mein freund war callboy

    • (1) 18.10.11 - 22:13
      undjetzt???

      hallo,

      seit einem halben jahr bin ich glücklich verliebt. wir kennen uns bereits 2 jahre und aus einer freundschaft wurde eine beziehung. bisher alles sehr harmonisch.

      gestern jedoch gab es einen schockierendes geständnis von seiner seite. er erzählte mir das er bis vor beginn unserer beziehung ein callboy war. er nahm geld von frauen für sexuelle dienstleistungen. niemand wusste /weiß von diesem "nebenjob".

      er beendete nach seinen aussagen den "job" als er merkte das zwischen uns mehr ist als nur freundschaft. noch bevor wir eine beziehung eingingen.

      angeblich bereut er diesen job, gleichzeitig meint er das es eben bequem war und er als single so "zwei fliegen mit einer klappe geschlagen" hat.

      ich weiß nicht genau wie ich mit dieser vergangenheit umgehen soll...

      wieviel respekt hat jemand vor sich selbst, der für sex geld nimmt?
      ausserdem beginnt bei mir das Kopfkino...wieviele Frauen waren das wohl? Was wenn ich mal einer dieser Frauen gegenüberstehe, fragt die mich dann wieviel ich wohl so zahle? Sein Reden über Treue ist das ernst? Kann er das überhaupt?

      Liebt er mich überhaupt oder hat er ein materielles Interesse an mir? (Ich verdiene deutlich mehr als er,wobei er bei Dates zahlt, mit dem Hinweis ich hätte wegen meinem Kind mehr finanzielle Verpflichtungen)

      verwirrte grüße

      • so aus der Ferne betrachtet find ichs gar nicht schlimm, aber ich kann mir vorstellen, was du meinst. Schwer ein Rat drauf zu geben, kommt auf deine persönliche Toleranz an. Würde ihm sagn, dass du noch oft darüber nachdenkst und deine Problemchen damit hast, weil du dir das nicht vorstellen kannst /willst. Frag ihn alles was dir wichtig ist und auch, ob er nicht irgendwann denken könnte, dass ihm was fehlt etc. Mehr als das ehrlicha uszudisskutieren kann man da nicht machen. Und dann sehen, ob es belastend bleibt.

        Wie gesagt, so als unbetroffene finde ich, dass das nicht schlimm wäre und es ja nicht heißen muss, dass er ein sexbesessener Macho ist, wahrscheinlich machen sich Männer auch gar keine Gedanken, dass was haften bleibt. Aber ich kann deine Gedankengänge bzw Ängste nachvollziehen.
        LG sopi

        Ich finde, du könntest dein Verwirrtsein "ausstellen". Er hat weder Drogen verkauft noch Frauen zur Prostitution gezwungen.
        Er war ein Mann für gewisse Stunden und er war so ehrlich, dir das auch noch zu sagen.

        Du hast dich in ihn verliebt wie er ist, und wenn er sein Geld auf diese Art und Weise verdient hat, wird er nett aussehen und Charme haben.

        Jetzt ist jetzt und gestern war gestern. Willst du deine Zukunft für seine Vergangenheit aufgeben?

        Die einzige Konsequenz, die es für mich hätte (und das ist todernst gemeint), wäre die Forderung eines ganz frischen Aidstests.

        • dem schließe ich mich an ...

          >Du hast dich in ihn verliebt wie er ist, und wenn er sein Geld auf diese Art und Weise verdient hat, wird er nett aussehen und Charme haben.<

          und es ist anzunehmen, dass er weiß was Frau will bzw. braucht :-p

      ich könnte mit so einer vergangenheit meines partners nicht umgehen. definitiv nicht. aber im endeffekt kannst nur du selber wissen, ob du damit umgehen kannst oder nicht.

      ich wüsste dass ich das kopfkino niemals abstellen könnte und dass ich auch mit dieser einstellung, die bei einem menschen vorhanden sein muss, um sich für sex zu verkaufen, nicht umgehen könnte.

    Was genau schockiert dich? Daß er Sex mit anderen Frauen hatte? Auch du bist nicht mehr jungfräulich gewesen, denn sonst hättest du keinen Sohn. Daß er Geld dafür nahm? Nun ja, man tut sich schwer mit dem Gedanken, daß Sex und Geld irgendetwas miteinander zu tun haben könnten, aber rein statistisch betrachtet hat ein sehr großer Teil der männlichen Bevölkerung schon mal sexuelle Dienstleistungen in Anspruch genommen. Ist bezahlt werden schlimmer als bezahlen?Angst vor ansteckenden Krankheiten? Im Allgemeinen wird im "Dienstleistungsbereich" mit Kondom gearbeitet.Aber ein Test ist natürlich immer eine gute Idee.
    Letztlich lohnt sich mal eine andere Betrachtungsweise( sofern seine Angaben stimmen):
    Du hast einen Mann gefunden, der dir Vertrauen schenkt indem er dir Dinge erzählt, die sonst keiner weiß.Er hat für DICH diese Tätigkeit aufgegeben. Er scheint also einen gewissen Wert auf körperliche Treue zu legen. Finanzielles Interesse an dir, obwohl er bezahlt? Wohl eher nicht.... Er scheint dich in deiner Gesamtheit( also auch die Situation, daß du alleinerziehend bist) wahrzunehmen.....
    Sag ihm einfach, daß dich das Thema beschäftigt, frag ihn, was dich bewegt. Er hätte es dir nicht erzählen müssen und er wird damit rechnen, daß du Fragen hast.
    Und sei doch stolz: Andere Frauen haben für etwas bezahlen müssen, das er dir exklusiv geben

    möchte;-)
    Grüße Julia

Vergangenheit, ist das was war. Er hat aufgehört bevor Ihr ein Paar wurdet. Glaubst du Ihm? Wenn ja teil Ihm deine Sorgen mit, er hätte auch schweigen können ;-) Ich seh es so er vertraut dir und will keine Geheimnisse vor dir haben, ist doch gut....

Hallo,

das du verwirrt bist kann ich gut nachvollziehen.
Sei froh das er erlich zu dir war, es hat ihm bestimmt sehr viel Mut gekostet.
Rede offen mit ihm über deine Sorgen und Ängste die du durch das Geständniss
jetzt hast. Denke aber er meint es ernst mit dir, sonst wäre er ja nicht so erlich gewesen.
Und nur weil er im Job mit vielen Frauen Sex hatte, heißt es nicht das er nicht treu sein kann.
Wer weiß was für Gründe er hatte diesen Job zu tätigen, sei es Schulden etc.

LG Monja

  • "Wer weiß was für Gründe er hatte diesen Job zu tätigen, sei es Schulden etc."

    Ja klar, er war jung und brauchte unbedingt das Geld.

    Oder:
    Seine Schulden zwangen den armen Teufel auf den Strich.

    Das ist doch Herumeierei.

    Der Junge hat sich prostituiert (was nach meiner Meinung eine Menge von uns machen, denn die, die wir arbeiten gehen, verkaufen irgendwas von uns für Geld, manche sogar ihre Seele) weil es für ihn eine adäquate Erwerbsquelle war. Punkt.

    Dass es die TE zunächst mal baff macht und die vorstellbare Anzahl der Kundinnen all over für sie ein Problem darstellt, kann man verstehen. Denn auch wenn es viele behaupten, Callgirl oder Callboy mag ja von oben betrachtet, ein ganz normaler Job sein aber wer von uns hatte schon mal so jemanden als (potentiellen) Partner.

    Aber ich würde jetzt keine pseudoromantischen Attitüden hineininterpretieren. der Junge hat diese Vergangenheit, er hat es offen kommuniziert, nun muss man es bei ihr sacken lassen.

    Wenn sie sich in 2 Jahren immer noch fragen sollte, wieviele Frauen es waren, dann kann man wohl annehmen, dass ihr seine Vergangenheit auch nachhaltig Probleme macht.

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