Meinungsverschiedenheiten Streitpunkt Corona in Familie?

Hallo, wie geht ihr mit extremen Meinungsverschiedenheiten Streitpunkt Corona um? Jeder hat ja so seine Ansichten und das ist auch okay. Was wenn aber die Familie darunter leidet. In meinem Fall hat sich ein nahestendes Familienmitglied extrem verändert. Sie streitet nur noch, ist aggro und plaudert Verschwörungstheorien herum. Ich wollte lange nichts sagen, doch es belastet mich sehr und auch mein Kind leidet unter der angespannten Stimmung. Mich macht das so fertig. Bin eigentlich ein toleranter friedliebender Mensch aber das wird langsam zu viel des Guten, zumal wir mit ebendieser Person in einem Haushalt leben. Habt ihr auch so Fälle, wo sich Leute in Familie oder FreundesKreis so schlimm verändert haben und nur noch stur durchs Leben laufen? Also egal in welche Richtung. Wie geht ihr damit um? Dem Thema ganz aus dem Weg gehen? Ich weiß nicht mehr weiter. Bin sehr traurig!

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Ich gehöre zu denen, die die Maßnahmen eher kritisch sehen. In der Familie und im Freundeskreis sind alle Meinungen und Branchen vertreten. Das finde ich bereichernd. Es gibt gelegentlich Diskussionen, bei denen aber andere Sichtweisen respektiert werden und es können auch Späße drüber gemacht werden. Darüber bin ich froh, da mir auch Fälle bekannt sind, wo sich Familien über die Thematik zerstritten haben. Ich hatte nur einmal eine böse Konfrontation, bei der ich einen Kommentar dazu gegeben habe, dass ich gegen Zwangsimpfungen des Pflegepersonals bin und Bedenken bei Schwangeren bezüglich der neuen Impfung hätte. Darauf wurde mir von einer ehemaliges sehr guten Schulfreundin sehr beleidigend und persönlich geantwortet. Das hat mich sehr verletzt und einige Nächte für Schlafstörungen gesorgt. Wenn ich mir vorstelle, dass man täglich im Haushalt auf respektlose Weise konfrontiert wird, das stelle ich mir furchtbar vor. Generell macht mir die Spaltung der Gesellschaft derzeit große Sorgen.

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Puuuuh, schwierig, wenn man in einem Haushalt lebt. Ich habe auch schon Freunde verloren und mich von guten Bekannten komplett distanziert (distanzieren müssen), die entweder in die eine oder andere Richtung total extrem wurden in ihren Ansichten und die jeden beschimpften, der nicht ihrer Meinung war. Sowas mache ich eine Weile mit aber dann ist Schluss - rigoros.
Ist es Dein Mann oder Großeltern im eigenen Haushalt? Aber egal wer, ich würde wohl sehr deutlich sagen, dass ich mir von KEINEM das Leben versauen lasse und Derjenige von mir ab sofort zu diesem Thema keine Antwort mehr bekommt. Zudem erwarte ich von jedem Haushaltsmitglied, dass auch meine Meinung respektiert wird, fertig aus. Du kommst um klare Worte nicht herum, auch wenn Derjenige erstmal schmollt.
LG Moni

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Im Bekanntenkreis haben sich auch viele in extreme Richtungen entwickelt. Das ist schade, aber natürlich nicht so schmerzhaft wie bei einer so nahestehenden Person. Zum Glück ist es nicht mein Mann, der steht dem ganz vernünftig gegenüber. Es ist leider meine Mutter, die ich eigentlich sehr schätze.

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Nicht ein Haushalt aber die Schwester meines Mannes (und noch schlimmer ihr Mann sind so)
Haben den bullshit auch der Tante und lungenkranken Oma eingeredet

Erst war stand: die dürfen das thema nicht ansprechen, zzt: kein Kontakt.

Sowohl ich als auch meine Eltern sind Risikopatienten - da kann ich keine leute gebrauchen die nicht an corona „glauben“ und jeden Tag wen anders treffen.

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Das glaub ich dir aufs Wort. Als Risikopatient sollten wir das nie auf die leichte Schulter nehmen.

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In einem Haushalt = dein Mann? Oder jemanden, den ihr pflegt? Die Beziehung in der ihr zueinander steht ist ja irgendwie schon relevant.

Zu mir/uns: Ja, wir haben auch eine Person, die so tickt. Ganz, ganz fürchterlich. Es handelt sich um meine Mutter, ich habe das letzte Jahr deswegen sehr viel geweint.
Querdenker zu sein heißt ja nicht nur schwerdenker in Bezug auf Corona zu sein, sondern das wirkt sich ja auf alle Bereiche des Leben aus.
Das für eine Grütze da in allen Bereichen des Lebens wiedergegeben wird...möchte ich hier gar nicht wiedergeben. Mein Vater akzeptiert diese Aussagen einfach.

Einen Tipp kann ich dir nicht sagen, es bricht mir seit einem Jahr das Herz. Nach Monaten des kontaktabbruchs haben wir insofern Kontakt, als dass mein Vater unseren Sohn manchmal aus dem Kindergarten holt und nachher meinem Mann wieder überreicht.
Ob das die richtige Entscheidung ist? Vermutlich nicht. Aber was ist schon richtig?

Meinem Kind (das so klein ist, dass es die Inhalte eh nicht versteht) den Kontakt zu den geliebten Großeltern verbieten?
Den Kontakt komplett abbrechen und damit riskieren dass meine Mutter sich komplett in ihren Facebook- und Telegrammgruppen verliert und sich immer mehr radikalisiert, ohne Gegenworte zu bekommen?
Den Kontakt halten, obwohl mich das unendlich belastet?
Den Kontakt abbrechen, was mich ebenfalls belastet?

Ich weiß es nicht, aber ich verstehe dich. Es ist herzzerreißend und ich leide seit über einem Jahr. Ich schicke dir eine virtuelle Umarmung.

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Dann dürfen wir uns jetzt virtuell die Hand reichen 😉 bei mir ist es auch meine Mutter. Zum Glück hat sie kein FB... Gott bewahre! 😂 Ich weiß genau wie du dich fühlst. Mir tut das auch so weh, weil dieser Mensch plötzlich so fremd geworden ist. Früher haben wir uns gut verstanden. Ich hoffe jeden Tag, dass sich die Situation wieder beruhigt und sie wieder die Alte wird. Eigentlich will ich den Kontakt nicht abbrechen, aber ich habe mich schon mehr zurückgezogen. Wir leben aber im selben Haus und kümmern uns um meinen Papa, der ja auch Risikopatient ist. Das macht es nicht leichter. Mein Kind ist erst 1 Jahr und versteht das Ganze noch nicht, aber er liebt seine Großeltern und ich möchte nicht, dass sie so vor ihm redet oder rumschimpft. Habe ihr auch schon "drohen" müssen, wenn sie so weiter macht, dass wir ihr den Enkel nicht mehr sehen lassen.. was aber gar nicht einfach ist. Und der Opa will ihn ja auch sehen.
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass sich alles wieder zum Guten wendet.

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Dann dürfen wir uns jetzt virtuell die Hand reichen 😉 bei mir ist es auch meine Mutter. Zum Glück hat sie kein FB... Gott bewahre! 😂 Ich weiß genau wie du dich fühlst. Mir tut das auch so weh, weil dieser Mensch plötzlich so fremd geworden ist. Früher haben wir uns gut verstanden. Ich hoffe jeden Tag, dass sich die Situation wieder beruhigt und sie wieder die Alte wird. Eigentlich will ich den Kontakt nicht abbrechen, aber ich habe mich schon mehr zurückgezogen. Wir leben aber im selben Haus und kümmern uns um meinen Papa, der ja auch Risikopatient ist. Das macht es nicht leichter. Mein Kind ist erst 1 Jahr und versteht das Ganze noch nicht, aber er liebt seine Großeltern und ich möchte nicht, dass sie so vor ihm redet oder rumschimpft. Habe ihr auch schon "drohen" müssen, wenn sie so weiter macht, dass wir ihr den Enkel nicht mehr sehen lassen.. was aber gar nicht einfach ist. Und der Opa will ihn ja auch sehen.
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass sich alles wieder zum Guten wendet.

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Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen.
Sie sind Coronaleugner und absolut resistent. Obwohl wir sie mehrfach aufgefordert haben, es sein zu lassen, haben sie uns ständig irgendwelche fragwürdigen Artikel geschickt, auf uns eingeredet und so weiter.
Ich bedauer es, aber ich bereue es nicht. Ich würde es immer wieder so machen.

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Das letzte Mal, als ich hier so etwas gefragt habe, wurde ich gesperrt. 😏

Aber ja, wir haben hier auch QAnon Anhänger im Freundeskreis. Die sind mittlerweile so weit, dass sie andere Meinungen nicht mehr akzeptieren. Und im Tonfall sehr aggressiv auftreten. Sehr schade, da es sich bei dem einen sogar um den Patenonkel unserer Tochter handelt. Aber man kann es halt nicht ändern.
Ich höre mir vieles an und bin auch für Meinungsverschiedenenheiten. Diese regen Diskussionen oft an und führen zu interessanten Gesprächen, aber das ist mittlerweile so heftig, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, zu diskutieren.

Es werden leider auch immer mehr. Ich habe hier durchaus ein bisschen Angst davor, wer sich noch alles hat anstecken lassen. Aktuell hat man ja nicht so viele enge Kontakte. Da können einige ihre "Gesinnung" bestimmt noch verstecken.

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Da hilft nur ganz klares entschlossenes Auftreten. Ich bin bei meiner Familie und Freunden als durchaus kritisch bekannt und kann auch herumfrusten #schwitz - aber gewisse Dummschwätzerparolen haben bei mir keinerlei Chance - klappt ganz gut.
LG

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Dummschwätzerparolen wären ja nur halb so schlimm. Leider beobachte ich hier bei einigen den absoluten Realitätsverlust samt dem an die Wandfahren von allem, was sie sich im den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben.

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Normal schätze ich Meinungsverschiedenheiten, da in einer konstruktiven Diskussion interessante Blickwinkel und Argumente auftreten können.

Wenn es aber nur in Streiterei endet, umgehe ich das Thema mittlerweile konsequent: "Gertrude, du weißt wir sind unterschiedlicher Meinungen, also lassen wir das Thema."

Dann will ich aber auch wirklich nichts hören - wer stichelt, weiter diskutiert, zu bekehren versucht, fragwürdige Videos herum schickt - da minimiere ich den Kontakt. Hat bisher aber niemand gemacht.

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Und was machst du wenn Gertrude dich heulend flehend anruft, weil sie gelesen hat, dass dein Berufsstand jetzt geimpft wird und sie -ernsthaft!!!- nun Todesangst um dich hat, weil du jetzt mit Multiorganversagen, Epilepsie und Demenz eigentlich nur noch dein Testamend schreiben kannst? Weil du mit deiner Impfzusage dich ja freiwillig der "Merkeldiktatur" und "Der pharmaindustrie" und Bill Gates, der alle zwangschippen will, auslieferst?

Coronaleugner sind ja nicht einfach anderer Meinung. Die leugnen ja nicht nur die Gefährlichkeit der Pandemie und machen Merkel und Spahn als deutsche Politiker für eine weltweite Pandemie verantwortlich, sondern die sind ja wirklich überzeugt davon, dass jetzt das Bankensystem zusammenstürzt/alle Menschen getötet werden/eine Dikatur errichtet wird oder sonst was. Diese Menschen sind wirklich paranoid.
Das ist ein Verfolgungswahn für die man vor einem Jahr vermutlich, hoffentlich, in der Psychatrie gelandet wäre.

Das ist keine Ignoranz wie "Klimawandel ist ja gar nicht schlimm, darauf erstmal ein Steak" (was ja schon doof genug ist) sondern das sind wirklich Menschen, die wirklich Todesangst haben (nur nicht vor Corona selbst) und ganz tief in etwas hineingeschlitteet sind, was in jedem Bereich ihres Lebens präsent ist und somit sie sich ihr eigenes Leben ruinieren. Aber nicht nur ihr eigenes, sondern in der Sekunde, wo sie ihren Angehörigen in Pflegeheimen ausreden, sich impfen zu lassen (weil 90 jährige da teilweise gar nicht mehr in der Lage sind, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen) auch das Leben ihrer Angehörigen und sämtlicher Personen, die mit diesen Kontakt haben, gefährden. Und durch Impfverweigerung und Missachten von Kontaktbeschränkungen auch für die normalen Menschen den lockdown ewig in die Länge ziehen.

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Dann würde ich antworten, dass ich mein Leben gerne in süßer Ungewissheit ob der drohenden Vernichtung leben möchte.

Ich weiß sehr genau, was ich tue und wie ich lebe. Ratschläge dieser Art möchte ich nicht.

Wenn sie das nicht akzeptiert - auflegen bzw weggehen. Da diskutiere ich nicht weiter.

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Meine Oma plappert viel Blödsinn aber die schaut auch immer Visite und das ist dann das non plus ultra und auf jeweilige Situation das patentrezept 😂😂😂 wir sind direkte Nachbarn.

Ansonsten leider mein Bruder. Der geht von einem extrem ins nächste und oft kann ich nur den Kopf schütteln. Viel Kontakt haben wir aber nicht weil er weit weg wohnt und auch nicht oft zu Besuch ist.

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Ich habe auch das Gefühl. Die Generation 60+ schaut ARD, ZDF und was die Visite sagt wird schon stimmen.
Die U40 hat gewisse Medienkompetenzen um nicht auf jeden Schmarrn in der Facebookgruppe reinzufallen. Die "schutzlosen Opfer" die tief in diesen Verschwörungwahn reingestrudelt sind, sind bei mir im Umfeld zwischen 40 und 60 und haben irgendwie den Social Media Absprung nicht geschafft/wurden durch fragwürdige facebookgruppen in irgendwelche Telegramgruppen gezogen und hängen ja jetzt tief in der (dunkelbraunen) scheiße drin.

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"Die Generation 60+ schaut ARD, ZDF und was die Visite sagt wird schon stimmen."

Na na na, bitte keine Allgemeinplätze 😎 Weder ich noch meine mir auf die Schnelle einfallenden Freunde im ähnlichen Alter sind so. Im Gegenteil, diejenigen, die bei mir chronisches Augenrollen verursachten, sind durchweg jünger, d.h. U 40!
Es kommt schon sehr auf den einzelnen Menschen an, wie er lebt (oder gelebt hat bei Älteren) ob er differenzieren kann - oder will. Wer natürlich lebenslang nur ARD guckte.....okay ;-)
Ich habe nie alles kritiklos hingenommen, was publiziert wird, renne aber auch nicht jeder Schnapsidee hinterher. In den letzten Monaten habe ich mir zwei drei Fachleute ausgeguckt, die ich für besonnen und kompetent halte, da schau ich hin und wieder nach, was sie meinen - und das reicht. Blinde Fanatiker mochte ich noch nie, weder in die eine noch in die andere Richtung.
LG Moni

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Hallo,
wir haben in der engen Familie auch so einen Fall. Eine Zeitlang hieß es „ist doch nur ne Grippe“ und steigerte sich dann auch bis zur mehrfach wöchentlichen Zusendung von „Beweisen“ und irgendwelchen Schwurblertheorien von Youtube #klatsch#rofl.
Ich fand es ganz furchtbar, da der Betreffende durchaus über ein Bildungsniveau verfügt, bei dem man das gar nicht vermuten würde. Wir sind bei jedem Telefonat aneinandergeraten, bis wir beschlossen haben, das Thema auszuklammern.
Ich habe mitgeteilt, daß ich konsequent den Erkenntnissen der anerkannten Wissenschaft folge. Und in der Wissenschaft gibt es halt Raum für Erkenntnisse und Beweise, und nicht so sehr für Meinungen.
Seitdem ist Ruhe, zum Glück.