Auseinandergelebt

    • (1) 21.01.11 - 09:27

      Hallo,

      ich bin mit meiner Frau seit ein paar Jahre verheiratet. Was früher wunderbar war, hat sich im Laufe der Jahre schleichend verändert. Die Gefühle, der Sex, es ist alles abgeflaut. Aus dem Prickeln wurde Alltag, daraus Routine, und selbst das ist immer weniger geworden.

      Ich kann gar nicht sagen, wer daran "schuld" ist. Vielleicht liegt es sogar hauptsächlich an mir.

      Unser Alltag wird von alltäglichem bestimmt, wir arbeiten viel, in der Zwischenzeit kümmern wir uns ums Haus, unser Kind.

      Aber wir kommen dabei zu kurz. Ich habe Angst, dass alles auseinanderfällt, denn in manchen Bereichen haben wir uns schon auseinandergelebt.

      Und ich weiß oft nicht, wie ich mir die Zeit freischaufeln soll, um das alles anzugehen. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das angehen soll. Manchmal weiß ich nicht mal, ob reden noch ausreichend ist.

      Hab ich jetzt überhaupt etwas gefragt?

      Egal.

      • Hallo Schock,

        du kannst nur einen Schritt nach dem anderen machen. So richtig im großen Stil Zeit freischaufeln halte ich nicht für den ersten Schritt. Jetzt braucht´s erst mal eine ehrliche Klärung für dich selbst, was du dir am meisten wünschst in dieser Ehe.

        Die eigenen Wüsnche werden im Alltag leicht zu scheinbar unerfüllbaren Sehnsüchten. Da lohnt sich zu testen. ob sie wirklich unerfüllbar sind... aber vorher braucht es eine klare Vorstellung davon, was man möchte.

        Ich kenn das ganz gut. Resignation lauert an allen Ecken - nicht kelien beigeben!

        PS bist du ein Bekannter von irgendlink?

        • Hallo,

          danke für Deine Antwort. Ja, das stimmt mit den eigenen Wünschen, sie scheinen gerade unerfüllbar. In manchen Bereichen habe ich schon klare Vorstellungen, aber gerade sehe ich ziemlich schwarz was die Erfüllbarkeit angeht.

          Und nein, irgendlink kenne ich nicht.

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    Wenn du diesen Beitrag, so wie er hier steht, deiner Frau einfach mal zeigst?
    Sag ihr, dass du dich tatsächlich vor lauter Verzweiflung in einem Familienforum angemeldet hast um so einen Beitrag zu verfassen.

    Zeig ihr das! Frag nicht die Damen hier, was du machen sollst. Erzähle denen nicht, was in dir vorgeht-das bringt gar nichts! Sag es ihr und zwar mit Nachdruck und Ernsthaftigkeit!

    Dass nicht alles so bleibt, wie es in der Anfangszeit der Beziehung mal war, sollte jedem klar sein...aber man darf sich als Paar halt auch nicht komplett aus den Augen verlieren, und das scheint mir bei euch passiert zu sein.

    Du schreibst viel über deine Empfindungen, aber nichts über die deiner Frau. Habt ihr mal darüber geredet, wie es ihr in eurer Ehe geht? Ist sie zufrieden mit ihrem/eurem Leben? Dann wird sie vermutlich nix ändern wollen...und das wäre die Grundvoraussetzung, um überhaupt was zu bewegen.

    Weiters erwähnst du, dass eure (bzw. in erster Linie deine, wenn ich das richtig interpretiere) Zeit es nicht unbedingt zulässt, die Probleme anzugehen/was zu verändern. Das halte ich allerdings für eine Ausrede... wenn man es wirklich will, dann geht alles.

    Vielleicht antwortest du erst mal, bevor ich noch mehr schreibe...

    Du hast nichts gefragt, aber doch so einiges gesagt.

    Warum liegt es "hauptsächlich sogar an dir"?
    Ihr seid beide an eurer Beziehung und den Fortgang dieser beteiligt.

    Es braucht nicht unbedingt viel Zeit, um die Dinge an zu gehen.

    Es braucht zunächst einmal kleiner Momente.
    Darauf könntet ihr dann aufbauen, langsam und stetig.

    Und es bedarf eines Willens zur Veränderung auf beiden Seiten, Schockwellenreiter.

    Habe ich bereits erwähnt, dass ihr miteinander reden solltet?

    Ich wünsche dir alles Gute.

    Mach was draus, ja?




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