Wer lässt sein Kind trotz home Office freiwillig zu Hause?

Hallo,

mich würde mal interessieren, bei wem beide Elternteile im home Office arbeiten und das Kind zu Hause lassen, obwohl sie es in die kita schicken dürften?

Ich meine damit diejenigen, die auch mit erheblich vielen Stunden arbeiten (also nicht nur 2 Tage die Woche, sondern sagen wir jeden Tag mindestens 6 Stunden).

In meinem Umkreis schickt jeder sein Kind in die kita , weil es zu Hause einfach nicht geht mit arbeit und Kind gleichzeitig (und ich würde es auch so machen).
Gibt es auch welche, die das Kind zu Hause lassen? Das Alter des Kindes würde mich auch interessieren.
Wenn ich mir vorstelle, zum Beispiel neben der Arbeit ein 13 Monate altes Kind zu haben - Puuh. Da kommt man ja nicht wirklich zu viel Arbeit? Insbesondere wenn man sich echt konzentrieren muss. Kriegt das jemand hin? Das Kind soll ja auch nicht vor dem Fernseher geparkt werden !

Liebe Grüße

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Hallo 🤗
Ich sag mal so... wenn man in Kauf nimmt, dass das Haus nach einer Besprechung nicht mehr steht, dann geht es vielleicht 🤷‍♀️🙈
Habe hier eine fast 3jährige und arbeite Vollzeit. Mein Mann kann nicht ins Homeoffice also wäre ich mit der Kleinen alleine und müsste zwischen 6 und 20 Uhr meine 8 Stunden machen. Kleine steht um kurz vor 6 auf und geht nicht vor 22 Uhr ins Bett. Mittagsschlaf macht sie zuhause nicht mehr. Wenn Papa um 18:30 nach Hause kommt könnte ich evtl. 1,5 Stunden ungestört arbeiten, vielleicht max. 1 Stunde am Stück wenn ich vorher Sachen für die Kleine vorbereite: Malecke, Puppen, Musik und Naschen. Mehr ist nicht drin.
Als die Kleine krank war, musste ich zuhause bleiben und mit ihr zusammen Homeoffice machen. Ich bin auf insgesamt 3,5 Stunden gekommen. Während eines zoom-Meetings hat die Kleine das Wasser im Bad eingelassen und Waschbeckenabfluss mit Stöpsel zu gemacht🤦‍♀️ als ich in Bad kam - weil ich schon böses geahnt habe - lief das Wasser über das Waschbecken 🙈 dabei hatte sie eigentlich alles zum Beschäftigen da und auch Fernseher 🙈 und ich hatte sie immer im Blick... daher für mich nicht möglich Vollzeit und Kind-Betreuung gleichzeitig.

Grüße 🙋‍♀️

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Oha ja so stelle ich mir das vor 🙈 aber wieso musstest du arbeiten , wenn das Kind krank war? Hast du nicht einen Kind-krank-Tag genommen? Oder möchtest du dir die aufsparen?

Liebe Grüße

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War leider zu kurzfristig und konnte die Termine und Vorbereitung nicht schnell verschieben 🙈 war zum Glück nur 1 Tag 😉

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Während des Lockdowns vor einem Jahr mussten wir das so machen. Da gab es keine Notbetreuung und dann nur für Systemrelevante und man durfte ja mit niemandem Kontakt haben.
Ich habe 25 Stunden gearbeitet, mein Mann 40. Unser Sohn war 18 Monate alt.
Wir konnten nur abwechselnd arbeiten, haben Urlaub und Überstunden verbraten.
Ja, es ging irgendwie. Aber entspannt ist anders. Wenn es nicht unbedingt sein muss, würden wir das auch nicht wieder machen.

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Och, das geht. Mein Sohn war 2,5 als ich wieder angefangen hab im Homeoffice zu arbeiten. KITA gab und gibt es bei uns nicht. Als physisch nicht vorhanden. Er ist damit aufgewachsen (ist jetzt 11) und konnte sich prima eine Weile alleine beschäftigen (malen, kneten, Lego, Planschbecken auf der Terrasse etc). Meine Tochter kennt das von Geburt an und spielt während ich arbeite meist irgendwas neben mir. Meetings lege ich so, dass mein Mann sie nehmen kann (auch Homeoffice), weil sie sonst wahnsinnig gerne mitquatschen möchte. Ich arbeite bei freier Zeiteinteilung und meist den gesamten Vormittag und dann nochmal Abends.

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Bei uns gab es einen riesen Ausbruch in der Krippe und Kita.
Ich lieg flach mit dem Mist und ich weiß dass alle Eltern froh sind nicht in Quarantäne zu müssen deren Kinder daheim geblieben sind.
Ich würde also genau abwägen ob es wirklich notwendig ist oder ob man es gewuppt bekommt daheim.
Es ist nicht lustig Corona zu haben :(

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Hallo,

Ich bin überrascht, dass die Frage überhaupt kommt.
Hier in Thüringen ist es so, dass wir keinen Anspruch auf Notbetreuung haben. Mein Mann arbeitet als normaler Arbeiter voll und ich hocke seit Mitte Dezember vollzeit im Homeoffice. Dazu ein 15 Jähriger seit Dezember im Homeschooling und eine 7 Jährige, 1. Klasse, durfte seit Dezember 2 Wochen in die Schule, nun wieder seit 3 Wochen daheim.
Da keiner von uns Systemrelevant ist, muss ich nun zusehen was ich daraus mache.
Ich sag nur so viel, am Anfang haben wir alles geschafft. Seit einiger Zeit parken ich sie vorm TV und die Aufgaben werden am Wochenende erledigt. Ich kann mich eigentlich den ganzen Arbeitstag nicht mit ihr beschäftigen, oft hat sie Mittags noch den Schlafanzug an. Ich weiß, dass das alles sch*** ist, aber was soll ich machen?? Ich muss viel telefonieren und immer erreichbar sein, vieles muss ich unter Zeitdruck erledigen.
Ich habe einfach keinen Nerv mehr, nebenbei noch neue Buchstaben beizubringen. Deshalb darf sie malen, spielen und eben auch TV.

So ist es bei uns.
Und ich denke jeden Tag darüber nach, wie ich aus diesen Strudel wieder raus komme. Ich fühle mich 10 Jahre gealtert in der Zeit.

Danke fürs zuhören.

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Freiwillig? Nein, ich wüsste nicht wer sich das freiwillig antut.

In der ersten Welle hatte ich keine Wahl- arbeiten mit 5 und 2 jährigem Kind, mein Mann fuhr ins Büro. Ich hatte auch gerade erst einen neuen Job den ich erst drei Monate hatte als der Lockdown kam..war also noch in der Probezeit. Nix mit krank, Elternzeit usw..

Ich sag mal so- viel Schlaf gab es nicht, ich bin um vier auferstanden um ein bisschen was zu schaffen. Wir haben seither einige bekritzelte Wände im Haus. Die Kinder haben zuviel TV geschaut. Das Haus war eine Messi Hölle, und es gab ständig Tiefkühlkost und Kekse. Ich hab drei Kilo zugenommen. Ich hab während Zoom Besprechungen gewickelt und mit Klienten telefoniert während ein Kind gebrüllt hat..

Nie, nie niemals würde ich diese Zeit freiwillig wieder erleben wollen. Ich kenne nicht wenige Frauen die gekündigt haben und wirklich krank wurden. Meine Cousine hatte einen Herzinfarkt. Ich einen Hörsturz. Eine Mutter ist nun seit einem halben Jahr wegen burn out krank geschrieben..

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Ich bzw wir lassen unseren Sohn (3) zu Hause, obwohl wir die Notbetreuung nutzen dürften. Ich arbeite 6 Std/Tag, mein Mann Vollzeit. Wir wechseln uns mit Homeoffice ab.

Mein Großer (7) geht in die 1. Klasse und hat mit dem Homeoffice Elternteil Homeschooling.
Auch ihn dürften wir in die Notbetreuung schicken.

Wir machen es nicht, weil der Opa über 70, nierentransplantiert, immunsupprimiert und chronisch lungenkrank ist. Und noch nicht geimpft. Beide lieben ihren Opa, mit Kindergarten wäre uns Kontakt aber viel zu gefährlich. So dürfen sie ihn zumindest sehen, aber nicht kuscheln.

Außerdem ist es uns 1000x lieber, mit dem Erstklässler den Stoff selbst zu machen, da in der Notbetreuung nur eine reine "Verwahrung" stattfindet- mit der Möglichkeit, die Aufgaben zu machen, aber ohne, dass jemand beratend und motivierend zur Seite steht. Die Eltern jammern ganz schön über Lücken der Kinder....

Der Kleine (eigentlich ein Mega-Wirbelwind) hat sich erstaunlicherweise mittlerweile echt toll an die Situation angepasst- sucht sich vormittags selbständig was zu malen, zu puzzeln, baut Duplo etc. Man hört und sieht 2 Stunden nix von ihm außer dass er mal ein tolles Bild zeigt. Dann ist der Große fertig und sie spielen gemeinsam- dank Corona sind die beiden ein tolles Team geworden, spielen stundenlang und streiten sich fast nicht mehr.
Nachteil: ich werde nach dem Lockdown das Haus kernsanieren müssen 🙈. 2 kreative, kaum beaufsichtigte Jungs (weil Homeoffice) kommen auf sooo viel Blödsinn 🤪

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Das mit dem Opa ist total nachvollziehbar!

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Hallo! Ich habe das längere Zeit so gemacht. Mein Mann ist allerdings nicht im Homeoffice, sondern arbeitet vor Ort. Bei mir ging das ganz gut, weil mein Job sehr flexibel ist. Also keine Telefonate oder Videokonferenzen. Die Arbeit kann morgens abends oder wann auch immer erledigt werden. Außerdem ist meine Tochter schon 7, arbeitet ihre Homeschoolingaufgaben sehr selbstständig ab und kann sich auch sonst länger selbst beschäftigen. Und nachmittags hatten wir oft - naja, eher täglich - entweder den Nachbarjungen bei uns oder sie war bei den Nachbarn. Das hat gut gepasst und so ist sie mir in der Zeit auch nicht vereinsamt.
LG

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Hallo,

jetzt sind die Schulen ja wieder offen und ich muss auch wieder vor Ort arbeiten, aber als alles noch zu war hätte mein 1.-Klässler in die Notbetreuung gekonnt. Ich habe das aber nur genutzt wenn ich vor Ort arbeiten musste. Solange ich im Homeoffice war, war auch mein Kind zu Hause. Das habe ich auch vor einem Jahr so gehandhabt. Als mein Sohn als Vorschulkind in den Kindergarten durfte, habe ich ihn trotzdem nur dann gebracht, wenn ich selbst vor Ort arbeiten musste.

Neben dem Kleinen habe ich noch einen 5.-Klässler, der zwar auch Unterstützung braucht, aber grundsätzlich sehr selbstständig ist.

Mit einem Kleinkind ist das etwas ganz anderes, wobei sich Eltern ja gerne darüber streiten, wer es am schwersten hat und auch Eltern mit Schulkindern verzweifeln. Ich kann da nur für meine Kinder sprechen und sagen, dass ich es mit Schulkindern machbar finde. Vor 4 Jahren wäre ich sicher an meine Grenzen gekommen und hätte das Angebot der (Not-)Betreuung intensiver genutzt. Jetzt war ich einfach dankbar, dass ich im Homeoffice arbeiten und meine Kinder so zu Hause betreuen konnte.

LG