Corona und Kindergärten

Moin,
Kurz vorab, ich neige wirklich nicht zur Hysterie, aber so langsam ist dieser Virus ja auch bei uns in Schleswig-Holstein angekommen. Ich bin zur Zeit in Elternzeit Und somit nicht darauf angewiesen, das meine 4jährige Tochter in den Kindergarten geht. Die Infos bezüglich Kinder und Corona sind ja noch recht widersprüchlich, da wir alle gesund sind und keine chronischen Krankheiten haben bin ich, was uns betrifft, eigentlich recht entspannt. Wir halten uns an die allgemeinen Empfehlungen, waschen regelmäßig Hände usw! Nun überlege ich, die Große auch zu Hause zu behalten. Sie geht halt recht gerne hin und ich habe Angst ihr fällt die Decke auf den Kopf, gerade wenn es. Länger anhält. Wie seht ihr das? Meidet ihr tatsächlich den Kontakt zu Großeltern? Meine Mutter hat Montag Geburtstag und solange hier keine Symptome auftreten wollen und sollen wir da eigentlich hin. Mich interessiert einfach mal Eure Meinung, schickt ihr die Mind9in die Einrichtung so lange es geht und sie selbst gesund sind oder würdet ihr sie prophylaktisch zu Hause lassen? Ich habe auch noch einen 9 Wochen alten Zwerg zu Hause...

LG Carina

Kind wenn man möglich zu Hause lassen

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in der Praxis sieht es so aus, dass viele in die KITA gehen - und auch zu Omas usw... manche Eltern müssen ja auch arbeiten, - da bleibt einem heute erst einmal ja nix anderes übrig, als die Zwerge in die Kita zu schicken.

Fakt ist, im Laufe der nächsten Monaten oder Jahre werden sehr sehr viele an Corona erkranken und es kurz vorher an ganz viele Menschen ungewollt übertragen...

Mit diesen Quarantäne und Kontakteinschränkungen soll die rasante Ausbreitung einfach verlangsamt werden, ... aufhalten wird man es nicht können, - aber so verlangsamen, dass die Stationen in den KH nicht überlastet werden, genug Atemgeräte für die Alten frei sind und auch irgend wann ein Medikament oder Impfung da sein wird...

je mehr Leute sich also an Einschränkungen halten, umso verzögerter und gestreckter wird die Ausbreitung ... das ist alles .... ---- dass es viele bekommen werden, ist unstrittig ... die frage ist nur WANN -- da ist es schon sinnvoll, diese Brutstätten und Menschenansammlungen so gut es geht zu vermeiden: wer kann: macht mehr, - wer nicht kann, der schickt sein Kind in den Kindergarten oder arbeitet an der Supermarktkasse... eine Mischung wird es immer geben, solange kein kompletter Lockdown wie bereits in Italien angewandt, stattfindet.

Das ist ein "Massen-Ding" --- je mehr sich beteiligen, umso erfolgreicher wird die ganze Aktion ....

was da jeder draus macht (nüchtern und mathematisch überlegt, nicht aufgrund von Hysterie), solange es noch freiwillig ist, - sei jedem selbst überlassen.... mathematisch wäre wünschenswert, dass so viele wie möglich schon heute zuhause bleiben.

Ja: Kinder stecken sich derzeit anscheinend weniger an (mit krankwerden) -- aber sie sind sehr wohl recht aktive Überträger mit einem riesen Radius, wenn man sie springen lässt,...

Was viele einfach noch nicht so kapiert haben, ist: es geht in erster Linie gar nicht darum, sich selbst zu schützen, mit diesen Maßnahmen: das ist der erwünschte Nebeneffekt, klar (und das, was die Menschen als Ego eben am meisten interessiert) . - aber in erster Linie geht es ums "Verbreiten verhindern zum Wohle aller"

sehr abstrakt.
aber so siehts aus.

soll jeder draus machen, was machbar ist oder eben vorgeschrieben wird. mathematisch müsste man alles dicht machen. -- tja. das ist mathe. -- das "ECHTE" Leben sieht halt nunmal bei jedem von uns mit seinen Verpflichtungen ganz anders aus.

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Danke für deinen tollen Beitrag.
Ich lasse meinen Sohn ab heute genau deswegen vom Kindergarten zu Hause. Es wird anstrengend aber ich habe die Möglichkeit, damit meinen Beitrag dazu zu leisten, die Ausbreitung zu verlangsamen oder etwas zu zerstreuen. Dass diejenigen (und ja, dazu gehöre vielleicht auch irgendwann ich oder ein Familienmitglied), die im Fall der Fälle wirklich medizinische Hilfe brauchen diese dann auch bekommen können und um einen kompletten Shut down wie in Italien zu vermeiden.

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Wenn ich so die ganzen Maßnahmen zur Ausbreitungsverlangsamung in den Medien verfolge, bekomme ich es langsam mit der Angst - aber nicht vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Aber ich habe arge Bedenken, dass wir das wirtschaftlich überstehen. Bei uns sollte heute eigentlich eine große Messe stattfinden. Alles ist aufgestellt, die Stände, sind aufgebaut, die Hotelzimmer gebucht... Gestern wurde die Messe abgesagt. Der Messeorganisator ist ein eher kleinerer mittelständischer Betrieb. Er sagt zu der Absage: "Ich weiß nicht, ob ich das überleben werde!" Er war gleich 2fach betroffen, in Passau ist wohl auch eine von ihm organisierte Messe abgesagt worden. Der Geschätzte Schaden allein für den Organisator 1,6Mio.
Und dann seh ich wieder diese Unverhältnismäßigkeit: Am Samstag hätte meine Tochter ein Klassenvorspiel in der Musikschule. Ich vermute eher, dass das eine kleinere Veranstaltung wird, geschätzt 20 Kinder, die vorspielen und die dazugehörigen Angehörigen als Zuhörer. Dieses Vorspiel wurde abgesagt. Gleichzeitig fand gestern die Kinderuni mit einem ganzen Hörsaal voller Kinder statt.
Ich persönlich habe zu dem Thema eine klare Meinung:
1. Vermutlich sind ohnehin schon deutlich mehr Menschen infiziert, als die offiziellen Fallzahlen uns glauben lassen - in Potsdam liegt jetzt ein 2jähriger in der Klinik, bei dem das Virus nachgewiesen wurde, obwohl er wissentlich keinen Kontakt zu einer infizierten Person hatte und auch nicht in einem Risikogebiet war. Irgendwo muss der sich aber ja angesteckt haben. Und so haben sich vermutlich noch viel mehr Menschen bereits irgendwo angesteckt, ohne dass sie es wissen.
2. Es wird mittlerweile überall das öffentliche Leben massiv eingeschränkt, Veranstaltungen werden abgesagt, Krankenhausbesuche stark limitiert (bei uns dürfen Patienten in den Krankenhäusern jetzt nur noch einen Besucher am Tag empfangen, Kinder dürfen gar nicht mehr in die Krankenhäuser), über Schulschließungen wird nachgedacht. Das alles hat vermutlich gravierendere wirtschaftliche Folgen als die Krankheit an sich. Warum lässt man nicht die jungen, gesunden Menschen ihr leben leben und isoliert die Risikopatienten? Wenn eine Mutter wochenlang daheim bleiben muss, weil Kindergarten oder Schule geschlossen sind, ist das doch auf die Allgemeinheit bezogen deutlich schlimmer, als wenn alte Leute daheim bleiben, die ohnehin nicht mehr zur Arbeit müssen. Isolation ist für keinen schön, aber der Rentner daheim wirkt sich zumindest nicht auf die Wirtschaft aus. Gut, dann stecken sich vermutlich innerhalb von kurzer Zeit sehr viele Menschen an, aber dann sind wir auch damit durch. Es wird ja derzeit davon ausgegangen, dass zumindest für eine gewisse Zeit eine Immunität entsteht. Und wenn ein großer Teil durch die durchgemachte Infektion immun ist, entsteht eine Herdenimmunität (das Virus kann sich nicht weiter verbreiten) und die Risikopatienten sind besser geschützt als durch die Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden. Momentan versuchen wir, das ganze Geschehen zu verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Aber wenn man mit diesen ganzen Quarantänemaßnahmen aufhört und nur noch die Patienten hospitalisiert, die zuhause nicht versorgt werden können, sollte das doch gehen.
3. Die momentanen Quarantänezeiten sind ohnehin zu kurz. Untersuchungen aus China haben ergeben, dass das Virus mind. 20 Tage, in Einzelfällen bis zu 37 Tagen ausgeschieden wird. Da bringen 2 Wochen gar nichts.

Mein Fazit: In meinen Augen wäre "Augen zu und durch" die bessere Strategie gegen Covid19.

LG

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Nein, denn dann dürfte der Kurze auch nicht mehr zum Einkaufen, zur Spielgruppe oder auf den Spielplatz.

Wenn die KiTa geschlossen wird, wir irgendwie Kontaktpersonen werden oder krank sind, dann bleiben wir zuhause, ansonsten nicht.

Groß- und Urgroßeltern haben wir gefragt, wie sie es handhaben möchten, schließlich sind sie durch den Virus nicht entmündigt.

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Na ja, beim Einkaufen ist die Gefahr doch sicher deutlich geringer als in einem Kindergarten mit 90 Kindern? Da wird sich ja gedrückt, geküsst, die selbe Toilette benutzt usw. Beim Einkaufen kann ich den Abstand zu anderen Menschen selbst mitbestimmen. Selbst auf dem Spielplatz habe ich doch mein Kind besser im Blick, ob sie die Hände in den Mund steckt, mit offensichtlich kranken Kindern Kontakt hat usw. Die Keimbelastung auf dem Spielplatz ist hier sicher auch eine andere als im Kiga, wir wohnen in einer 3600 Einwohner Gemeinde, da sind die Spielplätze nicht so stark frequentiert.

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Das kommt dann ja aufs Wohngebiet an.

Wir wohnen in der Großstadt, in den Supermärkten sind immer lange Schlangen und Gedränge, Einkaufswagen die reinsten Keimschleudern. Unsere KiTa hat nur 20 Kinder und die Spielplätze werden deutlich voller sein🤷‍♀️

Es geht auch nicht zwangsläufig um "offensichtlich Kranke", ansteckend sind auch jene Infizierte, die (noch) keine Symptome haben.

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Ich schick meinen kleinen Wirbelwind weiter in die Kita. Da ihm zuhause nur die Decke auf den Kopf fallen würde. Bin aktuell wegen BV zu Hause und in 4 Wochen soll der kleine Bruder kommen. Selbst dann werde ich ihn in die Kita bringen.

Und den Kontakt zu den Großeltern meide ich auch nicht liegt aber vielleicht daran das sie noch nicht so alt sind, meine Mutter geht selber noch arbeiten, SE ist Erzieherin.

Meine Oma ist ein anderes Thema diese besuche ich seit Jahren nicht, da ich mit der Demenz nicht klar komme und diese nicht als letzte Erinnerung haben möchte.

Wenn es geht würde ich das Kind weiter in die Kita geben und so den normalen Alltag weiter Leben.

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Ich habe auch lange darüber nachgedacht. Aber ich vermute, man schützt Alte und Schwache besser, solange die Kitas offen bleiben. Häufig müssen Oma und Opa ran, wenn die Kita geschlossen wird.

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Aus dem Grunde tun sich die Behörden mit einer Schließung ja so schwer. Aber wenn jemand, ohne auf Großeltern pp. Zurück greifen zu müssen, das Kind selbst betreuen kann...??

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Das ist natürlich eine andere Situation. Aber das kann man ja unabhängig von einer Schließung entscheiden.

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Also ich würde sie ehrlich gesagt zu Hause lassen.
Ich denke, ich werde unsre möglicherweise auch schon ab morgen zu Hause lassen. Mein Mann und ich machen Home Office. Mein Mann muss seit gestern, ich ab nächste Woche sowieso.
Unser Kiga hat etwas über 100 Kinder, also potenziell ca 200 Eltern, pluss viele Erzieher.
Ich geh aber davon aus, dass der Kiga sowieso ab Montag geschlossen wird. In vielen Nachbarkommunen werden reihenweise Schulen und Kigas geschlossen.

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Darf ich fragen aus welchem Bundesland Du kommst?

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Wir wohnen in Norwegen :-)

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Durch unsere geographische Nähe zu Südtirol (leben am Bodensee) haben wir hier einige Personen, die vorsorglich zuhause bleiben müssen, da Südtirol seit Montag offiziell als Risikogebiet eingestuft wurde.
Alle, die in den letzten 14 Tage in ST waren (und das waren sehr viele)
Alle, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatten, die in ST war
etc., etc.
Allerdings waren eben viele in den Faschingsferien dort Ski fahren, nach den Ferien haben diese Menschen ganz normal am "Leben" teilgenommen und erst nach einer Woche wurde Südtirol Risikogebiet.
So saß also auch eine Mitschülerin meiner Tochter eine ganze Woche noch im Klassenzimmer. Das Mädel hat keine Symptome, muss aber jetzt 2 Wochen zuhause bleiben.
Unsere KiTas, KiGas und Schulen haben alle geöffnet. Es gab ein paar wenige Einrichtungen, die waren kurz zu (2-5 Tage) aber sonst läuft hier alles normal.
Wenn Du Dich sicherer fühlst, dann lass Dein Kind zuhause - ob es was nützt - keine Ahnung.
Da wir Schulpflicht haben und unsere Kultusministerin in BW bisher keine Notwendigkeit sieht, die Schulen zu schließen, muss meine Tochter eh gehen.

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Hallo,
das Fiese an dem Virus ist ja, daß es eine bis zu 2 Wochen lange Inkubationszeit gibt, in der die Infizierten sich noch völlig symptomfrei bewegen.
Lt. Fachleute infiziert jeder Betroffene 2-2,5 weitere Personen, die ihrerseits den Virus weitertragen.
So kommt es, daß ein Infizierter in den 14 Tagen rund 16.000 weitere Menschen infizieren kann.
Hier in RLP fordern Lehrerverbände die Schließung der Schulen, bislang ohne Erfolg, leider.
Wir lassen unsere Tochter ab Montag daheim.

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Bei Schülern, die keine Betreuung benötigen, sehe ich es so wie du.
Lässt du sie dann Zuhause? Im Einkaufszentrum rumhängen (o.ä.) wäre ja noch problematischer im Hinblick auf Übertragung.

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Ich denke auch das ich sie zu Hause lassen werde. Sie ist 4,kann sich gut selbst beschäftigen bzw. Lässt sich gut beschäc9uns geht eh jur von 8 bis 12 Uhr...

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Also unser Sohn ist Zuhause.

Er ist 5 und wälzt sich auch gern mal aufm Boden und packt sich ins gesicht...
Und da Magen Darm und Influenza im Kiga kursiert blieb er nun Zuhause.

Corona ist hier jetzt noch nicht soooo nah, aber auch nah....mein Mann ist Nierenkrank und hat schon etwas Angst daran zu erkranken.
Ich selbst nicht....aber ihn Zuhause zu lassen ist hinsichtlich seines Hangs sich gern aufm Boden zu wälzen und mal was einzuschleppen einfach besser.

Die Decke fällt ihm nicht mehr oder weniger aufn Kopf wie wenn er im Kiga ist...er verbraucht nur mehr meiner Nerven :P
Aber da er gerne lernt krieg ich ihn gut beschäftigt :)

Besuche stehen mit Oma/Opa usw an und werden nicht abgesagt solange kein akuter Verdacht auf irgendwas ansteht.

Ihr müsst das also einfach abwägen, wie wahrscheinlich ist es?
Eher unwahrscheinlich? Lass sie gehen.
Schon wahrscheinlicher? Dann lass sie daheim, ich würd mich da eher um den kleinen Zwerg sorgen glaub ich, auch wenns nur Grippe wäre und mein Kind gern was mit anschleppt bliebe mein Kind daheim.
Hier bleibt wiegesagt mein Sohn auch bei Magendarm zuhause, einfach weil ich das nicht haben will....oder auch bei Läusen....also auch ganz ohne Corona ^^

LG

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Finde ich in dem Kontext informativ.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/12-Schulen-schliessen-und-Gemeinden-unterstuetzen,audio652058.html