Patchwork, bin ich schuld?

    • (1) 15.08.11 - 11:44

      hallo an alle hier,

      ich habe alles versucht, paartherapie, reden, streiten, heulen, vertragen....seit monaten ein und das selbe thema
      und es scheint keine lösung zu geben. wir sind schon etwas älter und haben erwachsene kinder - die alle schon ausser haus sind. patchworkfamilie.anfangs haben wir uns gegenseitig mit rat und tat zur seite gestanden und es fühlte sich gut an. von der art des anderen zu lernen.
      seine 2 kinder waren allerdings nie besonders nett zu mir. ich habe vieles versucht - aber irgendwann bin ich auf abstand damit ich nicht ständig durch ihre bösen kommentare (wenn wir uns begegnen -was sehr oft war - weil er es so liebt) veletzt werde. mein mann hat das zwar verstanden, aber ich habe gemerkt das ich doch bitte die brave bleiben soll - der familie zur liebe. aber ich kann das im moment nicht.
      dann fing er an - an meiner tochter ständig rum zu nörgeln (retourkutsche?) seine kinder wären zwar nicht nett gewesen, aber meine würde ja so rumeiern im leben, hätte nie geld und wäre auf hart 4 niveau usw. das tut alles unglaublich weh - was er da sagt. ich verteidige natürlich meine tochter. sie war nie gemein zu ihm, sie mag ihn sehr gerne. ja, beruflich sucht sie noch ihren weg und ich bin auf keinem fall mit dem was sie tut immer einverstanden. seine kinder bekommen unmengen von geld von ihm. auto, grundstück, kohle hier, kohle da. meine tochter haben wir anfangs auch mit 100 euro unterstützt, aber als sie merkte wie mein mann drauf ist - hat sie abgelehnt und lebt im moment echt an der totalen untergrenze.wenn jetzt ein notfall anliegt...helfen darf ich ihr nicht, obwohl genug geld da ist, er sagt das hätte sie ja anders haben können.
      er würde mir auch nicht vertrauen - in bezug auf meine tochter. ich würde alles falsch mit ihr machen. (seine macht übrigens was sie will - sie sagt dann, wenn er mal ihr die meihnung sagen will= papa, ich bin phsychisch krank! und er hält die klappe)

      fakt ist - er verdient das geld. ich kann körperlich nur 400 euro verdienen. (zusätzlich, haushalt, garten, kochen, waschen) er sagt, wenn du ihr helfen willst,nimm es von deinen 400. von mir gibt es nichts. damit könnte ich leben. aber nicht damit, das unsere ehe auf einem "unser" aufgebaut war und es jetzt nicht mehr gilt. das er entscheidet und sagt: "ich bring das mamut heim - ich verteile es auch. von unserem geld kannst du und meine kinder leben. deine nicht.

      ich wache jeden morgen mit einem messer im bauch auf. ich bin sehr stolz. war jahrelang erfolgreich und taff.
      es tut so weh und ihm geht es nur um recht behalten. langsam fange ich an zu zweifeln. ist es mein kopf der spinnt?

      es ist so komliziert, könnt ihr mir helfen?
      er will mit mir über dieses thema nicht reden.

      • Ich gehe mal von mir aus. Ich könnte solch eine Partnerschaft nicht führen.

        Er unterdrückt dich, er macht dich klein - er macht dich psychisch fertig. Wenn deine Psyche leidet, schlägt sich das auch auf dein körperliches Wohlbefinden. Willst du das?

        Vielleicht gibt er DIR eine gewisse finanzielle Absicherung. Aber ist dafür meine körperliche und seelische Gesundheit aufs Spiel setzen? Würde ich nicht machen.

        Du musst selbst wissen, was du von deinem Leben erwartest. Versuche immer wieder mit ihm zu reden. Aber wenn nichts von ihm kommt, dann ist es vielleicht am Besten, einen Schlußstrich zu ziehen.

        Ich wünsche dir viel Glück! #blume

      Leider schreibst Du nicht, wie lange Du mit Deinem Partner zusammen bist, wielange verheiratet, wie geht ihr sonst "finanziell" miteinander um? ist es eher meins und Deins oder unser? Wenn die Grundlage "unser" war wie Du schreibst, warum ist er dann nun so anders?

      Grundsätzlich und spontan würde ich sagen, er verdient das Geld. Er kann seine Kinder unterstützen, wie er möchte. Dein Kind hat auch einen Vater. Der könnte wenn er könnte ja auch... verstehst Du was ich sagen will?

      Du kannst körperlich nur 400 euro dazuverdienen schreibst Du. Ja und wo wärst Du ohne Deinen Partner? Auch bei 400 Euro plus staatliche Hilfe? Da hätte Deine Tochter auch keine große Unterstützung.

      Udn was haben erwachsene ausgezogene Kinder sind dermaßen in eine Partnerschaft einzumischen? Was läuft da intern schief, dass die "Kinder" so einen großen Machtraum bekommen? Da würde ich zu meinem Sohn (24) schon mal sagen, bis hierher und nicht weiter, mein Leben, Dein Leben.

      Aber das Thema ist sicher komplizierter bei Euch vermute ich...

      Lichtchen

      • Sind = sich #klatsch

        Also meint, "... sich in eine Partnerschaft einzumischen...

        lichtchen

        wir sind erst 1 jahr verheiratet. 2 zusammen. im allgemeinen ist es "unser" geld - sagt er. aber ich gehe damit sehr sparsam um. und kaufe von unserem konto eigentlich nur essen. von meinen 400 kauf ich meine kleidung, versicherungsraten usw. auch weil ich ihm zeigen will das ich nicht wegen seinem geld mit ihm zusammen bin. ohne meinen mann wäre ich auch auf hartz 4 und könnte sie nicht unterstützen. einen eigenen vater hat meine tochter nicht und sonstige unterstützung gibt es nicht mehr. meine tochter sitzt im moment wieder auf der schulbank und bemüht sich wirklich sehr. mir geht es nicht um das geld. mir geht es um ein "wir" gefühl. um dieses "unser" das war mein traum von ehe. ich hab das noch nie erlebt. ich habe meine tochter alleine groß gezogen. 23 jahre lang. vielleicht verlange ich zu viel. vielleicht ist der denkfehler ja bei mir. alles was wir haben ist: sein haus, sein auto, sein boot. ich brauch das alles nicht wirklich. ich hab mir das vor jahren alles selbst schon erarbeitet - bis ich krank wurde und dann alles verloren. ich will nur glücklich sein. auf augenhöhe.

        • 2 jahre erst?


          haben seine kinder vielelicht angst das du ne erbschleicherin bist
          und er vater will mit geschenken die wogen glatt streichen?


          vielleicht findest du doch die kraft für ein gespräch


          lg

          Dieses "Wir-Gefühl" welches Du vermisst, dass sollte aber auf anderer Ebene stattfinden.

          Es ist Deine Tochter, nicht seine. Es ist sein Haus, sein Auto, sein Boot. Es wird und ist nach 2 Jahren zusammensein und 1 Jahr Ehe nicht Euer, weil es eben sein erarbeitetes ist, noch nicht euer.

          Dass Deine Tochter keinen "zuständigen" Vater hat, Du durch Krankheit alles was Du Dir aufgebaut hast, verloren hast, ist alles tragisch... aber nicht in seiner Verantwortung, ich nehme an, weit vor ihm passiert.

          Letztendlich sei "froh", dass Du so ich sage mal bequem mit ihm Leben kannst, auf Grund seiner finanziellen Verhältnisse.

          um diesbezogen von "Euer" zu sprechen fehlen meiner Meinung nach noch ein paar Jahre gemeinsam, um sich auch was zu schaffen, was aufzubauen auf das man als "unser" zurückblicken kann.

          Dass Du nicht glücklich bist... ich vermute mal das liegt an anderen Dingen. Nicht an der fehlenden Unterstützung für Deine Tochter.

          Auf Augenhöhe sein, finanziell gesehen.... ist bei solchen Unterschieden generell schwierig. Nur scheint es bei Euch auf der partnerschaftlichen Ebene auch nicht der Fall zu sein...?

          Der Denkfehler bei Dir ist vielleicht, dass Dein Mann, mit dem Du jetzt zusammen bist, nicht für Dein bisheriges Leben "verantwortlich" ist? Und auch nicht dafür, das wieder grade zu rücken?

          Lichtchen

    hallo,


    warum sprichst du von schuld

    ihr seid nie als familie zusammengewachsen

    ihr ward offensichtlich nie ein ganzes

    vielleicht kannst du deiner tochter anders helfen
    oft zum essen einladen,kleidung kaufen,wäsche waschen,wochenendeinkauf mit übernehmen usw.


    ihr habt andere proiritäten

    den kindern derart viel materielles in den arsch zu blasen hat nichts mit einem guten verhältniss zu tun

    lg

    Hallo,

    wir leben auch in einer Patchwork-Konstellation. Aber meine Kinder sind meine Kinder (eins lebt noch bei uns) und sein Kind ist seins - was das Finanzielle angeht. Ich finde das auch ok so. Wir sind auch erst einige Jährchen zusammen, aber auch nicht verheiratet.

    Litchens Einwand fand ich ganz sinnvoll, bei euch haben seine Kinder auch viel zu viel Machtraum. Warum ist das so?
    Wieviel er ihnen gibt, da wirst Du nichts sagen können. Wenn Du deine Tochter unterstützen möchtest, die finanziellen Mittel deinerseits aber nicht verhanden sind, kannst Du maximal "hoffen", dass er es mitfinanziert. Dass er es nicht tut, das würde mich vielleicht als Mutter auch etwas verletzen, aber nüchtern betrachtet ist es nunmal nicht sein Kind.

    Was für mich an eurer Situation aber entscheidender ist, dass es auch eher so klingt, dass Du Dich im Allgemeinen zurückgesetzt fühlst in eurer Partnerschaft. Und da ligt sicher des Pudels Kern.

    lg polar

    seine kinder hat er viele jahre nicht gesehen. damals hat seine exfrau den kontakt untersagt und heute würde er, glaube ich, alles tun, damit sie nie wieder weg bleiben. (ich war nicht der scheidungsgrund)

    und ja, sicher haben seine kinder angst ums geld. das habe ich oft aus den spitzen bemerkungen seiner tochter raus gehört. aber er hat sein testtament geschrieben wo alles geregelt ist. nur das wissen sie nicht.
    würde ich ihm sagen, erzähl es ihnen, vielleicht sind sie dann netter zu mir, hätte ich den nächsten alarm, weil ich solche gedanken habe.
    ich bin die böse, egal was ich sage, tue, denke.

    ich kann echt nicht mehr lange aushalten.
    ich weiss einfach nict wie ich ihn dazu bringen kann mich zu akzeptieren.
    mit meinen vorstellungen, was mir wichtig ist und das ich meine tochter
    anfasse wie ich es für richtig halte.
    er regt sich bei ihr über jedes wort auf und bei mir auch.

    aber ich denke, ich fühle mich tatsächlich auch allgemein, zurück gesetzt.

euch allen vielen dank für eure gedanken.
es tut sehr gut und es hilft mir, hoffentlich meinen blickwinkel zu ändern.

seine kinder sind 23 und 28. wobei seine tochter (28) auch noch neben uns wohnt (papa hat das haus gebaut) und nun, da wir ja diesen ganzen stress haben, täglich ihr gift verspritzt und ich nur machtlos daneben stehe.

ich glaube sie macht täglich ne flasche sekt auf wenn papa wieder bei ihr war und sie hört wie schlimm es bei uns läuft. (ja, leider trägt er es zu ihr)

er hat auch schon zu meiner tochter gesagt - sie wäre schuld wenn unsere ehe zerbrecht.

ach, wie recht ihr habt. wir sind wirklich nie zu einem wir gekommen und auf augenhöhe funktioniert so tatsächlich nicht.

er sagt: das unser gilt für ihn, mich und seine kinder. nicht für meine tochter. ich weiss einfach nicht wie ich damit klar kommen kann. emotional. und trotzdem mit ihm glücklich? wie geht das?

  • Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich habe mit meinem Freund ein ähnliches Problem, wobei wie inzwischen eine 5-jährige Fernbeziehung führen, und meine Kinder noch bei mit leben - sie sind 16 und 14.

    Und ich komme immer weniger damit klar, das sich nie ein freundschaftliches Verhältnis zwischen meinem Freund und meinen Kindern aufgebaut hat. Ich erwarte keine finanzielle Unterstützung - ich kann ganz gut für mich selber sorgen - aber auch keine ständige Kritik an meinen Kindern (die eigentlich ganz gut geraten sind ... ). Wenn er da ist, dann ist immer eine angespannte Stimmung im Haus. Inzwischen will ich ihn gar nicht mehr bei mir sehen.

    ---

    Ich weiß nicht, in welcher Form du deine Tochter gerne unterstützen würdest. Wie viel Geld / Hilfe würdest du für angemessen und richtig halten? Ich meine, mit 28 sollte man tatsächlich auf eigenen Beinen stehen können, und nicht mehr bei Muttern die Hand aufhalten müssen - außer, es gibt Gründe, warum die junge Frau unterstützt werden muss. (Z. B. wenn sie selber Kinder hat, und der Vater die Kurve gekratzt hat, und sie mit den Kindern auf einmal alleine dasteht. Oder nach einem Unfall, oder einem anderem "Desaster.")

    Das schlimmste scheint auch in deinem Fall zu sein, das dein Partner dein Kind ablehnt - und du umgekehrt seine Kinder ablehnst (oder von ihnen abgelehnt wirst. In der Regel beruht das auf Gegenseitigkeit ...).

    Du hast geschrieben, das zunächst mal deine Beziehung zu seinen Kindern schwierig war - du hast dich abgelehnt gefühlt, und dich zurückgezogen. Erst danach hat dein Partner angefangen, auf deiner Tochter rumzuhacken?

    Klingt ein wenig nach "wie du mir, so ich dir". Hier im Forum kann man kaum abschätzen, warum dein Verhältnis zu seinen Kindern problematisch ist - aber möglicherweise hast du selber auch ein Stückweit zu den Schwierigkeiten mit beigetragen? Und von dort aus ist es dann eskaliert ...

    Ob sich die Situation bei euch umkehren noch mal verbessern lässt, weiß ich nicht. Ich selber fühle mich gerade am Ende, und überlege ernsthaft, die Beziehung zu beenden. Es fühlt sich perspektivlos an, und ich finde keinen Weg aus der verfahrenen Situation - obwohl ich sogar meine eigenen Fehler wahrnehmen kann. Aber ich bringe es gerade nicht mehr fertig, über meinen Schatten zu springen.

    • hallo liebe stormkite,
      ich kann förmlich spüren wie sich das auch bei dir anfühlt. genauso verfahren wie bei mir. ja, der ganze gnatsch fing mit der ablehnung seiner kinder an. ich habe einfach den fehler gemacht und immer den mund gehalten (seine ist die 28-jährige, vom verhalten allerdings 16) als ich dann die grenzen gesetzt habe - ja - und ich glaube wir frauen können sowas ganz gut spüren - kam die retourkutsche. und die schraube nach unten. von seiner tochter ist nicht mehr die rede. und eigentlich müssten wir lachen, denn sie sind ja alle aus dem haus. mir geht es ums prinzip. das sein wunsch von " unser" und familie nicht meine tochter ausschließen kann. und ich weiss eben nicht wie ich das schlucken soll und trotzdem mit ihm glücklich sein. ich bin wütend, verletzt und denk: den mann hätte ich nie geheiratet wenn ich das gewusst hätte. aber nun liebt man und kämpft und weint und ich bin wie du an dem punkt - aufzugeben.
      aber es ist verrückt. ich will nicht aufgeben. der nächste mann hat andere macken. ich werde morgen entscheiden ob ich ihm eine trennung auf zeit vorschlage. obwohl er ja so sehr dicht gemacht hat das ich nicht glaube das es was bringt. und ich hasse weglaufen.

      bei dir sehe ich das allerdings noch schwerer (und ich dachte schwerer geht nicht) deine kids sind noch jünger und du willst deinen traum von familie noch richtig leben, geniessen. eine freundin von mir - die kann über ihren schatten springen. die schluckt das einfach weg und geniesst das leben was er ihr bietet. ich hasse mich dafür das ich das nicht kann.

      vielleicht ist es normal, das die männer - die nicht die leiblichen väter sind...wir einfach viel zu viel erwarten.
      aber du hast noch viele jahre mit deinen kindern ganz nah bei dir.
      ich habe 1000 mal versucht ihm klar zu machen das alle menschen nur ihr bestest geben, sich entwickeln, so geliebt werden müssen wie sie sind...bei meinem - nix. dicht, zu. ich verstehe dich soo soo sooo gut, aber einen rat habe ich auch nicht.

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