Impfung Kinder/Jugendliche spürt ihr die Verunsicherung auch?

Hallo,

wir wohnen hier ländlich und irgendwie scheinen alle so eine feste Meinung zur Impfung bei ihren Teenies zu haben. Mein Sohn wird im Herbst 14 Jahre.
Die Erwachsenen um uns herum sind bzw. werden bald alle geimpft sein.
Im Moment halte ich mich an die Empfehlung der Stiko, die ich auch selbst für gut halte.
Meiner Meinung nach gibt es schon einen Unterschied, ob ich mir - die ich für mich selbst verantwortlich bin - oder meinem Sohn die Impfung geben lasse. Meine Kinder sind so selten krank. Selbst wenn sie früher mit anderen Erkrankungen in Berührung gekommen sind, haben sie sich nicht angesteckt.
Was ich definitiv ausschließe ist, meinen Sohn impfen zu lassen, nur damit eine Herdenimmunität entsteht. Denn die Kinder sind nicht dafür verantwortlich, wenn sich Impfgegner nicht immunisieren lassen.
Vor den Auswirkungen wie Schulschließungen, Gaststätten (die deutsche Wirtschaft) die an Schließung zu Grunde gehen habe ich natürlich schon Angst. Und dann denke ich wieder, das mein "geimpfter" Sohn nun sicher nicht dafür sorgen würde, dass die Schule aufbleibt.
Wenn es irgendwann mal eine Variante geben würde, bei der Kinder ein größeres Risiko haben schwer zu erkranken, wäre ich natürlich eher bereit mein Kind impfen zu lassen.

Seit ihr auch in so einem inneren Zwiespalt? Mir ist egal, wie eure Entscheidung ausgefallen ist. Wie bereits geschrieben, in meinem Umfeld gibt es nur Menschen, die ihre Kinder bereits mindestens zur Impfung angemeldet haben oder sich gar keine Gedanken darüber machen sondern es einfach lassen...

Viele Grüße
Jenny

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Hallo fdll,

vielen Dank für deine Antwort.
Ja genau deinen letzten Satz habe ich vor ein paar Wochen auch noch als meine beste Erklärung gefunden. Solange nicht alle Erwachsenen dran waren, die sich impfen lassen wollen und keinen Impfstoff bekommen würde ich garantiert nicht meinen Sohn anmelden.
Dieses Thema ist bei mir im Umkreis jedoch echt durch. Alle die sich impfen wollen, können einfach kommen. In den näheren Impfzentren werden sogar Impfungen ohne Termin angenommen.
Und dass die Impfung dann einem armen Menschen in einem anderen Land zugute kommt, wenn ich bei meinem Sohn drauf verzichte, glaube ich eher nicht.

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So ist es bei uns auch, Massenimpfungen sogar am Wochenende. Es kann mir in unserem Umkreis keiner mehr erzählen, er würde keinen Termin bekommen. Man kann selbst ohne vorbeikommen.
Wenn ich daran denke, dass nicht mit dem Impfen angefangen werden konnte, weil soviel ins Ausland verkauft wurde, ist mir ist unser Land erstmal näher als andere. Noch sind zuviele Fälle in Wohngegenden zu finden, wo die Bewohner weder was von der Krankheit noch von einer Impfung wissen (wollen). Da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, sonst kriegen wir da im Herbst krachende Hotspots, die alles wieder runterziehen.
Trotzdem wird meine 14jährige Enkelin frühestens im Spätherbst oder so geimpft, nach Rücksprache mit unserer Hausärztin; derzeit noch nicht. Sie sieht es selber auch so.
LG Moni

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Mir geht es da genau wie dir. Ich bin ein großer Impffreund und würde meine Kinder lieber heute als morgen impfen lassen. Aber nicht mit diesen Voraussetzungen (keine Langzeitstudien, neuer Wirkmechanismus, keine Empfehlung der Stiko). Man weiß einfach nicht, welche Folgen von dieser Impfung auftreten könnten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist. Dies sagte sogar der Impfarzt zu mir! In den Klassen meiner Kinder (beide 12) ist nur 1 Mädchen ohne Vorerkrankung geimpft. Die anderen (wenige) haben alle ein Risiko (Asthma, Herzerkrankung...). Selbst die Arztkinder werden (vorerst) nicht geimpft.
Ich warte nun erst noch einmal ab, wie sich die Deltavariante für die Kinder entwickelt in GB werden wir es wohl sehr deutlich erleben... Und momentan ist ja ausreichend Impfstoff vorhanden. Dann sollte es schnell gehen.

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Danke für deine Antwort.
Naja Delta ist ja auch so ein Thema. Da weiß man noch nicht wirklich, welcher Impfstoff wie gut wirkt. Ich höre immer nur, dass die Zahlen in Israel wieder sehr hoch gehen (hauptsächlich Biontech) und in GB (hauptsächlich Astra) und dass die Kreuzimpfung gut wirken soll. Also hat man ja noch nicht mal die wirkliche Sicherheit zu wissen, ob Biontech (soviel ich weiß, einzig zugelassener Impfstoff unter 16 Jahren) überhaupt den vollen Nutzen bringt. Und dann kommt ggf. die nächste Variante, bei der dann gar keine Impfung mehr hilft?!

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Hallo!

Ich seh das ähnlich, auch wir werden erst noch abwarten. Ich bin selbst geimpft, mein Mann bekommt nächste Woche die 2. Impfung. Für uns als Erwachsene sehe ich die Impfung als sinnvolles Mittel sich selbst zu schützen. Da das Risiko einer schweren Erkrankung nach dem derzeitigen Stand auch bei den Varianten für Kinder noch sehr gering ist, möchte ich erst die weitere Datenlage abwarten. Die Zulassungsstudie gibt mir da noch zu wenig her. Und Schulschließungen kann man in meinen Augen schon alleine dadurch vermeiden, dass man Lehrer und Eltern impft. Die Größte Gefahr besteht bei der Infektion von Kindern doch darin, dass sie ihre erwachsenen Kontaktpersonen anstecken. Und diese Gefahr wäre damit gebannt (wäre schön gewesen, wenn man Eltern betreuungs- oder schulpflichtiger Kinder in die Priorisierungsgruppen mit aufgenommen hätte). Und wenn sich einzelne Eltern(teile) von Mitschülern nicht impfen lassen wollen, sehe ich nicht ein, warum ich mein Kind zu deren Schutz (der ja noch nicht einmal erwiesen ist) impfen lassen soll.
Und was die Herdenimmunität angeht: Die zu erreichen ist ohnehin schwierig, wenn eine Impfung keine sterile Immunität wird. Dann können nämlich geimpfte das Virus trotzdem weitergeben und die geringe Anzahl ungeimpfter Personen infizieren. Und ob nach einer Impfung gegen SarsCov2 tatsächlich eine sterile Immunität vorliegt, ist derzeit noch nicht vollständig geklärt. Hier wird das ganz gut erklärt:
https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/warum-ein-impfstoff-die-pandemie-auch-2021-nicht-beendet/
Und auch der letzte Abschnitt ist hier interessant, in dem es um die Endemie geht. Damit käme man an einen Punkt, wo man ähnlich wie bei den Windpocken vorgehen könnte: Die Kids lässt man die Erkrankung durchmachen, wenn sei sich bis zu einem gewissen Alter nicht auf natürlichem Weg infiziert haben, werden sie geimpft. Das klingt zumindest einmal nach einem Plan.

LG

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Ich bin bei mir selber in einem Zwiespalt, bei den Kindern nicht.
Die werden nicht geimpft!

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👍 könnte von mir sein

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Meine Tochter wird bald 13 und ich denke, dass im Winter sich die Diskussion erledigt.
Denn dann werden alle Kinder sich infizieren und eine natürliche Immunität erwerben.
Gesunde Kinder haben milde Verläufe.
Ich selbst habe mich auf Antikörper untersuchen lassen und meine Tochter auch.
Ich hatte wohl schon eine Infektion, kann es aber nicht nachweisen. Meine Tochter ebenso.
Hab ja keinen PCR Test, gelte also als nicht Immunisiert.
Müsste mich 6nd mein Kind noch unnötigerweise zweimal impfen lassen wie Menschen ohne durchgemachte Infektion.
Wo ist da der Sinn ?
Natürlich werde ich das nicht machen und einfach das Jahr abwarten, nächstes Jahr wenn auch die Geimpften wieder als ungeschützt eingestuft werden, enrscheide ich nochmal neu.

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„Denn dann werden alle Kinder sich infizieren und eine natürliche Immunität erwerben.“

Vor dem Gedanken hab ich Angst.
Ich denke, dann wird man nämlich feststellen, dass es doch nicht für alle Kinder so harmlos ist. Und wenn der Virus stärker im Umlauf ist, bekommen die Kinder, die bisher vielleicht nur wenig Virus abbekommen haben, mit dem der Körper leicht fertig wurde, doch eine höhere Konzentration auf einmal ab und erkranken dann doch unerwartet stärker.

Nee, muss ich für meine Kinder nicht ausprobieren. Meine Tochter ist einfach geimpft, mein Sohn ist zu jung.

Und ja, ich teile deine Gedanken für den Herbst. Aber anders: ich hab die Befürchtung, dass dann wenig Rücksicht genommen wird nach dem Motto „sind ja nur Kinder, die erkranken ja nicht schwer“.

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Eben, auch deine Meinung kann ich nachvollziehen.
Bei mir ist es andersrum, Sohn über 12 Tochter erst 10 Jahre.
Bin allerdings anders als du noch in der Abwartehaltung. Ehrlich gesagt spekuliere ich damit, dass es in Zukunft genug Impfstoff gibt, so dass man die Kinder schnell impfen lassen kann, wenn sich das Bild abzeichnet, dass Kinder schlimmer erkranken. Die Zahlen in England und Israel deuten noch nicht darauf hin.

Gerade die Virusvariationen machen mich schon unsicher.
Wer sagt denn, dass nicht irgendwann eine Variation gibt, die eben den Kindern mehr Schaden zufügt? Aber dann ist auch noch nicht klar, ob die heutigen Impfstoffe dagegen helfen. Das ist der Grund, warum ich abwarte aber trotzdem nicht ganz negativ der Impfung von Jugendlichen entgegen stehe.

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Mein Sohn ist 16 und möchte sich impfen lassen. Er hat sich dazu auch schon informiert.
Ich habe mich dazu auch mit unserer Hausärztin beraten und sie sagt bei den Kindern wartet sie noch 2 Monate bis mehr Informationen zu den Nebenwirkungen vorliegen. Bei Jungen ist das erhöhte Auftreten von Herzmuskelentzündungen noch nicht abschließend bewertet.

Das Problem ist halt, dass das Virus immer weiter mutiert, wenn nicht ausreichend Menschen geimpft sind.

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Achso, ich kenne mittlerweile viele Kinder, die geimpft sind und es alle gut weggesteckt haben.

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Hallo
Für uns war das bei unserem in der Altersklasse tatsächlich kein wirklicher Zwiespalt. Mit Blick auf unsere Lebenssituation, nach Beratung mit unserem Hausarzt (wo sie auch hingeht) und natürlich vor allem ihr selbst, war unsere Entscheidung klar. Ob es das richtig war? Ich denke ein richtig und ein falsch gibt es hier nicht. Wir haben die Entscheidung mit dem besten Gewissen getroffen. Angesichts schneller Entwicklungen und Überraschungen die eine Pandemie so mit sich bringen kann, ist das wohl auch der beste Weg.

LG

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Dankeschön für deine Antwort.
Ehrlich muss ich gestehen, dass ich nicht bei unserem Hausarzt war um zu fragen.
Als er im März gehört hat, dass ich mich impfen lasse hat er sich sehr gewundert, weil er bei mir schon meinte, das Risiko sei nicht sehr hoch. Glaube also, er würde uns genau wie wir es machen, zum abwarten raten. Aber ich kann ja beim nächsten Besuch mal nachfragen.

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Bei uns war das Thema schnell durch, Sohn will nicht. Die Nachbarn habe ihre grosse impfen lassen, die hat es nicht gut vertragen und weigert sich sich die Zweitimpfung zu holen, die anderen Nachbarn haben jetzt alle Termine abgesagt und warten erstmal ab. Die Klasse meines Sohnes ist größtenteils geimpft damit dem Sommer Sauf Partyurlaub in Bulgarien nichts mehr im Wege steht, jeder wie er mag 😎.

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Bei einer Antwort weiter oben habe ich schon geschrieben, dass es ja einen sehr großen Unterschied gibt zwischen einem 13 jährigen, der sich in Schule und Hobby mit den AHA Regeln relativ gut schützen kann und zb. einem 16 jährigen, dem Party, Alkohol, Gesellschaft etc. wichtig ist.
Danke für deine Antwort!

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Liebe TE,

meinen Sohn (17 Jahre alt, mehrfachbehindert durch Autismus+geistiger Behinderung) ist mit uns zusammen geimpft worden. Und die Impfung ist ihm gut bekommen. Warum haben wir ihn impfen lassen? Er kann keine bzw. kaum AHA-Regeln einhalten. Selbstestungen zu Hause gegen Corona sind 2x die Woche ein Machtkampf, auch wenn es nur 2 cm in die Nase geht. Wutanfälle sind vorprogrammiert. Testungen hatten wir über Monate auch gemacht. Wir können einfach nicht mehr. Kind hat Pflegegrad 4.Gurgelteste wurde ja nicht angeboten in der Schule. Somit ist er jetzt auch von der Testpflicht befreit in der Schule Er würde auch einfach in eine große Menschenmenge laufen. Da hätte ich auch schon Bedenken, dass er sich ansteckt.

LG Hinzwife

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