Sohn 20Jahre, ich weiß nicht mehr weiter

    • (1) 05.12.11 - 15:34
      warmaleinSonnenschein

      Hallo zusammen,

      mein Problem wäre ansich besser in Familienleben" aufgehoben, aber ich möchte bitte anonym bleiben.

      Es geht um meinen Sohn, 20 Jahre alt.

      Mache mir große Sorgen.
      Vor genau einem Jahr hat er nach einem halben Jahr Lehrzeit (Beamtenlaufbahn mittlerer Dienst) seine Lehre abgebrochen.
      Die Noten waren zu schlecht, er wäre sonst gekündigt worden.
      Hat zu spät begonnen, zu lernen, usw.

      gut, danach erst mal bis Mai nichts gemacht.
      Er wohnt noch bei bei mir, bin alleinerziehend, habe noch einen kleinere Sohn.

      Ich selbst geh arbeiten, nebenbei seit vielen Jahren noch dazu putzen.
      Also ich leb ihm was ganz anderes vor!

      Ab Mai hatte er dann ein Praktikum bis Anfang Oktober, da er eine Lehrstelle in Aussicht hatte, machte er dort dann weiter sein Praktikum und lies sein ursprüngliches sein. Leider zerschlug sich das mit dieser Lehrstelle, altes Praktikum dadurch weg.
      Ich war in derZwischenzeit mehrmals mit ihm beim Arbeitsamt.

      Seit Wochen schreibt er keine Bewerbungen mehr.
      Morgens saugt er mir die Wohnung durch, das wars.

      wenn ich ihm auf einen Zettel schreibe, bitte versorge Deine Wäsche (z.B.), meinte er,den Zettel schaut er sich erst gar nicht an.
      Klasse.

      Habe ihm heute verschiedene Stellen rausgeschrieben (2 große Seiten), ... da ist ER explodiert, weil ich "ihn mit einem bösen blick anschauen würde".
      Ja,ich bin erbost, ich bin sauer, daß er nur in den Tag reinlebt.

      JEdoch hab ich normal mit ihm geredet, wollte, daß er schaut, was davon für ihn in Frage kommt zum bewerben.

      Er ist völlig ausgetickt.

      Ich weiß nicht mehr weiter.

      Habe ihm nun mitgeteilt,wenn er bis Ende Monat keinen Aushilfsjob hat, wenns wenigstens einmal die Woche ist, fliegt er raus.

      Er bekommt von seinem Vater 304Euro Unterhalt, davon gibt er mir 120 Euro ab.
      Er hat alle Freiheiten, darf immer zu jeder Tages-und Nachtzeit seine beiden Kumpels bei sich haben,gar kein Thema.
      Über seine Unordnung seh ich meistens hinweg in seinem Zimmer.

      Das schlimme ist, dieses agressive Auftreten.
      Seit Monaten beobachte ich dies voller Sorge.
      Es wird immer schlimmer.
      Er lässt mich stehen, wenn ich mit ihm versuche, zu reden, er haut mir seine Zimmertüre vor der Nase zu.
      "halt dein Maul",.... so war er nie.

      "ich zieh noch heute aus", "das hast du ja gut hingekriegt" meinte er eben.

      Was soll ich denn noch machen????
      Weil ich ihm Lehrstellen rausgeschrieben habe,dieses Drama?!

      Und ich bin die Dumme jetzt?

      Habt Ihr mir irgend welche Ratschläge?
      Es handelt sich um einen 20jährigen, der ansich immer super drauf war, toller Charakter.
      Ich habe den Verdacht, diese Wesensveränderung liegtan dem Zeug,was er raucht.

      Ich selbst bin absoluter Nichtraucher, schon immer gewesen.
      Verbieten lässt er sich null. Zur Drogenberatung habe ich ihn bereits in vor Jahren geschickt, als er begann, "normale" Zigaretten zurauchen.

      Bin müde,enttäuscht und irgendwo auch fassungslos.
      Von seinemVater kommt nichts, er kümmert sich im Gegensatz zu seinen Geschwistern null um ihn.

      "Ich habe den Verdacht, diese Wesensveränderung liegtan dem Zeug,was er raucht."

      Ein kleiner bedeutsamer Satz, der erst fast am Ende deines Textes kommt ;-)

      Wie reagierst du denn, wenn er dir sagt, du sollst dein "Maul halten" etc?

      Ich finde einen Rauswurf nicht verkehrt - und das soll gar nicht boshaft gemeint sein. SO wie es läuft werdet ihr immer aggressiver einander gegenüber, er kriegt so scheinbar nihcts gebacken. Lehrstellen kann er sich selber raussuchen, so er des Lesens mächtig ist und je mehr Druck du machst, desto weniger erreichst du. Dass du aber Druck machst ist auch klar, weil dich sein Rumhängen nervt... Ihr dreht euch im Kreis!

      Wenn du ihm also sagst, dass er ausziehen soll, kann er ja die 304€ für die Miete eines WG-Zimmers nutzen. Möchte er gerne noch Essen und weiteren Luxus haben, muss er eben arbeiten! Ich weiß nur nicht, wie das mit Hartz IV wäre!?! Würde er beantragen, müsstest du dann nicht aufkommen?! (das wäre evtl ein Unsicherheitsfaktor)...

      LG
      sniksnak

      PS: manchmal kann man sich erst dann wieder näher kommen, wenn man vorher eine gewissen Distanz aufgebaut hat :-)

    (7) 05.12.11 - 15:58

    "Habe ihm nun mitgeteilt,wenn er bis Ende Monat keinen Aushilfsjob hat, wenns wenigstens einmal die Woche ist, fliegt er raus."

    Und damit hast du die richtige Entscheidung getroffen.

    Ich war genauso ein Exemplar wie dein Sohn.
    Habe 2 Lehren abgebrochen,war respektlos gegenüber meiner Mutter,hatte keine Lust auf gar nichts und auf Eigeninitiative erst Recht nicht.
    Und bei mir hat das gegenüber meiner Mutter genauso funktioniert wie bei deinem Sohn-über moralische Erpressung.
    Irgendwie habe ich es immer so gedreht,dass sie am Ende gedacht hat,meine Ausraster liegen an ihr.
    Übrigens wird man nicht durchs kiffen aggressiv (wolltest du das mit "dem Zeug,das er raucht" andeuten?).
    Vielmehr ist man planlos im Leben,fängt dann an zu kiffen um nicht grübeln zu müssen,wird dann antriebslos/träge und schwupps wird alles nur noch schlimmer,weil man nichts mehr auf die Reihe kriegt.Ein "guter Grund",um mal die Fassung zu verlieren.

    Dein Sohn hat also ein Problem.
    Aber das rechtfertigt noch lange nicht,sich in seinem Alter in DEINEN 4 Wänden so zu verhalten.
    Du hast ihm offensichtlich gezeigt,dass du für ihn da bist.
    Du kannst also jetzt so weiter machen und es wird sich nichts ändern,oder Du setzt ihm ein Ultimatum.
    Das muss nicht heißen,dass du ihn rauswirfst und ihm das Gefühl gibst,"verstoßen" zu sein.
    Mach ihm klar,dass du das Leben unter einem Dach SO nicht mehr erträgst,trotzdem aber immer für ihn da bist,wenn er Hilfe braucht.Wirkliche Hilfe.
    Nicht in Form von Geld zuschustern oder Wäsche waschen.

    liebe Grüße

    • (8) 05.12.11 - 16:31
      warmaleinSonnenschein

      Erstmal herzlichen Dank für Eure Antworten.

      Ich möcht ihn nicht wirklich rausschmeißen, ...alleine der Gedanke ist schlimm für mich.

      sicher, mit dem Unterhalt kann er gerne sich irgendwo ein WG-Zimmer nehmen.
      Nein, da ich trotz Arbeit nur recht wenig verdiene, könnte ich ihn finanziell nicht unterstützen.

      Aber ich kanns eben nicht nachvollziehen, was ihn hier so ausbremst.
      Ja ich vermute,daß es was mit dem Kiffenzu tun hat, kenne mich damit null aus.

      Sicher bin sauer, aber bevor ich mich da reinsteigere, kommen mir sowieso die Tränen, bin derzeit nahe am Wasser gebaut.
      Aber mein Blick sagt alles aus,das stimmt schon.

      Bei "halt´s Maul" war ich wie gelähmt,und hab ihm danach gesagt,ich bin sowas von enttäuscht. Tja, es kam nie eine Entschuldigung.

      Ich versteh es wirklich nicht, er konnte 20 Jahre lang mit wirklich ALLEM zu mir kommen,... und jetzt bin ich die Dumme.
      Gerade weil meine eltern sograusam streng waren und nie für mich da waren, habe ich immer versucht, dies anders zu machen.

      Junior wünscht sich eine Schlafcouch, er kriegt eine.
      2 Jahre später ein großes Bett, welches ich nun bezahlt habe, da die Summe vorgestreckt war.
      Den riesigen Fernseher die Hälfte an Raten abgezahlt, Katalogschulden auch.
      Dafür bin ich zugebrauchen.

      Führerschein?
      Fehlanzeige.
      Mami oder Kumpel sind das Taxi, ... Ok, sein Freund hat mir schon öfters geholfen (kleinen Junior von der Schule abholen, Tierarzt, wenn ich noch am arbeiten war).

      Bewerbungen hat er heut nicht eine geschrieben.
      Dafür ist er nun weg gegangen ohne sich zu verabschieden.

      Schwer alles. Mir geht das sehr nach.

      • Bist du sicher, dass er nur kifft?

        "Junior wünscht sich eine Schlafcouch, er kriegt eine.
        2 Jahre später ein großes Bett, welches ich nun bezahlt habe, da die Summe vorgestreckt war. Den riesigen Fernseher die Hälfte an Raten abgezahlt, Katalogschulden auch.
        Dafür bin ich zugebrauchen."

        Wozu um Himmels willen denn das? Wie soll er auch lernen, selber für sich zu sorgen, wenn du ihm alles finanzierst?

        (10) 05.12.11 - 16:55

        Ich seh das wie thyme.
        Natürlich ist das ein wahnsinnig schwerer Schritt für eine Mutter,aber wenn du ihm alles verzeihst und alles mitmachst,kann er nichts lernen.
        Und das du ihm sagst,du bist enttäuscht,traurig etc. spielt meiner Meinung nach noch in seine Allmachtsgefühle mit ein.
        Ich denke nicht,dass er dadurch sieht,dass es dir schlecht geht.Eher,dass er dich sehr einfach manipulieren kann und das wird er ausnutzen.

        dir ist auch klar das der KV ihm absolut keinen Unterhalt mehr zahlen muß?.. er geht weder zur Schul, noch macht er eine Lehre also ist sein Unterhaltsanspruch verwirkt!

        • (12) 05.12.11 - 20:45

          ... den Gedanken hatte ich auch! Nur ist es nicht so, dass Eltern für "Kinder" aufkommen müssen, bis diese 25 sind (so diese bedürftig sind versteht sich :-p )??

          LG

          • (13) 06.12.11 - 12:28

            ein ganz klares Jaein...#rofl, sorry das Jobventer mag das sagen, aber: es ist immer noch eine Einzelfallentscheidung. das kann man kaum pauschal sagen.

"Von seinemVater kommt nichts, er kümmert sich im Gegensatz zu seinen Geschwistern null um ihn. "

Im Gegensatz zu den Anderen ist mir das hier eher aufgestossen, als das mit dem Kiffen.
Lass mich raten: Du versuchst den "Vatermangel" auszugleichen?

Wenn Du eine liebe Freundin von mir wärst, würde ich Dir sagen, dass Du nicht die Mutter, sondern der Trottel Deines Sohnes bist. Und ich würde Dir sagen, dass Deine liebevolle Fürsorge und sein Mangel an Nichts ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er jetzt ist. Wo genau musste er sich denn im Leben einen Platz erkämpfen? Mama hat doch alles geregelt. Und auf Arbeit gibts keine Mama, da muss man auf einmal Einsatz, Fleiss und vielleicht auch Biss zeigen. Das magst Du ihm vorgelebt haben, kein Zweifel. Aber beigebracht, wie man das erreicht, das hast Du ihm anscheinend nicht.

Bitte verzeih mir, wenn ich Dir Unrecht tue.

  • (15) 05.12.11 - 17:28
    warmaleinSonnenschein

    Das kann gut sein, daß Du sogar Recht hast!

    Klar, ich wollte all die Jahre ausgleichen, daß sich sein eigener Vater wie ein A**** gegenüber ihm verhält. Wir haben gemeinsam viel zusammen erlebt und auch mitgemacht.
    Sei es ein Schulwechsel, die Manipulationen an seinem großen Bruder.

    Alles war ok bis vor einem Jahr.

    Ja, ich bin eine, die ihren Kindern versucht, das Leben so angenehm wie möglich zu machen.
    vor allen Dingen, daß wenn alle an einem Strang ziehen, nichts unmöglich ist, und vieles zu erreichen ist mit dem entsprechenden Rückhalt.
    Das wollte ich meinen Vieren mit auf den Weg geben..

    Ich selbst hatte als Kind zwar materiell viel, aber emotional war es ein Desaster.
    Eltern sind wichtig, wenn man nicht auf diese zählen kann, auf wen dann noch....

    Aber ich habe es wohl nicht richtig gemacht.
    Ich komme mir tatsächlich wie der Trottel vor.
    Das Bett wollte er in 6 Raten zahlen, da hatte er noch sein Praktikum.

    morgen ist Müll, ansich wäre das seine Aufgabe.
    Ich werds selber machen, sonst wird er sich schlichtweg weigern.

    Zwar ist das eine lächerliche Kleinigkeit, aber so im Alltag bin ich über solche Dinge unheimlich froh,wenigstens an das nicht noch denken zu müssen.

    Mein Ältester schaut auf mich herab, macht sich über Geschenkgutscheine lustig, daß sie zu knickrig sind (war nicht das einzigste Geschenk), usw. Er ist 23, wohnt bei meinem Ex.
    Bisher war er der Einigste,der so drauf war.
    Und nun beginnt das beim nächsten.

    Nochmal mit ihm reden funktioniert nicht, er steht nach einer Minute auf und geht.

    Danke Euch für Eure ehrliche Meinungen!
    Zwar teils hart, aber sie regen zum Nachdenken an

    • Dieses Posting ist eine einzige Abhandlung darüber, dass Dich bereits zwei Deiner Kinder nicht (mehr) ernst nehmen. Einfach weil Du Dich gegenteilig zu Deinen Eltern, aber nicht weniger falsch verhalten hast. Du kannst zwar die Vergangenheit nicht mehr ändern, aber die Zukunft. Liebe zu Kindern hat manchmal viel mit Konsequenzen bzw. Ursache/Wirkung zu tun. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit, Deinen Söhnen mal die Konsequenz für ihr Verhalten zu präsentieren? Der Älteste beispielsweise würde nach so einem Kommentar über ein Geschenk mal gar nichts mehr bekommen. Wahrlich unverschämt seine Reaktion, so hast Du ihn auch ganz sicher nicht erzogen. Und wer nicht will der hat schon.

      Dem jüngeren Sohn würde ich den Müll nicht abnehmen. Ich würde auch hier einfach konsequent sein. Sag ihm, dass er den Müll noch nicht gebracht hat. Wenn er erwidert: "Keinen Bock!" dann weisst Du auch, was Du zu sagen hast, wenn er Dich das nächste Mal als Fahrservice nutzen möchte.

      Mach Dich mal stark und wehr Dich. Komm aus der Trottel-Rolle raus. Und sieh bitte ein, dass Du die Liebe und Unterstützung Deiner Kinder genauso verdient hast, wie sie Deine!

    "Mein Ältester schaut auf mich herab, macht sich über Geschenkgutscheine lustig, daß sie zu knickrig sind (war nicht das einzigste Geschenk), usw. Er ist 23, wohnt bei meinem Ex.
    Bisher war er der Einigste,der so drauf war."

    Siehst du das Schema? Dieser Ältester hätte das letzte mal ein Geschenk von mir erhalten. Ich finde ein solches Verhalten schlicht unanständig und verdammenswert. Zumal du offenbar sehr hart dafür arbeiten musst.

    Ich will dich jetzt nicht in Grund un Boden verdammen. Und es wird auch schwer sein, gegen einen so büberaus manipulativen und verachtungsvollen Ex als Vaterfigur zu bestehen.

    Ich denke einfach, dass du vielleicht einen Zacken egoistischer werden solltest. Auch deinen Kindern zuliebe: . Ich denke, du solltest darauf bestehen, dass sie ihre Sachen erledigen, auch wenn das wahrscheinlich harte Kämpfe nach sich ziehen wird. ABer du tust ihnen keinen Gefallen, wenn du ihnen den Hintern nachträgst. Denn so erziehst du sie zu verzogenen und lebensuntüchtigen Schmarotzern.

(19) 05.12.11 - 17:09

Hallo!

Das meiste wurde ja schon gesagt. Insbesondere "Lieber-so" hat es treffend formuliert.
Er scheint sehr unzufrieden mit sich selbst zu und lässt dies an dir aus.

Du im Gegensatz tust alles für ihn. Er ist 20 und genießt Hotel Mama. Wozu arbeiten? Wozu Führerschein? Zumal dies mit Drogenkonsum eh schwierig werden könnte. MPU und so weiter.
Konsumiert er vielleicht noch andere Substanzen?

Mein Freund war ähnlich.

20, wohnte bei Mama, sprach aber nicht mit ihr. Er leerte nur den Kühlschrank und schmiss ihr seine dreckige Wäsche hin. Aber im Herzen ein liebenswerter Kerl.
Er nahm alles außer Heroin. Nicht gleichzeitig aber nach und nach. Angefangen mit Kiffen und Pilzen. LSD auf Partys. Der Führerschein war zum 2. Mal weg. MPU erfolglos.
2 Ausbildungen abgebrochen. Lebte in den Tag hinein. Mal hier mal da.
Seine Mutter hat ihn nach vielem Gezerre und Gejammer einfach ziehen lassen.
Mit 20 bekam er dann Sozialstunden (den Grund hab ich vergessen, aber irgendeine Dummheit die erwischt wurde - keine Gewalt oder ähnliches)
Dort wo er die Sozialstunden leistetet gefiel es ihm. Ihm wurde ein Ausbildungsplatz angeboten. Er hat die Ausbildung mit einigen Schwierigkeiten durchgezogen und ist jetzt Facharbeiter. Steht morgens um 5 auf und geht jeden Tag zur arbeit. Drogen nimmt er nicht mehr. Selten auf Partys LSD. Er ist jetzt 25 und hat sein Leben in den Griff bekommen.

Was ihm geholfen hat, war auf einmal alleine da zu stehen, ohne Geld, und ganz tief zu fallen. Das mag für eine Mutter schwer sein.

Bei meinem Freund wurde es nach und nach besser. Mit einigen Hilfen von außen.
Er wurde nicht rausgeschmissen aber auch nicht weiter unterstützt. Weder finanziell noch sonst irgendwie. Wenn er allerdings mit einem rechtlichen Problem zu seiner Mutter kam und eingesehen hatte, dass er Mist gebaut hatte (Zahlungsaufforderungen, Fahrerlaubnis, Unfall etc) war sie für ihn da. Aber er musste fragen.

Du kannst ihm nicht helfen, indem du ihm einen Job besorgst, ihn bekochst und bewäscht. Er muss das alleine wollen. Er muss etwas aus seinem Leben machen wollen. Schritt 1 wäre zu erkennen, dass seine Trägheit (vermutlich durchs Kiffen) kontraproduktiv ist.

Aber das muss ER alleine erkennen. Hat er Freunde, die ihm helfen könnten falls er bei dir auszieht?? Also Freunde, die ihn nicht noch tiefer in den Sumpf ziehen?

Was könnte für ihn der Grund sein, so abzustürzen? Was liegt da im Argen? Probleme in der Vergangenheit?

Sicher denkt da jeder anders drüber, aber ich finde es falsch, ihm fertige Tatsachen zu präsentieren.
"Guck mal Schatz, du musst nur noch unterschreiben."

Sag ihm, dass es so für dich nicht weitergeht, dass er du aber jederzeit für ihn da bist, wenn es ihm schlecht geht und lass ihn gehen. Lass ihn sein Leben erstmal leben (allein) und hol dir Hilfe bei diversen Institutionen.

Viel Glück für dich.

  • "Drogen nimmt er nicht mehr. Selten auf Partys LSD."

    #pro Wenn ich mein Leben mal so im Griff habe...

    ... weist mich ein!

    • (21) 05.12.11 - 20:46

      Hehe sorry das war sehr unglücklich formuliert. Ich meinte dass er nicht mehr regelmäßig alles konsumiert was es gibt. Nur noch ganz selten LSD. Kontrolliert an vielleicht zwei Abenden im Jahr. Ohne danach am öffentlichen Verkehr teilzunehmen^^

      Ich persönlich empfand dies als Fortschritt.

      Mir ist bewusst, dass bei Drogen die Meinungen auseinander gehen...

      • (22) 05.12.11 - 20:49

        ein "Fortschritt" ist klinischer ENTZUG! möchtest du gern ein bißchen Thaihorse für ihn kaufen?... so ganz für 2 Mal im Jahr Notfälle

Rausschmeißen ist "genau richtig".

Er hat - ohne dass er sich um Arbeit bemüht - weder einen Unterhaltsanspruch Dir noch seinem Vater gegenüber. (Ansonsten müsstet ihr euch seinen Anspruch teilen.)

Wenn er nicht in Ausbildung ist, kann er jobben. Tut er das nicht: Sein Problem. Er ist in der Pflicht. Und er ist erwachsen, wenn er meint, er kann selber entscheiden, soll er auch die Konsequenzen tragen.

Deine Fürsorgepflicht gilt den minderjährigen Kindern. Nicht mehr ihm. Sollte er wieder eine Ausbildung anfangen, die er dann auch ZÜGIG zu betreiben hat, könnt und müsst ihr ihn auch noch unterstützen.

Aber für laue Lola nicht, das sieht übrigens auch die Rechtsprechung so.

LG

Er soll schleunigst ausziehen. Du musst beginnen, deine Verantwortung abzugeben. Er ist erwachsen, er ist 20.

Auch wenn es schwer fällt, aber es wird einfach Zeit, dass er sein Leben selbst in die Hand nimmt. Egal wie. Wenn er es bis jetzt noch nicht gelernt hat, wie der Hase läuft, lernt er es auch nicht mehr, wenn du dir weiter auf der Nase rumtanzen lässt.

Gruss
agostea

  • (25) 05.12.11 - 18:33

    Im übrigen unterstreiche ich jeden Satz von Witch71. Das ist ein Stück weit die Quintessenz deiner Erziehung...traurig, aber wahr. Selbst erlebt.

    Ich kann dir nur raten: Löse dich!

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