Wird in euren Schulen getestet?

Hallo,

nächste Woche fängt der Unterricht "ganz normal" in unserer Grundschule wieder an.
Eigentlich habe ich es in den Medien so verstanden, dass IN der Schule Schnelltests mit allen Kindern gemacht werden.
Nun bekamen wir Eltern eine Mail, wir könnten freiwillig mit unseren Kindern einmal die Woche ins Testzentrum gehen. Was soll denn das? Meine Familie nimmt die Maßnahmen sehr ernst, meine Tochter trifft sich seit Wochen nur mit ihrer Cousine zum spielen, weil meine Schwester es ähnlich sieht. Wir halten uns an die AHA Regeln um mitzuwirken, dass die Zahlen runter gehen und wir IRGENDWANN wieder mal Normalzustand haben.
Ich kenne einige aus der Elternschaft, die das nicht so machen. Da wird Corona nicht ernst genommen. Gegen die will ich nicht hetzen, ist ja ihre Sache, aber die gehen natürlich auch nicht zum Testen. Was soll denn das dann überhaupt bringen?

Wie läufts denn bei euch mit dem Schulstart ab? Macht es Sinn, den Rektor direkt nochmal darauf anzusprechen?

Viele Grüße
Jenny

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Ich seh das Ganze als blinden Aktionismus, frei nach dem Motto "es wird ja was getan".

Gesunde Menschen auf etwas testen darf keine Pflicht sein.

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Danke🙏🏻 Seh ich genauso.

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Wenn alle so gesund wären, gäbe es das Problem doch gar nicht.

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" ist ja ihre Sache, aber die gehen natürlich auch nicht zum Testen. Was soll denn das dann überhaupt bringen? "

Um die dann Angesteckten herauszufiltern.
Gehen alle wieder zur Schule, kommen sie ja irgendwie zusammen.

Also gibt es sozusagen Stichproben durch die, die sich freiwillig testen lassen. Ist dann jemand dabei, wird u.U. die Klasse in Quarantäne gesetzt (je nach Landkreis).
Ihr haltet euch an alle Regeln. Sobald die Kinder wieder in einer Klasse zusammen sind und andere sich nicht daran halten, mischt es sich ja.
Lasst ihr euch freiwillig testen, dann könnt ihr für euch erfahren, ob ihr euch angesteckt habt. Auch symptomlos.

Damit könnt ihr die Kette unterbrechen.
Oder das Gesundheitsamt greift mit Quarantänen durch.

Ob es was bringt, wird sich zeigen.

Bei uns gibt es erste Modellversuche, die noch nicht reif sind.
Es gilt das Motto: nichts tun wäre doof. Ausprobieren gibt keine Sicherheit.
Es ist kein Meister vom Himmel gefallen. Also wird ausprobiert. Funktioniert es, wird es ausgebaut. Funktioniert es nicht, wird was anderes probiert.

Vorher anzweifeln, führt zu Starre und nichts tun.
Die Schule kommuniziert klar, dass es nicht ausgereift ist. Aber eben auch, dass es eine Chance ist. NIchts probieren führt zu feststecken in der Situation.
Ausprobieren ist ein Versuch.

Auch Lehrer und Schulleiter lernen dazu. Neue Situation, neue Wege.

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Und wieso spricht so ein Herr Lauterbach z.B. davon, dass Lehrer den Schulkindern beibringen können, wie sie sich testen und es dann in der Schule gemacht wird?
Wieso müssen die, die sich an die Regeln halten und damit sowieso schon in der Krise gebeutelt sind auch noch anstecken lassen um herauszufinden, dass jemand in der Klasse Corona hat?
Und über die Frage, wie ich meine 9 jährige Tochter motiviere, sich jede Woche das Teil in den Rachen stecken zu lassen, wenn andere aus der Klasse sie dafür vielleicht auslachen haben wir auch noch nicht geschrieben :-[

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"Wieso müssen die, die sich an die Regeln halten und damit sowieso schon in der Krise gebeutelt sind auch noch anstecken lassen um herauszufinden, dass jemand in der Klasse Corona hat?
Und über die Frage, wie ich meine 9 jährige Tochter motiviere, sich jede Woche das Teil in den Rachen stecken zu lassen, wenn andere aus der Klasse sie dafür vielleicht auslachen haben wir auch noch nicht geschrieben "

Das hinterfrage ich schon gar nicht mehr.
In meiner Kindheit war es nicht Corona. Da waren es andere Themen.
Vor Corona waren es Scharlach und andere Infektionskrankheiten.

Scharf drauf bin ich auch nicht.
Daher tue ich das, was mir möglich ist. Für andere kann ich nicht entscheiden, will und darf ich auch nicht.

Gibt es Regeln für alle, wird gestänkert, dass es gegen die Freiheit einzelner geht.
Ist es freiwillig, wird gestänkert, weil es blöd für die Freiwilligen ist.
Gibt es keine Regeln, wird gestänkert, weil zu wenig getan wird.

Die Schule meines Kindes sagt klar, dass sie nicht wissen, ob es funktioniert. Damit gibt es schon mal keine falschen Versprechungen.
Wohl aber informieren sich Lehrer und Schulleitung, wie die Schule die von weiter oben vorgegebenen Dinge am sinnvoll-möglichsten umsetzen kann.

Die Schule versucht da wirklich den Spagat zwischen Eltern und Vorgaben von oben.

Meine Freizeit ging schon so manches mal drauf, weil andere meinten sich respektlos zu verhalten. Natürlich ist das doof. Andere Erziehen bin ich nicht zuständig. Meine eigenen Grenzen sage ich durchaus.

Dass ich mein Kind würde motivieren müssen, das zu tun, was andere blöd finden, wusste ich schon vor der Geburt. Das war schon in meiner Kindheit so. Da haben meine Eltern mir schon gute Wege gezeigt. Was ihnen selbst wichtig war, haben sie durchgesetzt. "Es wird immer andere geben, die es doof finden". Und "es geht niemanden was an, was du in deiner Freizeit tust. Sprich einfach nicht drüber. Wenn dich jemand fragt, weiche aus. Oder sage direkt, dass es deine Sache ist, was du in deiner Freizeit tust".

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Ich habe es nur von den Nachbarn gehört deren Kinder können, wenn sie das wollen sich zweimal die Woche selber in der Schule testen, wird bis jetzt noch nicht wirklich angenommen. Im Kiga sollen die Eltern ihre Kinder auch zweimal wöchentlich testen, gerade die kleineren Kinder sind da wohl nicht so wirklich kooperativ. Mein Sohn hatte jetzt eine Woche Innung( ähnlich Berufsschule) da wurde nichts getestet, er musste nur jeden früh unterschreiben das er sich nicht krank fühlt. Ach ja wir sind in Bayern.

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Hm, das kommt wohl auch auf die Lehrer drauf an. Bin mir sicher, die Lehrerin meiner Tochter würde das aktiv unterstützen und da würde es laufen. Aber das Angebot wird ja noch nicht mal von der Schule zur Verfügung gestellt. Nein, man muss in der Freizeit zum Testzentrum...

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Hier wird den Kindern wohl erklärt wie der Test gemacht werden muss, dann setzen alle die Masken ab und pulen sich mit dem Stäbchen in der Nase rum und dann wird getestet, es ist wohl noch nicht ganz klar was passiert wenn jetzt ein Test positiv ist, es ist nicht sicher ob dann die ganze Klasse zum Test bzw in Quarantäne muss oder nur das betroffene Kind/Lehrer. Ich bin sehr froh daß uns das nicht mehr wirklich betrifft, ich finde es schlimm das es da nicht einheitliche Richtlinien gibt und wieder jeder sein eigenes Süppchen kocht 😔

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Genau deshalb, weil man sich eben nicht auf alle Eltern verlassen kann, wird bei uns in Österreich alle zwei Tage in der Schule verpflichtet getestet. Bzw testen die kids sich mit dem "Nasenbohrer-Test" der ja kinderleicht zum Anwenden ist, unter Anleitung selbst.
Wer das nicht möchte, muss sein Kind im Homeschooling lassen.

Ich kenne durchaus Eltern, die diese Pflicht und dieser Zwang zum Testen stört. Ein paar wenige lassen die Kinder auch zu Hause.
Aber ich bin der Meinung, dass es nur so möglich ist, die Schule offen zu halten. 🤷🏼‍♀️

So lange es freiwillig ist, wird es immer welche geben, die sich nicht daran halten.

Meine Kinder (1. und 3. Klasse) finden das Testen übrigens gar nicht schlimm. Sie würden sich lieber täglich testen, als noch einmal geschlossene Schulen zu haben! 😉

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Das finde ich super so! Schade, dass es wohl nur in Österreich so gemacht wird!
Wenn alle Kinder in einer Reihe das machen, ist die Akzeptanz mit Sicherheit auch größer als bei uns :-(

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Ich finde es auch gut und bin froh, dass das so gemacht wird.

Ja, das stimmt. In den Klassen meiner Kinder sind immer alle da, es machen alle gemeinsam den Test und es ist für niemanden etwas dabei! 😉

Bis jetzt war bei uns an der Schule noch niemand positiv! 🙈 Ich hoffe, das bleibt so...

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Hallo,

meine Tochter, 16 Jahre alt, 11. Klasse Gymnasium BW, wurde diese Woche das erste mal in der Schule getestet.

Die Testung verläuft freiwillig, 1x die Woche. Aus ihrem LK wurde eine postiv getestet, sie wurde dann nochmals richtig getestet, positiv.

In Quarantäne muss niemand da alle Lehrer und Schüler den ganzen Tag Masken tragen.

lg
laus

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Könntest du in 10 Tage berichten, ob weiterhin alle negativ sind?? Würde mich echt interessieren!

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Hier in NRW läuft die Grundschule schon etwas länger wieder. Da denkt keiner daran die Kinder zu testen.
Das kann Schule auch gar nicht leisten.

Sei doch froh, das ihr euch jede Woche ein Update holen könnt.

Bei allen Coronabestimmungen die wir haben , wird man es niemals allen Recht machen können.

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Bei uns geht es ab Montag wieder mit Wechselunterricht los. Erst hieß es ohne Tests, gestern ging rum doch mit. Dafür mussten wir eine Einverständniserklärung ausfüllen. Der Test soll einmal die Woche sein. Ob aber tatsächlich genug Tests und Leute da sind, die die Tests überprüfen, weiß niemand. Nach Aussage einer Lehrerin sind die Aussagen vom Ministerium schwammig und wechselhaft.....

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In Berlin soll demnächst 2 mal die Woche getestet werden. Sollte das tatsächlich innerhalb der Schule in der Klasse unter “aller Augen” passieren, werden wir das ablehnen.
Warum?!
Hat ein Kind keine Rechte? Das ist ein Stigmata was es so schnell nicht mehr los wird sollte der Test positiv sein. Selbst wenn der pcr-Test am Ende (wie so häufig bei diesen Dingern) negativ ist, haben erst mal alle Kinder und deren Eltern erfahren, der kleine Maxi war positiv.
Das erinnert mich an die Läuse Tests (im klassenverband vor aller Augen) in meiner Schulzeit. Die Kinder mit Läusen wurden das “Gehänsel” auch nicht mehr so schnell los.

15000 Test wurden in den letzten 14 Tagen bei Grundschülern in einen Pilotprojekt durchgeführt. 7 waren positiv und nach dem pcr-test dieser 7 Kinder waren ALLE negativ. Und ich möchte nicht wissen wieviele wirklich positive sich in den Negativen versteckt haben...

Es wird immer über Datenschutz geredet etc. Und jedes MinI-Foto benötigt eine Einwilligung. Aber hier soll alles öffentlich stattfinden. Unter den Augen von 15 Klassenkameraden (die natürlich zu Hause alles weiter erzählen) und den Lehrern. Hinzu kommt, dass die test dermaßen fehlerbehaftet sind, dass es eigentlich ein Unding ist, hier eine falsche Sicherheit vorzugaukeln.

Außerdem habe ich schon wieder das Gefühl das den Kindern wieder der Schwarze Peter aufgedruckt wird.... wenn, dann sollten doch alle Menschen getestete werden... und nicht nur Kinder.

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"Außerdem habe ich schon wieder das Gefühl das den Kindern wieder der Schwarze Peter aufgedruckt wird.... wenn, dann sollten doch alle Menschen getestete werden... und nicht nur Kinder. "

Es geht ja nicht um das Alter der Personen, sondern darum, dass in der Schule viele Menschen zusammen kommen.
Lehrer könnten entsprechend auch getestet werden.

Bei Besuchen in Pflegeheimen werden bei uns alle Besucher getestet.
Bevor man bei uns ins Krankenhaus geht zum Termin, muss man zum Test.

Zur Schule gehen derzeit nur Schüler und Lehrer. Eltern dürfen bei uns nur das Gelände betreten, wenn sie etwas in den Briefkasten werfen. Sonst nicht. Und das auch nur außerhalb des Schulbetriebs.

Warum sollte man dann alle Menschen testen, wenn diese gar nicht zur Schule gehen?
Bei uns werden alle Menschen getestet, die in entsprechende Gebäude reinwollen.
Bei Schule ist es noch freiwiliig und im Probemodus, weil man noch nicht sicher ist, ob man das Kindern zumuten kann.
Zu Krankenhaus, Pflegeheim muss man schon seit Monaten testen. Oder man kommt halt nicht rein.

An der Schule steht Schulpflicht vs. Zumutbarkeit vs. was macht man denn nun?
Es wird also NICHT an den Kindern ausgelassen. Im Gegenteil. Bei den Kindern traut man sich noch nicht ran , ob verpflichtend oder nicht.

In Österreich gibt es wohl Teststraßen, wo man sich freiwillig testen lassen kann. Auch eine Möglichkeit.
Es gibt wohl auch Geschäfte, die man nur mit Schnelltest betreten darf. Erwachsene.

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Also ich spreche mal aus berliner Sicht. Hier gibt es riesige Firmen und Betriebe, Behörden (auch Bundesbehörden) wo mehr Menschen aufeinander treffen als in Schulen. Also warum nicht dort ? In einer Schule gehen hier im Schnitt 300-700 Schüler (wenn denn alle anwesend sind). In meiner Arbeit sind es 650 beschäftigte + Publikum welches ein und aus geht. Bei uns wird nichts getestet... obwohl wir definitiv mehr Personen Kontakte haben am Tag, als die Kinder in einer Woche.
Lehrer/innen können sich in Berlin aktuell impfen lassen. Das ist ja auch freiwillig. Und die Präsenz Pflicht ist ausgesetzt und es herrscht an Schulen komplette Masken Pflicht. D.h. Wenn ich mein Kind in die Schule gebe, dann bin ist mir bewusst, dass es immer ein Risiko geben wird. Und wenn dennoch die Oma zu Besuch kommen will, dann weis sie das auch... und ist erwachsen genug die Entscheidung uns das Risiko selbst zu treffen.

Ich habe kein Problem die Tests, sofern meine Kinder das wollen, zu Hause durchzuführen. Aber ich habe ein Problem damit ist öffentlich zu tun. Denn mal ehrlich, wieviele erwachsene würden das auf Arbeit vor ihrer gesamten Belegschaft tun wollen?

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Bei meiner Schule (in Bayern, Inzidenz zwischen 75-92) können seit 3Wochen einmal wöchentlich freiwillig Lehrer getestet werden (pcr-test).
Für Schüler (1.-9.Klasse) wird es bislang überhaupt nicht angeboten... bzw. das Testzentrum ist auch 20Autominuten entfernt.
Also sicher fühle ich mich nicht unbedingt...