränderungen, vermisst ihr etwas oder empfindet ihr manches sogar als besser?

Wir freuen uns auf eure Antworten.
Herzliche Grüße
vom URBIA-Team

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Hallo liebes Urbia-Team,

ja, leider hat sich bei uns Veränderung ergeben. Zum Negativen.

Drei befreundete Familien haben den Kontakt zu uns abgebrochen. Dafür haben alle den gleichen Grund. Mein Mann arbeitet im Rettungsdienst - somit hat er Corona und ich arbeite an einer Schule im engen Kontakt mit Kindern. Also habe ich auch Corona.

Die erste Zeit war es hart für uns, es hat uns unendlich traurig gemacht. Nachdem jetzt langsam der Schock verdaut ist, ist es ok für uns. Waren eben keine Freunde. Unrat lässt man einfach weiterschwimmen. Irgendwann werden sich hoffentlich neue Kontakte zu anderen netten Familien finden.

Unsere Kinder empfinden es als nicht so tragisch, sie haben ihre Freunde in der Schule. Aber auch hier ist es so, dass einige nicht zu uns nach Hause kommen dürfen. Aus dem selben Grund.... in der Schule ist es aber ok, wenn sie Kontakt haben 🤣🤣🤣.

Das sind unsere tragischen Erlebnisse während der Pandemiezeit.

Viele Grüße
Carolin

P.S. Corona ist bis dato zum Glück an uns vorbeigezogen... eben weil wir uns wahrscheinlich sehr gut schützen... nur mag das keiner sehen 😟.

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Sowas würde es im Osten nicht geben.

GsD wißt Ihr jetzt, dass dies keine echten Freunde waren.

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Nein, wir haben noch die gleichen guten Freunde wie vorher. Und das obwohl wir als Hausärzte schon zu den "Risiko Freunden" gehören...
Allerdings ist das gerade so stressig dass wir kaum Zeit haben, insofern wohl doch ein bisschen...

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In unserem Freundeskreis hat sich nichts verändert, wir treffen uns wie früher und auch sonst hat sich da nichts verändert. Das einzige was ich super finde ist, das nervige Küsschen geben eingeschränkt wurde 😏.

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Jawohl, eine enge Freundschaft ist daran zerbrochen. Die Taufpatin meines Kindes kam nicht zur Taufe. Es war mit Taufpaten inkl. Partner, uns und jeweils Elternpaaren 10 Personen. Die Feier war im Sommer und draussen geplant. Hygienemassnahmen wurden getroffen (Abstand, Masken, Hygienegel war alles vorhanden), sogar für die betroffene Person extra Tische und Stühle organisiert damit sie sich wohler fühlte und Abstand zu den 'fremden' Haushalten einhalten konnte. Es war für mich ein sehr wichtiger und einmaliger Anlass. Trotzdem sagte sie kurzfristig ab. Nur um uns dann 1 Woche später eine Einladung für ein Grillfest zu senden, mit ebenfalls 10 Personen! Die 'Freundschaft' ist für mich zu Ende.

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Oh ja da wäre meine Freundschaft auch zu Ende. Das ist ja ein unmögliches Verhalten.

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Freundschaften haben sich nicht verändert.

Anfangs hatten wir mehr Kontakt über soziale Medien.
Später auch wieder mit Abstand im Freien. Höchstens zwei Haushalte.

Freundschaften sind eher intensiver geworden, da auch abgesprochen war, sich gegenseitig bei Quarantäne zu helfen. Was sonst ein Familienerwachsener macht, geht eben nciht, wenn alle in Quarantäne sind. Vor die Tür stellen und klingeln.

Einhalten zu Hygienemaßnahmen etc. auf einer Wellenlänge.
Vertrauen, dass Bescheid gesagt wird, wenn.... (egal was).

Zu Verwandten ist der Kontakt über Medien geblieben. Hinfahren geht derzeit nicht. Vor Ort ist nicht so das Problem. Die Reise an sich ist es.

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Ja, eine sehr gute Bekanntschaft, wenn auch nicht gerade dicke Freundschaft, ist hinüber. Weitere Folge, dass ich mich auch aus dem geschlossenen Forum zurückzog, in dem ich seit vielen Jahren u.a. mit ihr war. Wir kennen uns alle persönlich und haben schon so toll zusammengestanden bei teils schweren Problemen, war schön.
Seit Corona drehte die Betreffende allerdings komplett am Rad. Sie, die lebenslang absolut nicht gesund lebte, griff jeden an, der nicht nach ihrer Vorstellung lebte, er wolle den Tod von anderen. Komplettes sich zurückziehen, Maske am besten 24 Std, ich glaube, sie trifft heute noch kaum ihre angeblich so geliebten Enkel usw. Jeder, der auch nur etwas anders lebt, wird als unsozial, asozial beschimpft, auch mit entsprechend gemeinen Sprüchen bei fb - öffentlich.
Wir sind alle Omas, haben alle das eine oder andere gesundheitl. Problem und passen auf, aber eine solche Hysterie samt Beleidigungen brauche ich ganz sicher nicht.
Es fiel mir nicht leicht, aber ihre ständige Selbstbeweihräucherung, wie perfekt sie sich isoliert und wie vorbildlich sie agiert und ihre eeewigen Belehrungen gingen mir nur noch auf den Zeiger. Perfektes Beispiel, was zuviel Isolation im Kopf anrichtet!!
LG Moni

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Bei uns sind keine Freundschaften kaputt gegangen.
Aber wir haben uns teilweise schon lange nicht mehr direkt gesehen, während der ersten Welle gar nicht.
Im Sommer haben wir uns ab und zu in kleinem Kreis in Gärten getroffen, das war immerhin etwas, wenn auch mit Distanz.
Jetzt bei der zweiten Welle treffen wir uns nicht mehr direkt.
Ich bin froh, dass wir uns damit alle einig sind.

Wir vermissen alle unsere Parties und die unbeschwerte Ausgelassenheit, einfach zusammenhocken, tanzen, feiern, essen, trinken, unbeschwert herumlaufen usw.