Wie geht ihr mit Coronafällen in Kita der Geschwisterkinder um?

Ich weiß, ich könnte auch im Corona-Forum posten oder bei den Kindergartenkindern. Mich interessieren aber die Meinungen von anderen Schwangeren.

Hintergrund: SSW33, seit Montag vorzeitig im Mutterschutz, Freitag Blutung, verkürzter GBMH, ich bin zweifach geimpft, jedoch mit knapp über 6 Monaten Abstand zwischen den Impfungen (offiziell gelte ich trotz des langen Abstands als zweifach geimpft)

Gerade kam die Meldung, dass es in der Nachbargruppe der Kita meines Großen einen bestätigten Coronafall gibt.


Nachmittags wird mein Sohn in dem Gruppenraum der betroffenen Gruppe betreut, die Erzieher überschneiden sich in der Nachmittagsbetreuung. Ansteckungsmögluchkeiten bestehen also zumindest theoretisch.

Eigentlich wollte ich die Zeit jetzt nutzen, um meinem GBMH etwas Ruhe zu geben. Andererseits würde ich meinen Sohn am liebsten erst Mitte nächster Woche wieder zur Kita bringen, um das Risiko zu minimieren. Aber bringt das noch was? Oder hätte er sich sowieso schon längst angesteckt?

Ich freue mich über Meinungen und Einschätzungen - in der Hoffnung, mir die Entscheidungsfindung etwas zu erleichtern.

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Hallo,

bei uns genau dieselbe Situation. Ich bin in der 28. Woche mit dem zweiten Kind schwanger, habe meine 2. Impfung auch nach über 6 Monaten während der Schwangerschaft bekommen und mein Großer geht in die Kita. Auch da in der Nachbargruppe 2 Fälle, auch da überschneidet sich die Betreuung durch die Erzieherinnen.

Und ich bin genauso ratlos. Einerseits habe ich schon Angst vor einer Ansteckung, welche ja jetzt nicht unwahrscheinlich ist, andererseits geht er so gerne in die Kita und weil ich in dieser Schwangerschaft leider nicht besonders fit und agil bin, kann ich ihm zuhause überhaupt nicht gerecht werden. Ich denke, er würde schon darunter leiden, nicht mehr in die Kita zu dürfen.

Was wir gerade machen ist, dass mein Mann und ich uns trotz der Impfung jeden Tag selbst testen und unseren Sohn natürlich auch., der muss durch die Fälle in der Kita jetzt ja auch alle 2 Tage spätestens getestet werden. Sobald einer von uns Erkältungssymptome hat, gehen wir zum Arzt, unser Hausarzt macht da immer einen PCR Test.

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Oh man, das klingt ja wirklich exakt gleich #kratz

Hast du irgendwie rausfinden können, ob Du tatsächlich grundimmunisiert bist trotz des langen Abstandes? Mir kann das keiner beantworten...
Und wäre klar, dass dem nicht so ist, würde ich mir trotz Schwangerschaft noch eine Dosis geben lassen. Unnötig will ich das Ungeborene dem aber auch nicht aussetzen.

So viele Fragezeichen gerade und so wenig, an dem man sich für eine Entscheidung orientieren kann #augen

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Hallo,

das könnte ich sein 😅 .

Ich bin auch in der 33. SSW und seit Ende letzter Woche plagen mich die gleichen Gedanken/Sorgen.
In Kita und Schule kommen allmählich die ersten Corona Fälle. Meinen Sohn habe ich am Montag zu Hause gelassen, um zu überlegen, was ist das „Beste“ - Erzieher und Kinder werden nach 15 Uhr auch zusammengewürfelt… er geht zu gerne in die Kita und ich habe einfach (noch) zu viele Termine (Gyn, Diabetologe usw. usf.). Mein Mann muss arbeiten.
Solange aber meine Tochter in die Schule geht, komm ich ja eh nicht drum rum. Also besteht ein Rest Risiko, vermutlich nicht so groß wie in der Kita 🤷‍♀️ .

Ich lasse mir heute die dritte Impfung geben und hoffe, dass ich dadurch ein wenig „entspannter“ sein kann. Und drücke uns allen die Daumen, dass es bis zu den Ferien gut bleibt. 🍀

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Einerseits geht es mir um das Risiko, dass ich mich anstecke, aber auch um meinen Sohn selbst.
Auch wenn es ihn milde erwischen würde, wer kann Spätfolgen ausschließen? Oh man, ich bin von den Hormonen beeinflusst.

Aber ich kann ihn ja nicht für immer zuhause lassen. Ab Januar geht es ja dann auch darum, einen Säugling vor der Ansteckung zu schützen

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Hey, hier das gleiche Lied. Auch 33. Woche, zwei kleine Kita-Kinder und es gab bereits mehrere Fälle, zum Glück nicht in unseren Gruppen. Ehrlicherweise denke ich, dass so gut wie alle Kinder bis zum Ende des Winters sich infiziert haben werden. Dies könnte man nur evtl verhindern, wenn man sie rausnimmt. Ich bin doppelt geimpft, meine Booster würde genau am ET fällig sein. Ich selbst mache mir aktuell nicht die großen Sorgen, dass ich schwer erkranken könnte, aber ich habe Angst, genau zur Geburt infiziert zu sein…welche Folgen hat das für mich, das Baby..den ganzen Geburtsvorgang und die erste Zeit danach?! 🤷🏻‍♀️
Da meine 2.Impfung dann schon ein halbes Jahr her ist, wird vermutlich das Baby nicht mehr viele AK haben, also kaum geschützt sein. Wie geht es also nach der Geburt (auch wenn alles gut war) dann weiter? Die Kinder könnten jederzeit das Virus anschleppen und das Baby anstecken…wie verkraftet das so ein frisches Immunsystem? Ich möchte nächste Woche noch mit meiner FÄ sprechen, ob die Boosterimpfung Anfang Januar noch Sinn macht (ca 14 Tage vor ET) - vor allem um dem Baby noch die AK mitzugeben, sonst würde es ja auch nach der Entbindung reichen.
Und dann bleibt natürlich noch die Frage, wie die Kinder selbst mit dem Virus zurechtkommen…ich versuche entspannt zu bleiben, da die Verläufe in der Regel sehr milde sind. Vielleicht hatten sie es ja auch schon?! Es gibt natürlich Ausnahmen, aber ich hoffe einfach, dass sie nicht dazu gehören. Meine Kinder gehen gern in die Kita und besonders der großen würde es fehlen, deshalb will ich sie nicht rausnehmen. Evtl nehme ich sie vor dem ET raus, um das Risiko zur Geburt zu minimieren, aber auch das ist ja schwer zu planen…die Babys halten ja I.d.R. nicht viel von Terminen 🙈🙈🙈

Also Fragen über Fragen und Gedanken über Gedanken. Eine wirklich blöde Zeit. Bleibt einfach zu hoffen, dass alles irgendwie schon gut gehen wird… 🍀🍀🍀

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Ach Mensch, ich habe mir gar nicht verdeutlicht, dass so viele in der gleichen Situation stecken und die gleichen Gedanjen gaben. Wie naiv von mir. #klatsch

Einerseits beruhigend, dass ich nicht alleine bin, andererseits doof für alle.

Boostern wäre bei dir tatsächlich ein beruhigender Gedanke. Meine Zweitimpfung ist gerade mal 2 Wochen her. Aber wie gesagt, keiner kann mir sagen, ob von der ersten Impfung noch genug vorhanden war, um die Grundimmunisierung sicher zu stellen.

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Bei mir lagen auch 4 1/2 Monate zwischen den ersten beiden Impfungen. Ich habe dann mal gelesen, dass es eine Studie gibt, in der sich bei einem größeren Abstand ein höherer Impfschutz zeigt. Hier sind die Abstände ja auch so kurz um schnellstmöglich den vollen Impfschutz haben. Aber ja, ein Restzweifel bleibt trotzdem, ging bzw geht mir auch nicht anders 🙈

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Lt unserem Gesundheitsamt ist eine Ansteckung am wahrscheinlichsten bevor die Person positiv gestest wird die dich angesteckt hat.
Also du verteilst die Viren noch bevor du merkst dast du sich selbst angesteckt hast.

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Ja, das dachte ich mir schon fast - leider #zitter

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Ich befürchte, das ist die neue Normalität. Nächste Woche gibts schon wieder den nächsten Coronafall, leider. Wenn du deinen Sohn daheim lassen willst, musst di das vermutlich ständig tun.
Wie ist denn bei euch der Ablauf? Bei uns dürfen nur offiziell negativ getestete Kinder nach einem positiven Fall in die Einrichtung kommen. Ich warte dann meistens 1 Tag ab, ob noch mehr Fälle bekannt werden. Ist dem nicht so, gehen meine Kinder wieder...

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Obwohl es da Überschneidungen gibt sowohl bei den Erziehern als auch bei den Kindern, darf die Gruppe deines Kindes normal in die Kita gehen?Wir hatten genau die gleiche Situation letzte Woche und die Gruppe meines Kindes musste trotzdem 2 Tage geschlossen werden (Fr + Mo) und an beiden Tagen mussten PCR-Lolli-Einzeltests morgens an der Kita abgegeben werden. Erst als die ganze Gruppe Fr + Mo negativ waren hat die Gruppe Di wieder geöffnet.

Ich würde in deiner Situation mein Kind vorsichtshalber bis nach dem nächsten Lolli-Test zu Hause lassen.

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Ja. Selbst eine Erzieherin der betroffenen Gruppe habe ich gestern noch in der kita gesehen. Klar kann siezweifach geimpft sein und zumindest ein Schnelltest wäre im Laufe des Tages ja möglich gewesen. Aber irgendwie gefällt mir die Situation nicht.

Lolli-Tests sind bei uns nicht gefordert (Hessen). Lediglich in der betroffenen Grupoe hat das Gesundheitsamt für einige Kinder Tests angeordnet - aber keine Quarantäne, nur Betretungsverbot für die Kita.

Mein Sohn will natürlich heute unbedingt in den Kindergarten #klatsch

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Ohje, bei uns in NRW sind 2x pro Woche PCR-Lolli-Pooltests ja Standard. Da bin ich echt heilfroh. Wir haben beim Personal übrigens 100% Impfquote und jetzt etliche Impfdurchbrüche. Die wurden ja alle sehr früh geimpft, z.t. „nur“ mit AstraZeneca

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Puh, echt blöde Situation bei dir (und euch allen)
Bei uns liegt die Situation anders aber genauso blöd: Ich Risikopatientin, dreifach geimpft, Sohn schulpflichtig, doppelt geimpft.

Ich würde ihn einerseits gerne zu Hause lassen, andererseits will ich ihm auch richtige Schule gönnen und ich DARF ihn gar nicht zu Hause lassen. Bedeutet also, WIR müssen das Risiko eingehen. Alles menschenmögliche haben wir getan um uns zu schützen, was das Restrisiko angeht: Gott sei mit uns!!!

Wäre ich in deiner Situation, würde ich das Kind vorerst wieder zu Hause lassen bis zum Frühling. Ist zwar auch blöd für das Kind, aber Corona und die eventuellen Spätfolgen wären noch blöder.
Ich persönlich bin kein Freund der Durchseuchung, einfach weil mir keiner garantieren kann, dass mein Kind nicht eines derjenigen Kinder wäre, die lebenslang mit den Spätfolgen leben müssen.
Aber das muss natürlich jede Familie für sich entscheiden…

Das wäre meine Antwort