Was wäre bei einer Quarantäne für euch die größte Herausforderung?

Schul- (oder Kita) Schließung wegen Corona

"Unser Mittlerer sitzt also seit gestern Mittag alleine in seinem Zimmer. Mit den Brüdern spielen darf er nicht. Er benutzt alleine ein WC, immerhin haben wir die Option. Über den Flur geht er mit Maske. Ich trage Maske, wenn ich zu ihm gehe und Essen bringe.

Da die Quarantäne nicht ab Exposition zählt, muss er ab jetzt noch 13 Tage da sitzen." –

Inga @Bloggermumofthreeboys warnt euch direkt mal vor, sie ist wütend. So richtig wütend. Ihr Mittlerer kam gestern aus der Schule, die Schule sei geschlossen. Corona. Quarantäne. Was das für ihre Familie bedeutet, beschreibt sie hier.

Wir befürchten, dass dieses, oder einähnliches, Szenario in den kommenden Wochen noch so einige Familien an den Rand des (organisations-) Wahnsinn treiben wird.

Wie ist das bei euch? Habt ihr einen Plan (B)? Könntet ihr das stemmen? Was wäre bei euch das größte Problem?


https://www.eltern.de/familie-urlaub/ohr-nach-draussen-unsere-blogs/bildungabersicher-das-mittlere-kind-corona-quarantaene

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Huhu,

wir haben tatsächlich gerade einen ähnlichen Fall und ich merke sofort Unterschiede zu der Bloggermama, die schreibt.

Meine Große hatte im Hort Kontakt zum Coronapositiven. Als Kontaktperson ersten Grades ist sie also in Quarantäne.

Die erste Mitteilung erfolgte direkt vom Hort, denn da kam der Anruf, dass meine Tochter den Hort ab sofort nicht mehr betreten dürfe. Wir nahmen sie dann auch gleich am nächsten Tag aus der Schule raus, denn dass der Anruf vom Gesundheitsamt kommt im Laufe des Tages, war klar. Der Anruf kam dann auch am Vormittag und man hätte sein Kind aus der Schule sofort abholen müssen.

Die Quarantäne wurde vom Amt 14tägig ab dem Zeitpunkt des letzten Kontaktes angeordnet - damit waren es dann nur noch 10 Tage. Behördlich angeordneter Coronamassentest in der Einrichtung folgte, meine Tochter musste natürlich auch Teil nehmen. Auch wenn nun das negative Ergebnis vorliegt, muss die Quarantäne weiter gehalten werden.

Toilette haben wir nur eine und das ist für das Amt auch überhaupt kein Problem.
Maske in der Wohnung muss hier keiner tragen.
Abstand halten, getrennt essen, 2x tgl Fieber messen und das war es eigentlich auch schon. Raus gehen darf sie natürlich nicht.

Betreuung: da die Quarantäneanordnung nur das Kind betrifft, muss man schauen, wie man die Betreuung regelt. Freie Tage etc wird einem nicht zugestanden.
Homeoffice ist unsere Lösung gewesen: der Arbeitgeber wollte selbst lieber kein Risiko eingehen und eventuell eine komplette Niederlassung schließen müssen, also wurde die Arbeit von zu Hause aus angeordnet.

Alle anderen waren wie gewohnt arbeiten und Geschwister in der Kita.

Homeschooling läuft nun auch parallel, da die Klasse natürlich mit dem Stoff weiter macht und sie ordentlich Stoff verpassen würde. Durch die fehlenden Wochen vom letzten Schuljahr, ist der Lehrplan schon sehr straff. Aber dank engagierter Lehrerin bekommen wir das auch irgendwie hin. Das Material haben wir bekommen und falls Fragen sind, können wir uns stets an sie wenden.


Das größte Problem wird das Verständnis der Kollegen sein, dass man / das Kind wohl nicht nur einmal in Quarantäne sein wird, sondern das es sicherlich noch öfter passieren wird. Unser Kontaktkreis ist sehr groß - je mehr Kinder, desto "schlimmer" ist es und desto größer das Risiko, dass man erneut das Prozedere durchlaufen muss.
Und je jünger das Kind, desto schwieriger wird das Händeln mit der Quarantäne, da das Verständnis für die Maßnahme erst mit dem Alter kommt.

LG

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Hallo kahles,

vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung, das scheint bei euch tatsächlich um einiges organisierter und mit mehr Augenmaß zu laufen.

Alles Gute!
Herzliche Grüße
Thea vom URBIA-Team

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Ich glaube, bei uns wäre das größte Problem die Kinder auf Abstand zu halten. Wir haben nicht so viel Platz, zwei unserer Kinder teilen sich ein Zimmer und WC haben wir auch nur eins. Das würden wir aber irgendwie hinkriegen. Es macht ja auch einen Unterschied, ob einer krank oder "nur" in Quarantäne ist. Problematisch fände ich, dass das betroffene Kind einsam wäre, so getrennt vom Rest der Familie und mit der Angst im Nacken, dass es krank werden könnte.

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Und wen es Corona hat,habt ihr euch munter unter eure Mitmenschen begeben,wirklich?

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Wann und wo habe ich das behauptet?

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Hallo,

Ich bin ehrlich gesagt erschrocken, dass es immer noch so umstrukturiert läuft.

Sorry, aber wenn einer im Haushalt Corona hat, müssen meiner Meinung nach alle in Quarantäne. Würde mein Kind mit Coronaverdacht nach Hause kommen, wären mein 2. Kind und ich sofort in Quarantäne. Würden uns alle 3 testen lassen und mindestens bis zum negativen Ergebnis ALLE zu Hause bleiben.

Ja, ich gebe zu ich bin in der glücklichen Lage ins Homeoffice gehen zu können und muss keine finanziellen Einbußen befürchten.

Aber eine Eindämmung kann meiner Meinung nach nur erreicht werden, wenn es keine Lücken in dem Gesundheutssystem mehr gibt.

So, nun zur Abstimmung. Ich habe angegeben dass wir andere Probleme hätten...

Wie ihr gelesen habt leben wir in Trennung, und leider würden bei einem Coronafall bei uns die Kinder ihren Papa nicht mehr sehen können :-( dass war auch im letzten Lockdown das schlimmste.

Mit Garten und Haus konnten wir anderes ganz gut überbrücken. Aber die Kids gingen sich irgendwann natürlich wieder auf die Nerven

Einkaufen wäre und war ein Problem bei uns. Da meine Kinder klein sind (8 & 5) kann ich sie nicht allein lassen. Und einkaufen war im Lockdown ja nur noch einzeln erlaubt. Unter Quarantäne wäre das eh über Freunde und Familie zu regeln.

LG cyra

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Ich bin auch alleine mit zwei Kindern im selben Alter. Ich habe immer Kurzeinkäufe gemacht und die Kinder durften so lange im Auto auf meinem Handy was anschauen. Was besseres ist mir nicht eingefallen 🙈, hat aber problemlos geklappt.

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Ja, das mache ich jetzt auch öfters. Also nun beim lockdown light. Nun sind beide Kinder total erkältet, mal sehen wie das dann ab Montag wird. Denke wir bleiben alle zu Hause, nutzt ja nix.

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Wir haben gleich getestet und nicht zwei Wochen abgewartet und selbstverständlich haben wir uns alle bis zum Ergebnis von unseren Mitmenschen ferngehalten.

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Ich könnte unbezahlt Urlaub nehmen, wir sind aber beide in der Ausbildung und das würde bedeuten, dass wir auf Sozialleistungen zurückgreifen müssten.

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Ich fände es ehrlich gesagt nur ätzend, dass wir oder das Kind 14 Tage nicht raus dürften... ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das gehen soll.

Ich würde mein Kind aber sicher nicht von mir isolieren, ganz sicher nicht.

Aber wir wären auch nur allein, ich würde im Homeoffice arbeiten, hier würde kein weiteres Kind irgendwas raustragen.

Nochmal ätzend wäre es, wenn die Anordnung fürs Kind oder mich käme und Sohnemann gerade bei Papa wäre. Das wäre eine verdammt lange Zeit ohne Kind...

Ne...Die Quarantäneanordnung (und hier wäre ja auch die ganze Schulklasse 14 Tage in Quarantäne unabhängig vom Testergebnis) ist mit das wovor ich am meisten Angst habe.

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Lief bei uns viel geordneter.
Anruf vom Kindergarten am Sonntag mittag dass was im Busch ist und eine Quarantäneanordnung kommen wird.
Brief kam dann zwar erst am Dienstag, wobei es auch irgendwo ok war, denn hier waren mit uns 2 große Schulen mit je an die 1000 Schüler betroffen, dass da mal ein Amt in die Knie geht..., aber der Kindergarten stand mit dem Amt in Verbindung, gab Infos weiter und die Seiten vom Landkreis und vom RKI gaben schon gute Infos.

Dann galt bei uns die Quarantäne ab Exposition, das war sofort klar, Gesundheitsamt und Kindergarten organisierten die Testungen, die Kinder konnten im Kindergarten-Garten in vertrauter Umgebung getestet werden, Erzieher standen in großem Abstand dabei und hielten "im Geist Händchen". Auch an der Teststrecke des Landkreises die wir für den 2. Test nutzen waren tolle Kräfte, extra "Kindersprechstunde" mit auf Kinder geschultes Personal ...

Auch das Schreiben vom Gesundheitsamt war moderat, es wurde sogar daraf hingewiesen dass man Schutzmaßnahmen und "Isolierung" vom geistigen und emotionalen Entwicklungsstand des Kindes abhängig machen soll.

Alles in allem fanden wir es ok, außer dass das offizielle Schreiben etwas auf sich warten lies ... aber wie gesagt, die telefonischen Infos waren ja da und eigentlich auch ausreichend.

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Bis heute befinden wir uns in einer Situation, in der Sie ruhig bleiben und sich unter Kontrolle halten müssen, bis es vorbei ist
Sammeln Sie Ihre Gedanken und gemeinsam werden wir in der Lage sein, diese Krankheit zu überwinden.
Glück und Reibung an alle!

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Oh man, der nächste Lockdown und das kurz vor Weihnachten, aber andrerseits hätte ich mein Kind eh nicht mehr in die Kindergarten gelassen, weil dort ein Kind positiv getestet wurde.