Patchwork: Umgangsrecht bzw. "Pflicht" für positiv getestetes Kind

Hi zusammen,

ich bin 41 Jahre alt und in der 6. Woche schwanger mit meinem ersten Kind. Aus der vorherigen Partnerschaft hat mein Freund bereits zwei Kinder, die bei der Mutter leben und alle zwei Wochen am Wochenende bei uns sind.

Samstag morgen hat die Mutter eines der Kinder positiv getestet. Die Kinder sollen eigentlich am nächsten Wochenende wieder zu uns kommen. Wir wollten mit der Bekanntgabe der Schwangerschaft eigentlich noch etwas warten, mussten aber der Mutter jetzt Bescheid geben da wir darum gebeten haben zumindest die Kinder negativ zu testen bevor sie zu uns kommen.

Die Mutter besteht jetzt auf den Wochenend-Umgang und ihr ist es quasi egal, dass ich als Schwangere potentielle Risikopatientin bin. Sie meint, dass mein Freund "sich halt jetzt was einfallen lassen muss für das Wochenende".

Ich verstehe natürlich dass sie da angefressen ist, habe aber auch Angst dass mein Freund auch Corona von den Kindern bekommt selbst wenn er am Wochenende mit den Kindern nicht in unserer gemeinsamen Wohnung ist.

Mache ich mich zu sehr verrückt oder hat vielleicht jemand da Erfahrungen/Ideen?

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Du kannst keinen Negativ-Test verlangen.

Manchmal hilft, sich in die andere Partei hereinzuversetzen und nicht immer nur die eigenen Befindlichkeiten in den Vordergrund zu stellen.

Sollen die Kinder ihren Vater jetzt 4 Wochen nicht sehen? In 14 Tagen haben sie dann vielleicht Grippe oder den RS-Virus. Das Leben geht weiter!

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Bearbeitet von Alfred2
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Danke für Deine Meinung.

Klar kann ich mich nicht nur in der Ecke verkriechen, aber Schwangere haben schon ein erhöhtes Risiko auf einen schweren Verlauf. Es geht mir nicht darum meinen Willen durchzusetzen, sondern einen Mittelweg für alle zu finden. Man könnte ja auch z.B. die Wochenenden tauschen, wenn er noch positiv ist.

Und dass ich keinen Test "verlangen" kann, ist klar. Ich würde andersherum aber aus Rücksicht auf andere mich auch erstmal testen bevor ich wieder andere Menschen besuche...

Momentan hat er noch Fieber und Symptome und das finde ich persönlich fahrlässig zu sagen "ist mir egal". Grad in den ersten 12 Wochen hab ich halt einfach nicht Lust, mich blind in jedes Risiko zu stürzen, das vermeidbar ist.

Die Frage ist halt: Wie wäre es andersherum? Wenn wir (Partner und ich) positiv wären und Symptome hätten und dann auf Umgang bestehen weil sich die Kinder das ja auch genauso gut in der Schule holen könnten.

Ich find es hier eben schwer einen Weg zu finden, der allen gerecht wird.

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Bearbeitet von Shelly82
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Langsam sollte bei jedem angekommen sein,Corona ist keine Erkältung.
Selbstverständlich bleiben die Kinder wo sie sind bis sie negativ sind.
Unsere schlaue Nachbarin war der gleichen Meinung wie du und im Ergebnis hat sich der Vater angesteckt und war drei Wochen absolut krank im Bett,sie konnte die ganzen Weihnachtsfeiern abdecken und ihre Buchung an Silvester absagen und hat sich auch geärgert.
Wie kann man nur so unsozial handeln und darauf bestehen bei einer Schwangeren im Haus?
Bei manchen Beiträgen kann man nur den Kopf schütteln.

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Schwanger oder nicht...wenn positiv dann positiv,dann bleiben die Kids natürlich mit dem Hintern Zuhause und gehen nicht durch zig Haushalte.

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Ja, das sehe ich auch so. Sie kommt nun mit dem Argument "es besteht ja keine Isolationspflicht mehr", aber ich sehe es so wie Du.
Danke für die Antwort.

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Gerne! Ich finde, das trifft auf jeden Virus zu, nicht nur Corona.

Gibt aber sicher auch Familien, die das anders handhaben, weil die Kinderbetreuung nötig ist, wenn jemand am Wochenende arbeitet.

Das ist bei uns allen aber nicht so.

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Bei uns ist die Regel, dass der das kranke Kind behält, der es aus dem Internat abholt, bis es wieder gesund ist.

Wenn es schwer krank ist, ist es bei mir, das will ich aber so, weil unser Sohn chronisch krank ist und das nicht jeder in den Griff kriegt, ohne dass es eskaliert.

Natürlich verbreiten wir nicht absichtlich überall die Viren. Bei Corona, wenn du schwanger bist, sowieso nicht, das ist ja echt verrückt, dass die Kids krank zu euch sollen. Das bringt man dann in die Arbeit und überall hin mit.

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Danke für Deine Antwort. So sehe ich es auch. Sie argumentiert mit "es gibt ja keine Isolationspflicht mehr", ich sehe es aber auch so dass man es nicht überall verteilen muss.
Danke für Deine Einschätzung.

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Da diese Tests nicht sehr vertrauenswürdig sind, würde ich den Besuch eher davon abhängig machen wie es den Kindern geht. Sind sie wieder fit und haben sich gescheit ausgeruht, spricht doch nichts gegen dem Besuch. Sind sie noch krank, dann würde ich tatsächlich darum bitten, das sie zu Hause bleiben.

Krankheiten kann man sich leider an jeder Ecke holen. Angst ist da ein ungünstiger Begleiter. Lass dich davon nicht lenken, aber auch nicht zu leichtsinnig werden.

lg und alles Gute zur Schwangerschaft

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Hey,

ja klar hast Du recht. Es geht ja auch nicht darum, dass ich die nächsten Monate zitternd in der Ecke verbringe, bloss möchte ich grad in den ersten 12 Wochen ("kritische Zeit") nicht unbedingt Corona bekommen wenn man es hätte vermeiden können. Schwangere haben nunmal auch ein erhöhtes Risiko auf einen schweren Verlauf und da bin ich so oder so nicht scharf drauf... :-/

Das Kind hat bisher Fieber und Symptome, da stellt sich die Frage nicht.

Es geht mir halt schon auch drum einen guten Mittelweg für alle zu finden.

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Ich unterstelle dir auch nicht, das du dich verkriechen willst. :)

Der gute Mittelweg ist: Kinder krank=bleiben zu Hause.
Kinder gesund=sind sie herzlich willkommen

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So lange die Kinder gesund sind, seh ich da kein Problem. Egal ob noch positiv oder negativ.
Gesund=kommen, Krank=zu Hause, egal welche Krankheit.
Dein Partner kann ja dann halt mit den Kids eher draussen viel unternehmen und nicht das ganze WE in der Wohnung hocken.

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Falls die Kinder positiv sind, besteht aber eine hohe Ansteckungsgefahr für alle Beteiligte. Deshalb sollte man darauf bestehen, dass das Kind auch tatsächlich negativ ist.

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Je nach Bundesland sind die Kids 5 Tage in Isolation! Somit dürften sie gar nicht zur Te. Nach 5 Tagen endet diese auch ohne Test.

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Dein Freund kann sich auch überall anders anstecken. Mittlerweile müsse positive nicht mehr überall in Isolation!

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Das ist auch das Argument der KM. Selbstverständlich weiss ich, dass es keine Isolationspflicht mehr gibt. Dennoch sind Corona Positive im Schnitt noch 10 Tage ansteckend.

Und ein Corona Positives Kind wissentlich in einen Haushalt mit Risikopatient zu schicken, finde ich fahrlässig. Wie würdest Du es denn sehen, wenn es im selben Fall z.B. um Deine herzkranke Mutter gehen würde? Würdest Du dann auch sagen "klar kann das positive Kind kommen, Test ist unsinnig?"

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Ansteckend ist man unter Ct 30.

Nein, positiv eprde ich mein Kind natürlich zu Hause lassen. Aber wie gesagt, man muss es nicht mehr überall.
Es wird sich diesbezüglich dieses Jahr eh alles ändern. Es gibt auch kaum noch Testzentren.

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Hallo, wir hatten vor ein paar Monaten einen ähnlichen Fall. Stiefkind war positiv in der Vorwoche des Umgangs. Da am nächsten Umgangswochenende meine beiden, gesundheitlich vorbelasteten Eltern zu Besuch waren, habe ich auch auf einen Test bestanden.

Zum Glück hat die KM, so schlimm und gehässig wie sie sonst auch ist, da doch ein bisschen mit gedacht und das akzeptiert. Hätte sie sich quer gestellt, wäre mein Mann mit seinem Kind dann halt am Vor-Abend ins Testzentrum gefahren und hätte sie und sich dann isoliert bis zum Resultat. Wäre sie positiv gewesen, hätte ich meinen Eltern abgesagt da mein Mann da ja schon potenziell infiziert war. Das Risiko wäre mir dann zu gross gewesen.

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Bearbeitet von Jira
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Ja, dieses "gehässig quer stellen" der KM ist auch bei uns ein Problem...

Klar wäre es eine Möglichkeit, die 2 zu testen wenn er sie abholt, aber ich hätte dann trotzdem Bedenken, dass er es mit heim zu mir bringt. Da ich grad am Beginn der Schwangerschaft stehe und die Anfangszeit eh schon als kritische Zeit gesehen wird, bin ich halt auch nicht scharf drauf auch noch Corona zu bekommen.

Mir wäre es ja am liebsten, wenn wir das Wochenende einfach tauschen könnten.

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Mein Ältester lebt im Wechselmodell. Wenn dies Jahr in einer unserer Familien eine ansteckende Krankheit unterwegs war (und wir hatten Covid, Magen-Darm, Grippe alles während meiner Schwangerschaft) blieb das Kind selbstverständlich da, wo es war, um nicht noch Seuchen Ping-Pong zu spielen. Auch in nicht-schwangerem Zustand handhaben wir es so, dafür wird dann getauscht oder eventuell auch nicht, jenachdem, was an Terminen ansteht. Aktuell hat Kind zum Beispiel nicht gewechselt, weil eins der anderen Geschwisterkinder positiv ist und nächste Woche 2 Ops bei uns sind, darunter mein Kaiserschnitt. Gegenseitige Rücksichtnahme, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ich finde das Verhalten der Kindsmutter hier egoistisch und frage mich, ob sie euch bewusst eins reinwürgen will. Eure Bitte die Kinderzumindest negativ getestet zu bringen ist völlig legitim.

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