Geburtsplanung- Ärger in der Partnerschaft

    • (1) 25.01.11 - 16:45
      wieweiterreagieren???

      Hallo,

      eigentlich gehöre ich wohl eher ins Forum Geburt und Wochenbett, allerdings belastet diese Diskussion zunehmend meine Partnerschaft...und ich möchte anonym bleiben....

      Ich werde in wenigen Wochen unser Kind zur Welt bringen.
      Nachdem ich mich ausführlich informiert habe, und auch viel mit Freundinnen und anderen Frauen, die bereits Kinder bekommen haben gesprochen habe, ist für mich klar, dass ich NICHT in ein Kranken- sondern in ein Geburtshaus gehen möchte.
      Natürlich nur solange alles klar geht, es keine Komplikationen gibt und meine Werte ok sind.

      Mein Mann, mein Umfeld, ganz besonders unsere engste Familie empfinden diesen Entschluss als unzumutbar, kindsgefährdent, kopflos und und und...(das waren noch die nettesten Ausdrücke)
      Ja, mein Mann war eine Frühgeburt, wurde per Kaiserschnitt geholt...in solch einem Falle würde ich auch eindeutig ins Krankenhaus gehören und ohne jeglichen Widerspruch gehen!!!

      Solange aber einer natürlichen Geburt nichts entgegenspricht, will ich das auch natürlich...ich will nicht angefasst und ständig untersucht werden, nichts soll mit mir gemacht werden wass ich nicht möchte und auch wenn ich ein Kind bekomme reden wir von MEINER Intimsphäre und -zone.

      Das Schlimme ist, dass ich keinerlei Rückhalt von meinem Mann erhalte #heul ich hatte schon im GVK immer wieder das Gefühl, er traut dem ganzen nicht, hätte sowieso lieber, dass ich per Kaiserschnitt entbinde (kalkulierbarer!) und sieht in meiner Entscheidung eine Gefärdung unseres Kindes.

      Gestern ist die Lage und Diskussion vollends eskaliert, ich habe ihm gesagt, dass ich ALLEINE zur Geburt ins Geburtshaus gehe, ihn NICHT DABEI HABEN MÖCHTE und ihn anrufe, wenn er uns dann wieder abholen kann!

      Nun ruft mich seine Mutter heute an, er sei so fertig und ich so egoistisch.
      Bin ich das wirklich?
      Ich finde nein, ICH bin diejenige, die gebären wird, ICH muss mich wohlfühlen und das könnte ich im KKH sicherlich nicht.
      Jeder Versuch, ihn rational zu überzeugen, ist gescheitert....leider!

      Wie seht ihr das?

      • Ich sehe das ähnlich wie du. Was mich stört: Was mischt sich die Mutter da so ein?

        >> Nun ruft mich seine Mutter heute an, er sei so fertig und ich so egoistisch. <<

        Na gute Nacht, Marie - das wird noch lustig......#augen

        Ich würde meine Entscheidung nach meinem Gusto treffen. Du entbindest - du entscheidest die Umstände. Fertig. Und wenn die alle weiter so einen Affentanz veranstalten, würde ich denen eine klare Ansage machen:

        "Ihr dürft draussen bleiben!"

        Gruss
        agostea

        • (3) 26.01.11 - 08:57

          ##
          Was mich stört: Was mischt sich die Mutter da so ein?
          ##
          Allerdings!

          Diese Mutter hat sicher ein Trauma wegen der Geburt des Sohnes bekommen und leidet heute noch darunter, wie man sieht.
          Und sie hat es gleich ihm Sohn genauso eingeredet #augen

      (4) 25.01.11 - 16:57

      Ich finde nein, ICH bin diejenige, die gebären wird, ICH muss mich wohlfühlen und das könnte ich im KKH sicherlich nicht.


      Ende aus,es ist dein Körper,lass alle reden

    • es ist dein körper, allerdings euer kind... ich würde eigentlich sagen, dass ihr das wirklich zusammen entscheiden müsst...

      dass sich die mutter einmischt.. man man man das klingt ja nach meinem schwiegervater #schock

      ich hoffe, dass ihr das regeln könnt.. egoistisch finde ich das allerdings nicht...

      War Dein Mann mit im Geburtshaus Deiner Wahl und hat dort seine Bedenken direkt an die Hebamme ausdrücken können? Das hört sich nämlich nicht so an, wäre aber Euer Weg, diese Situation zu entspannen.

      Er wäre nicht der Erste, der seine Ängste und Bedenken auf ein Minimum reduzieren könnte, einfach indem er sich vor Ort umsieht und informiert.

      • Das denke ich auch.

        Klar ist die Frau diejenige, die entscheiden muss... aber die Geburt sollte doch für beide ein schönes Erlebnis sein und nicht von STreit begleitet. Daher würde ich meinen Mann an ihrer Stelle auch noch mal zur´Hebamme schicken, mit der er seine Bedenken besprechen kann.

        LG, Nele

    (8) 25.01.11 - 17:10

    Hallo,
    also erstmal würde ich alle reden lassen was sie wollen, denn richtig DU bist die Gebärende!

    Aber ohne deinen Parner zu entbinden wäre schon sehr schade.
    Habt ihr ausführlich (mit der Hebamme auch) darüber gesprochen wie eine Geburt im Geburtshaus abläuft? Habt ihr euch das Geburtshaus gemeinsam angeschaut? Wurde darüber gesprochen was im Falle einer schwierigen Geburt passieren würde? Ist ein Krankenhaus in der Nähe wo man im Ernstfall schnell sein könnte?

    Emotionenen sind jetzt ganz klar, aber es wäre schön wenn ihr da runter kommt und euch sachlich zusammensetzt, du seine Ängste ernst nimmst und er dich versucht zu verstehen.

    Ein Geburtserlebnis zusammen als Paar in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre ist etwas ganz besonderes und Risiken birgt eine Geburt sowohl im Krankenhaus als auch im Geburtshaus - selten gibt es Komplikationen, aber in Erwägung müssen sie vorher gezogen werden.

    Inhaltlich kann ich Dich verstehen, aber emotional ihn auch - es geht bei der Geburt ja eben NICHT nur um Dich und Deine Intimsphäre, sondern auch um EUER Kind und dessen Gesundheit. Mit einem - im schlechtesten Fall - geschädigten Kind müßte er ja genauso leben wie Du.

    Versteh mich nicht falsch, ich halte das Risiko im Geburtshaus nicht für so hoch. Aber der Beginn der Elternschaft ist damit natürlich nicht gerade ideal, wenn Du (aus seiner Sicht) Dein "Wohlfühlen" über das Wohl seines Kindes stellst und ihn von der Entscheidung ausschließt ...

    Ich drücke Dir die Daumen, daß Du ihn noch überzeugen kannst!

    Naja, für mich wäre ein Geburtshaus auch nie infrage gekommen, aber das ist eben meine Einstellung dazu. Nicht zwingend sind es Ängste, die mich ins KH gehen ließen, aber ich habe mich dort sicherer gefühlt.

    Du solltest seine Ängste ernstnehmen. Er ist weiter weg vom Kind als Du und weiß, dass er im Prinzip nicht viel machen kann. Die Machtlosigkeit kann Männern Angst machen. Es wird nicht besser, wenn Du mit dem Kopf durch die Wand willst und ihn nicht anhörst, auch wenn letztendlich DU das Kind bekommen musst.

    Nimm ihn mit ins Geburtshaus, sieh Dir evt. auch ein KH an, denn es kann durchaus passieren, dass du doch in ein KH gehen musst.

    (Ich bin da pragmatisch- ich wollte nur meine Kinder bekommen und gut. Letztendlich ist es doch nicht so wichtig.

    Ich hatte auch so ein Problem, habe dieses erfolgreich gelöst. Schreib mich gern per PN an. Und guck doch mal bei www.privatgeburt.de rein. Da kann man dir sicher auch helfen


    Ich kann deine Entscheidung voll und ganz verstehen.

    lg

    Hallo,

    Du hast ja schon einige Antworten bekommen. Grundsätzlich sehe ich es auch so, dass DEIN Körper nun mal betroffen ist und DU für Deinen Körper entscheidest. Dennoch ist es Euer gemeinsames Kind und ich kann auch Deinen Mann mit seinen Ängsten verstehen. Wer sagt denn, dass Du im Krankenhaus ausgeliefert und fremdbestimmt bist? Ich hatte eine Beleghebamme und es wurde nichts ohne Absprache mit mir gemacht... die Ärzte kamen erst ins Spiel als es kritisch wurde.
    Und ich möchte Dir keine Angst machen, aber es gibt seltene Fälle, da gibt es unvorhersehbar lebensbedrohliche Komplikationen. Ich bin völlig entspannt und vorfreudig in meine erste Geburt gegangen, hatte schön die Vorbereitungskurse und Akupunktur gemacht und mich komplett auf eine natürliche Geburt mit meiner Beleghebamme eingestellt. Ich hatte eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft und es gab KEINE Anzeichen.

    Nach dem ungeplanten Kaiserschnitt hat der Oberarzt mich mit den Worten begrüßt: schön, dass Sie noch bei uns sind! Hätte ich im Geburtshaus oder gar zu Hause entbunden, hätte ich wahrscheinlich nicht überlebt.

    Ich schreibe Dir das nicht, um Dir Angst zu machen, aber überleg nochmal, ob es nicht einen Mittelweg gibt, mit dem Dein Mann auch leben kann. Denn ER hat genauso viel Recht, sich um Dich und das Kind zu sorgen.

    Mit welchem Recht entscheidest Du allein, dass er nicht dabei sein darf?
    Krankenhausgeburt ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Entmündigung. Es gibt ganz tolle Hebammen, die (so lange alles komplikationsfrei läuft) völlig ohne Ärzte arbeiten. Schau Dich doch nochmal um!
    Das wird nicht das einzige Mal bleiben, dass Ihr im Bezug auf das Kind vielleicht nicht einer Meinung seid und ist doch eine gute Übung, GEMEINSAM zu lernen, wie Ihr damit gut umgehen könnt.

    Ich wünsche Dir alles Gute für die Geburt!

    • Ich muss Dir Recht geben.

      Ich wollte auch ins Geburtshaus.
      Meine Nachbarin war damals parallel zu mir schwanger.
      Sie wollte ins Krankenhaus.

      Sie ging mit Wehen ins Krankenhaus. Dort löste sich dann die Plazenta. Es musste sofort ein Notkaiserschnitt gemacht werden. Da zählen Minuten. Sobald die Plazenta sich ablöst wird das Kind nicht mehr versorgt. Die Mutter kann verbluten.

      Und sie hatte vorher keine Anzeichen dafür das so etwas passieren kann. Wäre sie im Geburtshaus gewesen, dann wäre sie, das Kind oder beide gestorben.
      Das Geburtshaus ist bei uns keine 5 Minuten vom Krankenhaus weg.

      Ich ging dann auch ins Krankenhaus. Heute bin ich froh deswegen, denn meine große Tochter blieb in der Scheide stecken weil meine Scheidenmuskulatur verkrampft war. Ich habe noch nie gehört das sowas passieren kann aber der Arzt und die Hebamme erklärten es so.
      Es wurde ein Arzt gerufen und der durfte mich dann in der Scheide schneiden. Ich spreche hier nicht vom herkömmlichen Dammschnitt sondern es wurde in der Scheide geschnitten.

      Was wäre im Geburtshaus gewesen?

      Liebe TE-ich kann Deinen Mann absolut verstehen.
      Was ist wenn irgendetwas schief geht?
      Und nur weil Du dann unbedingt ins Geburtshaus wolltest ist dann vielleicht euer Kind sein Leben lang geschädigt.

      Und DANN wird aber vom Partner erwartet das er alles mit einem durchsteht, denn es wäre ja feige wenn er sich dann verdrücken würde-oder?

      Es ist euer Kind!!!

      Ich würde immer wieder ins Krankenhaus gehen.

      LG Mona

Hallo

Ich würde kein Kind in einem Geburtshaus zur Welt bringen und ich kann die Ängste deines Mannes voll und ganz verstehen.

ALs Leon geboren wurde,ging man von einer ganz normalen Geburt aus.Sämtliche Untersuchungen waren vorbildlich und auch im US nie etwas auffällig.Als ich in die Klinik ging wurde zur Aufnahme nochmals ein US gemacht der gute 20 Minuten ging,selbst da hat die Oberärztin NICHTS festgestellt was auffällig wäre.

Als Leon dann geboren wurde,war der Schock um so größer.Mein Sohn kam mit offenem Bauch zur Welt.

Wäre ich in ein Geburtshaus gegangen oder hätte mich für eine HAusgeburt entschieden,weiß ich nicht ob mir mein Kind heute so viel Freude bereiten könnte,im schlimmsten Fall,hätte er es mit seinem noch nicht richtig begonnenem Leben bezahlt.

Es ist richtig...es ist dein Körper,du gebärst das Kind aber was ist,wenn wirklich etwas sein sollte? Du würdest dich vor Selbstvorwürfen zerfleischen.

Natürlich,man kann sagen das nichts sicher ist.Deine Situation hingegen sehe ich etwas anders.Dein Mann und auch deine Schwiegermutter machen sich unbändige Sorgen und können nicht verstehen wie du so "locker" damit umgehst.Sollte bei der Geburt (was ich weder dir noch sonst jemanden wünsche) irgendetwas schief gehen....was meinst du,ist dann erst los?

Im Grunde musst du selbst entscheiden ws du tust.Mir persönlich ist es wichtig Sicherheit zu haben und die haben ich nunmal nur in einer Klinik,in der ich und auch mein Kind sofort Erstversorgt werden würden.Der ahle Kliniktrist,ist schon lange nicht mehr.Viele Kliniken bieten an,das du deine Hebamme mitbringen kannst.Vieleicht wär das ja eine Alternative.

lg und alles Gute

Ganz ehrlich es ist aber nicht nur DEIn Kind sondern EUER Kind das da geboren werden soll, und wenn er da Angst hat kann ich das ein Stück weit auch verstehen. Wenn du bedenken wegen der Intinmsphäre hast und nicht möchtest das du in einem Unpersönlichen Kh entbindest in dem womöglich etwas getan wird was du nihct möchtest, wie wäre es dann mti einer Beleghebamme? Das ist eine hebamme die dann NUR für dich da ist, die mit dir da hin geht, und egal wie lange die Geburt dauert diese mit dir durchsteht, die vorher mit dir bespricht was ok ist und was nicht, was du möchtest und was nicht, und die nur wenn es Komplikationen gibt den Arzt holt. Also quasi geburtshausatmosphärte in den Räumen und mit der Sicherheit einer Klinik. Übrigens gibt es in vielen KH, vor allem in denen mit Beleghebamme die möglichkeit den kreissaal ein bisschen individuell zu gestalten, also Tücher, ein Bild, Musik, Kissen oder was auch immer mitzubringe, damit man sich wohl fühlt, uns wurde das sogar dringend empfohlen!!!!
Vielleicht wäre das der richtige kompromiss?

Alles gute

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