Impfen lassen trotz Stillen?

Ich habe überraschend die Gelegenheit, mich gegen Corona impfen zu lassen. (Arbeite in der Verwaltung eines Krankenhauses.) Allerdings stille ich noch. Mein Baby ist fast ein Jahr alt.

Ich wollte mich auf jeden Fall gegen Corona impfen lassen, dachte aber natürlich, das dauert noch mindestens ein halbes Jahr.

Was würdest ihr tun?

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"Wie versprochen weitere Informationen zur COVID Impfung in der Stillzeit. ABM (Academy of Breastfeeding Medicin) hat folgende Erklärung zum Theme rausgegeben: https://www.bfmed.org/abm-statement-considerations-for-covid-19-vaccination-in-lactation?fbclid=IwAR00k739051JA7pkch97n2hIBkbeQb_YkZ_ci9BljGKHZY8dTdd7UTwuXSk

Hier die Übersetzung des Dokumentes:
ABM-ERKLÄRUNG
Überlegungen zur COVID-19-Impfung in der Stillzeit
14. Dezember 2020 - Mehrere Länder haben kürzlich eine Notfallzulassung (EUA) für den mRNA-COVID-19-Impfstoff von Pfizer/BioNtech erteilt. Ein zweiter mRNA-COVID-Impfstoff, der von Moderna hergestellt wird, wird in den kommenden Wochen geprüft werden. Da diese beiden Impfstoffe ähnlich sind, können die Informationen in diesem Dokument auf beide Impfstoffe angewendet werden.

Obwohl es derzeit keine klinischen Daten zur Verwendung von COVID-19 mRNA-Impfstoffen in der Stillzeit gibt, hat die US-amerikanische Food and Drug Administration EUA die Möglichkeit offen gelassen, den Impfstoff sowohl an schwangere als auch an stillende Personen zu verabreichen.

Viele stillende Personen gehören zu den Personengruppen, die vorrangig geimpft werden sollten, wie z. B. medizinisches Personal in vorderster Linie. Die Academy of Breastfeeding Medicine empfiehlt nicht, dass Personen, die gegen COVID-19 geimpft sind, mit dem Stillen aufhören sollten. Personen, die stillen, sollten die Risiken und Vorteile der Impfung mit ihrem Arzt besprechen, und zwar im Zusammenhang mit ihrem Risiko, sich mit COVID-19 zu infizieren und eine schwere Krankheit zu entwickeln. Gesundheitsdienstleister sollten die Vorteile des Impfstoffs zur Verhinderung von COVID-19 und seiner Komplikationen, die Risiken für Mutter und Kind bei einer Beendigung des Stillens und die biologische Plausibilität der Risiken und Vorteile des Impfstoffs für das gestillte Kind im Rahmen einer gemeinsamen Entscheidungsfindung besprechen.

Diese Gespräche sind eine Herausforderung, da die Impfstoffstudie von Pfizer/BioNtech stillende Personen ausgeschlossen hat. Folglich gibt es keine klinischen Daten zur Sicherheit dieses Impfstoffs bei stillenden Müttern. Es gibt jedoch wenig biologische Plausibilität, dass der Impfstoff Schaden anrichtet, und Antikörper gegen SARS-CoV-2 in der Milch könnten das stillende Kind schützen.

Der Impfstoff besteht aus Lipid-Nanopartikeln, die mRNA für das SARS-CoV-2-Spike-Protein enthalten; die mRNA-Sequenz kodiert nur dieses Protein. Diese Partikel werden in den Muskel injiziert, wo die Nanopartikel von den Muskelzellen aufgenommen werden. Diese Muskelzellen transkribieren dann die mRNA, um Spike-Protein zu produzieren. Das von der Zelle produzierte Spike-Protein stimuliert eine Immunreaktion, die das Individuum vor einer COVID-19-Erkrankung schützt.

Während der Stillzeit ist es unwahrscheinlich, dass das Impfstoff-Lipid in den Blutkreislauf gelangt und das Brustgewebe erreicht. Falls doch, ist es noch unwahrscheinlicher, dass entweder das intakte Nanopartikel oder die mRNA in die Milch übergehen. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass mRNA in der Milch vorhanden ist, würde man erwarten, dass sie vom Kind verdaut wird und wahrscheinlich keine biologischen Auswirkungen hat.

Während das Risiko für das Kind wenig plausibel ist, gibt es einen biologisch plausiblen Nutzen. Durch den Impfstoff stimulierte Antikörper und T-Zellen können passiv in die Milch übergehen. Nach Impfungen gegen andere Viren sind IgA-Antikörper innerhalb von 5 bis 7 Tagen in der Milch nachweisbar. Die in die Milch übertragenen Antikörper könnten daher den Säugling vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen.

Obwohl die Biologie beruhigend ist, müssen wir für endgültige Informationen die Daten über die Ergebnisse abwarten, sobald der Impfstoff bei stillenden Personen und deren Kindern eingesetzt wird.

Laut dem CDC Advisory Committee on Immunization Practices haben Impfstoffe während der Stillzeit, mit Ausnahme von Pocken und Gelbfieber, keinen Einfluss auf die Sicherheit des Stillens für die Mutter oder ihr Kind.

Das ABM fordert die Impfstoffhersteller auf, Daten für stillende Personen und deren Kinder in die regelmäßigen Sicherheitsberichte aufzunehmen. Darüber hinaus empfehlen wir dringend, dass zukünftige Forschungsstudien routinemäßig schwangere und stillende Teilnehmerinnen einschließen. Wir müssen schwangere und stillende Menschen durch die Forschung schützen, nicht vor der Forschung.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Aus "Die Stillecke 2.0" ( Facebook)

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Ich glaube, das solltest Du mit einem Arzt besprechen. Hier dürfte es noch nicht viel Erfahrungswerte geben.
LG Moni

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Es wird aktuell empfohlen, dass Schwangere und Stillende erstmal nicht geimpft werden. Ich würde abwarten..extra deswegen abstillen definitiv nicht.

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Ich bin sehr pro Impfung, in deinem Fall würde ich es aber definitiv (noch) nicht machen.

Für die Impfung extra abstillen würde ich nur wenn ich es sowieso in näherer Zukunft vorgehabt hätte.

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Ich hatte es so verstanden das Kinder, Schwangere und Stillende nicht geimpft werden dürfen 🤔. Also nein, ich würde warten und auch nicht dafür extra abstillen.

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Man darf, aber es wird nicht empfohlen.

Meiner Meinung nach allerdings, weil wie allen bei allen Dingen, die (natürlich) nicht an Säuglingen und Stillenden getestet werden: es gibt keine Erfahrungswerte.

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Ich würde es wie bei jeder anderen Impfung auch halten:
Impfen und weiterstillen. Mit Glück gibst du Antikörper sogar noch an dein Baby weiter

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Also ich würde mich nicht impfen lassen und weiter stillen. Das Risiko für mein Baby wäre mir da zu hoch, da es ja explizit nicht empfohlen wird. Wie lange wolltest du denn eigentlich noch stillen? Falls du eh vor hattest abzustillen, könntest du das ja tun. Falls nicht würde ich vermutlich mit der Impfung noch eine Weile warten. Du hast doch sicherlich auch im Frühjahr /Sommer oder wann du eben abgestillt hast die Möglichkeit dazu.

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Die Frage stelle ich mir auch, da Kind Nr. 2 im März ET hat. Bis ich irgendwann mit dem Impfen an der Reihe bin, gibt es aber hoffentlich schon Erfahrungswerte. Ich sage nicht "tue es" aber falls ja, wirst du eine von denen sein, die zu diesen Erfahrungswerten beiträgt. Ist jetzt nicht so fies gemeint, wie es klingt. Ich bin einfach froh, dass sich mir die Entscheidung noch nicht stellt :)
Generell würde ich persönlich vermutlich eher mit dem Impfen warten, als frühzeitig abzustillen, da ich in der Elternzeit sowieso kaum Kontakt zu anderen habe. Da ich aber keine 12 Monate stillen werde, ist es ein überschaubarer Zeitraum.

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Ich werde vermutlich bald in eine ähnliche Situation kommen und würde mich impfen lassen.
Das Risiko zu erkranken, wäre bei meiner täglichen Arbeit (Praxis) einfach vorhanden.

Aber ich möchte nicht deswegen abstillen.
Ich würde 48 Stunden lang abpumpen und die Milch verwerfen.

Habe dazu internationale Berichte gelesen & für mich persönlich so entschieden.

In Deutschland wird übrigens einem nicht die Wahl gelassen - Stillende werden ausgeschlossen. Intern wird rumort, dass man das Stillen verschweigen soll. Halte ich aber auch für Schwachsinn.

Ich denke, dass es nicht empfohlen wird, da keine Testungen an Stillenden Müttern vorgenommen wird grundsätzlich. Das ist bei vielen anderen Dingen ja ebenfalls so. Wir können aber nicht eine ganze Generation von Babies & Müttern vor die Wahl stellen sich nicht schützen zu können oder per se nicht gestillt zu werden.

Hoffe da inständig bald auf ein Statement der deutschen Still- Gesellschaften und Frauenärztenverbände.