Ich bin so enttäuscht von meinem Mann

    • (1) 04.12.11 - 14:45

      Hallo zusammen

      Ich habe meinen Mann vorhin gefragt wie er sich unsere gemeinsame zukunft vorstellt, also wo wir wohnen werden usw. Er sagte gestern schon als wir uns mit Freunden über das Thema unterhielten das er nicht bauen will. Ich persönlich würde sehr gerne bauen, weil ich gerne alles so haben würde wie wir es uns vorstellen.
      Also fragte ich ihn was er sich vorstellt und er sagt, irgendwann nicht mehr zur Miete wohnen, da sind wir uns ja einig. Aber als ich fragte ob wir uns was kaufen wollem oder er zu seiner Mutter ziehen will, stand für ihn sofort klar das er zu seiner Mutter will. Sie hat ein eigenes Haus, welches irgendwann in nächster zeit uns überschrieben wird. Es ist wirklich toll gelegen, mitten auf Feldern in einem kleinen Dorf, also wirklich schön. ABER: Erstens ist das Haus vieeelll zu klein, wir wollten da schonmal anbauen und das geht aber nicht so wie wir es gewollt haben, wir hätten auf viel zu viele Sachen verzichten müssen, zweitens ist das Haus so wie es ist nicht so klasse und ich möchte mich nicht verkleinern (wir wohnen jetzt in einer DHH zur Miete), möchte nicht in eine Dachgeschosswohnung ziehen und mich auch nicht mit meiner Schwiegermutter absprechen müssen wann wer den Garten nutzt. Und drittens, sind meine Schwiegermutter und ich nicht gerade die besten Freunde. Wir kommen klar wenn wir zusammen sind, aber ich wollte ums verrecken nicht mit ihr unter einem Dach wohnen. Sie hält sich ja jetzt schon nicht an Absprachen wenn es zb um unsere Kinder geht. Meine Eltrern und meine Schwiemu können sich nicht leiden und ich steh jetzt immer schon zwischen den Stühlen und wenn wir da erstmal wohnen würden, würde alles noch viel schlimmer.

      Ich habe meinem Mann dann gesagt das ich da nicht wohnen möchte, weil ich Angst hätte das das Verhältnis zwischen mir und meiner Schwiemu völlig den Bach runter geht. Da kommt von ihm nur, "dann werden wir irgendwann ein problem haben, weil ich da auf jeden Fall hinziehen werde". Ich hab ihn dann gefragt ob das bedeutet das er lieber getrennte wege mit mir gehen würde, als mit mir was eigenes aufzubauen und er meinte das es dann wohl so ist.
      Ich könnte gerade nur heulen, weil es mich so verletzt, das seine Mutter bzw sein Elternhaus ihm wichtiger ist, als ich und die Kinder.

      Er meinte noch, er hätte es sich immer so vorgestellt und es sollte wenigstens irgendwas so laufen wie er es sich vorgestellt hat. Das war auch gleich wieder nen Stich, weil es darauf bezogen war, das er nie heiraten und nie kinder bekommen wollte. Nun sind wir seit fast 3 Jahren verheiratet und haben zwei wundervolle Kinder. Ich habe ihn zu nix gezwungen, er wollte es auch. Aber jetzt tut er so als ob ich ihm die Kids untergejubelt habe.

      Oh man, mal wieder ist son Tag wegen so einer Sache im Arsch. Für ihn wäre es ja auch keine Option was eigenes zu machen und später wenn seine Mama nicht mehr dort wohnen würde dahinzuziehen. Ich kann ihn ja auch irgendwie verstehen das er nix kaufen will wenn ihm bald was gehört, aber sind denn meine Gefühle so egal? er ist den ganzen Tag auf der Arbeit und ich bin immer mit ihr alleine.

      Sorry fürs ausheulen, bin nur so enttäuscht. Und das nach nächsten Do. 9jahren Beziehung.

      • Hallo,

        ich weiß gar nicht, was ich Dir da raten soll.

        Ich sehe es wie Du, dass ein Umzug zur Schwiegermutter der größte Fehler wäre, den Ihr machen könnt. Gar nicht mal wegen der Größe des Hauses, sondern aufgrund des Verhältnisses zwischen Euch, dass sich wahrscheinlich noch verschlechtern wird.

        In den seltensten Fällen geht es gut, wenn Alt und Jung zusammenziehen. Das habe ich im privaten Umfeld schon oft erlebt und hier im Forum kannst Du das auch immer wieder nachlesen. Selbst wenn das Verhältnis zwischen allen Beteiligten vor dem Zusammenzug super war, geht das häufig letztendlich doch schief.

        Daher ist wohl der einzige Rat, den man Dir gegen kann, mit Deinem Mann zu reden. Immer wieder. Erläutere ihm Deine Ängste und Sorgen.

        Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass er letzten Endes ein offenes Ohr für Dich hat und zu Dir hält.

        LG, Cinderella

        • Danke für deine Worte.

          Mir tut es halt einfach so weh, das er unsere Familie für seine Mutter aufgeben würde. Und er hat es total ernst gemeint und als ich weinend aus dem raum gegangen bin hat es ihn auch nicht interessiert, er hat seitdem noch nicht ein Wort mit mir geredet.

      Hallo,
      das Verhalten deines Mannes ist sicherlich sehr enttäuschend für dich.
      Trotzdem rate ich dir , die Nerven zu behalten und nichts zu überstürzen. Das Thema würde ich vorerst nicht mehr ansprechen, aber hartnäckig bleiben, also auf keinen Fall zur Schwiegermutter ziehen.
      Ihr wohnt bestimmt nicht schlecht in der Doppelhaus-Hälfte.
      Richte dich dort ein.Letztendlich lief doch bisher alles so wie du es wolltest?! Versuche nicht ins Dauer schmollen zu verfallen wenn du diese Ehe weiterführen möchtest.

      L.G.

      • Ich schmolle nicht und habe mich auch eingerichtet. Ja wir wohnen hier ganz schön, aber halt zur Miete und das nicht gerade günstig. Für die Miete die wir hier zahlen, könnten wir auch schon nen Kredit abbezahlen und das möchte ich nicht erst anfangen mit fast 40 oder so.
        Und nein, es lief nicht alles so wie ich es gern hätte, das wir in diese DHH gezogen sind, war auch eher der Wunsch meines Mannes, wir wohnen nun ziemlich weit ab vom Schuss und können nicht mal eben mit dem Kiwa zum Spielplatz, Einkaufen oder Kindergarten. Der Kiga ist 8km von uns entfernt. Naja was tut man nicht der Liebe wegen. Fast alles, aber nicht zur Schwiegermutter ziehen.

    (6) 04.12.11 - 16:37

    Hallo,

    also ich bin zugegeben etwas überrascht: Klärt man sowas wichtiges nicht vor Ehe & Kindern? #kratz
    Oder war eigentlich schon klar, dass ihr bauen wollt/bei seiner Mutter wohnen wollt und nun hat es sich einer von euch anders überlegt?

    Der Satz "weil ich gerne alles so haben würde wie wir es uns vorstellen" ist auch naja "bezeichnend"? Mir fällt das richtige Wort wohl nicht ein, aber letztlich scheint es für dich nur darum zu gehen, wie DU dir alles vorgestellt hast. Von dem, was du schreibst, scheint ihr grundlegend verschiedener Ansicht zu sein, wenn es um das spätere Wohnen geht!

    Ich denke, ihr solltet probieren, einen Kompromiss zu finden. Vielleicht in der Nähe der Schwiegermutter bauen (oder wenn er das gar nicht will halt kaufen)... Erstmal solltet ihr sehen, dass ein paar Tage vergehen und dann probieren, konstruktiv einen Weg zu finden! Findet ihr keinen nd bleibt jeder kompromisslos auf seinen Wünschen bestehen, habt ihr, wie dein Mann schon sagte, wirklich bald ein Problem!

    LG
    sniksnak

  • (7) 04.12.11 - 16:58

    Ihr scheint beide ziemlich egoistisch zu sein.

    • (8) 04.12.11 - 19:35

      Wieso bin ich egoistisch, wenn ich keinen Krieg mit meiner Schwiegermutter möchte?? Würdest du zu jemanden unters Dach ziehen den du nicht leiden kannst? Und wo du weißt das es absolut nicht gutgehen würde??
      Bestimmt nicht.

      • (9) 04.12.11 - 20:32

        Ich glaube, es ging viel mehr darum, dass es scheint, als würdet ihr beiden "ohne Rücksicht auf Verluste" (mal überspitzt ausgedrückt) eure Interessen durchsetzen wollen... Darum "Egoismus".

        Aber um nochmal auf mein Posting von vorhin zrückzukommen ;-) ... Habt ihr vor der Ehe/den Kindern über so etwas nie gesprochen? Oder hat einer von euch beiden den Standpunkt geändert?

        Deine Argumentation bzgl. der Schwiegermutter kann ich nachvollziehen!

        LG

        • (10) 04.12.11 - 20:58

          Ich habe von Anfang an gesagt das ich da nicht hin möchte. Meine Schwiegermutter gibt mir seit dem zusammen ziehen von mir und meinem Mann das Gefühl ich würde ihr den Sohn wegnehmen. Dazu muss man sagen das der Vater meines Mannes verstorben ist als mein Mann gerade nen Jahr alt war. Sie hatte nie wieder nen Mann und hing / hängt sehr an meinem Mann. Deswegen kann ich es ja auch verstehen das er da hin will. Als wir damals dort bauen wollten, hab ich gesagt das das höchste aller Gefühle ein Anbau mit eigenem Eingang und eigenem Garten ist. Dies geht aber bei dem Grundstück nicht. Ich würde mich vielleicht auch damit einlassen auf der Nachbarwiese zu bauen, aber nicht in ihrem Haus zu wohnen. Das geht nicht. Das ist alles offen das ist ein NOGO.

          Es ist einfach seit dem wir Kinder haben alles noch viel komplizierter geworden, sie hält sich halt überhaupt nicht an Absprachen, wie soll das dann erst sein wenn wir da wohnen würden??

          Wir haben halt schon drüber gesprochen gehabt und wir haben uns auch schon Häuser angeschaut die wir kaufen hätten können und hatten halt auch schon mit ner Architektin ne Zeichnung was bei Schwiemu gemacht werden könnte. Aber es geht halt alle nicht.

          Kein eigenen Garten, keine eigene Terasse, keine Garage oder Carport, keinen Keller und nur kleine Räume, also nix wie wir es eigentlich gerne hätten. Und da würde doch dann keiner für bauen. Dann ist das Geld echt zu schade.

          • (11) 04.12.11 - 21:23

            Hast du denn mit deiner Schwiegermutter mal geredet? Solche Gespräche sind immer heikel und schwierig, aber es ist ja - vom Bauen mal abgesehen! - doch etwas, das zwischen euch steht (nicht an Absprachen halten/evtl. Verlustangst ihrerseits)?
            Wenn ihr diese Barriere überwunden habt, könnte man ja vielleicht gemeinsam (Du, dein Mann & sie) nach einem Kompromiss suchen?

            Ich meine das im Sinne von: Komplett neu bauen, mit ihr zusammen. Dann könnten von vorn herein klare (bauliche) Grenzen gezogen werden!? Fallst du dir sowas eher vorstellen kannst...

(12) 04.12.11 - 17:02

Was ist zwischen euch passiert, das solch grundlegende Fragen auf die Art und Weise besprochen werden? Kann es sein, dass etwas anderes nicht stimmt?

Gruss
agostea

(13) 04.12.11 - 17:07

Hallo!

Klingt so als ginge es in Eurer Beziehung eher darum "seinen Kopf durchzusetzen" als gemeinsam nach einer vernünftigen Lösung zu suchen.

Ich würde jetzt mal nichts überstürzen, in der Eile ist schnell etwas gesagt, was im Endeffekt keinen großen Bestand hat.

Gemeinsam mit der Schwiegermutter unter einem Dach klingt in Eurem Fall aber wirklich nicht gut. Zwingen kann Dich dein Mann dazu nicht.

vg rosaundblau

(14) 04.12.11 - 18:35

Hallo,

mal abgesehen vom menschlichen noch ein anderer Aspekt:

Ihr seid Ende 20 und habt zwei Kinder. Da der Kleine erst 3 Monate alt ist, wirst Du vermutlich zur Zeit nicht arbeiten. Wie sieht das in Zukunft aus?

Das Haus von Omma übernehmen ist mit weitaus weniger finanziellem Aufwand verbunden als "ein Haus selber nach eigenen Vorstellungen bauen". Da ist ja nicht nur das Bauland, ggf. Abriss eines alten Hauses, sondern auch die Planung eines Hauses auf Wunsch und alles was nicht "von der Stange" ist verschlingt dann schnell Unmengen Geld.

Kann es sein, dass Dein Mann grundsätzlich gern ein Haus hätte, aber auch einfach die Kosteneinsparungen sieht, die das Haus seiner Mutter brächte?

LG

(15) 04.12.11 - 20:08

Die Art und Weise, wie ihr miteinander kommuniziert, ist schon sehr ungewöhnlich. Habt ihr vor eurer Ehe nicht besprochen, wie ihr euch die Zukunft vorstellt und wo? Du schreibst, dass ihr schon einmal dort anbauen wolltet, es aber nicht wunschgemäß möglich war. Demnach ist das Thema bei euch nicht neu.

Kann es sein, dass dir vieles nicht gut, nicht groß .....genug ist? Du hast konkrete Vorstellungen, wie euer Haus gestaltet sein soll. Das ist nicht so preiswert zu haben, wenn ihr kein Standardhaus von der Stange wollt. Vielleicht hat dein Mann Angst vor der finanziellen Verpflichtung, die möglicherweise erstmal an ihm hängen bleibt (deshalb kommt er evtl. wieder damit um die Ecke, dass er ja nicht heiraten und auch keine Kinder wollte).

Ihr solltet euch unabhängig beraten lassen. Auch wenn SchwiMu euch das Haus überschreibt, wird sie doch sicherlich ein lebenslanges Wohnrecht eingetragen bekommen. so einfach könnt ihr das Haus dann z. b. auch nicht verkaufen, wenn ihr mal drauf angewiesen seid, weil Oma mit dranhängt.

Wird Oma das Haus auch überschreiben, wenn ihr dort nicht einzieht? Was macht ihr dann mit der Dachgeschosswohnung, wenn ihr selbst baut? Könntet ihr verkaufen und Oma in einer Wohnung unterbringen und das Restgeld für einen Hausbau nutzen? Meist hat man doch in eurem Alter nicht so viel Eigenkapital, um den Kredit eines Neubaus problemlos zu bekommen.

(16) 05.12.11 - 02:43

Schau mal "Der Schuldenberater" - Zwegat - da siehste, wofür Leute für eigene 4Wände ihr Leben hergeben...

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