Ich glaube, ich bin meinem Mann egal...

    • (1) 18.01.12 - 00:27
      It's all about the money!

      Hallo,

      Ich würde gerne mal eure Meinung zu einem Problem hören. Mein Mann und ich sind schon recht lange zusammen. Aber ich habe zunehmend das Gefühl, dass ich ihm überhaupt nicht mehr wichtig bin. Nur zwei Beispiele:

      Ich war über einen längeren Zeitraum stationär im Krankenhaus. Das Ganze ging über mehrere Monate. Ich war nicht krank, sondern schwanger, aber trotz allem war es für mich absolut belastend. Auch jetzt, wo das Ganze schon eine Weile her ist, habe ich noch daran zu knabbern. Er hat mich nur selten besucht und auch nie die Notwendigkeit gesehen, dies zu tun. Immer hat er Ausreden gefunden, warum er nicht kommen kann. Anstatt dass er mich getröstet hat, hat er mir anfangs sogar Vorwürfe gemacht, dass nun alles an ihm hängenbliebe. Im Nachhinein gab es oft Streit wegen dieser Sache. Er hat tausendmal gesagt, dass es ihm leid täte, aber ich glaube es ihm nicht. Denn sind wir mal ehrlich: Was ist eine Entschuldigung schon wert, wenn ihr sofort ein "Aber..." und die üblichen Ausreden folgen? Die Hauptausrede war eigentlich immer die, dass er arbeiten musste. Und zwar nicht deshalb, weil es sein Chef verlangt hätte, sondern weil er Angst um unseren Kontostand hatte.

      Nur zur Klarstellung: Es ist nicht so, dass wir arm wären. Wir haben ein gutes Einkommen, haben beide studiert und sichere Jobs. Wir haben auch keine größeren Schulden, außer einem Hauskredit. Aber mein Mann leidet an Verfolgungswahn, weil wir eben gut leben. Wir haben ein Haus, zwei schöne Autos und auch unserem Kind soll es an nichts fehlen. All das kostet natürlich Geld. Wir sparen auch eine Menge für später. Sicher wäre auch mehr möglich, wenn wir uns mehr einschränken würden, aber gut 25% unseres Geldes gehen für Altersvorsorge, Fonds, usw. drauf. Im Großen und Ganzen geht es uns also gut und trotz allem ist mein Mann ziemlich oft an mir, dass wir mehr sparen müssten, wir uns mehr einschränken sollten, usw. Das Thema hat uns schon oft Streitereien beschert. Ich muss mich in Supermärkten vor ihm rechtfertigen, weil ich fünf Joghurts in den Einkaufswagen tue, weil ich einen dritten Becher Schmand kaufe, usw. Es ist so lächerlich. Aber ich kann es auch nicht einfach so hinnehmen. Schon oft habe ich ihm gesagt, dass ich keine Lust habe, mir diese ewige Leier anzuhören. Ich bin im Großen und Ganzen für unsere Finanzen verantwortlich, denn er ist sogar zu faul, um seine Rechnungen zu öffnen. Als ich damals im Krankenhaus war, rief er mich allen Ernstes an und teilte mir mit, er habe eine Rechnung erhalten. Er wisse nun gar nicht, was er damit machen solle. Ich dachte wirklich, mein Schwein pfeift. Ich bin also für alles verantwortlich, aber ich habe es so satt. Am liebsten würde ich ihm einen Zettel hinhängen, was alles gekauft werden muss und dann soll er sich mal um den finanziellen Mist kümmern. Ist ja nicht so, dass es riesigen Spaß macht. Aber er kümmert sich wirklich um nichts, auch nicht, nachdem ich ihm angeboten habe, diese Sachen zu erledigen. An dem Punkt fängt er dann nämlich an zu schleimen und säuselt, wie gut ich das alles mache. Ist schon klar! Nachdem es eine ganze Weile richtig heftig zuging und er mir vorwarf, ich wäre an unserer finanziellen Misere (???) Schuld, hatte ich die Schnauze gestrichen voll und wäre am liebsten gegangen. Aber es hat sich doch irgendwie wieder eingerenkt. Er hatte sich wohl eine Weile ganz gut im Griff. Bis es nun wieder ausgeartet ist, womit wir bei meinem zweiten Beispiel wären.

      Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr tierische Rückenschmerzen. Diese sind phasenweise mal besser, mal schlechter. Nach der Geburt unseres Kindes ging es mir wirklich phantastisch, aber dann kam ein halbes Jahr später ein derber Rückschlag. Ich war fast komplett außer Gefecht gesetzt. Trotz allem habe ich mich durchgebissen. Es hilft ja nichts. Ich rief bei einem Orthopäden an und vereinbarte einen Termin, welcher Monate später war. Aber da dies wohl bei viele guten Fachärzten der Fall ist, biss ich die Zähne zusammen. Der langersehnte Termin stand nun an. Ich lies zwei notwendige Untersuchungen durchführen, die blöderweise nicht von der Krankenkasse getragen werden. Dabei kam heraus, dass ich eine stark verkrümmte Wirbelsäule habe (wachstumsbedingt) und dass ich unter Wirbelsäulenarthrose leide. Arthrose war eigentlich immer etwas gewesen, dass ich mit "Altsein" verbunden hatte, aber davon bin ich mit Mitte 20 noch weit entfernt. Der Arzt teilte mir mit, man müsse nun sehen, dass man die Muskulatur im Rücken stärke. Am besten mit Sport. Ich rief meinen Mann an und erzählte ihm davon und das ist, was er antwortete: "Ach du liebe Zeit! Brauchst du spezielle Behandlungen? Spritzen? Oh Gott, was wird uns das alles kosten!? Hoffentlich können wir einen Teil davon von der Krankenkasse zurückbekommen! ..." Es ging bestimmt noch zehn Minuten so weiter. Ich stand mittlerweile in einem Laden für orthopädische Einlagen, die ich bekommen sollte, während mir mein Mann mit seinem Geheule über eventuelle Kosten in den Ohren lag. Ich versuchte bestimmt zehnmal, ihn zu unterbrechen, denn ich wollte ja in dem Laden bedient werden, aber er redete und redete und redete. An diesem Abend fragte er nur danach, ob wir die Kosten für die zwei bereits durchgeführten Untersuchungen von den Krankenkasse zurückbekommen könnten. Ich steckte es weg, denn irgendwie machte ich mir noch nichts daraus, aber heute wurde ich dann wütend. Da ich nicht zu lange warten wollte, kümmerte ich mich gleich um den Sport, der mir bei der Kräftigung des Rückens helfen sollte. Als er dann hörte, was es kosten würde, sprang er im Dreieck. Ich hatte mir professionelle Hilfe gesucht, die rund 60€ im Monat kostet. Er machte mir keine Vorwürfe, aber trotzdem flippte er total aus. Die ganze Zeit über laberte er mich voll: "Na gut, dann muss ich dir das irgendwie ermöglichen. Dann muss ich eben NOCH MEHR Überstunden machen. Ich bin zwar sowieso schon total fertig, aber es bleibt mir ja wohl nichts anderes übrig." Dann später: "Ich versuche ja schon zurückzustecken, soweit es geht. Aber scheinbar hilft uns das auch nicht weiter!" Ich hatte ihm schon nach zwei Bemerkungen gesagt, dass ich es dann eben lassen würde, wenn er dabei Bauchschmerzen hätte. Aber von ihm kam nur: "Ich mache mir eben Sorgen um unsere finanzielle Zukunft." Wie gut nur, dass er unsere Zukunft nicht in meinem Körper erleben muss. Den ganzen Abend ging es so weiter. Boah, ich hatte keine Lust mehr, mir diese Leier anzuhören. Echt nicht! Wie oft ich diese Standard-Jammer-Phrasen über unsere angeblich marode finanzielle Lage schon gehört hatte. Er könnte sich seinen Atem echt sparen, wenn er den Quatsch mal aufnehmen und einfach immer wieder abspielen würde. Mir ist dann schlussendlich der Kragen geplatzt und ich habe ihm gesagt, dass es mich ankotzt, dass er kein gutes Wort mehr für mich übrig hat. Es hat ihnen überhaupt nicht interessiert, was diese Arthrose in Zukunft für mich bedeuten könnte, wenn ich nicht etwas dagegen tue. Nein, ihm ging es nur um sein beschissenes Geld. Ich dachte, vielleicht denkt er mal darüber nach, wenn ich es ihm so ehrlich sage. Ich saß da und hab' geweint vor Wut und auch vor lauter Traurigkeit über das, was da passiert. Und wisst ihr, was er sagt? "Ja, stell' dir mal vor, wenn MIR sowas passieren würde! Wie schlecht wir dann dran wären. Dann könnten wir die Rate vom Haus nicht mehr bezahlen! ..." Das war der Punkt, an dem ich die Diskussion dann abbrach. Er wollte mich dann umarmen und meinte, er hätte es alles nicht so gemeint, aber ich hab' die Schnauze voll. Ich hab' es mir jetzt auf dem Sofa bequem gemacht und denke nicht im Traum daran, mich mit diesem Kerl in ein Bett zu legen. Wir sind jetzt über ein Jahrzehnt zusammen, haben uns geschworen, in guten, wie in schlechten Tagen zusammenzuhalten. Aber scheinbar stehe ich alleine da, wenn es hart auf hart kommt. Ich kümmere mich wirklich gut um meinen Mann. Wenn er krank ist, bin ich voll und ganz für ihn da. Ich reiße mir den Hintern auf, damit er so schnell wie möglich gesund wird. Aber wenn ich etwas habe, interessiert er sich nicht die Bohne dafür und da kommen Gefühle in mir hoch, die ich lieber nicht aussprechen möchte. Natürlich mache ich auch nicht immer alles richtig, aber meine Familie geht mir über alles und wenn es meinem Mann oder unserem Kind schlecht geht, dann ruhe ich nicht eher, bis sie wieder gesund sind.

      Geht es nur mir so oder ist das Verhalten meines Mannes wirklich nicht normal? Er warf mir eben vor, ich würde alles immer überdramatisieren und mich anstellen. Aber ich fühle mich einfach sehr gekränkt. Ich habe den Eindruck, dass es ihn nicht (mehr) juckt, wie es mir geht. Hauptsache ich bin da und funktioniere. Reden scheint nicht weiterzuhelfen, denn wenn ich sage, dass ich das Gefühl habe, dass er sich nicht für mich und evtl. einhergehende Probleme interessiert, dann sagt er nur, dass es nicht stimmt. Aber es macht die Sache nicht besser, denn sein Verhalten ändert sich nicht und damit ist das Problem weiterhin vorhanden. Und ich bin auch nicht gewillt, seine Standardausrede weiterhin hinzunehmen, die das lautet: "Du weiß doch wie ich bin! Ich kann mich eben nicht immer gut genug ausdrücken!"

      Ich weiß auch nicht, was ich jetzt hören will. Vielleicht suche ich einfach jemanden, der mir den Rücken stärkt. Das war jetzt sogar irgendwie doppeldeutig...

      Danke für jeden Rat!

      • (2) 18.01.12 - 01:01

        Dein Text ist mir zu lang, nicht wegen der Länge, sondern weil keine Absätze da sind. Das kann ich am PC nicht lesen, ist mir zu unübersichtlich.
        Ich verstehe nicht, wie man so etwas abschicken kann, ohne es auf Lesetauglichkeit zu prüfen.
        Das ist Fakt, nicht böse gemeint.
        Setze diesen Text neu ein, etwas strukturierter.

        • (3) 18.01.12 - 01:17
          It's all about the money!

          Sei mir nicht böse, aber irgendwie möchte ich keine Absätze hinbasteln, wo keine hingehören. Absätze markieren im Normalfall einen neuen Sinnabschnitt. Im dem etwas größeren Abschnitt hätten m.E. nach zwei weitere Abschnitte gemacht werden können, aber diese wären vom Sinn her nicht zwingend notwendig gewesen. Maximal wegen der Lesbarkeit. Aber da man den Text bei meinem Browser nur in diesem kleinen Kasten sieht, bevor man ihn abschickt, achte ich da eher nicht drauf. Und ich lasse mir auch selten eine Vorschau anzeigen. Du bist der / die Erste, der / die sich bei etwas über 5.000 Beiträgen beschwert. Vielleicht lese ich als Deutschlehrerin aber auch zu viele falsch eingeteilte Texte, sodass es mir nicht mehr auffällt. *grübel* Trotzdem Danke für deinen Hinweis!

          • (4) 18.01.12 - 01:28

            Ok, dann richte dich darauf ein, nicht allzuviele Antworten zu bekommen, deine Bergründung, warum du dich sträubst, deinen Text lesbarer zu machen, sind haarsträubend, noch mal schlimmer, wenn du angeblich Deutschlehrerin bist.

            Aber kann mir egal sein, ich suche nicht nach Hilfe, sondern du.
            Die Energie, die ich jetzt "verbraucht" habe, fehlt schon dafür, dir eine hilfreiche Antwort zu geben.

            Ich tu mir deinen Text nicht an, vielleicht gibt es andere User, die deine Sturheit nicht stört.

            • Es gibt sogar ne Menge User, die diesen Text hervorragend lesen können, intelligent genug sind, sich auch mit den Absätzen, die wirklich sinnvoll gesetzt wurden zurecht zu finden UND sogar mutig genug sind, ihre Meinung mit ihrem Normal-Nick zu verfassen.

              Vielleicht solltest DU dir auch mal Gedanken machen....

              (6) 18.01.12 - 10:02

              Ach Gott, die Arme muß jetzt ausgerechnet auf DEINE Hilfe verzichten, ob sie das überhaupt verkraften kann?! #zitter

      ich hatte keine Probleme mit der Lesbarkeit... #gruebel

ach mensch.. das ist vielleicht blöd. da haste ja wirklich einen jammerlappen zu hause. einen der womöglich sich selbst und vor allem das geld mehr liebt als dich.

du darfst aber auf keinen fall nachgeben und mußt deine ansprüche UNGENIERT durchsetzen... sonst wird er immer schlimmer und jault dir die ohren noch mehr voll.

dreh den spieß um... übertreibe es doch mal mit geld ausgeben.. und dann sagste ihm.. wenn er sich besser benimmt und weniger jault und jammert, dann bemühst du dich vielleicht, wieder etwas weniger geld auszugeben. :-)

" "Ach du liebe Zeit! Brauchst du spezielle Behandlungen? Spritzen? Oh Gott, was wird uns das alles kosten!? Hoffentlich können wir einen Teil davon von der Krankenkasse zurückbekommen! ...""

hier wäre bei mir, wie aus der pistole rausgeschossen gekommen "ja, eine spritze kostet 1000 euro, die krankenkasse bezahlt NICHTS!"

den würde ich aber richtig therapieren.. mit ärgern und schocken... #rofl

mein mann ist das ganze gegenteil.. ich kaufe gerne schöne dinge.. und einmal sagte er.. ich könne kaufen, was ich will... solange er sich von seinem hart :-D erarbeitetem geld noch ein trockenes brötchen leisten könne... gänge es ja noch.. " was natürlich spaß war, weil ja noch genug übrig bleibt. aber im ernst, geld interessiert ihn nicht wirklich.

Alsoooooo

So leid es mir tut mit Rücken stärken, aber ich hab arge Probleme nur eine Seite zu betrachten. Ja, sogar bei mir, auch wenns oft net so aussieht. Und ja, auch wenn ich nru eine kenne :D

Daher das, was Dir weniger gefallen wird, zuerst.
Da ich grad in einer, vermute ich, ähnlichen Situation bin, versuche ich Dir mal darzustellen wie es EVENTUELL aus seiner Sicht sein könnte.

*räusper*

Routine sagt, Du machst Papierkram und er nicht. Warum? Egal. Es ist so. Irgendwann kommt die Assoziation, dass Du das a) gerne b) gut oder c) beides machst. Egal was es ist, er wird es Dir weiter überlassen. Und wenn er es übertreibt packt er selber nichts mehr davon an. Je nachdem wie seine Arbeit denn ist und wie die Situation aussieht könnte es hier zu dem Gedanken kommen: "Ich arbeite, um Frau und Kind zu ernähren. IM MOMENT geht es uns gut. Was, wenn es in einigen Jahren anders geht? Was, wenn ich krank werde, die arbeit verliere oder sonstwas?" Das KÖNNTE erklären, warum er so arg auf die Finanzen fixiert ist und sich permanent Sorgen macht. Und wenn diese Gedanken nichtmal aktiv gedacht werden sondern nur als Unterströmungen im Geist vorhanden sind, dann kriegt er davon nichtmal was mit und kann sie nicht in Worte fassen. Und hier der Killer: Egal ob er den Gedanken aktiv oder PAssiv hat, wenn er ihn hat gilt sein gesamtes Verhalten der Zukunftsplanung und somit Eurem Wohl. Und das KÖNNTE dazu führen, dass er sagt "Nein, ich interessiere mich natürlich für Dich und möchte, dass es Dir gut geht" aber sein Verhalten wird sich eher intensivieren, weil er grad auf dem Gedanken hängt. Somit merkst Du keine Änderung etc etc, Teufelskreis, bla. Soviel zum Thema "Andere Ansicht".

Weil: Selbst wenn ich mit den Vermutungen Recht habe:
1. Du brauchst das nicht auf Dir sitzen zu lassen. Zur Not, mach eine Liste was gra ddie Probleme sind die Du siehst und zeige sie ihm. Natürlich nur in Kopie ^^

2. Egal wie gut seine Beweggründe sein mögen, sein Endverhalten ist nicht.. naja.. optimal. Sehr vorsichtig ausgedrückt. Wenn Du jemand kennst, den er als Freund/Freundin bezeichnet, lass die mal kräftig zutreten ^^ Also, verbal, denn: Die eigene Familie ist der einzige PErsonenkreis der Welt, der NUR DAS SCHLIMMSTE von Dir will. Daher hört man auch nicht auf seine Familie.

3. Nein, Du überdramatisierst nicht. Klar, aus seiner Sicht schon, aber leider gehts hier um DEINE Sicht der Dinge. Und in der ist das noch im Rahmen, wenn denn alles so ist wie Du es schreibst =)

Bei Gelegenheit schauen, dass ein REiz von Aussen an ihn rankommt, der ihm eventuell die Augen öffnet. Denn, wie oben schonmal angedeutet, Du bist Die Person, die ihm am nächsten steht und ihn am besten kennt. Also hast Du logischerweise keinerlei Einfluss auf ihn. Und nein, das ist Keine Ironie und kein Scherz, sondern meine Erfahrung von Leuten, die weniger als 25 Jahre verheiratet sind.

Ich habe nur die Hälfte gelesen, der Text ist mir einfach zu lang.

Überleg dir, ob du wirklich den Rest deines Lebens mit so einem egoistischen Geizhals zusammen bleiben willst. Der könnte sich bei mir schon nach einem Tag die Tür von außen ansehen. #zitter

Ganz platt würde ich sagen entweder er soll mehr Verantwortung tragen oder die Klappe halten. Da bekommt frau schon beim Lesen Aggressionen (und nicht wegen dem Stil).

Wird bei Deinem Mann aber evt schwierig werden.
Er hat ein emotionales Problem mit Geld und gleichzeitig keine Kontrolle darüber (macht den Papierkram nicht). Arm/ reich sein ist ein sehr subjektives Empfinden. Er hat wohl das Gefühl wenig Kontrolle über die Zukunft zu haben und das macht ihm Angst. Nur, keiner hat Kontrolle über die Zukunft und er sollte an seiner Angst arbeiten, damit ihr beide mehr Lebensqualität habt.
Ganz bestimmt würde ich über 60 Euro pro Monat für meine Gesundheit nicht diskutieren. Ebenfalls nicht über notwendige Behandlungen.

Wenn er sagt er muss dann mehr Überstunden machen sage es ist nicht nötig, uns geht es auch so gut und wenn Du meinst, dass Du es trotzdem musst dann mache es aber die Diskussion ist hiermit beendet!

Ich denke auch, dass die Vorschreiber recht hatten: er macht sich Sorgen um eure Zukunft (ob gerechtfertigt oder nicht) und für ihn ist es seine Art an DICH zu denken. Er sieht nicht, dass es bei dir falsch ankommt.
Das Problem ist noch zudem, wie schon gesagt wurde, er hat Angst UND er hat keine Kontrolle, weil er alles an dich abgegeben hat. Das ist eine schlimme Kombination...

Habt ihr irgendeinen Vermögensberater? Einen unabhängigen Dritten, der eure Finanzen im Blick hat und vor allem eure Ziele (bis dann und dann muss so und so viel angespart werden). Das wäre vielleicht sinnvoll (MLP z.B.), dein Mann würde sehen, wieviel ihr habt, was passieren würde, wenn das und das eintritt, welche Ziele er hat und vor allem, was übrig bleibt. Und dann würde dieser Dritte ihm auch erklären, dass Gesundheit trotzdem vor geht, weil es das Wichtigste überhaupt ist.
Wenn du Probleme mit dem Rücken bekommen würdest (also richtig ernste, dass du dich nicht richtig bewegen kannst), wer wird sich dann ums Kind kümmern? Dann kann er nicht arbeiten usw usw. Dass er es wenigstens von der finanziellen Seite sieht, wenn er es schon emotional abblockt.

Ansonsten wäre natürlich eine Eheberatung nicht schlecht, weil euer beider Verhalten so festgefahren ist, dass ihr Input von außen braucht (vor allem er), damit es geändert werden kann...

LG

(16) 18.01.12 - 09:55

Sorry ich hab mir die 2. Hälfte geschenkt, das wurde mir zu lange....

Aber trotzdem glaub ich irgendwie zu verstehen, wo deinem Mann der Schuh vielleicht drückt.

Ich schreibe dir jetzt mal aus meiner Sicht wie ich eine ähnliche Situation erlebt habe - nur umgekehrt.

Da ich zur Zeit vor unserem Kind einen finanziell äusserst lukrativen Job ausübte, in dem ich um Längen mehr verdient habe, als mein Mann, war es für uns ne ganz klare Sache, dass für uns nur ein alternatives Rollenmodell in Frage kommt.
Sprich, mein Mann wurde Hausmann und ich ging nach der Mutterschutzpause gleich wieder voll arbeiten - wurde also alleinige Ernährerin der Familie.

Mmmh und was soll ich sagen, manchmal muss man wirklich in den Schuhen des anderen gegangen sein, um ihn zu verstehen.

Uns ging es finanziell ebenfalls gut, wir prassten nicht, konnten uns aber einiges leisten was nicht immer selbstverständlich ist. Ich hielt mich bis dato für eine gestandende, emanzipierte Frau, und ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass ich mit unserem Alternativen Modell nicht umgehen könnte.

Als ich aber dann TATSÄCHLICH die alleinige Ernährerin war, da fühlte ich in mir drinnen so einen unglaublichen Verantwortungsdruck, gepaart mit Zukunftsängsten. Was ist, wenn ich jetzt ausfalle? Was wenn ich mal meinen Job verliere? Eben Fragen und Ängste, ohne Ende.
Es war FÜR MICH eben dann doch ein Riesenunterschied, ob ich nur für mich alleine die finanzielle Verantwortung trage, oder dann doch auf einmal für eine ganze Familie. Und ich denke, dieses Problem dürfte auch der eine oder andere Mann durchleben, der "plötzlich" zum Alleinernährer einer Familie wird - auch wenn es wohl viele nicht zugeben werden, aus falsch? verstandenem Stolz.

Auch ich begann kleinlich herum zurechnen, meinem Mann auf die Finger zu schauen, wieviel Haushaltsgeld er ausgibt, und rumzuzicken, wenn ich das Gefühl hatte, er "prasst" zuviel. Gar nicht schön, ich weiss :-(
Aber dahinter stand einfach übermässiger Verantwortungsdruck, mit dem ich nicht wirklich umgehen konnte - und auch mir selber zuerst gar nicht eingestehen wollte.

Schliesslich war ich im Beruf eine erfolgreiche Managerin, ich verhandelte tagtäglich über fette Aufträge, und leitete eine Abteilung mit einigen Angestellten.

Und doch war es für mich unendlich belastender, dann plötzlich für meine kleine Familie voll verantwortlich zu sein #zitter

Erst da begriff ich, warum manche Männer zu Hause dann oft genervt oder zickig sind und vielleicht das Gefühl haben (oder beneiden) ihre Partnerin lebe sorglos dahin, wie ein Schmetterling....

Natürlich gibt es viele Männer - und auch Frauen - die damit überhaupt kein Problem haben, aber ich wage mal blind aus dem Bauch heraus die Prognose, dass die "Dunkelziffer" gar nicht so niedrig sein dürfte....

lg

  • (17) 18.01.12 - 10:02

    P.S. Im übrigen hatte auch mein Mann ein ähnliches lehrreiches Fazit gezogen. :-) Denn er hatte sich ursprünglich gedacht, dass das alles ne lässige, ruhige Kugel wird. Kind betreuen, schläft eh die ganze Zeit, ein bisschen Haushalt, und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen :-p

    Und wie war die Realität? Er war fix und foxy, wenn ich abends nach Hause kam. Genervt, gestresst ohne Ende, mit vollgesabbertem, verschwitztem Hemd, weil er den ganzen Tag keine 15 Minuten Zeit hatte sich zu duschen oder umzuziehen ( der Kleine hatte Koliken ohne Ende, und schrie stundenlang, wenn er nicht rumgetragen wurde #zitter ).

    Ihm war langweilig (geistig), er fühlte sich isoliert und (geistig) nicht ausgelastet, war genervt von der täglichen immer wieder kehrenden, nie endenden Hausarbeit ;-)

    Sein Fazit war: er würde jedem Mann empfehlen, mal ne Weile Hausmann zu sein. Dann würden viele das Hausfrauendasein mit anderen Augen sehen.... :-)

(18) 18.01.12 - 14:50

Also mein Beileid ist Dir schonmal gesichert. Der Kerl spinnt wohl :-).
Deinen Rücken brauchst Du ggf. auch nach seiner Zeit noch. Also tu was für ihn, wohlgemerkt den Rücken.

Könnte er vielleicht wirklich überarbeitet sein? Manche Menschen drehen dann hohl.
Aber das Buchen eines Urlaubs wird er vermutlich ja auch wieder nicht verdauen...

Lass Dich doch für den Anfang auf seine Vorträge nicht mehr ein. Wenn er sich am Handy nicht abwürgen lässt, dann verlässt Dich halt plötzlich der Empfang. Und ansonsten dreh den Spieß halt mal um. Mecker Du ihn doch mal voll wie eine Schallplatte mit Sprung. Das erleichtert ungemein, dann kannst Du Deinen Frust mal abladen. Immer und immer wieder.
Bis er keine Lust mehr drauf hat, weil er ja weiß was kommt wenn er mal wieder damit anfängt.

Zum Schluss stellt sich mir die Frage, ob man hier wohl zu einer Affäre raten darf #schein.
Wenn der sich nicht ändert, dann hörst Du Dir das für den Rest Deines Lebens an. Kann man doch keinem zumuten.

Lg,
FINA

Wenn es hier um die Gesundheit und damit dein weiteres Leben geht würde ich ganz sicher nicht ein Wort darüber diskutieren. Der Mann hat ein gewaltiges Problem und ganz sicher nicht du. Außer das eine das du den Mann noch behälst.
Ela

(20) 18.01.12 - 22:30

..aber das klingt nicht gut.
Meine Mutter war mit einem Mann verheiratet, der ähnlich veranlagt war.
Sie dachte, er würde sie lieben und könnte es nicht ausdrücken.
Als sie an Krebs erkrankte und bettlägerig wurde, hat er nur noch rumgejammert, jede Medikamentenzuzahlung war ihm zuviel--sie "verdiente" ja nichts mehr dazu.
Ihren Schmuck, den er ihr geschenkt hatte, nahm er an sich, es wäre ja "seine Wertanlage", deswegen hätte er den ja überhaupt für sie gekauft (sie dachte, es wäre ein Zeichen der Liebe). Ich könnte ewig so weiterschreiben. Während ihrer letzten 2 Jahre sind unglaubliche Sachen passiert, alle positiven Gefühle, die ich für ihn hatte, haben sich komplett umgekehrt.
Ich habe ihn einmal weinen sehen in der Zeit und dachte, er hätte doch Gefühle.
Aber er sagte dann, er hätte ausgerechnet, ob seine Witwerrente genügend abwerfen würde, so dass er vorzeitig in Rente gehen könnte.
Beim Beerdigungsinstitut wollte er um jeden Cent feilschen, wollte nicht mal, dass ihr Mädchennamen mit auf den Grabstein kommt, weil das ja zu teuer wäre.
Ja, es ging ihnen finanziell eigentlich sehr gut, das machte das Ganze so unfassbar.
Als ich erwachsen war, habe ich alles an Kosten übernommen, es ihm zurückgezahlt.
Ich wünschte, meine Mama hätte einen Mann gehabt, der ihr liebenswertes Wesen, ihre Sanftheit, ihren Witz und Charme geschätzt hätte. Als der Pastor fragte, was er üer seine Frau mitteilen könnte, wegen der Grabrede, fiel ihm nichts ein.
"Sie hat immer ganz gut gearbeitet. Na, am Ende nicht mehr so." Mehr fiel ihm nicht ein.
Wenn ich an all das denke, kommt bei mir immer noch Hass hoch.
Du merkst, dass ich vom Mann meiner Mutter rede und nicht von meinem Vater.
Das liegt an dieser Zeit, erst da habe ich erkannt, was für ein Mensch er ist.
Wenn ich dein Posting lese, kommt viel aus dieser Zeit zurück, mit hohem Wiedererkennungswert, und ich mache mir Gedanken. Pass gut auf dich auf!

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