Kann Liebe platonisch werden?

    • (1) 13.09.11 - 14:50

      Hallo liebe Urbianer,

      ich habe vor einiger Zeit einen Mann kennengelernt, es läuft ziemlich gut. Er hat mir vor einer Woche erzählt, dass er mit drei seiner Ex-Freundinnen noch sehr gut befreundet ist. Schön und gut. Wirklich vom Hocker gehauen hat mich aber, dass er sagte, dass seine Gefühle für die Frauen nicht weniger geworden sind, er liebt sie alle nach wie vor. nur eben nicht als Partnerinnen.
      Klingt doch schön. Und warum regt es mich dann so auf? - Weil ich es mir nicht vorstellen kann, dass das geht. :-[
      Für mich gibt es nach der Trennung nur drei Möglichkeiten: a) Hass b) weiter lieben + leiden oder c) die Gefühle sind/werden schwächer.
      Glaubt ihr, dass man Ex-Freunde/Ex-Freundinnen genauso lieben kann wie normale Freunde ohne dass man ständig daran denkt, dass man ja mal eine Beziehung hatte und das immer wieder hoch kommt bzw. eine Rolle spielt? Für mich scheint das unmöglich und ich weiß nicht, wie ich damit klar kommen soll. Ich kennen niemanden, der das schafft.
      Ich habe auch männliche Freunde, die ich liebe, aber das ist nie mehr als platonische Liebe gewesen.

      Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.

      #winke

      • ICh mag meine Freunde lieben tu ich meine Familie oder meinen Mann .....#winke

        (3) 13.09.11 - 14:57

        Ich käme mit so einer Einstellung meines Partners nicht klar!!!! Aber da tickt ja jeder anders. Und vorstellen kann ich mir das auch nicht, also meinen Ex zu lieben... mögen vielleicht.

        Davon abgesehen liebe ich meine Kinder, meinen Mann, meine Eltern,... Meine Freunde bekannte mag ich... hab ich vielleicht lieb. Mehr nicht.

        • (4) 13.09.11 - 16:54

          Ja, ich muss zugeben, dass ich auch kurz davor war mich in eine hysterische Furie zu verwandeln #hicks
          Aber da er mir wichtig ist, versuche ich seine Lebensweise nachzuvollziehen. Wenn mir das nicht gelingt, dann werde ich immer negative Gefühle in Bezug auf diese Ex-Freundinnen-Freundschaft haben und das kann ich mir nicht antun.

          Ich finde schon, dass man seine Freunde lieben kann. Genauso wie seine Familie halt. Aber ich kann mir halt nicht vorstellen, wie man Jemanden, in den man mal verliebt war, plötzlich nur noch platonisch liebt ohne dass das Verliebtsein und diese erotische Anziehungskraft wieder kommen.

      (5) 13.09.11 - 15:01

      Ja, das geht. Mein Mann und ich haben auch Ex-Partner die uns nach wie vor wichtig sind. Aus einer Liebesbeziehung kann also durchaus eine innige Freundschaft entstehen, ohne daß die Gefühle von damals oder Erotik mitschwingt.

      Ich bin immer wieder erstaunt wie wenig Menschen dazu in der Lage sind.

      lg

        • Ja, für Dich. Da hat eben jeder einen anderen Begriff davon.

          Wirklich enge Freunde "liebe" ich auch. Eine innige Freundschaft ist für mich eben auch eine Form von Liebe. Natürlich eine andere Form als die zu meinem Mann.

          lg

      (8) 13.09.11 - 16:48

      Und wie geht das? #kratz
      Denkst du dann nicht daran wie es mit deinen Ex-Freunden war, wenn du sie siehst? Denkt man da nicht automatisch an intime Momente? Vergleicht man nicht sogar vielleicht ständig die Ex-Freunde mit dem neuen Freund/Mann? Überlegt man nicht vielleicht, was die aktuelle Freundin des Ex-Freundes so hat, was man selbst nicht hatte? (Ohne dass das jetzt negativ sein muss)

      Ich würde gerne die Gefühle und Geschehnisse der Vergangenheit hinter mir lassen, aber das fällt mir doch ziemlich schwer, so wie wohl den meisten Menschen. #schwitz

      • (9) 13.09.11 - 17:21

        Mach Dir doch einfach bewusst, dass sie sich getrennt haben, weil es zwischen den zweien nicht gepasst hat.
        Man kann merken, dass die Paar-Ebene eben einfach schlicht nicht passt und das so "hinnehmen" und weiter befreundet sein.

        Ich habe einen Ex-Freund, bei dem die Liebe umschlug oder einfach die Richtung wechselte, ich habe auch lange gesagt und gefühlt, dass ich ihn liebe, aber eben nicht mehr auf der Paar-Ebene.

        Klar verhält man sich anders, man hat sehr intime Erlebnisse, die man miteinander geteilt hat, man kennt den Menschen sehr sehr gut, aber deswegen ändert es nix an der Sache, man hat nicht zusammen gepasst.

        Sorry, aber der Mensch, der Mann hat DICH ausgesucht, DICH zu seiner Partnerin gemacht, wieso nimmst Du das nicht hin und akzeptierst das?

        Dieses ewige "Was hat sie, was ich nicht habe" bringt doch im endeffekt niemanden weiter oder?!

        Ganz ehrlich, wenn Du vergleichen willst, dann kannst Du das doch auch tun, ohne dass Du jemandem sagst, dass Du den Ex / die Ex auf platonische Weise liebst.
        Wieso kommt es überhaupt zu vergleichen??

        • (10) 13.09.11 - 17:36

          Ich will ja nicht vergleichen...
          Meine Angst dabei wäre nur, dass es wieder zu einer nicht platonischen Liebe kommt zwischen ihm und einer seiner Ex-Freundinnen. Ich kanns mir halt echt nicht vorstellen, dass die sich nur noch platonisch lieben und die partnerschaftliche Liebe niemals wieder kommt.

          • (11) 13.09.11 - 17:51

            Aber es gab doch bestimmt einen oder mehrere Gründe, wieso die Beziehung auseinander gegangen ist...?!

            • (12) 13.09.11 - 18:12

              Ja... also entweder haben sie sich auseinander gelebt oder die Mädels sind mit irgendetwas nicht klar gekommen. Aber die Trennung ging immer von den Mädels aus und nie von ihm. Das ist noch so ein Grund, warum ich mir das mit der platonischen Liebe nicht so richtig vorstellen kann. Zumindest von seiner Seite her.

      (14) 13.09.11 - 17:32


      "Denkt man da nicht automatisch an intime Momente? Vergleicht man nicht sogar vielleicht ständig die Ex-Freunde mit dem neuen Freund/Mann? Überlegt man nicht vielleicht, was die aktuelle Freundin des Ex-Freundes so hat, was man selbst nicht hatte? "

      Schau Dir mal an, was Du hier geschrieben hast! Du beschreibst einen Zustand der zwar beendeten aber nicht abgeschlossenen Beziehung. Wenn man so denkt und empfindet, ist man noch nicht bereit für eine andere Bezeihung, für einen anderen Menschen. Mag sein, dass Du bisher noch nicht das Glück hattest, eine Beziehung in eine unerotische Freundschaft umzuwandeln und deshalb kein Verständnis für dieses Verhalten Deines Partners hast. Vielelicht steckt aber doch mehr hinter Deinen Bedenken, weil es entsprechende Anzeichen gibt. Das kannst Du nur selbst herausfinden.

      Ist es nicht so, liegt das Problem nur bei Dir. Hart gesagt, unterstellst Du Deinem derzeitigen Partner, dass er Dich belügtund hast also kein Vertrauen zu ihm.

      Du kannst noch so viele Menschen fragen, welche Meinung sie zu dem Verhalten Deines Partners haben, dass sind alles Fremdmeinungen, einzig Deine eigene Einstellung zählt

      • (15) 13.09.11 - 17:43

        "Du beschreibst einen Zustand der zwar beendeten aber nicht abgeschlossenen Beziehung. Wenn man so denkt und empfindet, ist man noch nicht bereit für eine andere Bezeihung, für einen anderen Menschen. Mag sein, dass Du bisher noch nicht das Glück hattest, eine Beziehung in eine unerotische Freundschaft umzuwandeln und deshalb kein Verständnis für dieses Verhalten Deines Partners hast."

        Das ist es. #ole
        Ich hatte bisher nicht die Gelegenheit so eine Freundschaft zu haben, da alle meine Ex-Partner lieber den Weg des Hasses oder vollständigen Kontaktabbruches gewählt haben. Ich wär ja gern mal anders damit umgegangen, aber das lag nicht in meiner Hand. Ich glaube ich konnte mit keiner Beziehung richtig abschließen, weil die Männer einfach lieber aus meinem Leben verschwinden wollten.
        Deshalb habe ich kein Verständnis dafür, weil ich keine Erfahrung in der Richtung habe.

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