Arbeitgeber informieren - früher wegen Corona?

Hallo!

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich erst in Woche 11 meinen Arbeitgeber informiert. Ich arbeite nicht in einem Beruf, wo eine Schwangerschaft „relevant“ ist.
Nun bin ich erst in Woche 6, frage mich aber, ob ich meinen Arbeitgeber aufgrund der aktuellen Situation früher informieren sollte? Ich hatte leider schonmal eine FG in Woche 8 und hätte irgendwie nicht „Lust“ gehabt, dann meine Chefin aufzuklären...
Ein BV aufgrund von Corona gibt es ja auch nicht...

Wie seht ihr das?

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Hi,
schwierig zu sagen. Hängt für mich von den Arbeitsbedingungen ab. Persönlich hätte ich es noch nicht gesagt. Ich kann mir aber auch selber aussuchen, wann und ob ich aus dem Büro aus arbeite und Kollegen- und Kundenkontakte sind minimiert. Wenn du in einem Umfeld arbeitest, wo du dich auch ohne der Mitwirkung des AG gut schützten kannst, würde ich es abwarten.

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Hey, ich bin auch in der 6. SSW und habe es heute, da ich wieder krankgeschrieben worden bin, meiner Chefin erzählt. Sie hat es durch die AU-Bescheinigung bereits geahnt und findet es gut, da sie sich nun auf öftere Ausfälle und auch auf die Zukunft einstellen kann. Selbst, wenn etwas schief geht, dann weiß sie wenigstens Bescheid und auch was los ist. Die anderen Kollegen (meine Vertretung weiß es auch schon) werde ich später informieren.

Wegen Corona mach ich mich nicht so verrückt, aber bei uns gibt es bald einen großen Umbau und wir sollen zusammen in ein Büro. Es soll wohl auch ziemlich staubig und laut werden. Weiterhin muss viel geschleppt und gemacht werden. So kann ich beim Gefahrenbeurteilungs-Gespräch auch nochmal das Thema Homeoffice ansprechen und fühle mich einfach auf der sicheren Seite.

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Was heißt denn eine Schwangerschaft in deinem Beruf ist relevant aber endet nicht im BV?

Generell ist corona ja kein Grund für Sonderregelung wenn man schwanger ist. Wenn du allerdings deinen Job aufgrund der Schwangerschaft so nicht weiter ausüben kannst z.b als Pflegepersonal, solltest du so früh es geht bescheid geben.

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Ich schrieb „NICHT in einem Beruf, wo eine Ss „relevant“ ist“ 🙂 sorry wenn es missverständlich war.

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Mein AG (das Land Niedersachsen) formuliert in unseren Amtsverfügungen usw immer „besonders gefährdete Personen und Schwangere“ - daher sieht er uns wohl schon irgendwie als besonders gefährdet. Hatte dazu auch gelesen, es gibt halt noch keine Erkenntnisse, wie und ob sich Corona auf ein Ungeborenes auswirken kann.

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Das ist wirklich eine schwierige Entscheidung. Ich persönlich würde es vom Verhältnis zum Chef und den Arbeitsbedingungen abhängig machen.

Ich selber habe kurz vor dem ersten Lockdown im Frühjahr positiv getestet.
Als dann der Lockdown kam hat mein Arbeitgeber entsprechende Maßnahmen ergriffen und dafür eine Besprechung angesetzt. In diesem Zuge habe ich ihn über meine Schwangerschaft informiert, in der Hoffnung, dass er darauf Rücksicht nimmt und mich mehr schützt. Zu diesem Zeitpunkt war ich erst in der 6.SSW und die Schwangerschaft war auch noch nicht durch den Frauenarzt bestätigt (der Termin war erst einige Tage später). Ich bin aber sehr froh, es so gemacht zu haben. Ich durfte die ganze Schwangerschaft über im HomeOffice bleiben. Die anderen Kollegen mussten in Wechselschicht ins Büro.

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Wäre für mich kein Grund anders zu handeln als sonst, es sei denn du hast viel Kundenkontakt oder ähnliches.

Sonderregelung gibt es nicht und homeoffice ist aktuell eh umzusetzen wo es möglich ist. Viel mehr kannst du eh nicht machen, leider

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Da sehe ich keinen Vorteil, und würde das lassen. Ich hatte auch schon Fehlgeburten, und nach der ersten hat es etwas gedauert bis ich wieder schwanger wurde. Ich war heilfroh das niemand auf der Arbeit von der Fehlgeburt wusste- dann wäre ich dauernd beäugt worden ob ich nun endlich wieder schwanger bin..#zitter..

Achte eben ein bisschen mehr auf Hygiene, lüften usw. Ich würde mir in dem Stadium keine großen Sorgen machen wegen Corona.