Ist Heiraten noch wichtig????

    • (1) 16.09.11 - 13:33
      rote-weintraube

      Mein Partner und ich sind seit 4 Jahren zusammen und ich kann mich nicht beklagen. Es ist eine wirklich gute Beziehung.

      Nun hatten wir letztens eine Diskussion über die Ehe und Heiraten. Er sagt, dass Heiraten eigentlich out wäre. Er ist 45 und hat schon einige Scheidungen in seinem Freundeskreis erlebt. Er meint auch, dass Heiraten höchstens aus steuer- oder erbtechnischen Gründen Sinn macht weil der Gesetzgeber Eheleute nunmal besser stellt als Paare, die nur so zusammenleben.

      Ich weiß, dass er logisch gedacht nicht unrecht hat. Ich weiß auch, oder kann es strak vermuten, dass er mich wirklich aufrichtig liebt.
      Manchmal glaube ich aber, dss er nicht heiraten will weil er vielleicht denkt es käme noch etwas besseres nach mir.

      Welche Bedeutung hat für euch die Ehe und ist Heiraten heute wirklich unwichtig geworden?

      Das kommt auf die Personen an.

      Meinem Mann und mir war es sehr wichtig.

      Ich denke, durch eine Eheschließung gewinnt eine Beziehung noch an Verbindlichkeit.
      Man bekennt sich nicht nur gegenseitig zu einander (wie bei unverheiraten Paaren üblich), sondern auch vor der ganzen Welt und (je nachdem ob kirchlich) auch zu Gott. Man trägt den gleichen Namen, wird als "richtige" Familie angesehen hat andere Rechte usw.

      Und, meiner Meinung nach, trennt man sich nicht ganz so schnell von einander. Aber das ist ne persönliche Meinung von mir.

      LG
      Eichkatzerl



      • "Und, meiner Meinung nach, trennt man sich nicht ganz so schnell von einander."

        Was auch ein verlängertes Siechtum der Beziehung bedeuten kann. Mit den möglichen entsprechenden Verletzungen beider Eheleute.

        • Kann ja, muss aber nicht.
          Bei mir in der Familie z. B. ist niemand geschieden, es siecht aber auch keiner dahin.

          Es soll noch Leute geben, die vorher merken, wenn was daneben läuft und dann rechtzeitig was dagegen tun. Leute, die um ihre Beziehung kämpfen wollen und es auch tun.

          Meiner Erfahrung nach sind diese Leute aber eher verheiratet, als nur locker liiert. Kann aber auch anders sein.

          Kommt wie ich sagte, ganz auf die Personen selber an.

    Heiraten macht genau aus dem Grund Sinn: Wenn es etwas zu vererben gibt, und der Partner für den Todesfall abgesichert werden soll. Wenn man zum Beispiel zum Partner gezogen ist, in dessen eigenes Haus - und nicht möchte, das man nach dem Tod des Partners die Koffer packen muss, und auf der Straße sitzt, weil einem nämlich NICHTS gehört. Auch dann nicht, wenn man vielleicht eine Menge Arbeit und auch Geld (Reparaturen, Aus- und Umbauten) reingesteckt hat. Oder den Partner jahrelang gepflegt hat.

    Oder wenn der Partner einen Unfall hat, oder krank wird, und seine Eltern darüber zu entscheiden haben, wie und wo er versorgt wird - und ob der Lebensgefährt überhaupt das Krankenzimmer betreten darf.

    Mir war Heiraten schon sehr wichtig und meinem Partner zum Glück auch. Allerdings drängte uns gar nichts, wir haben sehr lang so zusammen gelebt. Aber bevor wir Kinder wollten, wollten wir heiraten. Einfach dass alles geklärt ist. Meine Tante wär im Kindsbett beinah gestorben (ist noch nicht mal so lang her) und mein Onkel hätte damals noch keinerlei Rechte auf das Kind gehabt. Hat sich zwar mittlerweile verbessert, aber einen Act haste dann trotzdem. Außerdem finde ich es wichtig, dass man, wenn man Kinder bekommen will, vorher auch sagen traut, dass man wirklich ernsthaft vorhat, zusammen zu bleiben "in guten wie in bösen Tagen". Denn sonst braucht man m.E. keine Kinder bekommen, einfach mal drauf los ist für mich ein Verbrechen an den Kleinen, die unter einer Trennung besonders leiden. Klar ist eine Ehe keine Garantie, aber es macht ein Davonlaufen doch unwahrscheinlicher.

    Wir haben nach über 11 Jahren Beziehung geheiratet und finden beide, dass sich nichts geändert hat vom Gefühl her. Wir haben uns vorher sehr geliebt und tun das auch jetzt noch. Wir haben auch erst geheiratet, als unsere Tochter da war. Vorher haben wir einfach keine Notwendigkeit gesehen.

    Ich finde immer: entweder das ist es oder das ist es nicht. Wenn es das ist, bleibst du auch ein Leben lang zusammen ohne Trauschein. Wenn es das nicht ist, rettet dich auch kein Trauschein.

    Die größere Entscheidung - und ich finde auch die, die mehr bedeutet - ist, gemeinsam Kinder zu haben. Eine Ehe kannst du beenden und redest im Zweifel nur noch über Anwälte miteinander. Mit Kindern bist du auf´s Leben miteinander verbunden.

    (13) 16.09.11 - 15:13

    Hallo.

    Ich denke, dass es in der pluralistischen Gesellschaft sehr viele verschiedene Meinungen gibt.

    Ich habe in meiner "Rebellionsphase" 8 Jahre lang mit einem Mann zusammengelebt und habe mir eine Hochzeit gewünscht, v.a. auch, um nach außen zu demonstrieren, dass wir endgültig zusammengehören. Heute betrachtet, waren meine Gründe sehr oberflächlich. Die Beziehung endete nach vielen Höhen und Tiefen sehr unglücklich - er ging fremd und belog mich monatelang, z.T. auch sehr dreist. Drei Monate, nachdem wir uns getrennt haben, hat er dann seine neue Freundin geheiratet, das ist nun viele Jahre her, sie sind noch immer zusammen.

    Ich ging dann durch eine große persönliche Krise. Ich komme aus einem sehr christlich geprägten Elternhaus und begann, meinen Weg in die Kirche zurückzufinden. Dann lernte ich einen Mann kennen, der ähnlich dachte. Hier war es uns wichtig, uns unter den Schutz Gottes zu stellen.
    Wir sind seit 11 Jahren recht klassisch verheiratet (ich habe seinen Namen, wir haben drei Kinder) .... Heute kann ich mir eine Beziehung ohne Ehe nicht vorstellen, weiß aber wohl, dass es eine Phase gab, in der ich es mir vorstellen konnte.

    Wäre ich nun plötzlich verwitwet, wollte ich glaube ich zunächst keine so enge Beziehung mehr => ich glaube, dass es wichtig ist, verheiratet zu sein, wenn Kinder im Spiel sind.

    (14) 16.09.11 - 15:49

    Was jetzt? Wirklich gute Beziehung oder kommt nach Dir doch noch was Besseres nach? #kratz

    Für mich hatte die Ehe nie eine besondere Bedeutung, ganz im Gegenteil. Die Ehe meiner Eltern war für mich Grund genug nie heiraten zu wollen. Bei meinem Mann hab ich dann aber eine Ausnahme gemacht. Einfach weil es gepasst hat.

    Wir haben aus romantischen Gefühlen heraus geheiratet, alle anderen möglichen Beweggründe spielen für mich keine Rolle.

    lg

Hallo,
ist es nicht egal wie wichtig heiraten für andere Leute ist?
Für mich ist es z.B. immer noch die Art zu zeigen:Du bist es.
Natürlich reagiert das Umfeld auf eine Heirat.Für Kinder macht es z.B. nach meinem Dafürhalten sehr wohl einen Unterschied ob die Eltern verheiratet sind oder nicht.


<<<Manchmal glaube ich aber, dss er nicht heiraten will weil er vielleicht denkt es käme noch etwas besseres nach mir.
<<<
Wenn du dieses Gefühl hast, wird das schon seinen Grund haben.Klingt als wolle er dich nicht heiraten.


L.G.

Hi

Ja, für mich macht es einen Unterschied, ob er nich vorstellt:
"Das ist meine Frau" oder : Das ist meine Freundin/ Bekannte...

Du hast als Freundin keinerlei Rechte, du bekommst bei einem Unfall nicht mal Auskunft im Krankenhaus. Mein Mann wollte unsere Familie ausserdem absichern wenn etwas passiert, Haus, Rente , Versicherungen ect.
Wir hatten schon vor der Hochzeit einen notariell beglaubigten Konkubinatsvertrag, da unsere Tochter vor der Ehe geboren wurde.

Wir fanden es einfach wichtig & richtig für die Kinder, dass wir alles den gleichen Namen tragen...

Das muss jeder für sich entscheiden



Für uns ist eine Heirat nicht wichtig , denn uns verbindet nicht ein gemeinsamer Name oder ein Ring mit einem Familienbuch, sondern unsere Kinder . Diese tragen den Nachnamen des Vaters und mir ist es egal ,ob ich bis zu meinem Tode meinen Mädchennamen trage ,denn bei einer Herat muß ich ja nicht zwangsläufig den Namen meines Mannes annehmen.Mein Mann stellt mich auch nie als seine Freundin oder Lebensabschnittsgefährtin vor (aus dem Teeniealter sind wir schon raus ),sondern ganz klar als seine Frau bzw. ich rede von meinem Mann .

Viele kommen immer auf uns zu und meinen Sie müssen uns eine Heirat einreden ,eben für den Fall des Falles falls mal etwas passiert ,einer stirbt oder im Krankenhaus liegt ,geerbt wird oder nicht etc. -was viele aber nicht wissen, mit einem guten Anwalt läßt sich heutzutage auch solche Fälle regeln, man muß nur ein wenig Zeit investieren und ein paar Euros .Jeder von uns ist abgesichert ,oder hat eine Vollmacht und kann im Notfall Entscheidungen treffen . Bei uns gibt es keine Witwenrente vom Staat ,wir haben eine private Versicherung laufen ,die im Todesfall diesen Posten übernimmt .

Heirat ist etwas für Romatiker und soll jeder halten wie er will ,aber das man dadurch nicht schneller auseinander geht halte ich für ein Gerücht ,wenn man sich hier die Trennungsecke so ansieht ,da wird schneller geheiratet als man sich kennengelernt hat und ist auch schneller wieder bei dem Thema Scheidung angekommen ....

für uns war es sehr wichtig


aber ich glaube nicht das unsere ehe stabiler oder labiler als andere beziehungen sind

Hallo!

Für mich bedeutet "Ehe", mit dem Menschen, den ich mit Herz und Seele und aus vollkommener Überzeugung liebe, mein Leben teilen zu dürfen.
Das geht natürlich auch unehelich.

Aber dieses Symbol, sich füreinander ein Leben lang zu entscheiden ist so wundervoll groß, es hat für mich etwas anmutiges, irgendwie. Wenn ich darüber nachdenke, erfüllt es mich gar mit Stolz, darüber nachzudenken, dass ein Mensch auch MICH so sehr lieben kann, dass er mir dieses Versprechen gibt.

Ich habe mir persönlich vorgenommen, erst eine lange Beziehung zu führen (in der ich zur Zeit auch bin), um dann den Schritt zu wagen. Denn heiraten möchte ich nur ein einziges Mal.

Mein Partner und ich reden öfter darüber, da wir aber 1. mitten im Studium stecken, 2. ich mich noch zu jung fühle (er ist 7 Jahre älter), 3. wir uns gegenseitig, trotz der nun fast 2 1/2 Jahre, immer weiter kennen lernen müssen/wollen .... wird es wohl erst nach dem Studium. Und wenn es so sein sollte, dann bin ich mir sicher, dass ich mein Leben dem richtigen Menschen anvertraut habe.

Hallo,

also ich finde Heiraten eigentlich auch sinnlos.

Ich mag aber auch das Gefühl nicht so aneinander gekettet zu sein, obwohl ich meinen Partner sehr liebe ganz ohne Frage.

Und irgendwie ist es ja auch schön, sich für immer einander zu versprechen, aber muss das auf dem Papier und/oder vor der Kirche sein?

Meine Eltern sind über 30 Jahre verheiratet und sehr zufrieden, sie hatten ihre Höhen und Tiefen, also daran liegt es nicht.

Mein Partner sieht das genauso wie ich und ich glaube auch nicht, dass es bei ihm daran liegt, dass ich nicht die Richtige für ihn bin.

Klar, ich würde auch irgendwie gerne so ein Fest haben, in so einem tollen Kleid rumlaufen, so ein Tag ist sicher was ganz Tolles, aber danach ?

LG

Hi,

naja, ob man als Ehepaar jetzt immer besser gestellt ist, sei mal dahingestellt. Im Freundeskreis habe ich teilweise anderes erlebt. Nungut.

Wenn man verheiratet ist, hat man mehr Rechte und wird auch eher als Einheit gesehen. So zB bei einem Unfall: Als Ehegatte bekommt man Auskunft, als Freund/Freundin nicht unbedingt ohne Weiteres.

Es gibt so vieles, was für eine Hochzeit spricht in meinen Augen: Aber das größte Argument ist für mich die Liebe. So kitschig sich das anhört. Für mich war immer klar: Mann und dann Kinder. Und so war es auch. Für uns gehörte das Heiraten einfach dazu. Man ist noch "enger" als so, finde ich.

Aber ich finde nicht, dass alle heiraten müssen. Jeder sollte das SEIN Lebensmodell finden und diesen Weg gehen.

Aus finanziellen Gründen allein, hätte ich nie und nimmer geheiratet.

LG

(23) 17.09.11 - 12:47

Hallo,

mir war und ist die Ehe wichtig. Für eine Beziehung quasi das Tüpfelchen auf dem i.

Mein Mann hat mir knapp 1 Jahr nach unserem ersten Date einen Heiratsantrag gemacht und jetzt sind wir schon beinahe 10 Jahre verheiratet.

Wenn er mir keinen Antrag gemacht hätte, hätte ich wahrscheinlich vermutet, dass er das Motto hat: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was bessres findet."

Und vermutlich wären wir dann jetzt nicht mehr zusammen.


#winke

Mein Mann und ich wussten von Anfang an, dass wir zusammengehören und - passen!
Wieso sollte ich ihn dann nicht heiraten? Wegen unserem gemeinsamen Kind o. irgendwelchen Erbschaften haben wir das nicht getan. Ich würd sagen, es war (und ist immer noch) Liebe!

Außerem hab ich jetzt einen schöneren Nachnamen... #ole




Aber warum traust Du Dich nicht, Deine Frage öffentlich zu stellen?

Jeder Mensch ist anders meine Mama seit 35 J. verheiratet, sagte damals zu mir "Man heiratet heutzutage nur noch aus steuerlichen Gründen bla bla bla."

Und ich kann nicht mehr zählen wie oft ich gefragt ob was unterwegs ist als würd man deswegen heiraten :( Ich sagte dann immer "Darf man denn heutzutage nicht mehr aus Liebe heiraten?" oder "Also wir heiraten aus Liebe, was war denn bei euch der Grund dafür?" :D Gell gemein sein kann man :D

Ja ich hab jung geheiratet und nur weils auch in unserem Umfeld Scheidungen gibt muss man nicht vom schlimmsten ausgehen.

Also für mich war heiraten wichtig :D Und das obwohl ich es in jungen Jahren getan hab, war damals grad mal 6 Tage 21 Jahre alt :D Nun bin ich 27 :D Mein Mann ist 34. Bei seinem Freundestrio der jüngste alle anderen sind 40 und drüber und die beiden haben die Ehe nur 9 Monate erleben dürfen. Sind seit dem auch "geheilt" :D

In der Zeit mit meinem Mann haben 7 Paare geheiratet davon das letzte im Juli diesen Jahres so out kann das gar nicht sein :D Davon leben 2 in Scheidung/Trennung. Eine davon erleb ich hautnah mit :( Die von meiner Schwester :(

Top Diskussionen anzeigen