Sein Geld - mein Geld usw...immer Streit

    • (1) 27.09.11 - 11:53
      ScheissGeld

      Ich brauche dringend mal einen Rat.

      Mein Mann verdient sehr gut (ca. 2700 netto). Wieviel genau weiß ich nicht.
      Ich verdiene dagegen in meinem Job ziemlich wenig (700 netto).

      Wir haben einiges an Schulden weil wir durch seinen Job mehrfach umziehen mussten und uns bei Oma dann Geld für Kaution etc. geliehen haben.

      Mein Mann bezahlt eigentlich fast Alles von seinem Geld. Also Miete, Strom, Kiga, die Kreditrate bei Oma usw. Dann nimmt er sich noch 300 Euro monatlich als Taschengeld soweit ich weiß und geht jeden Tag auf Arbeit Essen.

      Ich bezahle vom Kindergeld und meinem Gehalt Versicherungen wie Hausrat usw, mein Handy, ca. 300 Euro Benzinkosten (Arbeitsweg), eine 10 Euro-Rate für eine Nachzahlung die wir mal nicht auf einmal geschafft haben, einen Fernkurs monatlich, spare für Urlaub, Möbel, kaufe Kindersachen, gehe auch mehrfach im Monat zusätzlich einkaufen weil unsere Haushaltskasse einfach hinten und vorne nicht reicht usw. Ich zahle auch öfter wenn wir mal essen gehen oder ähnliches. Ausserdem spare ich jeden Cent um mal meine Bafögrückzahlung stemmen zu können. Auch unseren Urlaub dieses Jahr habe ich allein bezahlt.

      Ich kaufe mir selber kaum mal was, ich gehe nicht täglich essen, sondern nehme Brot mit usw.

      Mich hat das bisher nicht gestört und ich habe keine Lust auf Aufrechnerei.

      Jedoch weigert mein Mann sich neuerdings die Autodurchsicht zu zahlen weil ich das Auto ja zum pendeln brauche. Ich kann das aber gar nicht stemmen weil diesen und nächsten Monat auch noch andere Ausgaben kommen und ich bei meinem Gehalt nicht einfach mal so 400 Euro dafür hinlegen kann (wir müssen wegen dem Versicherungsschutz in die Vertragswerkstatt) Er sagt er zahlt die Rate an die Oma und ich soll selber zusehen wie ich damit klar komme.

      Ständig wirft er mir vor, dass er ja meine Miete etc. bezahlen muss. Das er eigentlich Nichts von seinem Geld hat weil er ja für uns bezahlen muss. Immer wieder muss ich mich hinstellen lassen als wäre ich das letzte Stück das ihn ausnimmt. Ständig streitet er mit mir wegen irgendwelchen Kleinigkeiten..vor kurzem ist er ausgeflippt weil ich den Sitz im Auto immer hochstellen muss da ich zu klein bin um vorn drüber zu schauen. Er ist total explodiert und brüllte mich an, dass ich den Sitz mal schön alleine bezahlen kann wenn er durch das verstellen kaputt geht.

      Während er sich neue Klamotten bevorzugt von bestimmten Marken leistet, kann ich mir im Endeffekt nichtmal einen Friseurbesuch leisten und kaufe mir Klamotten im Secondhand. Ich kaufe kaum was für mich, gehe nicht gross aus usw.

      Wie gesagt, mich hat das nie gestört....mir reicht ein einfaches normales Leben...

      Jahrelang waren wir arm...haben Studiert...hatten kaum was...nun haben wir Familie und Altlasten und können auch mit seinem nun gutem Job nach dem Studium trotzdem kein Haus und einen BMW kaufen...mir macht das Nix aus...ihm aber glaub ich immer mehr.

      Ich weiß nicht was ich tun soll. Mehr arbeiten? Ich bin 6,5 Stunden täglich im Büro und pendel noch 1,5 Stunden täglich..zudem bleibt eigentlich Alles was mit Kindern und Haushalt zu tun hat an mir hängen...jetzt hat er die Kinder auch noch zum Sport angemeldet wo ich jetzt 2mal die Woche Abends auch noch hinfahre. Dafür flippt er später wieder aus weil ich ja soviel km verfahre - ich muss ja aber auch auf Arbeit kommen oder?

      Ich hab es satt mich ständig zu verteidigen, mich ständig als Schmarotzer zu fühlen. Ja, er zahlt für seine Familie und ich leiste auch meinen Beitrag...aber er sieht das nicht.

      Ich würde am liebsten ausziehen, aber das kann ich mir eigentlich gar nicht leisten. Als ich ihm das mal gesagt habe hat er mich ausgelacht und gesagt er macht hier nicht meinen Zahlemann.

      Das ist keine Ehe mehr. Jetzt hab ich eine Gehaltserhöhung bekommen (knapp 100 euro) die will er dann halt von seinem Geld weniger in die Haushaltskasse zahlen damit ich mehr zahle. Das ist doch ein ewiges Hin und Her...irgendwann hab ich mal eine gemeinsame Kasse vorgeschlagen von der jeder ein Taschengeld erhält und der Rest gemeinsam bezahlt und gespart wird - da kam dann nur,dass ich ihm an die Taschen will usw.

      Ist mein Beitrag hier Nichts wert?

      • (2) 27.09.11 - 11:55

        Ich muss noch dazu sagen, dass ich sowenig verdiene weil ich auf sein Drängen hin meine Steuerklasse in die 5 gewechselt habe und ihm die Kinderfreibeträge übertragen habe. Damit er mehr Geld für unsere Miete usw. raus hat.

        • Na das ist schon mal dämlich! Wenn Ihr schon das Geld trennt, dann jeder die 4 und jeder ein Kind auf der Karte.
          Aber generell finde ich getrennte Konten in einer Ehe echt bescheiden.
          Wir haben ein gemeinsames Konto, da gehen alle Gelder drauf und alle Kosten von ab.


      wie lange ist das denn schon so, war das schon immer so ? Voll der Geizkragen. Warum bringt er die Kinder nicht zum Sport oder so ?

      • (5) 27.09.11 - 12:07

        Nein das hat sich in den letzten Jahren so zugespitzt. Wir sind irgendwie finanziell keine Familie. Ich komm mir vor wie ein Allmosenempfänger.

        Geizig würde ich das gar nicht nennen. Ihn kotzt es wirklich einfach an, dass er sich von seinem Geld eben keinen BMW oder sonstwas leisten kann - wie denn auch? Erstmal müssen wir ja Altlasten abtragen und ich finde das ziemlich normal dass man nicht immer gleich grosse Sprünge machen kann.

        Er bringt die Kids nicht zum Sport weil er etwas später als ich nach Hause kommt. Wenn er frei hat macht er das aber auch mal.

    """Ständig wirft er mir vor, dass er ja meine Miete etc. bezahlen muss. Das er eigentlich Nichts von seinem Geld hat weil er ja für uns bezahlen muss.""""""

    #schock

    """""Das ist keine Ehe mehr. """""

    Also nach den beiden Sätzen solltest du dich wirklich fragen:

    "Was bist DU dir wert?"

    LG

  • Also zuerst muss ich sagen, dass ich eigentlich sprachlos bin über das Verhalten deines Mannes!

    Ich kann dir keinen wirklichen Tipp geben, der dir weiterhelfen würde, ausser dass ich das nicht mitmachen würde, aber wie es bei uns läuft bringt dich auch nicht weiter!

    Ich finde dein Beitrag ist definitiv genauso viel wert wie seiner! Und du solltest für dich überdenken, ob du dieses Leben in dieser Art weiterleben möchtest! Vielleicht gibt es doch nochmal die Möglichkeit mit ihm zu reden, glaube aber nicht, dass es was bringen wird.

    Wenn du ausziehen möchtest, dann erkundige dich genau! Du bekommst mit Sicherheit Hilfe! Ich persönlich würde auf jeden Fall darüber nachdenken und es in Erwägung ziehen!

    Liebe Grüße und ich wünsche dir alles Gute
    Sunshine

    Entschuldige, aber das ist doch keine Partnerschaft bei Euch. Ihr habt ein Kind? Warum schmeißt Ihr Euer Geld nicht einfach in einen Topf, aus dem alles bezahlt wird und meinetwegen jeder ein (gleiches) Taschengeld erhält?

    Falls der Herr das nicht möchte, würde ich auf Steuerklassen 4 /4 BESTEHEN und ALLES prozentual am Gehalt aufteilen.
    Beispiel: Er hat (nach Steuerklassenwechsel) vielleicht 70 % Eures Gesamteinkommens, Du 30 %. Dann zahlt er 70 % Miete, Möbel, Urlaub, Einkäufe, Du eben 30 %. Vom restlichen Geld wird ein bestimmter Betrag für alle gespart und jeder bekommt ein Taschengeld, mit dem er machen kann, was er will (Friseur oder täglich Kantine, was auch immer).

    Hallo,

    ich muss ehrlich sein und sagen, dass ich nicht, wie viele andere hier Stellung beziehen kann.

    Eure Streitigkeiten und die Meckereien seinerseits lasse ich jetzt bewusst mal außen vor, da man hier nur eine Seite hört/ liest.

    Aber:

    Er verdient mehr und "wuppt" dadurch mehr:

    Volle Miete
    Voller Strom
    Volle Kitabeiträge
    Volle Rate an Oma

    Du bezahlst den Rest, der, ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, eher Kleckerbeträge ausmacht.

    Ich kann zumindest gemessen an euren Gehaltsverhältnissen da schonmal keine Ungerechtigkeit feststellen.

    • (10) 27.09.11 - 12:21
      nichteinverstanden

      ich finde deine Ansicht nicht nachvollziehbar, erstens handelt es sich theoretisch um eine Ehe, Partnerschaft , und zweitens, hat sie ja wegen ihm beziehungsweise wegen den gemeinsamen Kindern das tiefe Einkommen plus den allergrössten Teil der nicht bezahlten Arbeit zu Hause.

      Ich halte die Situation für ungerecht, sein Verhalten respekt- und lieblos, für mich wäre der Fortbestand der Beziehung kein Gedanke wert...aber wirklich keiner.

      • Pack deinen Daumen runter wieder ein.

        Ich habe weder das Verhalten des Mannes reflektiert, noch eine Aussage über deren Kräfteverhältnis und zusammenleben geäußert.

        Lediglich eine Aussage über die Aufteilung der fixen Kosten habe ich getroffen und die halte ICH (die Betonung liegt auf ich und nicht "IHR ALLE") für ordentlich.

        Da hier auch niemand die Belastung an Miete und Rate Oma, sowie Strom kennt, halte ich es für stark vermessen zu behaupten das der Mann ungerecht ist, oder die Frau die Benachteiligte.

        Betrüge die Miete 1200 Euro, der Strom 200, die Rate an Oma 150 sind das zusammengerechnet Kosten von 1550 Euro.

        Selbst wenn sie davon nur 30-40 Prozent tragen MÜSSTE, überstiege das ihr Geld.

        Da am Monatsende so GAR NIX übrigbleibt gehe ich davon aus, das beide sehr Hohe Fixkosten an Miete und Co haben, denn ist dies nicht der Fall, wäre die Frage: Wo bleibt, ausgenommen sein Taschengeld, der Rest.

        • (12) 27.09.11 - 12:32

          Miete sind 750 Euro, Strom ca. 70, die OmaRate 300 Euro. Er spart was er kann (angeblich) für einen anderen Kredit den wir mal ablösen wollen. Ich spare auf meinem Konto jeden Monat was ich kann für meine Bafögrückzahlung, gerate da aber immer wieder ins Schleudern weil er dann andere Kosten wie zb. jetzt die Autodurchsicht oder den Urlaub auf mich abwälzt.

          • Naja, so ein ruhiges, vorwurfsfreies Gespräch wird schon schwer, wenn du auf der anderen Seite seine Spartätigkeit anzweifelst und ihm ja eigentlich eine andere Verwendung vorwirfst.

            Von daher sollte grundsätzlich geklärt werden, ob ihr denn ehrlich zueinander seid.

            Weil:

            2700
            - 750 Miete
            - 70 Strom
            - 300 Oma
            - 300 TG
            -----------------
            = 1280,-

            Wie hoch ist der Kitabeitrag?
            Wieviel (wenn du eine ungefähre Aussage seinerseits hast) ist die Sparrate X?
            Wer von euch macht die Wocheneinkäufe?



            Ich finde, da sind viele Merkwürdigkeiten bei euch am Laufen.

            Erst einmal die finanziellen Dinge, die mir auffallen, euch aber sicher nicht weiterhelfen:

            Wenn ihr wegen seiner Arbeit umziehen musstet, warum zahlt dann der Arbeitgeber nichts dazu?

            Wenn ihr umzieht, dann habt ihr doch theoretisch eine Kaution raus, die ihr dann in die neue Wohnung stecken könntet?

            Wann musst du denn dein Bafög zurückzahlen? Ich kann damit noch Jahre warten, da ich Teilzeit arbeite und zwei "kleine" Kinder habe.

            Wieso muss die Rate an die Oma stolze 300 Euro betragen und wie lange zahlt ihr da noch?

            Wie lange läuft der andere Kredit noch, den ihr wohl habt, und wie hoch ist da die monatliche Belastung?

            So viel dazu. Ich finde einfach, es wird viel zu oft ungeplant mit Geld hantiert, so dass der Überblick verloren geht und dann plötzlich die Ausgaben die Einnahmen übersteigen.

            Sicher gibt es immer Erklärungen für jeden einzelnen Fall. Ich meine nur, das sollte alles immer bedacht werden.

            Zu eurer Situation: Es kommt mir nicht so vor, als hättet ihr eine funktionierende Ehe. Wenn mir ständig vorgerechnet worden wäre, dass ich zu wenig beigesteuert hätte, wäre ich schneller gegangen als ich es letztendlich tat.
            "Scheissgeld", damit sagst du mal die Wahrheit.

            Mein Eindruck: Ihr habt ein eheliches Problem, ein beziehungstechnisches, und das wirkt sich auf eure Finanzsituation aus. Bzw. macht sich da bemerkbar. Denn wenn er dich so wenig wertschätzt, ist etwas im Argen.

            Ich kann dir leider nicht sagen, wie ihr das wieder hinbiegen könnt. Aber an deiner Stelle hätte ich mir mal ausgerechnet, wie viel Geld du mit einer anderen Lohnsteuerklasse hast, wie viel Unterhalt von ihm an dich und die Kinder zu zahlen wäre und wie du dann finanziell da stündest.
            Auch, wenn das brutal klingt.

            Alles Liebe dennoch.

    (15) 27.09.11 - 12:28

    Klar wuppt er mehr. Aber schon alleine die Benzinkosten machen 42% meines Gehaltes aus. Zudem zahle ich genauso auch Versicherungen, Ausflüge, den Bedarf der Kids, Einkäufe usw.

    Ich beschwere mich nicht darüber dass er sich etwas leistet und ich mir nicht. Ich beschwere mich über sein Respektloses Verhalten mir gegenüber. Ich bin jeden Tag von 5:45 bis 20 Uhr im Einsatz mit Arbeit, Kindern, Haushalt, Sport usw. Ich leiste genauso meinen Beitrag und finde sein Verhalten mehr als respektlos und gemein.

    Ein gemeinsames Konto hat er bisher immer abgelehnt -dann würde ich ja sehen was er ausgibt und was er genau hat.

Top Diskussionen anzeigen