Sinn des Lebens?

    • (1) 13.01.11 - 11:14
      sinndeslebens

      Sinn des Lebens, jeder definiert diesen anders, mancher denkt vielleicht gar nicht darüber nach, oder braucht keinen und ich versuche ihn zu finden und schaffe es nicht.

      Ich weiß nicht wo ich hin soll. Ich schwanke und denke und probiere und weiß am Ende gar nichts mehr. Ich bin Anfang/Mitte 30, stehe seit ca. 10 Jahren im Beruf. Will ich Freund und Kind, also Familie. Das war immer mein Wunsch, aber mittlerweile, ich weiß es nicht mehr. Mein Job gefällt mir, aber bis zur Rente sicher nicht. Ich habe tausend Ideen und weiß nicht was ich tun soll. Mich trauen und riskieren, oder doch lieber Nummer sicher. Ich hab doch nur dieses eine Leben, ich muss/will es bestmöglich nutzen. Ich helfe gern, arbeite seit Jahren ehrenamtlich mit Herz, Leib und Seele. Manchmal träume ich, wie es wäre als Entwicklungshelfer, ganz weit weg. Ich liebe Musik und Kunst, mache beides und verdiene damit nebenbei "ein wenig" Geld. Sollte ich das weiter verfolgen? Und Sport, ich liebe alle Brettsportarten, ich habe so viele Interessen und doch schaffe ich es nicht mich für etwas zu entscheiden oder mich auf eine Sache 100% zu konzentrieren. Ich habe auch Angst mich für das falsche zu entscheiden. Alles nur wischiwaschi zu machen macht mich auch nicht glücklich. Würde mich jetzt einer von meinen Freunden hören, sie würden es nicht glauben. Für alle bin ich die glückliche Strahlefrau und wenn ich "draußen" bin ist das nicht mal gespielt. Doch wenn ich dann alleine zu Hause bin und über mein Leben nachdenke und darüber das ich nicht weiß was gut für mich ist, dann laufen mir des öfteren die Tränen über die Wange.

      Was kann ich tun?

      Ich kenne deine Situation. Ich habe mir einen LIEBEN Mann zugelegt.

      Ganz zufrieden bin ich mit meinem Leben auch jetzt nicht, aber ich weine nicht mehr, weil ich viel mehr habe, worüber ich lachen kann - und sei es über mich selbst.

      • (6) 13.01.11 - 19:22

        Ich habe auch einen lieben Freund, er möchte in ca. zwei Jahren Kinder.
        Eigentlich das was ich immer wollte. Ein Mann der weiß was er will und
        vor allem das er mich will. Und nun bin ich mir nicht mehr sicher ob ich
        das alles will. Ob ich überhaupt Kinder möchte.

    Hallo, dein Beitrag rührt mich, krieg Gänsehaut.

    Was du machen sollst, musst du entscheiden, ob es richtig ist, siehst du erst hinterher. Abwägung non Herz und Verstand sind da ganz gut, eine gesund Mischung.
    Mir geht es ähnlich mit anderen Problemen, aber auf meine Kinder würde ich nie mehr verzichten, das war das größte in meinem Leben.
    Habe heut selber veröffentlicht, weil ich nicht weiß was ich machen soll, ich stecke in der Scheiße bis zum Hals und es geht nicht nur um mich auch Kinder hängen an meiner Entscheidung.Mittlerweile habe ich Blitze im Kopf, weil ich nicht mehr weiß, was gut ist.
    hab keinen Job, bin krank abhängig von der Gunst des Amtes kann nicht mehr selbst entscheiden.
    Ich hoffe, du findest dein Glück....ich bin in Gedanken bei dir.

Kann es sein, dass du eine Perfektionisten-Natur hast? Nichts dem Zufall überlassen möchtest? Ein 100%-Mensch sein willst?

So etwas gibt es leider nicht. Oder vielleicht auch Gott sei Dank?

Hast du vielleicht schon mal nachgedacht, auch einfach mal nur aus dem Bauch heraus etwas zu entscheiden? Egal, was Andere dann von dir denken mögen? Das Herz entscheiden lassen - nicht den Verstand?

Frage doch einfach mal dein Gefühl. Unabhängig vom stetig arbeitenden Kopf. Probiere verschiedene Dinge aus. Auch wenn das für dich erstmal Wischi-Waschi ist. Nur durch Probieren können wir uns irgendwann auf etwas einschießen. Wenn du spürst, das ist nichts für dich, gibt dir eigentlich jede Phase des Lebens die Möglichkeit zur Rückkehr. Beginne mit kleinen Schritten - nicht sofort hat frau z.B. Ehemann und zwei Kinder in ihrem Leben! - teste dich aus, riskiere auch mal was.

Ich glaube auch, unser Leben macht das aus, was wir letztlich daraus machen. Dazu zählt in meinen Augen aber auch, nicht immer in der Comfort-Class ohne Risiko zu sitzen und einen Platz einzunehmen, der von allen zwar hoch angesehen wird, dich letztlich aber nicht glücklich macht.

Ich wünsche dir, dass du für DICH bald DEINEN Sinn finden wirst :-)

Alles Gute
Emestesi

  • (10) 13.01.11 - 19:18

    Oh, Dein Beitrag hat mich gerade berührt...

    Ja, ich bin bestimmt ein Perfektionistin, oder tendiere stark dorthin.
    Im Job gebe ich 100%, mache fast nie Fehler. Wenn ich etwas in meiner
    Freizeit mache, dann meist auch zu 100%. Ich versuche bestimmt so
    perfekt wie möglich zu sein, nie nur etwas was ich tue mittelmäßig zu
    können. Ich möchte aus mir und meinem Leben so viel wie möglich
    rausholen, aber sicher mache ich das ein oder andere auch um Anerkennung
    zu bekommen und das ist doch irgendwie erbärmlich. Ich habe darüber
    auch schon nachgedacht, aber ich schaffe es nicht das ganz abzustellen.
    Ich bin aber nicht nur Perfektionistin, ich kann gut feiern und Stimmung
    machen, locker und witzig sein - oh Gott, aber wahrscheinlich gebe ich
    mir selbst hier Mühe möglichst sehr gut im "locker sein" zu sein. Ich
    versuche immer an mir zu arbeiten, an dem wie ich bin, ich versuche
    immer richtig zu reagieren. Grundsätzlich ja vielleicht nicht verkehrt,
    aber etwas weniger würds wahrscheinlich auch tun...

    Und so verwirrt wie ich hier schreibe (ogottogottogott - schlimm ;))
    bin ich wohl auch gerade.

    lieben Dank für Deine Antwort und Wünsche!

    • Dann tippe ich einfach mal, dass ich quasi blind ins Richtige geschossen habe #liebdrueck ....

      Danke, dass du mir antwortest, so kann ich vielleicht auch besser dir raten. Wenn es so ist, wie ich denke, würde ich dir wirklich empfehlen, den Kopf und den Comfort-Sitz im Leben einfach mal beiseite zu schieben. Zählt denn nur wirklich das? Ist nur das wichtig, WIE du wahrgenommen wirst? Ich nicht viel wichtiger wie DU dir selbst gegenüber DICH wahrnimmst?

      Gibt dir selbst dafür genügend Zeit. Du wirst nicht alle Freunde, deinen Arbeitsplatz oder sämtliche gute Meinungen dir gegenüber deswegen verlieren - dafür wirst du aber sehr viel mehr Meinung über dich selbst gewinnen können. Man muss nur bereit sein, die Augen zu öffnen und sich auf das Spiel MIT dem Leben einlassen. Nicht daneben. Wenn du verstehst, wie ich es meine :-). Nicht ZU viel Kopf, sondern MEHR eigenes Wollen bzw. Herz.

      Alles Liebe,
      Emestesi

      • (12) 13.01.11 - 23:31

        Ja, das könnte schon sein...

        ich werde mir darüber noch mal ein paar Gedanken machen!

        Ich habe schon angefangen mein Leben umzukrempeln, vor
        ca. 1,5 Jahren hab ich Schritt für Schritt versucht mich von
        meinen "Lasten" zu befreien. Es gelingt mir nur zum Teil,
        ich kann schlecht "Nein" sagen und so kümmere ich mich
        doch immer wieder um Projekte von Freunden oder von
        Freunden von Freunden. Ich weiß das das nicht gut ist, ich
        werde langsam besser, aber eben nur sehr langsam.

        Natürlich sollte es nicht wichtig sein, aber mir ist es leider
        wichtig, warum auch immer... Kinderstube, Erziehung, oder
        vielleicht einfach nur mein Charakter, ich weiß es nicht.

        Wenn ich "mein Ding" durchziehe tut es mir nur bis zu einem
        gewissen Grad gut und dann fühle ich mich irgendwie einsam.

        Ich kann es in der Kürze nicht wirklich gut beschreiben, dafür
        schwirrt zu viel in meinem Kopf... entschuldige.

        Manchmal habe ich sogar das Gefühl ich bin zu tief im Leben
        und auf keinen Fall daneben. Ich nehme meine Umwelt und
        meine Menschen seeehr bewusst wahr. Ich liebe Emotionen
        (die positiven natürlich am meisten ;)), ich lebe dafür. Ich
        liebe zwischenmenschliche Beziehungen und manchmal würde
        ich mir wünschen das ich einfacher gestrickt wär, mit weniger
        zufrieden, dann wäre alles viel einfacher, leichter und manchmal
        bestimmt auch schöner.

        Fazit: Ich werde also versuchen die Seele baumeln zu lassen und
        mir den eigenen und selbstauferlegten Druck von den Schulter zu
        nehmen. Genau darauf zu hören was ich mir wünsche und nicht
        was sich andere wünschen das ich bin. Ich werde es versuchen,
        Dankeschön!

        :-)

Du erinnerst mich ein wenig an mich #gruebel...

Mein Rezept in solchen total undurchsichtigen und unglücklichen Phasen war: Nichts tun! Die Ruder zur Seite legen und das Böötchen etwas treiben lassen... Bis ein klareres Ziel zu erkennen war... Oder aber das Schicksal das Boot lenkt...

Zerbrich Dir nicht Dein kluges Köpfchen...

Et kütt wie et kütt sagt der Rheinländer.

Dennoch alles Gute!
Rosenrot

  • (14) 13.01.11 - 23:39

    Rosenrot, ich werde es versuchen, lies Dir auch die Antwort durch die ich
    Emestesi geschrieben habe, ich habe sozusagen euch beiden geantwortet.

    Die Ruder beiseite legen, das werde ich jetzt tun, mich weniger unter
    Druck setzen. Ich habe nur etwas Angst das ich durchdrehe wenn ich
    zuuu viel Zeit habe um nachzudenken. Vielleicht lerne ich aber auch
    wieder die Stille zu genießen. Das würde ich mir wünschen. So wie
    früher, da war ich mir selbst genug. Damals war ich so glücklich. Ich
    weiß noch das ich früher immer gedacht habe "Egal, auch wenn alle
    Dämme brechen, ich arbeitslos und obdachlos sein würde, ich könnte
    das Leben genießen. Ich würde mich unter einen Baum setzen und
    glücklich sein, einfach weil z.B der Wald so wunderschön ist. Heute
    sehe ich das nicht mehr, Heute kann ich das nicht mehr nachvollziehen.

    und jetzt rollt sie wieder, die Träne... #schmoll

    • Kein Mensch ist immer nur glücklich! #liebdrueck

      Und ja: Das Leben ist einfacher, wenn man einfacher denkt. Aber das ist nun mal nicht jedem gegeben.

      Und wenn Du Dich nicht wohl fühlst, wenn Du zu sehr an Dich denkst, dann kann das auch nicht richtig sein! So pi mal Daumen die Waage zwischen den Anforderungen der Umwelt und den eigenen Bedürfnissen ist vielleicht das gesündeste... Denn seinen Ego-trip zu fahren kann doch auch nicht das wahre sein... Und wenn helfen Dir etwas gibt... Dann hilf! Wieso sollte das falsch sein????

      Mein Freund schimpft auch oft mit mir, dass ich springen würde, wenn jemand etwas von mir will... Aber Heute weiss ich: Ich MÖCHTE für diese Menschen (Freunde und Familie) da sein. Bei meiner Schwiegermutter ist es sicherlich nicht immer nur ein "möchten" aber ich bin der Überzeugung, dass ich am besten fahre, wenn ich mich mit der Familie meines Freundes gut stehe... ;-). Also hat auch das seinen ganz egoistischen Grund.

      Ansonsten: Lerne dem Leben zu vertrauen! Gerade wenn Du so reflektiert bist wird das Leben Dich an Deinen Platz weisen... Ganz sicher.

      Kurz zu mir: Ich war verheiratet. Klassische "Karriere": Mit Hausbau und allem pi pa po. Kurz vor der Kinderplanung brach mein Ex-Mann aus... Geliebte plus Kind von IHR. Meine gesamte Welt brach zusammen...

      Auch wenn ich mich immer irgendwie "fremd" in diesem Leben mit ihm gefühlt hatte. Freunde und Familie beobachteten meinen Wandel mit ihm und fanden MICH darin nicht wieder... Dennoch dachte ich die ganze Zeit ich sei undankbar... Habe doch alles was "jeder" sich wünscht...

      Heute lebe ich in einer Partnerschaft. Haben eine kleine ungeplante und dennoch sehr geliebte Tochter. Von geordneten Verhältnissen keine Spur... Und auch wenn ich oft nicht weiss, was ich davon halten soll... Finde ich MICH weitaus mehr in diesem Leben wieder als in meinem Leben davor...

      Manchmal sollte frau sich halt in ihrem Leben treiben lassen... Und siehe da: Sie strandet auf dem Stück Land, das für sie gedacht ist!

      Rosenrot

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