ein paar Fragen: uneheliches Kind, gemeinsames Haus, Trennung ...

    • (1) 29.08.11 - 15:50
      weißeinerwas???

      Hallo!

      Würde vielleicht besser unter "Trennung" schreiben, aber ich möchte anonym schreiben, weil ich selber die Situation erst mal "verkraften" muss, bevor ich damit offen nach außen gehen kann.

      Situation: nicht verheiratet, keine Gütergemeinschaft, gemeinsames Haus (erst wenig abbezahlt, jeder zahlt die Hälfte der Schulden ab), gemeinsames Kindergartenkind (3), gemeinsames Sorgerecht, Vater: arbeitet Vollzeit, Mutter Halbtags + Kind.

      Die Trennung ist so gut wie beschlossen. Das Kind soll 3 Tage beim Vater und 4 bei der Mutter sein. (So die Theorie.)
      Mutter und Kind ziehen in eine Wohnung, Vater behält das Haus.

      Ich (Mutter) würde gerne erst mal die Arbeitszeit nicht erhöhen, damit das Kind nicht Vollzeit in den Kiga MUSS (gerade erst 3 geworden) und nicht zu viel Veränderung auf einmal durchmachen muss. Finanziell werde ich so allerdings wohl nicht über die Runden kommen und werde möglicher Weise die Arbeitszeit erhöhen müssen (was von AG-Seite denke ich kein Problem wird).

      Oder steht mir / dem Kind irgendetwas zu? Ich hab mich bisher nicht mit dem Thema beschäftigt, deshalb frage ich mal ganz blauäugig. Unterhalt will der Herr Papa nicht zahlen, da Kind ja auch 3 Tage bei ihm ist und er die private Krankenversicherung zahlt und den Kiga-Beitrag. Der Kiga-Beitrag ist sehr hoch, weil ER sehr gut verdient und privat versichert ist das Kind, weil ER privat versichert ist und es dann wohl so sein muss. Ich kann also quasi nichts für diese Beiträge, bzw. deren Höhe. Es ist auch generell ok so für mich wenn das so "Rechtens" ist, dass derartiges vom evtl. Kindsunterhalt abgezogen wird. Aber ist das wirklich so? Würde mir sonst evtl. irgendwas zustehen? Irgendwas, woran ich viell. gar nicht gedacht habe?
      Wo könnte ich mich erkundigen? Möchte ungern zum Anwalt, da ich "Angst" vor den Kosten habe, bzw. Kosten vermeiden möchte soweit möglich.

      Ich will meine Arbeitszeit definitiv mittelfristig erhöhen, nur nicht sofort, wenn es sich vermeiden lässt, weil ich einfach in der schweren Zeit etwas mehr für mein Kind da sein will. (Ich bin absolut kein "Schmarotzer-Typ", sonst würde ich wohl kaum in Gütertrennung leben und nach wie vor die Hälfte von allem zahlen (außer halt die beiden o.g. Beträge), obwohl ich NUR wegen unserem GEMEINSAMEN Kind beruflich kürzer getreten bin. Ich hab die finanziellen Einbußen ja auch bzgl. der Rente und kann keinen Cent vom derzeitigen Einkommen sparen. Muss im Gegenteil an ersparte Reserven gehen, um meinen Teil zum Gesamten beizutragen.)

      Und noch eine andere Frage: "Wie sag ich's meinem Kinde?"
      Sprich wie das Kind drauf vorbereiten und zu welchem Zeitpunkt. Trennung ist ja erst ganz firsch beschlossen und wird sich wohl aufgrund gemeinsamem Kredit etc. etwas hinziehen. Tipps? Erfahrungswerte? Ich hab Riesenangst, dass das Kind Schaden nimmt. :-(

      Sorry, dass es so lang geworden ist. Wäre dankbar für "sachdienliche" ;-) Antworten.
      Bitte keine Angriffe, mir geht es schon besch**** genug.
      (Kann sein, dass das ein oder andere missverständlich ausgedrückt ist. Dann lieber mal nachfragen.)

      1000 Dank!

      weißeinerwas???

      • 1. sieh zu das du aus der Finanzierung für das Haus raus kommst
        2. Du mußt Kindesunterhalt fordern und der berechnet sich nach seinem Gehalt (auf solche 3-4 Regeln würde ich mich nicht einlassen, normal ist Woche um Woche wenn er keinen Kindesunterhalt zahlen will)
        3. dir steht eventuell Betreuungsunterhalt zu (prüft ein Anwalt)
        4.Kindergartenbeitrag berechnet sich, wenn das Kind bei dir lebt, nach deinem Gehalt.
        5. PKV ist sein Problem denn du kannst das Kind auch über dich familienversichern.

        • (3) 29.08.11 - 17:20
          weisseinerwas???

          Danke für die Antwort!
          1) Das wird als nächstes angegangen. Muss ja erst mal geprüft werden, ob er das Haus alleine halten kann, wovon wir aber ausgehen. Schuldhaftentlassung etc. wird sich ja auch etwas ziehen. Muss ja auch noch eine Wohnung finden. Es gibt viel zu tun!
          2) Die Regelung 3-4 hat den Hintergrund, dass ich panische Angst davor habe, von meinem Kind getrennt zu sein. Habe noch nicht eine Nacht ohne mein Kind verbracht. Und wenn es dann gleich eine ganze Woche bei ihm wäre... Deshalb wollen wir uns quasi täglich abwechseln - soweit arbeitsmäßig bei ihm möglich-, nur halt einen Tag pro Woche mehr bei mir. Ist auch nur unser erster Gedanke gewesen, damit es anfangs auch möglichst viel von uns beiden hat; wie sich so was tatsächlich einspielt, muss man dann mal sehen. Aber nach deinen Ausführungen würde mir dann ja doch evtl. Kindesunterhalt zustehen. Wo beantragt man so was? Jugendamt? Sorry, stehe echt ganz am Anfang. Trennund war zwar absehbar, aber "ans Eingemachte" geht man ja erst, wenn es so weit ist.
          3) ok!? Da müsste ich mich dann schlau machen.
          4) Wenn das Kind mehr oder weniger 50:50 bei uns lebt, berechnet es sich dann auch nach meinem Gehalt? Wir dachten, dass es zusammengezogen wird. Zumal der Vater gut 3x so viel verdient wie ich. Da lässt sich ja viel mehr "holen". Wird er dann nicht rangezogen?
          5) Sehe ich auch so. "Damals" wurde uns jedoch gesagt, dass das Kind über ihn versichert werden MUSS - was auch zur Folge hatte, dass mir diese Versicherungstage bei Krankheit des Kindes nicht zustehen, obwohl ich ja dann zu Hause bleiben würde. Aber das ist ein anderes Thema. Ich hab auch gesagt, dass das Kind bei mir beitragsfrei dabei wäre, aber er meint, das geht nicht, weil wir ja gemeinsames Sorgerecht haben, es auch bei ihm lebt etc. Deshalb müsse es weiterhin in der PKV sein. ?!?!

          Ist alles so schwierig, weil die Konstellation denke ich nicht die Regel ist.
          Aber jeder Tipp hilft mir erst mal weiter, in ein paar Wochen bin ich sicher schlauer...

          Nochmals danke.

          • ohne Rechtsanwalt kommst du nicht mal aus der Bankhaftung.
            kindesunterhalt fordert ebenfalls (kostenlos dank PKH fürs Kind) der Anwalt. Sieh bloß zu das das Kind bei dir gemeldet ist dann kannst du es familienversichern und versuche das alleinige ABR zu bekommen sonst kann dein ex mit dem Kind machen was er will! und Exe sind nicht immer nett, nur wenn sie einen Vorteil für sich sehen. und deine Chancen stehen nicht schlecht da du ja die Hauptbetreuende bist aber du mußt dich auf harte bandagen gefaßt machen. Dein Ex will keinen Unterhalt zahlen und dafür wird er lügen, dich schlechtmachen und in den Dreck ziehen , denk schon jetzt daran

      Hallo,

      also das mit Privaten Krankenversicherung für das Kind, das finde ich bisschen überzogen.

      Ich war mit meinem Ex auch zusammen, wir nicht verheiratet gewesen, er privat Versichert, ich ganz normal...haben ein Kind bekommen, gemeinsames Sorgerecht und ich habe mein Kind über meine Krankenversicherung mitversichert, obwohl mein Ex auch sehr gut verdiente.

      Bei meiner Schwester sah es wiederum anders aus, verh., er privat versichert und sie normal...da musste dann der Sohn über den Vater privat versichert werden, da er besser verdient als sie.

      LG

    Arg ...

    ne, so geht das nicht. Wenn das Kind halb/halb bei jedem von euch lebt, dann bin ich mir nicht sicher, wie das mit Unterhalt ist...

    Kann sein, das du von deinem Gehalt 50% des Kindesunterhalts an ihn zahlen musst, und er dafür von seinem Geld 50% des Kindesunterhalts an dich. Dann muss er dir vermutlich noch den einen oder anderen Euro überweisen.

    Auch mit dem Kindergartenbeitrag - ich weiß nicht, wie der dann berechnet wird. Aber wenn das Kind bei dir gemeldet ist, wird der KiGa-Beitrag vermutlich nach deinem Gehalt berechnet und entsprechend niedrig ausfallen. Gleiches gilt für die Krankenversicherung - dein Kind ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung automatisch bei dir kostenlos mitversichert ...

    ---

    Wie viel Geld hast du bereits ins Haus gesteckt (wenn er 3 mal so viel verdient wie du, finde ich es übrigens ungerecht, das du genauso viel bezahlt hast wie er ... aber das sei mal dahingestellt)?

    Wenn das Haus ihm gehören soll, dann soll er dir dieses Geld wiedergeben - du hast ein Anrecht auf den Zugewinn - und der kann auch in der Hälfte von den 10% bestehen, die das Haus bereits euch beiden gehört. Denke auch an sowas wie Renten- und Lebensversicherungen ... ich denke, du wirst um einen Anwalt nicht rumkommen ... das ist zu kompliziert, um das selber fair aufzuteilen.






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