Doktorarbeit dem Partner widmen? *lang und kompliziert*

    • (1) 12.01.12 - 20:13
      DrUnentschlossen

      Ich weiß, es ist wohl ein Luxusproblem, aber ich bin so unentschlossen #zitter

      Ich habe endlich meine Doktorarbeit fertiggeschrieben. Angefangen habe ich schon 2004 #hicks und aus den verschiedensten Gründen hat es sich nun so lange gezogen. Jetzt fehlt mir zum Abgeben nur noch eins: die Widmung. Eigentlich wollte ich sie meinem Partner widmen, der immer wieder durchgelesen und fehlende Kommata gesucht, mit mir Theorien durchdiskutiert und solange Verständnisfragen gestellt hat, bis die Arbeit eben jetzt abgabereif ist. Außerdem war er es, der mir nach meiner schwierigen Trennung wieder Lebensmut gegeben hat und mich motiviert hat, es jetzt endlich durchzuziehen und abzuschließen.

      So, nun habe ich einer Kollegin die Arbeit gezeigt - und die war so gar nicht begeistert von der Widmung. Sie würde die nie einem Partner widmen, wer weiß, ob und wie man sich vielleicht mal trennt, und dann steht das auf immer und ewig da #augen naja, ein bisschen hat sie ja recht damit. Wir sind "erst" 1 1/2 Jahre zusammen, er ist mein dritter Partner während dem Schreiben dieser Arbeit. Vom ersten habe ich mich wegen des zweiten getrennt, der hat mich wiederum verlassen. Mein jetziger Partner wird auf jeden Fall in der Danksagung erwähnt, weil er mir wirklich viel geholfen hat. Und das werde ich auch immer anerkennen. Ich glaube, er ist der beste Partner, den ich nur haben kann (hilft im Haushalt, zeigt mir seine Liebe auf die Art, die ich brauche, der #sex ist genau richtig, alles ist so einfach mit ihm). Aber ist das nicht am Anfang normal?

      Meine Alternativen wären:

      1. Mein Stiefvater: er hat mich immer unterstützt, gefördert, war stolz, wenn ich etwas geschafft habe. Obwohl er von meiner Mutter seit Jahren getrennt ist, habe ich zu ihm mehr Kontakt als zu ihr. Wenn ich Probleme habe, egal ob menschlich oder fachlich, frage ich ihn um Rat. Meine Mutter fällt definitiv aus, aus zu viel Gründen als sie hier aufgeführt werden könnten. Aber wenn ich meinen Stiefvater nehme, habe ich Angst, dass mein leiblicher Vater, zu dem ich auch guten Kontakt habe, vielleicht enttäuscht ist :-( Großeltern scheiden auch aus. Entweder schon tot oder Alkoholiker...
      2. Meine noch ungeborene Nichte #verliebt: sie ist in der gleichen Zeit entstanden und gewachsen, wie ich ernsthaft, konzentriert und erfolgreich an meiner Arbeit geschrieben habe. #schein Allerdings ist noch ungewiss, ob es wirklich eine Nichte ist oder doch noch ein Neffe wird. ET ist zwar in 2 Wochen, aber es hat immer die Beine zusammengekniffen ;-) Es wäre meine erste Nichte. Aber was, wenn das so eine Göre wird, die mit 16 in den Entzug muss und ihre 3 Kinder von 4 Vätern ins Heim abgibt?? *achtungübertreibung*

      Mehr gibt es nicht, bei denen ich das Gefühl habe, Jawoll, die "verdienen" es, die Widmung zu kriegen. Meine Geschwister sind toll, aber zu viele, wenn ich einen davon nehme, sind alle anderen wahrscheinlich enttäuscht. Außerdem gibt es da keinen, der irgendwie besonders eng mit mir ist oder sonstwie hervorsticht.

      Wie würdet Ihr entscheiden? Dummerweise muss ich die Arbeit morgen #schock abgeben, allerdings erstmal nur für die Gutachter. Endgültig gedruckt wird sie erst, nachdem ich sie verteidigt habe. Soll ich es bis dahin offen lassen? Oder doch einen der drei nehmen? Oder Für M. schreiben (mit dem Buchstaben fangen die Namen von Stiefvater und Nichte an)? Andere Vorschläge?? Hilfe, ich bin so

      Unentschlossen!

      • (2) 12.01.12 - 20:26

        also an deiner stelle würde ich mich für den partner entscheiden.

        denn auch wenn er nicht in der widmung erwähnt werden würde, dann denkst du wahrscheinlich auch so immer daran, dass er dir sehr dabei geholfen hat.

        einen partner kann man ohnehin nie komplett aus seinem leben streichen, man hat immer erinnerungen, die man mit ihm verbindet.

        bei anderen leuten kannst du auch nie ganz sicher sein, dass sie sich nicht irgendwann mit dir verstreiten und man muss eben sehen, dass man in diesem moment, in dem die widmung geschrieben wurde, eine angenehme zeit mit dieser person hatte.

      (4) 12.01.12 - 20:32

      Wenn du dir unsicher bist, würde ich die Widmung einfach weglassen.

      Ansonsten klar: Der Partner, weil er dir auch geholfen hat!

    • Mh schwierig. Musst du die Doktorarbeit denn wirklich nur einer Person widmen. Kannst du nicht einfach alle in die Widmung aufnehmen, die dir wichtig sind.

      Wenn du wirklich nur eine Person nehmen kannst, würde ich deien Partner nehmen. Klar ist es vielleicht doof wenn ihr euch mal trennen sollte, doch trotzdem hat er dir doch gerade in dieser wichtigen letzten Phase wohl am besten geholfen. Er wird also immer einen Teil zur Arbeit beigetragen habe auch wenn ihr irgendwann mal nicht mehr zusammen sein solltet.

      LG

      (6) 12.01.12 - 20:40

      Hallo!

      Die Arbeit schaut sich doch spaeter nie wieder jemand an...

      • hi,

        zumindest nicht derjenige, der sie nicht geschrieben hat! :-p

        (8) 12.01.12 - 21:32
        DrUnentschlossen

        Ich möchte aber ein paar ausgewählten Personen ein Exemplar schenken. Klar werden sie es nicht lesen, geschweige denn verstehen ;-) es geht mir da um die Geste. Da wird dann auch handschriftlich ein persönlicher Text dazukommen. Und ist es dann nicht komisch, wenn sie z.B. meinem Stiefvater gewidmet ist, und mein Vater einen "Du warst auch ganz toll" Text dazu kriegt?

        • >Ich möchte aber ein paar ausgewählten Personen ein Exemplar schenken. Klar werden sie es nicht lesen, geschweige denn verstehen<

          Hi
          meine Schwägerin hatte mir ein Exemplar Ihrer Arbeit "vermacht" und ich habe mich durch gequält ;-) Ist also nicht gesagt, dass es niemand anderes liest.

      Sag das nicht ... es gab doch da gerade so ein paar sehr prominente Beispiele, die das wohl auch gehofft haben;-)
      Und wer weiß, wohin die TE noch strebt ...

    (13) 12.01.12 - 22:52

    Wieso denn das nicht? Eine Dissertation muss zwingend veröffentlicht werden, d. h. sie muss einsehbar und zitierfähig sein. Wo kann ich denn deine einsehen? Ich würde sie mir gerne einmal anschauen...

    (14) 13.01.12 - 10:44

    stimmt

Schwierig.

Ich würde meinen, eine Erwähnung in der Danksagung ist auch absolut okay.
Widmen würde ich sie wohl eher dem Stiefvater, der ja IMMER schon unterstützend zur Seite stand - aber das ist wirklich nur mein persönliches Empfinden.

Du wirst die Diss ja im weiteren Leben nutzen und vielleicht ist es irgendwann mal nicht mehr so schön, wenn der (vielleicht Ex, man weiß ja nicht) die Widmung erhalten hat.

Viele Grüße und herzlichen Glückwunsch zur Vollendung des Werkes :-)
sniksnak

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