Privatinsolvenz! Fragen..

    • (1) 30.01.11 - 10:16
      ichweisskeinenAusweg

      Hallo,

      ich möchte unerkannt bleiben und deshalb poste ich hier.

      Kurz und knapp: ich 32, Krankenschwester, zwei Kinder im Alter von einem und drei Jahren. Arbeiten momentan aus Betreuungsgründen nicht möglich.

      Kredit in Höhe von 6000 Euro

      andere Rechnungen die noch beglichen werden müssen : ca. 1500 Euro

      Ich erhalte derzeit ALG 1 : 400 Euro und 368 Kindergeld

      Von meinem Einkommen zahle ich alles was Kinder, Haushalt usw betrifft. Mein Partner, die BEziehung steht vor dem Aus übernimmt die Miete und Nebenkosten. Wenn ich alle Raten, die ich derzeit zahlen muss abziehe, bleiben mir ca. 350 - 400 Euro. Hiermit bekomme ich aber leider nicht alles andere bezahlt. Mir persönlich bleibt nichts. Ich habe momentan genau drei Pullover, eine Jeans, die ich schon seid einem Jahr trage und ein paar Schuhe. Ich fühle mich mehr als besch .... wenn ich mich ansehe.

      Wie läuft eine PI ? Was muss ich tun ? Was kommt auf mich zu ?

      Wäre schön, wenn der eine oder andere Antworten kann.

      Zähle hier nur die Fakten auf, das ganze drumherum spare ich mir heute mal.

      VG

      die verzweifelte

      • http://www.sozialleistungen.info/fin/schulden/privatinsolvenz.html

        Ich persönlich empfinde eine Privatinsolvenz in den meisten Fällen als Dreistigkeit. Erst Schulden machen, diese dann nicht abzahlen können und dann der Versuch, über Privatinsolvenz zu einer Restschuldbefreiung zu gelangen. D.h. die Gläubiger gucken in die Röhre. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

        • Ja, es scheint auch oft, als würde diese Möglichkeit in Erwägung
          gezogen, um mal "schnell und unkompliziert" das Konto gerade zu rücken.

          Ich meine, 7500 Euro Schulden sind doch für eine junge gesunde Frau nicht unüberwindbar, zumal sie nicht erwähnt, wie die Gesamteinkommenssituation in der Familie aussieht. Es gibt ja auch Unterhaltsverpflichtungen des Lebensgefährten seiner Partnerin und den Kindern gegenüber.

          LG,

          W

          Das ist mit Sicherheit genau das was die TE braucht! #klatsch

          Ich glaube, niemand geht leichtfertig in eine PI und ich kann mir gut vorstellen, dass man in der Verzweiflung keinen anderen Ausweg mehr sieht!

          Versuch mal, ob du deinen Kredit stunden lassen kannst. Die Rechnungen die noch offen sind - setz dich mit den Gläubigern in Verbindung und erzähl ihnen von deiner derzeitigen Situation. Sag ihnen, wann wieder mit mehr Einkommen zu rechnen ist (also wann du wieder arbeiten gehen kannst) und mach einen Zahlungsvorschlag. Im Normalfall gehen die Gläubiger auf einen Zahlungsplan ein, denn bei einer PI würden sie nichts bekommen da dein Einkommen zu gering ist. Wichtig ist nur, dass du den Überblick behältst bzw. dir mal einen Überblick verschaffst und mit den Gläubigern sprichtst.
          Als ich in Karenz war, hatte ich auch so eine ähnliche Situation... aber man sagt "Durch´s Reden kommen die Leut zamm" und mir ist jeder einzelne Gläubiger entgegen gekommen. Ich konnte viele, ganz kleine Raten bezahlen, teilweise wurden meine Rückstände für einen bestimmten Zeitraum ganz stillgelegt und als ich Arbeit hatte, hab ich mich wieder mit allen Gläubigern in Verbindung gesetzt und einen neuen Zahlungsplan vorgeschlagen. In Summe hat sich das über 2 jahre hingezogen bis alles geregelt war. Heute bezahle ich noch immer jeden Monat meine Schulden.

          Lass den kopf nicht hängen... € 7.500,-- ist wirklich keine Summe an der man verzweifeln muss. Du schaffst das schon :-)

          Wegen der Unterhaltspflicht vom KV... wenn er schon die Miete bezahlt, glaub ich nicht, dass sie noch viel an Unterhalt bekommen wird.

          • (5) 30.01.11 - 12:02
            ichweisskeinenAusweg

            vielen Dank für deinen Beitrag!
            Ich lebe ja mit dem Mann noch zusammen. Und selbst wenn ich Unterhalt erhalten werde, muss ich davon ja auch alle anderen Kosten decken. Ich habe noch keine eigene Wohnung und wenn ich dann mit den beiden Kindern in eine eigene Wohnung ziehe, habe ich auch nicht mehr GEld zur Verfügung so dass ich das alles bezahlen kann.

          Was die TE braucht, habe ich ihr mit dem Link geschickt - nämlich wie man vorgeht, wenn man in Privatinsolvenz gehen möchte. Das andere ist meine Meinung und dabei bleibe ich nach wie vor. Die TE hat Schulden gemacht und möchte nun durch PI, dass ihr letztendlich die Schulden erlassen werden. Die Gläubiger sind dabei die Gearschten. Die zahlen dann nämlich letztendlich für die TE die Schulden ab.

          • Niemand geht einfach so, weils gerade Spaß macht, in die PI. Ich finds nicht ok, jemanden deswegen so anzugehen. Wenns deine Meinung ist - ok, ist dein gutes Recht... kann man aber auch anders sagen.

            • Ok - entscheidend ist wohl auch noch, wie die Schulden zusammen gekommen sind und das wissen wir hier natürlich nicht. Aber ich schrieb ja auch, dass ich es *meistens* als eine Dreistigkeit empfinde, in Privatinsolvenz gehen zu wollen. Ich wollte die TE damit nicht "angehen". Schließlich habe ich ihr einen Link gepostet, aus dem sie herauslesen kann, wie sie vorgehen muss. Es ist tatsächlich nicht so ganz einfach und ich denke, dass sie eh kein Fall für eine Privatinsolvenz ist.

              Ich bin eben grundsätzlich der Meinung, wenn man Schulden gemacht hat muss man für diese auch gerade stehen und zusehen, dass man sie abtragen kann. Sonst schädigt man andere. Dazu gehört natürlich auch, dass ich mir vorher! darüber Gedanken mache, wie ich das leisten kann und mich und meine Situation richtig einschätze.

      Unfug.


      Die Privatinso ist auch für die Gesellschaft gut, weil hoffnungslos überschuldete sich sonst nie mehr integrieren, sondern immer am Rand leben.

      Allerdings sind 8000 Euro Schulden kein Grund für eine PI.

      Gruß

      Manavgat

Was nützt Dir denn eine PI bei einer so geringen und überschaubaren Schuldensumme?

Dein Problem ist eher der Partner, der nach einer Trennung aber Unterhalt für Dich und die (seine?) Kinder zahlen müßte!

Gruß,

W

PI lohnt sich erst ab einem Schuldenbetrag über 10.000
Für die PI brauchst du einen Anwalt der macht das alles ohne gehts nicht.
Aber frag mal lieber bei der Schuldenberatung deiner Stadt nach die können dir weiterhelfen auch ohne PI.
Geh aber zu einem Schuldnerberater der bei der Stadt angestellt ist der ist für dich kostenloß. Man hat zwar lange wartezeit auf einen termin aber die helfen dir wirklich, und nicht irgend welche privaten die dafür geld verlangen. (Die privaten wollen dir eh nur einen Kredit andrehn)

  • So eine Pauschalaussage ist doch völlig unsinnig.
    Es hängt doch sehr vom Einkommen und der Einkommensprognose ab, ob 10 000 Euro "ein Witz" sind oder Grund, sich für die nächsten 7 Jahre und darüber hinaus die Bonität und das Leben zu versauen, oder?

    Gruß,

    W

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