Zum Freund aufs Dorf ziehen ???

    • (1) 19.10.11 - 21:49
      ich weiss es nicht

      Abend,

      mein Freund und ich sind nun 1 Jahr zusammen,und überlegen zusammen zu ziehen,was wir beide sehr wollen. Aber er wohnt auf dem Dorf,bischen ausserhalb der Stadt,und will auf gar keinen Fall zu mir ziehen,in die Stadt. Ich habe Probleme damit aufs Dorf zu ziehen.

      Nun haben wir uns darauf geeinigt das ich nächstes Jahr Frühling zu ihm ziehe,aber irgendwie habe ich grosse Angst davor.

      Was ist wenn ich nicht mit dem Dorf Leben klar komme,und immer wieder zurück in die Stadt fahre,weil meine Freunde und Fam. hier sind???

      Es ist gar nicht so einfach für mich grad.....

      Ich kann doch aber auch nicht eine Bez. beenden,nur weil ich da nicht wohnen kann oder möchte :-(

      Ach ich weiss auch nicht,hab nur Angst,das ich mich da nicht wohl fühle und Freunde verlieren werde,weil man nun nicht um die Ecke wohnt,sondern weiter weg :-(

      Danke fürs zuhören.... LG an alle :-)

      • äh... finde Deine Gedankengänge grad bissi arg extrem.

        Also:
        wenn Du das nicht willst, dann machstes nicht!
        Dann bleibt halt jeder da wo er ist. Eure Beziehung scheitert doch nicht daran ob ihr zusammenwohnt oder nicht?

        Oder ihr findet einen Kompromiss. Mitte: Stadtrand... Wie wärs damit?

        Hi,

        ich habe das mal gemacht, war auch davon überzeugt, dass es "okay" ist und habe drei Kreuze gemacht, als mich die "Zivilisation" dann wieder hatte.

        Ich fand es eine Erfahrung, aber weiß seitdem noch sicherer als vorher, dass das Dorf- und Kleinstadtleben nicht mein Ding ist.

        Bedenklich ist es vor allem dann, wenn es erst zur Trennung kommen sollte, wenn man geheiratet und Kinder bekommen hat. Bei gemeinsamen Sorgerecht kann Frau dann nämlich nicht einfach die Kinder schnappen und abhauen, sondern muss für den Umzug der Kinder (!) das Okay des Vaters haben. Das ist jetzt bei Dir zwar absolute Zukunftsmusik, aber ich wollte es zumindest mal erwähnt haben.

        LG

        • (4) 20.10.11 - 09:35

          Das ist ein GANZ wichtiger Punkt... zumindest wenn das Dorf weiter als 50 km weg ist. Das ist gerade den Frauen oft nicht klar, viele scheinen zu meinen, dass die Kinder automatisch da sind, wo sie sind und der Papa kann zusehen :-)

          Ich wäre im Fall der TE für Stadtrand. Beide bewegen sich, es ist ruhig, aber eben noch Stadt mit Öffis etc.

      ach was sollst, wenn du jung und unabhängig bist und bleibst, kann man das doch jederzeit wieder ändern

      was ich nicht machen würde innerhalb kürzerer Zeit:
      -schwanger werden
      - haus bauen, ausbauen oder kaufen
      - job aufgeben und zur Hausfrau werden

      das sind Dinge, die du tun kannst, wenn du weißt, dass du dich da rundum integriert und wohl fühlst
      wobei ich immer einen Job behalten würde

      "Ich kann doch aber auch nicht eine Bez. beenden,nur weil ich da nicht wohnen kann oder möchte"

      natürlich kannst du diese beziehung beenden.. wird wohl eh` so kommen.
      ich wundere mich trotzdem... wollte dich in deiner schönen stadt keiner haben, weil du dich in einen dorfjungen verliebt hast? ich denke mal, daß ein stadtbewohner eher zu bewegen ist, aufs land zu ziehen, als ein dorfbewohner in eine stadt.

      • Hey, solche Sachen sagt meine Elterngeneration auch immer.

        Meine Eltern bevorzugt: "Hättest du dir nicht einen Tischler suchen können? Der hätte dann xy reparieren und zvx bauen können!" Oder (ganz schlimm): "Warum hast du dir nicht einen Dänen gesucht, dann müsstest du nicht wegziehen von uns!" (das war damals, als ich aus der Heimat fortging um in Berlin zu studieren - mit meinem damaligen Freund.)

        Also, von mir das hier: #augen

        ich verstehe nicht, was du meinst. es hat nichts mit den eltern zu tun. SIE selbst hat doch eine andere vorstellung von dem, was sie sich letzlich gesucht hat. SIE selbst hat ALLE fäden in der hand und sich DENNOCH den falschen genommen.

        einfach erklärt... will ich einen blondhaarigen mann, so nehme ich mir keinen schwarzhaarigen.

        • Sicherlich war sein Wohnort beim SichVerlieben nicht ausschlaggebend. Jetzt ist er es dann doch geworden, aber das war vorher wohl nicht abzusehen.

          Oftmals verliebt der Mensch sich ja und sagt: "Schauen wir mal, wie sich das entwickelt. Wenn etwas nicht ganz genau stimmt, egal, wir finden schon einen Weg."

          Das finde ich persönlich auch besser, als immer gleich alle potenziell widrigen Faktoren abzuwägen um dann zu sagen: "Nö, du, in dich verlieb ich mich besser nicht, du willst nicht, wie ich das will."

          Ich meine, fragst du gleich am Anfang, ob der andere zu bestimmten Dingen bereit wäre, noch bevor überhaupt klar ist, ob die Sache zwischen euch etwas "Ernstes" werden kann?

          Manche Dinge geht ein Paar erst dann an, wenn sie zum Problem werden.

          • also ich konnte mir beim kennenlernen eines potentiellen partners schon ein bild der persönlichkeit und der bevorzugten lebensweise machen... und je weniger übereinstimmungen ich feststellen konnte, desto weniger war ich daran interessiert, mich mehr für meinen gegenüber zu interessieren. :-)
            kompromisse kann ich insofern schließen, wie ich bereit bin, dem anderen entgegenzukommen... schließlich will ich nicht komplett auf meine wünsche verzichten.. bin ja nicht blöd.

Gibt es denn keinen Mittelweg, mit dem Ihr beide leben könntet? Also irgendwo am Stadtrand? Kleiner Vorort, der zwar schon ländlich ist, aber der dennoch gute Anbindung an die Stadt bietet?

Ansonsten würde ich Dir raten - versuche es einfach mit dem Landleben. Deine Freundschaften werden nicht zerbrechen, nur weil du 30 Minuten weiter weg wohnst.

Ich bin auch der absolute Stadtmensch, habe aber aus Liebe auch schon auf dem Lande gewohnt und kann nur sagen - es geht und es zerbrechen daran keine Freundschaften und meine Familie habe ich noch genauso oft gesehen.

Home is where the heart is... :-)

Wieviele km sind es denn bis in Deine Stadt?

Ich würde es zu jeder Zeit machen. Allerdings bin ich auch auf dem Dorf groß geworden. Zu Familie und Freunden fährt man doch sowieso, oder nicht?

Du musst doch nicht gleich zum Hausmütterchen mutieren, nur weil Du paar km aufs Land ziehst. #augen

Hallo,

wieviel km ist das Dorf von der Stadt weg?
Hast du ein Auto?
Wie sind die Busverbindungen?

LG

  • (22) 20.10.11 - 21:25
    ich weiss es nicht

    Es sind ca. 30 km

    Hab ein Auto,müsste aber so mit bis zu drei Tankfüllungen im Monat rechnen,durch das hin und her fahren.allein durch die Arbeit,weil es weiter weg ist. Momentan tanke ich einmal im Mon. und das ist ok,vom Geld auch wieder her. Wird ganz schön Teuer.

    Mit dem Bus fährt man,zwischen ein einhalb und zwei Stunden,weil der alle Dörfer rund herum mitnimmt. Und er fährt auch nicht den ganzen Tag

    • ok, 30km wäre mir auch zu weit weg von der Stadt
      sucht euch doch was Ruhiges, was vielleicht so 10km weg ist und wo die Anbindung gut ist
      so haben wir das auch als Kompromiss gemacht
      bei uns sind Pferde rund um unser Haus, aber in 10min. bin ich in der Stadt und ein Bus fährt auch

      ein bißchen muss er dir auch entgegen kommen...

Was sind denn seine Gründe, warum er "auf gar keinen Fall" in die Stadt ziehen würde? Familie/Freunde? Das Argument hast Du ja auch.

Für mich wären folgende Punkte wichtig, um eine fundierte Entscheidung zu treffen:

Wie weit ist es vom Dorf bis in die Stadt - fährt man 15 Minuten oder eine Stunde oder gar länger?

Wo seid Ihr denn momentan, wenn Ihr Euch seht? Vorwiegend bei Dir in der Stadt, weil man dort eben auch mehr unternehmen kann? Oder bei ihm auf dem Dorf, weil er dort so in die Gemeinschaft eingebunden ist und ihr ansonsten sowieso viel zu Hause hockt?

Wer hat wo seinen Job, wie wären die zukünftigen Fahrwege dort hin?

Wäre ein Kompromiss (Stadtrand) machbar?

Ich kann Dich sehr gut verstehen, da ich in einer ähnlichen Situation bin. Dabei bin ich gar nicht abgeneigt, aufs Land zu ziehen. Habe jedoch bei meinen Aufenthalten dort feststellen müssen, daß die "dörfliche Gemeinschaft" sehr eng und intolerant sein kann. Entweder man paßt sich total an oder braucht sehr viel Souveränität, um die eigene Lebensweise durchzuziehen. Außerdem ist es ein Schritt, mit dem ja auch einiges verbunden ist, wie Umzug etc.
Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Wenn man es nicht ausprobiert, wird man nie wissen, ob es klappt oder nicht.

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