Geht eine Trennung in Frieden überhaupt?

    • (1) 08.12.11 - 09:46
      Inaktiv

      Liebe Urbianer,

      Ich hatte eben schonmal gepostet. Bin seit 4 Monaten mit einem Mann zusammen, der noch verheiratet ist aber in Trennung lebt.

      Da gibt es das Problem mit Weihnachten UND er möchte die Trennung von ihr harmonisch vollziehen, ohne Streit, ohne Differenzen...1 Anwalt, keine bösen Worte (was ihm ja auch anzurechnen ist).

      ist das überhaupt möglich? Nach 8 Jahren Ehe? Wie sind eure Erfahrungen?

      Er tut alles um keinen Streit aufkommen zu lassen und sich gütlich zu einigen, er nimmt sie ständig in Schutz ("Nein, sowas macht sie nicht"...).....
      nur macht sie sich noch Hoffnungen und ich weiß nicht, ob das dann der richtige Weg ist. Vor allem weil beide noch Kontakt haben müssen wegen der ganzen Dinge, die zu regeln sind..

      Danke für eure Antworten!

      Hallo,

      JA, aber nur wenn alle Befindlichkeiten, die Kriege auslösen beiseite geschafft sind, oder gar nicht erst existieren.

      Ansonsten müsste das Friedensgefühl beider Parteien derart stark ausgeprägt sein, das es schon fast unnormal ist.

    • Hallo,

      ja es geht... im Grunde gerade selbst durchgezogen. Mittlerweile sind wir die besten Freunde.

      Klar, es gab auch mal die ein oder andere unschöne Situation (mit Streit, Meinungsverschiedenheiten usw), aber nichts, was man über Dritte regeln musste. Und Streit gibt es auch mal unter Freunden, wichtig ist meiner Meinung nach, wie man damit umgeht.

      Aber was bringt dir die Erkenntnis, dass mein Ex und ich nach 5,5 Jahren Beziehung jetzt eine absolut gute freundschaftliche Beziehung (auch mal gemeinsam OHNE Kinder weggehen, gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern, einander helfen, wenn es sein muss) führen?

      Es kommt auf die Beteiligten in deiner Geschichte an. Will oder kann einer davon nicht, dann ist es herzlich egal, wenn der Rest der Welt es könnte.

      Gruß
      Sandra

      Ja, das geht. Aber dazu müssen beide Seiten ihre Emotionen - negative wie positive - im Griff haben. Und man muss sich abgrenzen können. Wenn dein Partner sich von seinem Mitleid leiten lässt, fühlt er sich auch immer noch für sie verantwortlich - was er aber nicht ist. Schwierig für die neue Partnerin - also dich.

      Ich würde mich in einer ruhigen Minuten ausführlich mit ihm darüber unterhalten. Ggf. würde ich ihm vorschlagen, dass er sich seiner Gefühle erstmal klar werden soll, bevor ihr eure Beziehung vertiefen könnt.

      LG
      Suse

    • Klar geht das, aber nur mit geklärten Verhältnissen in Beziehung Zukunft.

      Wer Hoffnung macht durch ausweichende atworten auf die Zukunft, spielt unfair und muss mit einer entsprechenden Reaktion auf der Gegenseite rechnen.

      Wenn die Fakten jedoch geklärt sind und es ums finanzielle etc geht, wird eher derjenige der verlässt fuenfe gerade sein lassen, um sich besser zu fühlen.

      Wenn er klar gesagt hat, es ist aus und dabei bleibt es, dann sollte er sich auch in der Thematik so verhalten. Was ja eine spätere freundschaft der beiden nicht ausschliessen muss. Und da ist es egal, was der neue Partner sagt, in meinen augen. Jeder hat sein Vorleben.

      Sollte sie noch Hoffnung haben, sollte er ihr noch einmal deutlich machen, dass es bei seiner Entscheidung bleibt. Und das vor Weihnachten. Aber damit hast du nix am Hut. Er ist schon über 18 und kann das auch allein.

      Und du? Du musst geduldiger und verstaendnisvoller werden. Das ist auch eine Form von liebe und hier keine unzumutbare Form von Umgang mit solch einer Situation.

      mit meiner Ex war das nicht möglich.

      wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich mich vielleicht nicht getrennt #gruebel

      Hmm, ich stelle mir das schwierig vor.
      Nachdenklich hat mich der Satz gemacht, dass sie sich noch Hoffnungen macht. Ich könnte mir vorstellen, dass die Stimmung sehr schnell kippt, wenn sie realisiert, dass er nicht zu ihr zurückkommt und die Trennung durchziehen will. Da kommen dann sehr schnell verletzte Eitelkeiten ins Spiel.
      Bevor das Thema "sich Hoffnung machen" nicht eindeutig geklärt ist, ist die Trennung wohl eher eine einseitig beschlossene Sache und der bisherige Frieden daher vermutlich eine recht wackelige Angelegenheit.

      Der wohl beste Weg wird sein, dass er seiner Exfrau deutlich zu verstehen gibt, dass sie sich keine Hoffnungen mehr machen soll. Erst dann wird sich zeigen, ob eine friedliche Trennung möglich ist, oder nicht.

      VG
      roscoe

      Hallo

      ich denke das geht und kommt halt nur drauf an warum man sich trennt.
      also ob beiderseits so gewollt war,weil man sich auseinandergelebt hat oder sich halt nicht mehr liebt.
      wenns im streit auseinander ist denke ich ist es zwar noch möglich aber schwieriger.
      kommt ganz auf den charakter der personen an.

      LG
      Tash

      Aus meiner Sicht: nein. Oder zumindest halte ich es für sehr sehr schwierig bis unwahrscheinlich. Wenn man sich noch so gut verstehen würde, dann würde man sich u.U. ja auch nicht trennen müssen...

      • (12) 08.12.11 - 12:42

        was für ein Blödsinn. Dieses Argument, dass man sich nicht trennen würde, würde man sich gut verstehen. Zum Zusammensein gehört Liebe und wenn die Liebe weg ist, keine Zärtlichkeiten oder Sex mehr stattfinden, dann kann man sich freundschaftlich noch so gut verstehen und alles regeln, ein Zusammenbleiben als Paar ist dann nicht mehr gegeben.

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