Ich bin oder werde depressiv/ meine armen kinder

    • (1) 13.12.11 - 16:33
      Raabenmutter

      Ich weiß, das gehört hier nicht hin, aber ich möchte unerkannt bleiben.
      ich bin seit einem Jahr alleinerziehend, habe 2 Kinder 5 und 2 Jahre alt.
      Seit ein paar Wochen könnte ich nur heulen, hab auf nix Lust, bin träge und fühle mich allgemein fertig.
      Meine Kinder vernachlässige ich :(
      Mein großer ist sehr sehr anstrengend, provoziert mich, hört nicht, macht sich über mich lustig, sodass ich momentan keinerlei Interesse habe , mich mit ihm zu beschäftigen:(
      Ich hasse mich dafür. Unsere Nachmittage sahen immer so aus: groden vom kiga geholt, zusammen zu Mittag gegessen( hab stets auf gesunde ernährung geachtet)... Ich hab etwas aufgeräumt, er in der Zeit gemalt, oder Lego gespielt. Danach gings raus. Spielplatz, Garten, in die Stadt, Freunde besuchen, Tierpark usw.
      So sehen unsere Nachmittage gerade aus: wenn er im kiga war, kommen wir nach Hause , essen wir etwas. Danach wird tv geschaut. Ich lieg auf der Couch und starre die Wand an, der große guckt , der kleine wuselt im Wohnzimmer rum und spielt....
      Dann spielt der große zwischendrin, dann schaut er wieder fern. Das geht den ganzen Tag so... Ständig gibt es Pizza, fertige Nudel und reisferichte oder fertige gratins- ichbkann mich einfach zu nichts mehr aufraffen... Und das tut mir so leid.... Der große hat schon vorher nie gehört , ich habe mich immer viel Mut ihm beschâftigt, viel gelesen ect....aber mir fehlt die Kraft... Er akzeptiert kein "nein" diskutiert ewig rum:( normal reden bringt nix, ich muss immer erst richtig laut werden, obwohlnich das nicht will:(
      Ich kann mit niemandem darüber reden, jeder kennt mich als starke gutgelaunte frau:(
      Auserdem habe ich Angst, das man mir die Kinder wegnimmt, wenn ich meinem Hausarzt sage, das ich denke depressiv zu sein:(

      • (2) 13.12.11 - 16:46

        Hi,

        wenn du denkst bzw. das Gefühl bekommst, dass du Depressionen bekommst, dann würd ich mal sagen: Ab zum Arzt!

        Der kann dir helfen oder spezielle Therapien verordnen die dir helfen werden!
        Das wird dir und deinen Kindern gut tun.
        In Selbstmitleid schwelgen hat noch niemandem geholfen.

        Alles Gute weiterhin.

        Ich würde auch sagen, geh zum Arzt! Niemand nimmt dir die Kinder ab, nur weil du (möglicherweise) depressiv bist. Umgekehrt, wenn du zum Arzt gehst, lässt du dir helfen und wirst wieder für deine Kinder da sein können.

        Ich habe auch 2 Kinder, auch 5 und fast 2 und alles, was du über deinen Großen schreibst, kenne ich. Wenn ich mir vorstellen würde, ich wäre alleine mit den beiden, würde ich durchdrehen, von daher hast du mein volles Verständnis.

        Du zeigst Stärke, indem du dir helfen lässt und die momentane Schwäche zugibst!

        (4) 13.12.11 - 16:54

        Hallo Du

        Das hört sich tatsächlich depressiv an. Da kommst Du alleine nicht raus, du musst Dir Hilfe holen!

        Ein schlechtes Gewissen musst Du nur dann haben, wenn Du nichts dagegen unternimmst.

        Niemand wird dir die Kinder einfach so wegnehmen wenn du um Hilfe bittest! Gerade dann nicht. Ich weiss wovon ich spreche: ich war alkoholabhängig und habe meine Kinder auch vernachlässigt (ähnlich wie Du, lag nur noch rum etc. ) ABer ich habe mir Hilfe geholt und eine Therapie gemacht. Ich wurde super unterstützt vom Sozialdienst der Gemeinde und niemand hat je davon gesprochen, mir die Kinder weg zu nehmen.

        Hätte ich jedoch nichts unternommen, dann wäre es wohl irgendwann so gekommen. Also, raff dich auf und geh zum Arzt. Oft helfen schon leichte Antidepressiva. Nur Mut!

        Alles Gute.

      • Hallo Mutter,

        denn Rabenmutter möchte ich nicht sagen. Du hast Probleme und stehst dazu. Ich denke auch das die Möglichkeit besteht das du in eine Depression rutschst.

        Das du deine Kinder vernachlässigst möchte ich nicht sagen. Du hast es im Moment schwer für deine Kinder dazu sein, versuchst aber trotzdem dein möglichstes zu geben.

        Rede bitte mit deinem Arzt und nimm Hilfe an. Deine Kinder wird dir niemand weg nehmen. Du kannst aber Hilfe und Unterstützung bekommen.

        Das du niemand zum reden hast ist weniger gut und verstärkt eventuell noch deine Probleme.

        Dein Großer wird erkannt haben das du Probleme hast und versucht jetzt die Lage für sich auszunutzen. Ich denke es ist in seinen Augen normal und er kann noch nicht erkennen wie sehr er dich dadurch verletzt. Versuch bitte nicht auf seine Provokationen zu reagieren. Versuch ruhig zu bleiben und zeig ihm nicht das er dich durch sein Verhalten provoziert, ansonsten hat er das was er möchte.

        Freundliche Grüße Ralf

        Wenn du den Hausarzt als Vertrauensperson betrachtest und du Hilfe von ihm bekommen kannst, dann versuche es auf diesem Weg. Besprich es mit ihm, vielleicht kann man medikamentös etwas erreichen, vielleicht benötigst du auch eine psychologische Behandlung. In jedem Fall wünsche ich dir viel Kraft und dass das mit deiner Familie wieder in Ordnung kommt.

      • (7) 13.12.11 - 21:13

        "Auserdem habe ich Angst, das man mir die Kinder wegnimmt, wenn ich meinem Hausarzt sage, das ich denke depressiv zu sein:( "

        So ein UNSINN! Geh' zu Deinem Arzt und lass Dir helfen, auch um Deiner selbst willen. Deine Kinder und Du, Ihr seid es wert.

        LG
        Ch.
        ...selbst an Depressionen erkrankt gewesen. Ohne weggenommenes Kind!

        Wie wäre vielleicht eine Mutter-Kind-Kur?

        (9) 14.12.11 - 07:32

        Hallo

        Ich schliesse mich den anderen Meinungen an. Und lasse Deinen Hausarzt Deine Eisenwerte messen.

        Alle Gute und Kopf hoch!
        LG
        Mindgames

        (10) 14.12.11 - 22:07

        Das hört sich wirklich sehr nach einer Depression an. Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Geh auf jeden Fall schnellstmöglich zum Arzt. Alleine kommst Du da nicht raus.

        Mach nicht den Fehler, den ich gemacht habe. Ich habe drei Jahre gebraucht, bis ich mir eine schwere Depression eingestanden habe und zum Arzt gegangen bin. Jahre, in denen ich nichts gemacht und mich um nichts gekümmert habe. Meine Tochter zu versorgen habe ich noch auf die Reihe gekriegt, aber finanziell bin ich am Boden.

        Hier bei Urbia gibt es einen Club 'Leben mit Depressionen', der ist nichtöffentlich. Wenn Du magst, kannst Du vielleicht ja dort mal schreiben. Ist sicher besser als in einem öffentlichen Forum.

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