Lest mal, was meine Psychologin gesagt hat zu mir

    • (1) 03.01.12 - 18:05
      meine-Psychologin

      Ich habe 3 Kinder zwischen 2 und 6.
      14 Stunden in der Woche arbeite ich. Auf 3 Tage verteilt.
      Mein Mann ist Arbeiter, er ist in der Woche sehr oft nicht zu Hause, weil er auf Montage ist.

      Ich bin zunehmend unzufrieden, depressiv. Habe das Gefühl, das alles nicht mehr zu schaffen. Habe oft das Gefühl, keine Kraft mehr zu Haben.

      Ich bin in psychologischer Behandlung gegagngen.

      Dier Psychologin sagte mir nach der 3. Sitzung, ich war wohl besonders begabt als Kind (nahe Hochbegabung) nur ist das nie gefördert worden, weil es nicht erkannt wurde.

      Daher brauche ich nicht nur meinen normalen Alltag, sondern auch geistige Herausforderung.

      Ich soll jetzt überlegen, ein Abendstudium zu machen, um mich geistig zu fordern.

      Ich sagte ihr, dass ich abends garkeine Kraft hätte.

      Sie sagte. dass das dann aber kommen würde.

      Mein Mann sagte, sie habe Recht!

      Ich sehe das aber anders, was meint ihr denn dazu?

      • (2) 03.01.12 - 18:19

        Hallo,

        ich denke, dass dieses Vorhaben zu diesem Zeitpunkt zum Scheitern verurteilt ist.

        Die Anforderungen an Dich werden mit dem Alter der Kinder noch etwas steigen. Lass das jüngste Kind erstmal sicher in der Grundschule angekommen sein und schaue dann mit dem Thema "Studium" weiter. Wenn Du jetzt damit aufgrund der Kindern/Haushaltsbelastung scheitern wirst: Wie würdest Du mit dem Frust umgehen können? Tiefe Enttäuschung; richtige Depression?
        Deine körperliche Erschöpfung setzt Dir doch Grenzen: Warum willst Du diese Grenze ignorieren?

        Es gibt viele Möglichkeiten sich geistigen Herausforderungen (ohne gleich den ganz großen Druck, wie durch ein Studium, zu erzeugen) zu stellen: Lerne eine Sprache bei der VHS und lerne daheim eigenverantwortlich mit diversen PC-(online) Kursen weiter. Lese Bücher in dieser Sprache. Suche Dir eine Freundin/einen Freund, der mitmacht. Das ist fürchterlich erfüllend.

        Lerne tanzen: und trainiere dabei Dein Gehirn.

        Trete einer "irgendwas" Diskussiongruppe bei (Literatur, Theater).

        Ich habe auch drei Kinder und bin, als ich meinte meine Kleine geht ja jetzt in den Kindergarten, mit einer Weiterbildung gestartet. Ich bin gescheitert. Diese stets unterbrochenen Lernphasen haben meine Motivation und meine Selbstdisziplin gebrochen: Ich habe abgebrochen.

        Jetzt sind meine Kinder "groß". Ich studiere jetzt: richtig.

        Alles Liebe

      Keine Ahnung, ob es das richtige ist mit dem Abendstudium. Was ist denn das für eine Tätigkeit, die Du jetzt machst? Nur körperlich? Ich meine, 14 Stunden ist doch echt nicht viel in der Woche, frag mich, wie man da überfordert sein kann. Klar Haushalt, Kinder , arbeiten ist Aufwand. Aber das ist doch die Norm - was wäre denn Deine Alternative? Nur das Abendstudium, oder beides zusammen? Wenn Dein Mann so viel verdient, dass du dir weniger Arbeitspensum finanziell erlauben kannst, dann würd ich reduzieren - andernfalls find ich eben, dass 14 Stunden nicht wirklich viel sind #gruebel

      Lg Melle

      • Nachtrag: Bist Du erschöpft und depressiv wegen des Arbeitsaufwandes mit allem Drum und Dran, oder wegen der Gesamtsituation, dass Dein Mann unter Woche zb nicht da ist?? Finde heraus, woran es liegt, was Dich stört und schaue, was du ändern kannst (auch langfristig). Ob das Abendstudium das richtige ist, kann man Dir von hier aus wohl nciht beantworten, wir kennen Dich ja garnicht...

        (6) 03.01.12 - 18:30

        also ich finde 14 Stunden mit 3 solch kleinen Kindern richtig viel!

        Es ist ja auch das Drumherum zu sehen: Kinderbetreuung organisieren, wahrscheinlich die Kinder wegbringen, das Abholen, die einen zum Hort - die anderen zum Kindergarten (der vielleicht gar nicht neben dem Hort liegt.) usw. Nach der Arbeit die "normale" Aufmerksamkeit und Qualitätszeit den Kindern zukommen lassen; Haushalt etc.

        Ich habe auch immer gearbeitet - und mehr als 16 -20 Stunden wären bei mir mit 3 Kindern und einem "normal fordernden" Job nicht möglich gewesen.

        Ich finde, die TE leistet richtig viel - und nicht nur "normales" Pensum.

        • (7) 03.01.12 - 18:52

          O.k. ich kann nicht mitreden. Habe nur 2 Kids. Arbeite aber immer schon voll also 40 Stunden.

          Ich habe zwei Kolleginnen mit 3 Kids, die arbeiten auch 40 Stunden die Woche. Es sind normal fordernde Jobs - also geistige Tätigkeit - zwei Sachbearbeiterinnen, eine Referatsleiterin. Zwei Kolleginnen mit großen Häusern und ohne Putzfrau.

          Ich würde sagen 14 Stunden in der Woche dürften auch mit drei Kindern locker zu schaffen sein. Jedenfalls unter normalen Umständen. Die TE schafft das nicht, weil sie krank ist. Die Reaktion der Psychologin wäre mir nach der kurzen Zeit suspekt. Ich würde noch eine andere Meinung einholen.

          Das sind an 3 Tagen ca 4,5 Stunden, die sie macht - ich finde das nicht viel, sondern angemessen. Aber da gibt es natürlich unterschiedliche Ansichten. Mehr als 20 Stunden/Woche würde ich mir (glaub ich) mit 3 Kindern auch nicht zutrauen, zumindest am Anfang noch nicht.

          Was Haushalt zb betrifft - das ist doch Organisationssache. An 4 Tagen arbeitet sie nicht. Dann macht man eben einen Teil an den freien Tagen - das heißt ja nicht, dass sie dann von morgens bis abends putzt an freien Tagen.

          Und ein wenig Abwechslung vom Alltag zu Hause ist doch sicher auch gut. Aber naja - auch das ist Ansichtssache!

          Wie ich schon schrieb - die TE sollte schauen, WAS genau ihr Problem ist/die Depressionen auslöst und das langfristig versuchen zu ändern. Wenn sie der Meinung ist, es liege am Arbeitspensum, dann muss sie ihn runterschrauben (sofern finanziell machbar). Wenn daran liegt, dass ihr Mann nicht vor Ort ist, sich zusammensetzen und gucken, OB Alternativen bei ihm möglich sind. Ist sie beruflich/kreativ unterfordert, dann ein geeignetes Hobby suchen, schauen, wie man sich selbst fördern und fordern kann!

    Wenn ein Studium zu sehr an der Realität vorbei geht, wie wäre es dann mit einem "kleineren Projekt"? Gibts was, was Du schon immer mal lernen wolltest, eine Fremdsprache beispielsweise oder ein spezielles Hobby?
    Oder Du fragst mal beim Arbeitgeber über Fortbildungsmöglichkeiten, vielleicht eine Schulung.

    Wenn das Alles nicht das ist, was Du momentan brauchst, dann sprich mal mit Deinem Mann über Möglichkeiten die Dir Arbeit abnehmen. Eine Haushaltshilfe, stundenweise Kinderbetreuung oder er schraubt eine Weile seine Arbeitszeit runter und entlastet Dich so.

    Und ansonsten: Hältst Du das, was die Psychologin gesagt hat denn für möglich?

    Das ist sehr gut möglich. Du bist seit Jahren unterfordert und verkümmert. Die Rolle als Mutter und Hausfrau erfüllt dich nicht geistlich. Das kann zu starken Depressionen führen.

    Diese werden tatsächlich besser, wenn man sich dem geistigen wieder widmet. Versuch es. Muss ja kein Studium am Anfang sein, aber du wirst sehen, dass es dich wahrscheinlich wieder aus deinem Loch holt und dir geht es bald besser.

    (11) 03.01.12 - 18:53

    leider kann ich nicht weniger arbeiten. mein mann auch nicht. er hat immer ein schlechtes gewissen, aber er hat einen job, das ist auch wichtig.
    mein jüngster braucht einmal die woche therapie. er ist leider nicht gesund.
    hinbringen und abholen der kinder vor und nach der arbeit dauert jeweils 1 stunde!, weil nicht alles nebeneinander liegt.
    haushaltshilfe kann ich mir nicht leisten, da wir finanzielle probleme haben.
    wir haben eine schrottimmobilie gekauft, und waren so naiv. das ist 10 jahre her, aber wir zahlen noch immer ab, obwohl wir die immobilie inzwischen schon verkaufen mussten, es hätte uns sonst finanziell das genick gebrochen.
    wir wohnen in einer viel zu kleinen wohnung, weil wir uns nichts anderes leisten können.
    aber es ist licht am horizont, in 3 jahren sieht es besser aus, endlich.
    ja, ich habe hobbies.
    aber ich kann abends wegen der kinder nicht raus.
    ich habe hier keinen, der abends aufpassen kann.
    mein mann ist ja oft nicht da.
    also muss ich etwas von zu hause machen.
    sprache lernen?
    ich könnte mein englisch wieder auffrischen.

    • mal ganz praktisch:

      www.babbel.com ; kostet aber etwas.

      Falls Du eine kostenlose Probewoche haben willst, dann maile mich an.

      ... und kann es vielleicht sein, dass Du dich trotz Arbeit und Kinder einsam fühlst und das die Depressionen und Verstimmungen begünstigt?

      emma

Hallo,
es gibt viele Parallelen zu meiner Geschichte.

Ich frage mich: wieso ein Abendstudium oder ein VHS-Kurs?
Ich bin allein erziehend mit zwei Kindern und habe jetzt ein "richtiges" Bachelor-Studium an der Fachhochschule begonnen. Und das gibt mir unheimlich Auftrieb und Energie.

Als ich nur mit den Kindern zu Hause war fühlte ich mich dauernd ausgelaugt und erschöpft, jetzt mit meinem Traumberuf als Ziel vor Augen habe ich Energie für zehn und die Depressionen sind wie weggeblasen. :-D
Auch mir hat eine Therapeutin dazu geraten, und ich hätte echt nicht gedacht dass meine Verstimmungen tatsächlich an der Unterforderung liegen, wo ich mich doch dauernd am Limit gefühlt habe.#gruebel Allerdings: abends ab 20 h bin ich auch platt, da kann ich nix mehr tun.

LG Katja mit Julia (6) und Sebastian (3) #sonne

Also ich kann mir durchaus vorstellen, dass deine depressive Verstimmung von der geistigen Unterforderung kommt.

Ich kann aber auch verstehen, dass du abends viel zu müde bist, um dich noch aufzuraffen um zum Beispiel ein Abendstudium zu machen.

Es gibt da ja aber auch Alternativen. Ein Fernstudium etwa, bei dem du dir die Zeit frei einteilen könntest.

Ich will ja jetzt keine Werbung für meinen Arbeitgeber machen, aber ich arbeite an der einzigen staatlichen Fernuniversität in Deutschland und da wird schon so einiges angeboten, womit man sich weiterbilden kann und seinem Gehirn Futter geben kann.

Wenn du magst, kannst du mir ja gerne per PN schreiben.

GENAU das stand mal in einem ärztlichen Gutachten über mich.

Als Kind IQ 130, der jetzt auf 100 "verkümmert" ist, da ich nicht gefördert wurde.

Ich glaube nicht, dass man mehr Kraft bekommt, weil man geistiges Futter hat, aber Du kannst es ja ausprobieren.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber das was Deine "Plüschologin" da von sich gibt ist gelinde gesagt .... merkwürdig. (Ich wollte eigentlich erst einen drastischeren Ausdruck verwenden)

Bei Kindern ist es erwiesen, dass sich eine fehlende Förderung negativ auswirkt, sollte wirklich eine Hochbegabung vorliegen.

Erwachsene aber sollten fähig sein, sich ihr Gehirnfutter selbstständig zu suchen, ohne darauf angewiesen zu sein, von Aussenstehenden dazu angestupst zu werden, einfach weil sie nicht mehr durch z.B. vorgegebenen Lernstoff in der Schule eingeschränkt werden.

Ich gehe sogar noch weiter, und stelle die Behauptung auf, dass sich speziell Menschen mit einem sehr hohen Intellekt, oder einer großen Begabung in speziellen Bereichen, sich automatisch verhalten wie ein trockener Schwamm, und alles in sich aufsaugen, was sie an Informationen finden können, fast egal um was es geht.....bzw. bei einer Hochbegabung sich das dann gezielt auf ein bestimmtes Themengebiet konzentriert.

Ein Studium ist zwar grundsätzlich löblich, aber sollte Deine "Plüschologin" falsch liegen, zehrt es die letzten Kräfte aus Dir heraus, und hat genau die gegenteilige Wirkung von dem was beabsichtigt ist.

Ich bin fachlich nicht tief genug in die nötige Materie involviert, Dir da eine "Expertenmeinung" zu geben, aber wenn Du Dich schon bei dem Gedanken daran nicht wohl fühlst, ist in meinen Augen ein "Abendstudium" auch nicht sinnvoll.

Nur sich wirklich für etwas brennend zu interessieren, kurbelt die Denkfabrik an.

Frage Dich ganz ehrlich: Was wolltest Du schon immer wissen, und wie informierst Du Dich am besten darüber?

Es ist egal um was es geht.....es muss nur für DICH ergiebig sein....Deine Fantasie anregen, Dich neugierig auf mehr machen und evtl. auch mal für eine schlaflose Nacht sorgen können, weil es Dich so mitreisst, dass für den Moment alles andere unwichtig wird.

LG
TJ

Also erst einmal glaube ich das du ne Menge um die Ohren hast und Abends berchtigt müde sein darfst. Dafür solltest du dich nicht strafen, sondern belohnen. Du hast wieder einen Tag erfolgreich durchkämpft.

Kinder wecken, anziehen... die Kleinste hält auf, man zu spät der Kindergarten ruft schon. Dalli los, Jacken an Butterbrote in die Dosen, Saft für den 2. vergessen. Kinder raus, tschüüs bis heute mittag! DURCHPUSTEN

Okay zurück nach Hause, Freundin anrufen fragen was sie heute kocht. Staubsaugen, Wischen, Küchenchaos beseitigen, eine Hand in der Waschmaschine und mit der anderen beginnen zu kochen. Scheiße die Kleinste fällt vom Arm, haste vergessen abzusetzen. DURCHPUSTEN

Heute mal auf die Schnelle, ist nicht gesund, weißte selbst... Nudeln mit Tomatensose und als Gesundheitsaddiitve Birnen aus der Dose. Muss heute reichen, die Kleine schreit.
Ist ist auf eine Bauklotz gefallen... 10 Minuten trösten.

Einkaufen, Kinder bespielen, soziale Kontakt auf Minimum kurzes Gespräch mit Männe... "Vermiss dich, ich dich auch! " Kinder waschen Baden, fertig machen fürs Bett, Geschichte lesen oder doch noch singen? Kuss Kuss Kuss Gute Nacht. Ach so du musst noch was trinken... nach unten Saft holen. "Ich auch, Ich auch" Warst clever hast gleich für 3 Saft mitgebracht.

Und immer wieder die Stimme: "Keiner hilft mir"

Also entweder liegt es an der Orangisation die verbesserungsfähig sein kann, oder an der mangelnden Zukunftaussicht / Zielstellung. Warum mache ich das alles, was macht mich sicher das das was ich tue das Richtige ist?

Dein, wie sagt Seelenspielgel, Plüschologin glaube ich will ich ein wenig provozieren. Sie will das du aktiv wirst, nicht das du ein Abendstudium machst, das ist ein Synonym. Und ob nur hyperinteligent oder nicht, das verleitet er zu dem gefährlichen Gedanken seinen Eltern die Schuld zu geben, sich selbst zu fragen ob man das was man tut überhaupt nötig hat und am Ende in den Sack haut und vor einer neuen Leeren steht.

Sicher ist eins, es fehlt ein Ausgleich, etwas für sich selbst was immer es ist. Und Abendstudium vielleicht deshalb, weil es fordert und es ausführbar ist denn du kommst abends ja nur schlecht weg, wenn dein Mann auf Tour ist. Ob es das richtige ist kannst nur du beantworten. Es geht um Balance nicht um Studium.

Interessant ist der Satz deines Mannes.

"Sie hat Recht"

Da steht es dieser alles umfassende hilfreiche Satz: "Sie hat Recht"

Redet ihr eigentlich miteinander über das wie es euch geht? Wie es ihm geht und wie es dir geht und was man ändern kann oder womit man sich arragiert und welche Dinge für euch wichtig sind? Ich kann keine Antwort geben auf das was ihr ändern sollt und wie, aber ich kann sagen das ihr etwas ändert solltet sonst bist du irgendwann ausgebrannt.

BlueH6

Sehr, sehr feiner Beitrag !

Sie hat absolut Recht! Jeder braucht auch geistige Herausforderung und dann kommt auch die Energie wieder.

Lieber suchst Du Dir eine Teilzeitbetreuung für die kids und findest eine Ausgleichstätigkeit als dass Du für Dich und die kids einfach platt bist.

Viel Erfolg damit :-)

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