Über Trennung hinwegkommen, wenn Kind beim Vater lebt

    • (1) 23.09.11 - 11:22
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      Hallo,

      an die Mütter, deren Kind beim Vater lebt, wie seid Ihr über die Trennung hinweggekommen.

      Unser Kind ist 5 Jahre alt und lebt beim Vater, weil er ein Papakind ist. Ich kann ihn sehen, wann ich möchte und habe ihn regelmäßig einmal die Woche abends und jedes zweite Wochenende bei mir und kann ihn auch unter der Woche sehen wann ich möchte.

      Es ist nun aber nicht ganz so einfach. Ich denke noch oft darüber nach, dass es wohl ein Fehler war die Beziehung zu beenden. Ich sehne mich nach dem Familienleben, aber ob ich mich nur nach dem Familienleben. Haus, Garten, Kind etc.

      Frage mich die ganze Zeit, ob ich mich auch nach dem Expartner sehne oder aber nur um das ganze herum.

      Wie geht es Euch dabei?

      • Ich bin keine Betroffene. Soviel mal vorgweg.

        Hin und wieder stellen sich allerdings auch "Nichtbetroffene" jenes Szenario vor. Die traditionelle Lösung: Kinder bei Mama, Papa der Besuchswauwau. Mein Respekt gehört unbedingt den Frauen, die zu Gunsten ihrer Kinder auch loslassen können und ihre Konflikte nicht auf deren schmalen Wirbelsäule austragen. Ich kann mir vorstellen, wie schmerzhaft die räumliche Trennung ist. Wenn ich einen 14 Stunden Tag hinter mir habe, meine Brut mich 12 mal am Tag angerufen hat ("wann kommst Du MAMA?"), dann sterbe ich schon fast. Undenkbar, bei einer evtl. Trennung diese beiden Nervbolzen meinem Mann zu "überlassen". Da ist Eifersucht im Spiel - hochgradig.

        Für mich zeugt es von absoluter Größe, sich - wie Du - zurücknehmen zu können und dem Wohl des Kindes absolute Priorität zu gewähren.

        Du hattest Deine Gründe Dich von Deinem Mann zu trennen. Diese werden nicht leichtfertig gewesen sein. Denke Dich in Dein "altes" Leben zurück. Willst Du das? Oder bist Du stark genug, Deine Entscheidung zu leben? Würde Dein Mann Dich "zurücknehmen"? Ohne Vorwürfe und ohne nachtragend zu sein?

        Ich wünsche Dir viel Erfolg.

        GzG
        Irmi

      Hallo...

      meine Tochter (6 Jahre) lebt ebenfalls bei ihrem Papa.

      Bei uns ist die Situtation etwas schwieriger.

      Ich habe aus Liebe zu meiner Tochter darauf verzichtet. Ich sehe sie sehr selten und mir fehlt sie unwahrscheinlich. Es tut so weh...

      Mir fehlt nur meine Tochter, das Familienleben was wir hatten, fehlt bedingt.

      An meinen Expartner mag ich nicht denken. Das ist vorbei.

      Man lernt damit umzugehen, aber das Alltägliche was ist das schlimmste.

      Wenn ich meine Tochter bei mir habe (zu selten) dann möchte ich einfach für sie da sein, möchte den "Alltag" mit ihr erleben, mir fehlt sie abends ins Bett zu bringen, sie zu trösten, zu wissen wie es in der Schule ist bzw. mit ihr gemeinsam Hausaufgaben zu machen.

      Naja wenn Du Fragen hast, meld dich einfach über PN!

      LG
      ich weiss es

    • (5) 23.09.11 - 12:10

      Ich habe mir eine eigene Wohnung gesucht, weil ich es nicht mehr verkraftet habe psychisch und körperlich.

      Wir verstehen uns so ganz gut. Ich kann unseren Sohn jederzeit sehen. Momentan ist es aber auch so, dass ich meine Zeit für mich benötige und meine Kraft für die Wochenende benötige, die mein Sohn bei mir ist.

      Es tut trotz allem weh, wenn ich daran denke, dass eine Neue in das Leben meines Expartners tritt und meinen Sohn mit aufwachsen sieht und sie sich evtl. als "Mutter" aufspielt. Sie die Träume lebt, die ich mit meinem Partner hatte und z.B. nur halbtags arbeiten geht :-[ und ich ganztags, damit ich auch für meinen Sohn sorgen kann.

      • Ich habe vor Deiner Entscheidung auch respekt.
        Du hast an Dein Kind gedacht, nicht an Dich.
        So wie Du dich jetzt fühlst, fühlen sich ganz viele getrennte Väter.
        Das hilft Dir nicht weiter, aber vielleicht können einige Mütter sich besser in diese Situation hineinvesetzen wenn sie von einer Mutter geschildert wird.

        Ich hoffe Du kommst jetzt wieder zu Kraft, psychisch und physich.
        Nutze Deine Zeit für Dich, tu Dir etwas Gutes.

        Eventuell einigt ihr Euch vielleicht auf ein Wechselmodell? Ich bin sicher das Dein Sohn Dich vermisst, auch wenn er ein "Papakind" ist.

        Viele Grüße

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