Eheprobleme... Trennung? Beratung?

    • (1) 25.09.11 - 12:11
      nudel1981

      Halloo...

      ich muss grad mal irgendwo meine Gedanken loswerden.
      Ich bin 30 Jahre alt, seit kanoo 3 Jahren verheiratet, habe zwei Kinder (2 und 3 Jahre) und bin total unzufrieden mit meiner Ehe...
      Das macht mich sehr traurig, denn ich frage mich wo die Liebe hin ist. Ich habe das Gefühl, dass wir als Team, als Eltern super "funktionieren". Es läuft mit den Kindern und im Haushalt ganz gut, wir "arbeiten" Hand in Hand.
      Und genau ds ist das Problem. Ich habe das Gefühl, wir sind nur noch Eltern, kein Liebespaar.
      Wir haben schon oft darüber gesprochen, allerdings gehen diese Gespräche von meiner Seite aus. Mein Mann hat eigentlich nichts auszustzen, er liebt mich über alles und so wie ich bin. ISt ja auch schön, nur kann ich das gerade nicht erwiedern. Irgendwie habe ich im Moment an allem was auszusetzen und bin am nörgeln... Und das schlimmste ist, er nimmt das alles hin, mit den Worten: Hast ja Recht.

      Ich will aber nicht immer Recht haben. Ich möchte auch mal Kontra bekommen und nicht immer alles entscheiden und regeln und planen.
      Er hat irgendwie keine eigene MEinung. Das ist anstrengend.

      Wenn ich mal schlecht drauf bin, traurig,oder Ängste habe, hab ich das GEfühl, dass mein Mann mich da gar nicht auffangen kann. Ich möchte einen "starken" Mann an meiner Seite haben, der mir Halt gibt. So ist das aber leider nicht.

      Ich denke seit wir Kinder haben, habe ich, bzw. wir ganz andere Sorgen und Probleme als vorher (logisch). Ich meine nur, dass es mir vorher vielleicht gar nicht so aufgefallen ist, dass ich immer die Starke war. Nur jetzt, wo ich Stress-technisch an einem bestimmten Level angekommen bin (unsere Kinder sind 15 Monate auseinander und erst seit August im Kiga, vorher waren sie den ganzen Tag bei mir), merke ich, dass er mich emotional kaum stärkt. Haushaltstechnisch macht er alles, aber auf Gefühlsebene ...?

      Dazu kommt, dass wir seit dem zweiten Kind (seit zwei JAhren) kaum Sex hatten. Weil ich nicht will. ICh habe einfach keine Lust. Wenn wir dann malZärtlich wurden, konnte ich mich nur bis zu einem bestimmten Punkt darauf einlassen,bis es mir ganz plötzlcih zu viel wurde und die Lust schlagartig weg war. Auch darüber haben wir viel geredet. Jetzt haben wir einfach keinen Sex mehr. Und sind damit auch nicht zufrieden.

      Erschwerend und verlockend kommt dazu, dass ich seit Monaten immer wieder an einen anderen Mann denken muss. Mit ihm hatte ich vor Jahren (da war ich mit meinem Mann noch nicht zusammen) ein kleinens Techtelmechtel... Er ist mit einer guten Freunin befreundet und läuft mir daher gelegentlich über den Weg.... Ist nix passiert außer guten Gesprächen. Aber ich bin immer ganz aufgeregt, wenn ich ihn sehen...

      So, jetzt mal meine Frage:
      Was mach ich denn jetzt? Ich hab Angst, dass wir es als Paar nicht schaffen können. Ich habe aber auf der anderen Seite auch wenig Motivation zu kämpfen. Weil ich das GEfühl hab, ich hab das Problem, er ist ja eigentlich eintoller MAnn, kümmert sich um die Kinder, HAushalt, macht ´was man ihm sagt... aber ich hab das Gefühl das ist nicht das was ich will...

      Kennt das jemand?
      Liebe Grüße und ich würd mich über Kommentare, Tipps, Erfahrungen freuen!!!

      • Ich glaube, Du bist eigentlich nur "zu satt". Es läuft alles wie geschmiert, Du hast keinerlei Herausforderung und Reibungspunkte, keine Höhepunkte und Tiefschläge.... also alles das, was den Menschen sich "lebendig" fühlen lässt. Dein Mann ist zufrieden, kommt genau damit scheinbar gut zurecht, Dich entfernt das von ihm.

        Ich würde mal checken lassen, ob hormonell alles okay ist, weil gar keine Lust auf Sex mehr ist ja auch ungewöhlich. Wenn es das nicht ist, hast Du Dich vielleicht einfach "nur" entliebt. Dafür spricht für mich, dass Dein Mann Deiner Schilderung nach überall mit anpackt, Dir aber nix Recht machen kann. Ein wenig machts den Eindruck, als erwartest Du einen "Superhelden" an Deiner Seite.

        Kann sein, dass es für Dich besser läuft, wenn Du den "Langweiler" los bist und einen neuen Partner hättest. Ich denke aber, sobald der sich nicht als so alltagstauglich herausstellt wie der Mann, der ja auch Vater Deiner Kinder ist, wirst Du genau DAS vermissen.

        Ich denke, Du musst gucken, wo Deine Prioritäten liegen und Dir den Kick suchen, den Du brauchst. Könnte vielleicht darin liegen, wieder zu arbeiten (für mich liest es sich so, als seist Du zu Hause) oder Dich fortzubilden, umzuschulen...

        LG

        • Danke für die Antwort.

          Eigentlich schreibst du das was ich mir auch schon dachte. Es ist tatsächlich so, dass ich seit fast 4 Jahren nicht arbeite, da ich bisher keine Betreuung für die Kinder hatte. Und tatsächlich habe ich im letzten Jahr mit einer Weiterbildung angefangen.

          Ich weiß auch, dass es mit einemanderen MAnn nicht unbedingt besser läuft, letztendlich gelangt man immer wieder anden gleichen Punkt. Dennoch wünsche ich mir dieses intensive Gefühl zu Beginn einer Beziehung zurück. Das kribbeln, die Spannung... Klar ist das irgendwann vorbei, aber dass dann nix mehr kribbelt?

          Ich frage mich halt, wie man in eine so alltäglich gewordenen Beziehung wieder Schwung reinbringt, und ob sich meine GEfühle wieder entwickeln.

          Im Moment stehen immer die Kinder im Vordergrund. Ich bin abends dann oft einfach nur froh, wenn ich Feierabend habe...
          Wir haben es auch schon versucht jeden Monat einen Tag (immer an dem Tag unserer Hochzeit) etwas besonderes zu machen, auch wenn es zu HAuse gemütlich nen Film gucken war. Aber das hat irgendiwe nicht geklappt, wir haben uns dann anderweitig verplant oder es einfach vergessen.


          Mein Mann ist auch der MEinung, dass wir Partnerschaftlich nebeneinander herleben...

          Wie machen andere PAare mit Kindern das??

          • Ich denke, dass das Kribbeln des Anfangs immer irgendwann weg ist. Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass das so "sein muss", weil der Körper diesen permanenten "Stress" des Verliebtseins so gar nicht aushalten könnte (und ja, das klingt einleuchtend :-) )

            Idealerweise weicht dieses Verliebtheitsgefühl anderen Gefühl, ebenfalls Positiven: tiefes Vertrauen, das Gefühl angekommen zu sein, eine gemeinsame Vergangenheit und damit Verbindung zu haben und dass man morgens wach wird und denkt: Gut, dass genau DU auf dem Kissen neben mir liegst.

            Wenn aber nur noch Ablehnung da ist, bin ich dafür den Absprung zu machen, bevor Respekt und freundschaftliche Gefühle verloren gehen. Dann hat man wenigstens die Chance zu einer fairen Trennung, bei der man vor allem noch Eltern bleiben kann.

            Ich denke aber, dass man Spannung und Leidenschaft schon wiederbeleben kann. Und das würde ich auf jeden Fall versuchen.

            LG

        Hi,

        man könnte gerad meinen ich hätte diesen text geschrieben.

        Mir geht es ähnlich, bin seit 5 Jahren verheiratet und habe einen Sohn 3,5 Jahre.

        Bei mir ist es so das ich denke ich liebe ihn garnicht mehr. Sind viele Situationen die mich ankotzen und an ihm stören, Familienleben läuft nicht so wie ich mir das mal vorgestellt habe, sprich er kümmert sich nicht genug um seinen Sohn.
        Wenn es um Sex eht block ich ab und hab auch überhaupt keine Lust mehr, und das geht seit über einem Jahr......
        Ich will dann auch keine Zärtlichkeiten und Nähe von ihm....kann ihn nicht mehr richen......

        Jetzt haben wir uns entschlossen eine Eheberatung zu machen. Um einfach mal unsere Ehe durchzusprechen was alles schiefgelaufen ist.
        Vielleicht hats ja doch noch einen Sinn.

        Kann auch sein das das nur ein Wunschdenken von mir ist. Weil ich Angst habe allein zu sein.


        LG

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