zusammenbleiben trotz drogen?

    • (1) 09.09.11 - 21:59
      so-verwirrt

      hallo,
      ich brauche einen rat oder vielleicht auch ein paar leute die mir den kopf waschen.

      mein freund und ich sind schon lange zusammen (mehrere jahre) und haben zusammen eine kleine tochter. ich wusste dass er vor unserer zeit immer wieder drogen genommen hat. wohl nicht soo regelmäßig aber doch oft genug.

      wir kamen zusammen und er hat versprochen dass drogen kein thema mehr sind für ihn. ich habe ihm geglaubt und auch niemals anlass gehabt ihm zu misstrauen.

      vor ein paar wochen habe ich dann von einem freund der mit ihm gemeinsam arbeitet erfahren, dass er schon vor einiger zeit wieder angefangen hat. angeblich wegen dem stress bei der arbeit und so.

      ich hatte damals gesagt, wenn er wieder drogen nimmt bin ich weg und habe es auch ernst gemeint. ich habe ihn zur rede gestellt und gesagt dass es das war. er wusste es schließlich vorher und hat es doch wieder getan.

      er war ziemlich verzweifelt und hat gesagt ihm tut es leid und er will es nochmal versuchen aber ich kann es nicht wirklich glauben. wer einmal rückfällig wird, der kann doch nicht sagen beim nächsten mal schaffe ich es, oder?

      er will jetzt freiwillig eine therapie machen, ist auch erstmal ausgezogen und sich ändern. das problem ist, ich vermisse ihn sehr und unsere tochter hängt auch sehr an ihrem papa. aber ich kann ihm nicht mehr vertrauen und weiß nicht, was ich tun soll obwohl ich noch starke gefühle habe für ihn. aber ich will in meinem leben und dem meiner tochter keine drogen haben.

      gibt es hier frauen, deren partner es wirklich geschafft haben für immer von den drogen loszukommen?
      danke.

      • Hallo,

        mein Ex Freund hat auch Drogen genommen,Speed,Koks,Gras und Alkohol.
        Er hat immer wieder versucht auf zuhören und es mir auch immer wieder versprochen,aber sobald wir streß hatten,hat er wieder angefangen.
        Da dein Freund aus dem selben Grund Drogen nimmt,wie mein Ex "Stress",
        würde ich sagen,dass er es nur schafft in dem er eine Therapie macht.
        Es ist ja ein persöhnliches Problem,warum er in stresssituationen Drogen nehmen muß,anstatt es mit sich allein ausmachen zu können.
        Unterstütze ihn in seiner Therapie,sei für ihn da.Da werden wohl so manche Dinge ans Licht kommen,die er eigentlich schon verdrängt hat.
        Geh mit ihm dahin,dann kannst auch gucken,ob er dich nur angelogen hat oder es echt ernst meint.

        Finde es mutig und echt super von Dir,dass du dich da in erster Linie für dein Kind entschieden hast und nicht für Ihn!

        Wünsch Dir ganz viel Glück und kraft,wenn er es wirklich will,kann er es schaffen!

        • (3) 09.09.11 - 22:16

          ja, ich habe vor allem für meine tochter entschieden aber ich merke immer mehr wie sehr er mir fehlt.
          er ist für die kleine ja auch ein wirklich guter papa und ich wäre nie so lange mit ihm zusammen geblieben wenn es nicht gut gepasst hätte zwischen uns aber ich merke dass dieser vertrauensbruch mir zu schaffen macht.
          und ich habe angst, dass ich mich reinhänge und ihm glaube und versuche ihn zu unterstützen und er schafft es trotzdem nicht oder will es vielleicht gar nicht?
          wie kann ich ihm denn jetzt noch wirklich glauben? er hat es mir ja auch nicht selbst gebeichtet sondern ich habe es erfahren.

          hat dein ex denn den absprung geschafft?

      (4) 09.09.11 - 22:18

      hey...

      ich kann dir leider nichts gutes berichten was drogenabhängige angeht...

      weiß du denn was er nimmt?

      also einmal kann ich dir über mein papaberichten "alkoholiker" er hat jahre lang geschafft nicht zu trinken und mit einem mal, als probleme in seinem leben auftraten hat er wieder angefangen und nicht mehr geschafft auf zu hören...:-(

      dann kann ich dir noch sagen, ich war einemal in der geschlossenen psychiatrie (depressionen) und da waren auch sehr viele drogenabhängige unterschiedlichster art und ich habe da von sehr vielen gehört das sie alle zum ettlichsten mal da sind, weil sie sobald sie draußen sind wieder rückfällig werden....

      also es ist echt schwer und ein langer weg...

      allerdings würde ich dir nicht raten dich sofort von ihm zu trennen, immerhin zeigt er schonmal einsicht und mut sich der sache zu stellen...#pro

      ich finde du solltest ihm noch diese chance lassen, aber er soll dann wirklich eine therapie machen und dir halt beweisen das er das nicht mehr braucht....

      das du vllt seine taschen kontrollieren darfst oder so...
      natürlich sollte er das freiwillig wollen und du ihn nicht dazu zwingen müssen...

      ich wünsche euch alles gute#herzlich

      • (5) 09.09.11 - 22:25

        danke für deine antwort.

        naja, er zeigt einsicht aber ich kann ja nicht wissen wie ernst er es meint. er hat es ja schon einmal ernst gemeint und nicht geschafft.
        er nimmt wohl kokain, das ist zumindest das was ich weiß. vielleicht ist ja noch mehr und ich habe keine ahnung.

        ich habe rückfallquoten auch gegoogelt und das klingt nicht so als würden es viele schaffen wirklich auf lange sich die finger davon zu lassen. das macht mir angst.

        aber du sagst trotzdem ich sollte ihm eine chance geben!? taschenkontrolle und so macht doch eigentlich keinen sinn denn wenn er es vor mir verheimlichen kann würde er es dann doch tun, oder? ich muss ihm vertrauen können und das kann ich im moment nicht obwohl ich ihn liebe. das ist total strange.

        • (6) 09.09.11 - 22:39

          die taschenkontrolle solltes du ja genau aus dem grund machen, damit er dir beweisen kann das er es ernst meint und du so wieder zumindest etwas vertrauen zu ihm aufbauen kannst...

          und du solltest auch versuchen eine andere einstellung dazu zu kriegen, denn nur wenn du an ihn glaubst dann kann er das schaffen...

          wenn du skeptisch bist und ihm totales misstrauen schaffst dann wird es für ihn natürlich um so schwerer.

          "er hat es ja schon einmal ernst gemeint und nicht geschafft"

          ja, ohne therapie schafft man das auch nicht und schon garnicht mit kokain.

          hast du denn überhaupt noch hoffnung?
          es hört sich so an als ob du garnicht glaubst das er es schaffen wird...
          auch nicht mit der therapie?!

          wie gesagt, wenn du ihn noch liebst und wenn du ihn weiterhin als partner haben möchstest, dann musst ihr das ZUSAMMEN durchstehen, also er braucht da auch ganz viel unterstützung von dir!

          • (7) 09.09.11 - 22:48

            weißt du, wenn es nur um mich ginge wäre das ja kein problem. aber ich habe angst mich zu sehr hineinzuhängen weil ich eine tochter habe. die muss und will ich schützen
            deswegen denke ich, vielleicht ist ein ende mit schrecken besser für uns alle? als sich monatelang immer weiter zu verstricken und irgendwann den absprung nicht mehr zu schaffen.
            ich weiß nicht ob ich glaube dass er es nicht schafft, ich habe nur berichte im internet und statistiken gelesen und die sprechen eine sehr deutliche sprache.
            ich versuche mich zu schützen mit diesen informationen denn wenn ich nur nach meinem gefühl gehe würde ich ihm jede chance der welt geben.
            aber reiner idealismus nützt doch an dieser stelle nicht, oder?

            • (8) 09.09.11 - 22:58

              nein, da hast du recht, das hilft nichts....

              natürlich solltest du in erster linie an deine tochter denken, sie solltest du schützen das stimmt....

              na gut, also entweder du triffst jetzt eine schlussendliche entscheidung und sagts du kannst das alles nicht wegen eurer tochter halt, oder du enfernst dich so lange von ihm bis er mit der therapie abgeschlossen hat?!

              aber ich denke du hast eigentlich schon deine entscheidung getroffen, die fehlt nur die bestätigung das es die richtige ist, stimmts?;-)

              und ja, wenn du angst hast das der absprung von ihm danach noch schwieriger werden könnte, dann beende es lieber jetzt, als wenn du später doch noch einen rückzieher machen solltest weil er dir das blaue vom himmel erzählt...

              ich denke wenn dann ist jetzt der richtige zeitpunkt weil du eigentlich eh schon damit abgeschlossen hast.

              • (9) 09.09.11 - 23:05

                puh, ja und nein ;-)
                ich möchte damit gerne abgeschlossen haben damit ich mich auf andere dinge konzentrieren kann, meinen job, mein kind.

                aber ein leben ohne ihn!? kann ich mir so richtig auch nicht vorstellen. eigentlich wünsche ich mir wohl dass jemand anderes einfach für mich entscheidet damit ich die verantwortung nicht tragen muss. aber ich schätze das funktioniert nicht.

                denn eigentlich ist er toll. charmant, witzig, unterhaltend, liebevoll aach was weiß ich.

                blieben kommt mir nicht richtig vor, ganz und gar schluss machen ebenso. warum ist bloß das leben so kompliziert!?

                danke für den austausch.

        Welch schwere Situation! Ich fürchte sehr, es wird nicht zum letzten Mal gewesen sein und Du wirst das Misstrauen wahrscheinlich nicht mehr los werden. Dieser Drogenkonsum bei Strss wird wohl immer wieder auftreten.

        Wenn er sich sofort in Therapie begibt, ohne dass Du Druck machst, lässt er zumindest den Willen erkennen. Hier geht es nicht um Chancen geben, er muss selbst die Chance suchen .

        Nur professionelle Beratung hilft Dir hier wirklich weiter. Aber ich glaube, Hilfe und Unterstützung, wie sie hier genannt und verstanden wird, kannst Du gar nicht leisten. Du bist nicht seine Therapeutin, sondern solltest Dich auf gleicher Augenhöhe mit ihm bewegen.

        Ich finde es vollkommen richtig, dass Du vorrangig an Euer Kind denkst und natürlich an Dich.

        • (11) 09.09.11 - 22:56

          ich weiß nicht recht ob er wirklich sooo freiwillig in therapie gehen will.

          hätte ich es nicht mehr oder weniger zufällig erfahren weiß ich nicht ob er es mir so bald gesagt hätte, er kannte ja meine einstellung.
          auch bei der arbeit hat er stress deswegen bekommen, wenn dsa alles nicht geschehen wäre hätte er es bestimmt nciht ans licht gezerrt.

          man, das ist so schwierig denn ich liebe ihn. und ich würde ihm sehr gerne glauben.
          aber eine beziehung ohne vertrauen, das geht doch nicht, oder?

          • Es tut mir schrecklich leid für Dich, weil ich w e i ß, wie Du Dich fühlst. Aus diesem Wissen kann ich Deine Zweifel nur teilen. Meinst Du, dass Du es schaffst, jetzt erst mal völlig auf Abstand zu ihm zu gehen? DU kannst gar nichts für ihn tun, er muss die Entscheidung , sich in Therapie zu begeben, ganz allein treffen, sonst ist sie nichts wert. Leider kann alle Liebe dieser Welt einen Menschen nicht davon abhalten, Drogen zu konsumieren, wenn er nicht den Willen selbst aufbringt. Leider, leider.

            ich wünsche Dir die Kraft, Dich abzugrenzen und Euer beider Zukunft zu schützen.
            Alles Liebe!

            • (13) 09.09.11 - 23:17

              dank dir für deinen zuspruch#liebdrueck

              komplett auf abstand zu gehen ist wahrscheinlich das vernünftigste aber es ist wirklich schwer. ich kenne ihn ja eigentlich anders und den k. den ich kenne will ich gerne behalten.

              aber vielleicht können wir eine pause vereinbaren bis er sich in therapie begeben hat und ich ein bisschen klarer sehe.

              kennst du jemanden, der es geschafft hat nie wieder etwas anzurühren? und warum hast du vorhin geschrieben dass es gerade bei kokain schwer ist in stresssituationen nicht wieder zuzugreifen, gilt das nicht für alle drogen?

              • Leider, leider kenn ich nur jemanden, der es nicht geschafft hat. Es zerreißt einem fast das Herz, weil man völlig machtlos ist und zusehen muss, wie der geliebte Mensch immer mehr verschwindet.

                Ich habe das mit dem Kokain nicht geschrieben und kann Dir deshalb Deine Frage nicht beantworten.
                Viel Kraft!

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