Kind in Kindergarten oder Zuhause lassen?

Also ich bin in Elternzeit und könnte meinen 3 jährigen zuhause betreuen.

Nun ist es so dass bei uns irgendwelche alles wie immer weiterläuft, jedes Kind geht in den Kindergarten... Man wird eher komisch angeschaut wenn man so andere Mütter fragt ob sie vlt das Kind zuhause lassen.

Die Inzidenz ist irgendwas 170 rum... Ach ich weiß auch nicht was ich machen soll... Lässt noch jemand sein Kind freiwillig zuhause?

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Huhu,

also ich muss dir ehrlich sagen, ich empfinde das Verhalten der Eltern wirklich schon als asozial. Das ist Missbrauch der Notbetreuung und ganz ehrlich, solchen Leuten würde ich sofort den Betreuungsplatz kündigen. Es sollten wirklich nur die Kinder der Eltern gehen dürfen, die beide systemrelevant arbeiten und auch nur dann, wenn beide nachweislich im Dienst sind. Wenn einer einen freien Tag hat, soll das Kind dann auch nicht kommen dürfen.
Aber es wird ja alles ausgenutzt. Jeder pickt sich die fettesten Rosinen für sich raus.
Und ich finde es auch nicht okay von der Politik, dass sie da den Eltern Tür und Tor geöffnet haben. Ich würde das ganz anders angehen:
Eben wie gesagt nur die Kinder mit 2 systemrelevanten Eltern bzw. bei Alleinerziehenden eben die systemrelevant, nur zu den Dienstzeiten der Eltern Plus Fahrtweg, mit 2x wöchentlichem Negativtest.

Mein Kind bleibt übrigens zu Hause, da fragt auch keiner, wie ich das schaffe...

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Es ist aber nicht überall Notbetreuung.

Bei uns ist eingeschränkter Regelbetrieb. Das heißt, dass die Kita wieder komplett für alle offen ist und nur die Zeiten eingeschränkt sind.

Ich nehme an, dass ist bei der TE auch so

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Bei einem Inzidenzwert von um die 170 ging ich nicht von eingeschränktem Regelbetrieb, sondern von Notbetreuung aus. Falls das falsch war, tut es mir leid.

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Mein Sohn ist fast 3 und ich bin auch in Elternzeit Zuhause. Mein zweiter Sohn ist 6 Monate.

Und ja, der Große geht wieder in die Kita. Er war letztes Jahr über Monate Zuhause und jetzt ab Dezember wieder für 3 Monate. Sobald es wieder eingeschränkten Regelbetrieb gegeben hat, hab ich ihn gebracht.

Ich hab einfach gemerkt, dass er die Kita total braucht und ich hier Zuhause beiden Kindern nicht gleichzeitig gerecht werde. Auch der Kleine hat drunter gelitten weil er oft durch den Großen wach wurde. Im Winter will man mit kleinem Baby halt auch nicht stundenlang auf dem Spielplatz sein und lange Spaziergänge gehen wiederum mit Kleinkind nicht so gut.

Bei uns bringen auch fast alle ihre Kinder hin. Die Erzieher werden regelmäßig getestet und sind größtenteils auch vermutlich schon geimpft.

Ich habe auch öfters ein schlechtes Gewissen aber seitdem er wieder geht ist alles viel harmonischer. Er geht nur etwas später hin und ich hole ihn früher ab als sonst.

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So ging es mir mit meinem Sohn auch. Erst wochenlang letztes Jahr mit ybaby zuhause. Dann seid Dezember und vor 2 Wochen durfte er wieder hin.

Wir haben uns alle so gefreut bis Donnerstag und Freitag vermehrt die Kinder Erkältungs Symptome hatten.

Mein Sohn ist positiv getestet worden ohne Symptome und uns allen geht es gut. Werden Vorsichtshalber jetzt auch getestet und müssen solange zuhause bleiben bis wir das Ergebnis wissen.

Da wir alle fit sind mache ich mir keine Sorgen auch in Zukunft nicht mehr so. Weil ich jetzt weiß was auf einem zu kommen kann wenn man doch nachweisbar den Virus hat.

Und mein Sohn hat ja jetzt eh Antikörper durch den Infekt.

So ist bei uns zumindest alles gut gegangen.

🌻🐰🐾

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Sorry, aber du kannst doch noch gar nicht wissen, ob bei euch alles gut geht! Ihr habt noch nicht mal die Testergebnisse vorliegen. Jung und fit ist leider keine Garantie für einen milden Verlauf. Hab ich jetzt leider bei meinem Kollegen gesehen. Es geht ihm seit Anfang Februar richtig miserabel, dabei musste er zum Glück gar nicht ins Krankenhaus und die Symptome entwickelten sich nach und nach. Kinder stecken es in Regel gut weg, aber auch da ist inzwischen nachgewiesen, dass es Wochen später noch böse kommen kann. (Pims). Zum Glück ist das selten, aber auf die leichte Schulter sollte man das Virus definitiv nicht nehmen. Meiner Meinung nach sollte jeder der kann seine Kitakinder zuhause lassen. Aber auch das ist individuell verschieden. Es gibt Mütter/Väter in Elternteil, die trotzdem überfordert sind. Und es gibt auch Eltern, die es trotz Arbeit gut wuppen.

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Hallo,

Bei uns ist der Kindergarten ganz normal auf und die Erzieher werden regelmäßig getestet.
Wir sind ein kleiner Kindergarten und wohnen im einem Dorf. Bei uns gab es noch keinen einzigen Coronafall oder Quarantäne seit Ausbruch.
Hoffe es bleibt so.

Bei uns sind mittlerweile 15-16 Kinder von 20 da und laut Leitung will der Rest nach Ostern kommen. Da verstehe ich zwar nicht warum. Die ganze Zeit daheim lassen und jetzt in der dritten Welle wieder bringen!?

Aber ich verstehe die Eltern, die ihre Kinder von Beginn der Öffnung bringen. Kinder ab einem gewissen Alter brauchen die anderen Kinder. Das ist ja der Punkt warum die Politik die Kindergarten und Schulen öffnen...

Bei uns geht es nicht anders, wir arbeiten beide und unsere Kinder waren in jeder Notbetreuung.

Ich denke irgendwann ist auch gut. Gerade die Kinder, die dieses Jahr in die Schule kommen, sollten doch auch noch etwas Kindergartenzeit haben.

Ich würde dein Sohn bringen, wenn du es mit dir ausmachen kannst.

Grüße

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Wir haben unsere Kinder auch für nach Ostern angemeldet. Entschieden hatten wir das Anfang März als die Änderung von erweiterter Notbetreuung zu eingeschränktem Regelbetrieb anstand und die Einrichtungen angefragt hatten, wer wann wieviel Betreuungsbedarf hat. Da war noch nicht absehbar, dass es so schnell so viel schlimmer werden würde. Nun sind wir sehr am überlegen, ob wir wirklich nach Ostern die Betreuung in Anspruch nehmen. Auf der einen Seite bräuchten wir das schon. Ich arbeite als Lehrerin vormittags (teils online, teils in Präsenz) teilweise nachmittags noch Konferenzen. Mein Mann ist selbstständig und betreut vormittags die Kinder und arbeitet dann nachmittags, abends, nachts. Ideal ist das alles nicht. Auf der anderen Seite haben wir das jetzt seit Monaten so geschafft, da würden wir das bei der derzeitig hohen Inzidenz wahrscheinlich auch noch länger so schaffen. Aber mein Mann schafft eben auch seit Monaten weniger, als er müsste. Ist alles nicht einfach. Wir werden wohl nach Ostern spontan entscheiden. Die Kinder sind lange gut mit der Situation klar gekommen, langsam vermissen sie aber doch auch ihre Freunde.

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Wir haben auch einen Inzidenzwert von 170 und die Kitas sind seit 2 Wochen im Notbetrieb. Wenn ich es gewollt hätte, dann hätte ich gute Chancen auf einen notbetreuungsplatz gehabt.
Aber ganz ehrlich? Es gehen hier gerade die Mutationen des Coronavirus durch die Einrichtungen der Stadt. Eine Freundin arbeitet für das Gesundheitsamt und erzählte mir, dass aktuell unglaublich viele Familien mit Kindern infiziert sind.
Ich hab diesmal mit meinem Chef gesprochen und kann viel von zuhause aus machen, obwohl ich eigentlich präsenzpflichtig bin. Alles aushandelbar, zur not hätte ich die corona kindkranktage zum allerersten Mal genutzt.
Das Risiko ist mir aktuell einfach für uns zu hoch. Mein Sohn soll sich nicht anstecken und dann bin ich auch noch frisch schwanger. Das muss alles nicht sein. Mein Sohn ist zuhause.

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Welches Bundesland seid ihr?
Bei uns in Bayern findet ab einem Inzidenzwert über 100 nur noch Notbetreuung statt. Bei uns ist der Kindergarten seit heute im Notbetrieb. Am Wochenende haben wir per Mail das Formular zum Ausfüllen beim Arbeitgeber bekommen, falls jemand die Notbetreuung braucht. Schulen wären ab heute wieder im Distanzunterricht.
Ach ja, wir sind aus Bayern.
Aber jedes Bundesland kocht wohl wieder sein eigenes Süppchen.
Aber bei einem Inzidenzwert von 170 würde ich das Kind nur bringen, wenn ich keine andere Möglichkeiten hätte. Im Nachbarort ist der gesamte Kindergarten in Quarantäne. Bei drei Erzieherinnen war der Schnelltest und dann auch der PCR Test positiv. Alle drei symptomlos.

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Unser 3,5jähriger war seit November nicht mehr im Kindergarten, weil ich mit dem Baby daheim bin und meine Eltern als Unterstützung habe. Daher lassen wir denen den Vortritt, die berufstätig sind und die Betreuung wirklich brauchen. Ich habe immer wieder mit mir gerungen, ob ich ihn wieder hinschicken soll (will nicht, dass er als einziger außen vor bleibt), aber jedes Mal, wenn ich kurz davor war, wurde mir die Entscheidung durch äußere Umstände quasi abgenommen. Aktuell liegt die Inzidenz bei uns um die 400, die Mutationen breiten sich rasant aus und ich denke nicht dran, ihn ausgerechnet jetzt wieder hinzuschicken.

Andere Kinder würden ihm bestimmt gut tun, aber dadurch, dass er im September erst mit dem Kindergarten begonnen hat, "vermisst" er ihn auch noch nicht in dem Sinn. Und ich bin wie gesagt nicht auf mich allein gestellt mit der Kinderbetreuung. Im Kindergarten ist es hier ja momentan auch nicht so lustig - sehr strenge Hygienemaßnahmen, Betreuerinnen müssen FFP2-Maske tragen, kein Singen, Bewegung nur im Freien... und die Zahlen schießen durch die Decke. Dann lieber noch ein Weilchen durchbeißen. 🤷🏼‍♀️

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Hallo
Unsere sind noch komplett daheim. Da ich ohnehin daheim bin und sie glücklich sind, belassen wir es gerade dabei. Das Vorschulkind lassen wir vielleicht auch komplett daheim. Mit den Schließtagen und dem Urlaub meines Mannes, ist das Kindergartenjahr ja gar nicht mehr so lange.

LG

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Wären mein Partner oder ich in Elternzeit, würde ich mein Kind temporär für wenige Wochen zu Hause lassen, aber sicher nicht auf unbestimmte Zeit oder monatelang.
Da überwiegen für mich die Nachteile fürs Kind wenn es monatelang keine anderen Kinder sehen darf.

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Hallo!

Meine Kinder, 4 und 6, gehen seit Dezember nicht mehr in den Kindergarten.
Es ist mir schlichtweg zu gefährlich und ich kombiniere Kinderbetreuung und Homeoffice Irgendwie.... es ist anstrengend und nicht optimal, aber da geht mir unsere Sicherheit vor.

Nur weil es andere machen, schicke ich meine Kinder bestimmt nicht.
Eigentlich wollte ich mir abgewöhnen, das zu werten, aber es fällt mir zunehmend schwerer, die Leichtsinnigkeit anderer zu akzeptieren 🤷‍♀️

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Und mit fällt es zunehmend schwerer den grenzenlosen Egoismus der Erwachsenen zu akzeptieren. Dein Kind ist 6, das heißt eigentlich hätte es jetzt im Kindergarten Vorschule. Vorschultreffen, Zahlenland, Hören Lauschen Lernen .... all das verpasst jetzt Dein Kind und startet unvorbereitet in eine erste Klasse in der abzusehen ist dass das mit dem Regelunterricht bis dahin vermutlich noch nicht laufen wird weil die Schüler bis dahin immer noch nicht geimpft sein werden?

Zumindest bei älteren Kindergartenkindern und Vorschulkinder sind die Schäden durch die verpassten Kindergartenbesuche nicht unergeblich, vor allem weil ich da bei den wenigsten Eltern sehe dass sie sich hinsetzen und ihre Kinder hinreichend auf das Schulleben vorbereiten. Wenn es bei Euch klappt und du Dein Kind gut vorereiten kannst ok, wobei "irgendwie nicht optimal" jetzt auch nicht danach klingt, aber bitte unterstelle nicht anderen per se Leichtsinnigkeit denn das Leben besteht aus viel mehr wichtigen Elementen als nur nicht krank werden an einer Erkrankung die immer noch nur ein sehr geringer Anteil der Erkrankten nicht oder mit bleibenden Schäden überlebt.

Es könnte nämlich auch gerade großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Kind sein das Eltern dazu bringt ihre Kinder zu schicken!

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Glaube mir, meine Kinder sind ausgelastet, zufrieden, gefördert und gefordert.

"Nicht optimal" ist die Kombi Arbeit und Kinder und ich versuche, in Etappen zu arbeiten. Dennoch bleiben genug Stunden vom Tag übrig für die Kids

Unter Egoismus verstehe ich etwas anderes.

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